|
Die IGS Aurich-West im Internet |
|
|---|
Neue Wege in der Ernährungsbildung - November 2010
Ohne Ernährung geht nichts: keine Energie, keine Leistung, keine Anstrengung, keine Bereitschaft. Keine neue Erkenntnis in der Ernährungsbildung. Als Schule ohne das Fach Hauswirtschaft suchen wir neue Wege, um der Ernährungsbildung Raum und Stellenwert in der Ganztagsschule einzuräumen. Wie es gehen kann, zeigt das Projekt "Klasse(n)Nachtisch", das vor den Herbstferien angelaufen ist. Für das schulische Mittagessen haben erstmals SchülerInnen der 6. Klassen mehrere hundert Portionen Nachtisch zubereitet. Angeleitet wurden sie von Christa Sander und Teelke Goemann-de Boer, zwei Hauswirtschaftsmeisterinnen der Landwirtschaftskammer Weser-Ems. Die Meisterinnen sind den Kindern schon bekannt, denn sie leiten auch das Projekt "Gesundes Frühstück", das wir bereits seit 8 Jahren in den 5. Klassen durchführen. Auch das Gesundheitsamt ist mit im Projektboot für den "Klasse(n)Nachtisch", denn das Kochen für die Gemeinschaftsverpflegung unterliegt strengen hygienischen Auflagen. Unterstützt wird das Projekt von der Firma BFM Catering GmbH, die uns das Mittagessen täglich frisch zubereitet liefert.
|
Sharon, Finja und Lea kochen Vanillepudding |
| Vanessa und Julia kochen Schokoladenpudding |
|
|
Tobias räumt auf |
Mit den beiden Projekten wollen wir uns noch nicht begnügen. Auf der letzten Gesamtkonferenz wurde die Einführung eines Ausschusses für Verpflegung und Ernährungsbildung beschlossen. In dem Ausschuss werden alle Fachbereiche vertreten sein, in denen die Ernährung thematisiert wird. Beteiligt sein werden auch die Verpflegungslieferanten, denn das Verpflegungsangebot der Schule und die Unterrichtsinhalte müssen stimmig sein und bleiben. Der Ausschuss wird Projekte erarbeiten, in denen die SchülerInnen nicht nur über Ernährung lesen und sprechen, recherchieren und präsentieren. Sie sollen aktiv werden, denn "Learning by doing" ist die beste Möglichkeit, sich Kenntnisse und Fertigkeiten anzueignen. Das gilt für gesundheitsförderliche Einstellungen und Handlungen genauso wie für jeden anderen Lernbereich. Für die Ernährungsbildung bedeutet das: Praktische Erfahrungen sammeln und kochen lernen, Spaß haben an der gemeinsamen Arbeit in der Küche, Verantwortung übernehmen und dabei kompetent werden als kritische und mündige VerbraucherInnen.