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Fachbereich Arbeit / Wirtschaft / Technik

Der Fachbereich Arbeit / Wirtschaft / Technik - oder kurz: AWT - zeichnet verantwortlich für die technisch-wirtschaftliche Grundbildung. Ein wichtiges Element ist die Hauswirtschaft

Ziel des AWT- Unterrichts ist die Handlungsfähigkeit in der Arbeits – und Wirtschaftswelt . Dazu gehört die materiell-technische Umgebung ebenso wie der private Haushalt, die berufliche Orientierung ebenso wie der Wirtschaftsbetrieb.
In den Jahrgängen werden altersgemäß unterschiedliche thematische Schwerpunkte gesetzt . Das Fach AWT wird im Pflichtunterricht und im erweiternden Wahlpflichtbereich unterrichtet.

Pflichtunterricht: für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 – 10

Jahrgang 5 Jahrgang 6 Jahrgang 7 Jahrgang 8 Jahrgang 9 Jahrgang 10
2 Std./Woche 2 Std./Woche
 halbjährlich
2 Std./Woche 1 Std./Woche 2 Std./Woche 1 Std./Woche

In den Jahrgängen 5 ,6 und 7 herrscht Werkstattcharakter vor . Hier werden aus zwei Klassen noch drei Lerngruppen gebildet , um eine individuellere Betreuung zu gewährleisten.
In den Jahrgängen 8 bis 10 wird der Unterricht in Klassenstärke erteilt und ist deutlich weniger von handwerklichen Themen geprägt.

Individuelle Produktgestaltung ermöglicht handlungsorientiertes Lernen an verschiedenen Werkstoffen mit unterschiedlichsten Werkzeugen und Maschinen. Holz und Metall, Papier und Ton, Kunststoffe und Naturmaterialien sowie Lebensmittel wollen sachgerecht verarbeitet und behandelt werden. Auf dem nötigen Know-how über Materialien, Werkzeuge und Arbeitssicherheit basiert die technische Grundausbildung, die mit dem Bohrmaschinenführerschein z.T. auch dokumentiert wird. 
Die gesunde Ernährung und der sichere Umgang mit dem Computer werden lehrgangsmäßig schon im 5. Schuljahr allen Schülerinnen und Schülern nahegebracht. Im 6. Schuljahr wird der Umgang mit dem Computer vertieft und erweitert. Alle Kinder können dann mit dem Erweb des Computerführer
scheins an den vielen Computerstationen der Schule arbeiten.

Die Verarbeitung von Informationen erhält im 7. Schuljahr  einen hohen Stellenwert.
Die Technische Zeichnung als internationales Verständigungsmittel und Basis der handwerklichen und industriellen Fertigung wird eingeführt. Die Probe aufs Exempel folgt, wenn danach individuell oder in Fließfertigung Gebrauchsgegenstände produziert werden.
Neben Holz-, Kunststoff – und Metallgegenständen kommt auch ein elektronisches Bauteil auf der
Grundlage eines Schaltplans in Frage. Das Thema Ernährung / Hauswirtschaft und speziellerer Umgang mit dem Computer finden ihre Fortführung.

Das Schuljahr 8 dient der Zukunftsorientierung. Ausgehend von den Erfahrungen der Kinder werden erste berufliche Vorstellungen entwickelt und mit der Realität verglichen. Der regionale Arbeits- und Ausbildungsmarkt wird angeschaut , ebenso Institutionen , die sich der Ausbildung verschrieben haben, wie z.B. die Agentur für Arbeit und die Berufsbildenden Schulen sowie private Berufsausbildungsstätten. (Einige wichtige Internet-Adressen rund um das Thema Berufsorientierung sind hier  zu finden !!! ) Eigene Interessen und Fähigkeiten sollen erkannt  und auf die Bedürfnisse in den Zukunftsvorstellungen der Schüler und die Anforderungen in den vielen Berufsbildern abgestimmt  werden . Mit Betriebserkundungen und Besuchen der BBS sollen erste Eindrücke aus der Berufswelt  gesammelt und verarbeitet werden . Es soll auch ein erster Lebenslauf in korrekter Weise verfasst und eine Bewerbung für einen Praktikumsplatz e-Mail – tauglich geschrieben worden sein.

Im Schuljahr 9 steht  in der ersten Hälfte des Schuljahres nach den Herbstferien das 3-wöchige Betriebspraktikum an. Zunächst werden noch weitere berufsorientierende Themen im Vordergrund stehen, die mit der Anfertigung des Praktikumsberichts dann abgeschlossen sind. Vorab bedarf es der ausführlichen Vorbereitung im Unterricht. Die Erwartungen an das Praktikum, der Handlungsbereich im Betrieb, Pflichten und Rechte während des Praktikums und vieles mehr wollen erläutert sein, damit das einzige Praktikum erfolgreich absolviert werden kann . Weiteren Praktika in den Ferien und in der Freizeit steht natürlich nichts im Wege, ja sind sogar erwünscht und werden unterstützt. (Das VW – Werk bietet jedes Jahr in den Osterferien „Schnuppertage“ an.) 
Weiterer Schwerpunkt im 9.Schuljahr ist das Thema Energie, ihr Vorkommen und ihre Gewinnung, ihre Umwandlung und ihr Verbrauch sowie erneuerbare, Alternativen. Dazu gehört auch der Bau einer Maschine zur Energiegewinnung, was besondere Konzentration erfordert, da im Klassenverband unterrichtet wird und die Fachräume im AWT- Bereich eigentlich nur für kleinere Gruppen ausgelegt sind!

Das 10.Schuljahr ist für viele Schülerinnen und Schüler der Abschlussjahrgang an der allgemeinbildenden Schule . Themen wie die soziale Sicherung, Rechtsgeschäfte, Verbraucherschutz treffen das besondere Interesse der Jugendlichen. Sie werden darüber hinaus im Durchleuchten des Wirtschaftsstandorts BRD und EU mit den Auswirkungen der Globalisierung auf die Wirtschaft und die gesellschaftlichen Belange konfrontiert, um für sich konkrete Entscheidungen im Hinblick auf ihre weiteren Lebensschritte treffen zu können. Hier kann der jährliche Wirtschaftwettbewerb der Industrie – und Handelskammer als eine Testmöglichkeit zu Hilfe genommen werden. Auch bei der Durchführung praktischer Arbeiten stehen ökonomische Kriterien der Fertigung im Vordergrund .

 

Am Ende des 10. Schuljahres kann das Fach AWT für die mündliche Abschlussprüfung ( auch mit praktischen Anteilen ) gewählt werden .

Wahlpflichtunterricht I: für alle, die in diesem Fach einen besonderen Schwerpunkt setzen (siehe hierzu auch die Info-Broschüre.)

Im Jahrgang 6 wird für alle Schülerinnen und Schüler ein kombinierter Orientierungskurs AWT/NWS eingerichtet aus dem heraus sich die Kinder für das Fach AWT oder NWS nach etwa einem drittel Jahr fachübergreifendem Unterricht mit Beratung der Lehrer und Elternwunsch entscheiden können.

 

Jahrgang 6 Jahrgang 7 Jahrgang 8 Jahrgang 9 Jahrgang 10
Orientierungskurs 4 Std. / Woche 4 Std. / Woche 4 Std. / Woche 4 Std. / Woche
1/3 Jahr AWT / NWS AWT AWT AWT / HW AWT / HW
     

auslaufend dann  2 Std. / Woche

auslaufend dann  2 Std. / Woche

Im Wahlpflichtkurs I – oder kurz : WPK I – wird überwiegend praktisch-handwerklich gearbeitet, oftmals mit Projektcharakter. Einzel – und Gruppenarbeit gehören ebenso dazu wie Fließfertigung. Werkzeugkisten, Grillanzünder, Boote, Flugzeuge, Bumerangs, Alarmanlagen und weitere elektronische Elemente sind nur Beispiele für mögliche Produkte.

Neben der Herstellung individueller Gebrauchsgegenstände oder ganzer Serien können projektartig Fertigungen für die Schule erfolgen. Beispiele sind die Schultischrenovierung oder der Bau von Schrankwänden für die Schülerkisten.
Nicht zu vergessen ist hier die Arbeit in der Lehrküche auch bei Schulveranstaltungen etc. 

Auch die berufliche Information soll hier neben der Vertiefung fachlicher Kompetenz mit Betriebserkundungen nicht zu kurz kommen.

Am Ende des 10. Schuljahres kann der WPK I AWT für die mündliche Abschlussprüfung gewählt werden. 

Wahlpflichtunterricht II : für die, die nach dem 8.Schuljahr praktisch arbeiten möchten. (siehe auch Info-Broschüre WPK II).

Jahrgang 9 Jahrgang 10
2 Std. / Woche 2 Std. / Woche

Im WPK II werden besondere inhaltliche Schwerpunkte gesetzt, die teilweise auch übergreifend mit anderen Fächern angeboten werden. Einige Beispiele:

Erneuerbare Energien / Ökologisches Bauen am Excenter ( AWT / NWS )
Elektronik  ( AWT / NWS )
Modedesign ( AWT / Kunst )
Hauswirtschaft ( AWT / NWS )
Bürotechnik ( AWT / INF-T. )
Projekt Online-Zeitung ( AWT / Kunst / GL )
Informatik für Fortgeschrittene

Regelmäßige Veranstaltungen:

Jahrgang  5:

Projekt „Gesundes Frühstück“                                                      Computerführerschein I  
Bohrmaschinenführerschein

Jahrgang  6:  Computerführerschein II
Jahrgang  7:  Computerführerschein III
Jahrgang  9:  Betriebspraktikum im Herbst
Jahrgang  10:  Wirtschaftswettbewerb der IHK

Highlights :

 Der WPK ( Leitung Harm Rosenboom ) nimmt wiederholt an einem KISBA – Projekt   teil. Es wurden höhenverstellbare Arbeitstische für den AWT-Bereich hergestellt.  
Der WPK hat Fahrradständer produziert . Die Schüler haben in der Großwerkstatt     der Firma Wilhelm Ihnen im Industriegebiet Nord gearbeitet  und sind jetzt mit der 2. Serie beschäftigt.
Tipps zur Berufsorientierung

Schulische Ausbildungsgänge, BVJ, BGJ sowie Fachoberschulen und Fachgymnasien sind auf den Internetseiten der BBS Aurich, Emden und Norden umfassend dargestellt. Auf  Aushänge in den Jahrgängen 9 und 10 wird  hiermit hingewiesen !

Viele Informationen über Ausbildungsgänge und – berufe gibt es unter folgenden Internet – Adressen  :

                                                    www.berufswahlnavigator.de
www.berufenet.de
www.arbeitsagentur.de und   www.was-werden.de
www.machs-richtig.de und     www.abi-magazin.de

www.fit-for-europe.info

Ein Berufs-Informations-Zentrum  befindet sich in Emden bei der Agentur für Arbeit.