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Die IGS Aurich-West im Internet |
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| Rund 550 Schüler schlängelten sich gestern bei der zweiten Präventionsmesse durch das Foyer der Auricher Stadthalle. - Dieser Schüler (rechts) probiert am Stand der Polizei mit einer "Promillebrille" den Schlüssel im Schloss zu versenken. |
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lin Aurich. Nur mit viel Mühe können die Schüler der 10e der IGS Aurich-West den Schlüssel im Schloss unterbringen. Beim Infostand der Polizeiinspektion Aurich/ Wittmund täuschen spezielle Brillen die Sicht bei bestimmten Promillewerten vor. Mit einer Brille, die 1,3 Promille vorgaukelt, brauchen die jugendlichen eine ganze Weile, ehe der Schlüssel einrastet. Die Polizei ist eine von 30 Institutionen, die sich seit gestern beim zweiten Präventionsrnarkt in der Auricher Stadthalle vorstellen und Jugendliche über ihre Arbeit informieren.
Rund 500 Jugendliche aus weiterführenden Schulen in und um Aurich erkundeten bei einer Rallye die verschiedenen Stände und beantworteten Fragen über die Institutionen. Der Fragebogen soll den Lehrkräften die Möglichkeit bieten, die Themen später im Unterricht nachzuarbeiten.
Mit praktischen Beispielen sind die jugendlichen sofort bei der Sache, findet Karin Imhoff, Kriminalkommissarin und Beauftragte für Jugendsachen bei der Polizei Aurich/Wittmund. "Mit dem Brillentest wollen wir die Schüler aktivieren, anstatt sie mit Informationen zu überfluten", sagt sie. An ihrem Infostand müssen die Schüler zudem einschätzen, welche Alkoholsorten sie in welchem Alter zu sich nehmen dürfen.
Neben der Polizei informieren auch das Gesundheitsamt, das Amt für Kinder, Jugend und Familie des Landkreises oder das Jugendbüro im Breiten Weg. Ebenso dabei sind das Diakonische Werk, die UbboEmmius-Klinik und zahlreiche weitere Einrichtungen.
Die Sozialpädagogin Ellen Habben vom Amt für Kinder, Jugend und Familie des Landkreises und Harald Venekamp, Beauftragter für Tugendsachen bei der Polizei Aurich/Wittmund, haben die Veranstaltung wie im vergangenen Jahr organisiert.
Anlässlich des Präventionsmarktes gibt es auch das generationsübergreifende Tanztheater "Longing for paradise - Sehnsucht S/sucht" zu sehen, das von Dr. Elke Warmuth und Isburga Dietrich in einem Projekt erarbeitet wurde. Bis zu 70 Ensemblemitglieder tummeln sich bei der Vorführung auf der Bühne, die Sehnsüchte und Süchte von Jugendlichen thematisiert. Gestern schauten dabei rund 700 Schüler zu.
Bis morgen informieren die Institutionen noch im Foyer der Auricher Stadthalle. Heute Abend gegen 19 Uhr wird Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann zur Theateraufführung erwartet.
Am Sonntag hatte die Anlage noch funktioniert, am Montagmorgen bemerkte der Hausmeister den Defekt. Nun läuft sie wieder, die Ursache aber ist weiter unbekannt.
von Maike Plaggenborg
Hausmeister Thomas Barth am Sicherungskasten der Heizungsanlage in der IGS Aurich-West
Aurich - Gestern war an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West die Heizung kaputt. Alle Schüler wurden noch vor Unterrichtsbeginn wieder nach Hause geschickt. Über Nacht sei die Schule ausgekühlt, und am Montagmorgen habe das Thermometer nur noch 13 Grad angezeigt, sagte Schulleiter Thorsten Quest.
Weil die Störung erst gegen sieben Uhr entdeckt worden war, war es schon zu spät, die Schülerinnen und Schüler per Radio über den Schulausfall zu informieren. Gut 60 Prozent der Schüler kommen täglich mit dem Bus zur Schule. Die IGS und der Landkreis Aurich konnten die Schulbusse so umorganisieren, dass alle Schüler gegen halb neun wieder nach Hause gefahren wurden.
Die wenigen Schüler, die nicht nach Hause konnten, wurden durch Lehrer in der Schule betreut. Auch die übrigen Mitarbeiter der IGS mussten arbeiten und sich in den kalten Büros mit elektrisch beheizbaren Radiatoren und Heizlüftern behelfen.
Im Herbst hatte die IGS ein neues Heizungssystem bekommen. Seitdem gab es gelegentlich Anlaufschwierigkeiten, einen derartigen Ausfall der Heizung habe es aber bisher nicht gegeben, so Quest. Was die Ursache für die Störung in der Heizungsanlage war, konnte noch nicht geklärt werden. Sicher ist, es handelt sich um ein elektronisches Problem in der Steuerung. Eine mögliche Ursache sei eingetretene Feuchtigkeit, sagte Hausmeister Thomas Barth. Das Dach der Sporthalle, in der die Heizungsanlage untergebracht ist, sei undicht, und es dringe manchmal Feuchtigkeit ein, berichtete Schulleiter Thomas Quest.
Seit längerem sei die Sanierung der Halle Thema in Gesprächen mit dem Schulträger, dem Landkreis. Bisher wurden die finanziellen Mittel, die im siebenstelligen Bereich liegen, dafür nicht zur Verfügung gestellt. In den nächsten zwei bis drei Jahren sollen die Arbeiten aber beginnen, sagte Annegret Redenius, Bautechnikerin bei der Kreisverwaltung.
Noch am frühen Morgen wurde der Fehler gestern vorläufig behoben; die Heizung benötige jedoch viele Stunden, um die Räume auf die normale Temperatur zu bringen, sagte Barth. Nun wird weiter nach der Ursache gesucht, und es werden Ersatzteile für die Anlage besorgt. Heute soll der Unterricht wieder stattfinden.
Hausmeister Thomas Barth kann beim nächsten Störfall die Elektronik der IGS-Heizungsanlage überlisten.
wit Aurich. Alle 1800 Schüler der IGS-West durften gestern Vormittag nach Hause gehen. In der Nacht zum Montag war die Heizung ausgefallen und die Temperatur in den Klassenräumen auf 13 Grad gesunken.
Schulleiter Thorsten Quest sagte auf Nachfrage der ON, als er gestern gegen 7.15 Uhr die Schule betrat, waren die Heizkörper kalt. Da der Schülerverkehr schon rollte, sei es zu spät gewesen, die Schüler über Radio aufzufordern, zu Hause zu bleiben. Deshalb seien alle Schüler in die kalte Schule transportiert worden. Glücklicherweise, so der Schulleiter, bewiesen die Busunternehmen aber ihreFlexibilität und stellten gegen 9.30 Busse bereit, um die Schüler wieder nach Hause zu fahren. Die Schüler, die zu Hause vor verschlossener Tür gestanden hätten, wurden aber selbstverständlich in der Schule betreut.
Ursache für den Ausfall der Heizung war ein Defekt der zentralen elektronischen Steuerung. Die etwa zehn Jahre alte Anlage läuft zurzeit auf Handbetrieb. Vor allem das macht Quest sicher, dass die Schüler heute wieder warme Klassenräume vorfinden. Gegen fünf Uhr in der Früh wird sich der Hausmeister heute davon überzeugt haben, dass die Anlage läuft - oder sie per Hand wieder in Betrieb setzen.
Dieselbe Wärme mit weniger Wasser - Heizungsrohrsystem der IGS Aurich-West wurde 2011 erneuert - Brennwerttechnik ist zehn Jahre alt
wit Aurich. Nach Auskunft von Herbert Akkermann, Leiter des technischen Gebäudemanagements beim Landkreis Aurich, hat in der Nacht zum Montag die zentrale Steuerung der IGS-Heizungsanlage ihren Geist aufgegeben. Der Computer misst unter anderem die Außen- und die Innentemperatur und bestimmt danach Brenndauer und Wasserdurchfluss. Bei seinem üblichen Rundgang am Sonntagnachmittag habe der Hausmeister noch keine Störung festgestellt. Der Heizungscomputer wurde zur Herstellerfirma geschickt, die jetzt nach dem Fehler fahndet. Mit dem Einbau der reparierten oder neuen Steuerung rechnet der Landkreis in einigen Tagen. Bis dahin läuft die Anlage weiterhin im Handbetrieb.
Die Heizungsanlage der IGS - sie befindet sich in der Turnhalle - ist, so Akkermann, etwa zehn Jahre alt. Der Kessel stamme von Vissmann, der Brenner von Weishaupt; Weishaupt bekomme die Steuerung von einem Hersteller mit Namen Schneider zugeliefert. Dass die Anlage zehn Jahre auf dem Buckel habe, bedeute aber nicht, dass sie veraltet oder gar abgängig sei. Im Gegenteil: Die IGS besitze eine Brennwertheizung auf dem neusten Stand; dass eine Steuerung ersetzt werden müsse, sei sicherlich ärgerlich, komme aber vor. Mit Geld aus dem Konjunkturpaket ist es erst im letzten Jahr gelungen, die Leistungsfähigkeit der Anlage auszunutzen. An der eigentlichen Heizung und ihrer Steuerung sei dabei, so der Leiter des Gebäudemanagements, nichts verändert worden. Investiert habe man hingegen in das Rohrnetz, dass das Wasser zu den Heizkörpern transportiere. Die alten Rohre seien viel zu dick gewesen. Zu viel warmes Wasser habe die Heizkörper durchströmt; diese Energie hätten die Heizkörper gar nicht abgeben können. Außerdem seien viel zu viele Pumpen in Betrieb gewesen, um das viele heiße Wasser durch die Rohre zu drücken. Nach der Querschnittsverkleinerung sei es jetzt möglich, das Wasser mit nur einer Pumpe umzuwälzen. Das spare Strom. Und da die Heizung weniger Wasser erwärmen müsse, spare man auch Erdgas. Außerdem sei die Anlage so eingestellt, dass sie seltener anspringe, dafür aber pro Intervall länger laufe.
Aurich. Die IGS Aurich-West veranstaltet jetzt einen Lesewettbewerb im 6. Jahrgang der IGS Aurich-West, bei dem sich Rasmus Schütt aus der 6g durchsetzte. Er war beim Vorlesewettbewerb einer der acht Klassensieger, die sich in den vergangenen Wochen beim Lesen besonders hervorgetan hatten.
Im Deutschunterricht stand nach Angaben der Schule eine ansprechende Unterrichtseinheit auf dem Plan, zu der jedes Kind ein selbst gewähltes Jugendbuch mitbrachte. Viele interessante Geschichten wurden vorgestellt. Die Kinder lasen
spannende und manchmal auch urkomische Szenen vor, so die Schule in der Mitteilung. Dabei waren die Fähigkeiten in den Bereichen Lesetechnik, Textgestaltung und Textverständnis unter Beweis zu stellen. Beim Vorlesewettbewerb, zu dem sich die besten Leser aus allen Klassen des 6. Jahrgangs versammelten, wurde zunächst aus den mitgebrachten Büchern gelesen. In einer zweiten Runde musste dann aus einem den Kindern unbekannten Text, dem "Weihnachtsgeheimnis" von Jostein Gaarder, vorgelesen werden.
Rasmus Schütt aus der Klasse 6g hatte es in außergewöhnlicher Weise verstanden, seine Zuhörer in den Bann zu ziehen, so die Schule. Er setzte die ausgewählte, im Theater spielende Textstelle und sich selbst gekonnt in Szene. Am Schluss wurden Urkunden und Buchgeschenke überreicht, die der Förderkreis gestiftet hatte.
- das Foto -
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Landrat Harm-Uwe Weber steckte Johannes Diekhoff gestern das Verdienstkreuz 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens ans Revers. Fotos: Recke Der 92-jährige Johannes Diekhoff bedankte sich für die vielfältige Unterstützung in den vergangenen Jahrzehnten |
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aik Aurich. Der Auricher Johannes Diekhoff (92) hat gestern das Verdienstkreuz 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens verliehen bekommen.
Der neue Auricher Landrat Harm-Uwe Weber händigte das Ordenszeichen und die Verleihungsurkunde gestern im Kaminzimmer des Europahauses aus. Vor ca. 50 geladenen Gästen hielt Alt-Landrat Walter Theuerkauf die Laudatio. Er betonte, dass er in Diekhoff ein Vorbild sehe. Es gebe wenige Menschen mit einem solchen Lebenslauf, "wo auch aus den Irrtümern und Brüchen gelernt worden ist". Diekhoff kommt gebürtig aus Boekzetelerfehn (Moormerland) und wohnt heute in Aurich. Er ist unter anderem Gründer der Deutsch-Niederländischen Heimvolkshochschule (heute: Europahaus); der IGS West sowie des Plattdeutsch-Vereins "Ostfreeske Taal" und war auch politisch tätig.
"Johannes Diekhoff repräsentiert die Generation meiner eigenen Eltern", sagte Alt-Landrat Walter Theuerkauf gestern Nachmittag bei der Verleihung des Verdienstkreuzes 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens (siehe Seite 1). Mit dieser Bemerkung führte er den rund 50 geladenen Gästen, darunter viele Weggefährten Diekhoffs, noch einmal vor Augen, was für eine lange und bewegte Lebensgeschichte der Geehrte vorzuweisen hat.
Seine Elterngeneration hätte es durchaus schwer gehabt, sich einzugestehen, dass man in der Nazizeit seinen Idealismus für die falsche Sache eingesetzt hatte, so Theuerkauf. Diekhoff aber habe sein falsches Engagement nach dem Krieg erkannt und versucht, "den Hass zu überwinden". Besonders hob Theuerkauf Diekhoffs Einsatz für die deutsch-niederländischen Beziehungen und die Integration der Flüchtlinge hervor. Diekhoff sei außerdem als erster Leiter "Motor" der damaligen Deutsch-Niederländischen Heimvolkshochschule (heute: Europahaus) gewesen. Er habe als Schulreformer (und später als Schulleiter) bei der Einrichtung einer der ersten Integrierten Gesamtschulen in Aurich mitgeholfen. Dort habe er mit den Schülern auch das Unrecht gegenüber den jüdischen Mitbürgern aufgearbeitet und damit "konkrete Versöhnungsarbeit geleistet". Dabei sei seine Art "nie verbissen, sondern immer leise" gewesen. Diekhoff verlange von anderen nie mehr, als er selbst erbringen könne. "Wir brauchen solche Leute wie Sie", rief Theuerkauf Diekhoff zu.
Landschaftspräsident Helmut Collmann betonte die Verdienste des gebürtigen Fehntjers Diekhoff um die plattdeutsche Sprache (Arbeitskreis ostfriesischer Autoren und Autorinnen, Verein "Ostfreeske Taal", Zeitschrift "Diesel"). Diekhoff habe so viel gemacht, das reiche für drei Leben. Dabei sei er aber "immer noch hellwach" und -"ein geistiger Leuchtturm für Ostfriesland", so Collmann. Diekhoff selbst erinnerte daran, dass er seine erste Auszeichnung im Mai 1940 als 21-jähriger Wehrmachtsoffizier nach der niederländischen Kapitulation bekommen habe. Später hätten seine 2002 verstorbene Frau Johanna und er die "Chancen zu Korrekturen genutzt". Am Rande merkte er an: so etwas wie die Ländliche Akademie Krummhörn (LAK) wünsche er sich auch für andere Landstriche Ostfrieslands.
Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von der Gruppe "Silent metal kids" der LAK. Die Moderation übernahm Grieta Bottin.
Aurich. 38 Kinder aus den vierten Klassen der Reilschule besuchten gestern das "Talendorp" der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West. Beim "Talendorp" (Sprachendorf), mussten die Grundschüler an Stationen wie Polizei, Restaurant, Arzt, Camping, Markt und Flohmarkt auf Englisch auswendig gelernte Dialoge vortragen. Die Idee stammt ursprünglich aus einer Schule in Winschoten und hilft Kindern, sich. mit dem Umgang mit Fremdsprachen vertraut zu machen. Oberstufenschüler der IGS Aurich-West erklärten sich unter anderem dazu bereit, den Polizisten, Verkäufer und Arzt zu spielen.
![]() Typische Situation: Einkaufen an einem Obst- und Gemüsestand. Hier konnten Auricher Grundschüler überprüfen, wie praxistauglich ihre Fremdsprachenkenntnisse sind. |
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| Nur Spaß: An der Station "Polizei" konnte sich, wer wollte, in eine Zelle einsperren lassen. | |
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| Wo drückt der Schuh und wie heißt die Krankheit noch einmal auf Englisch? |
Annika Wiese (mit Urkunde) aus Ihlow belegte den ersten Platz beim Schülerwettbewerb der Ostfriesischen Landschaft und dem Niedersächsischen Staatsarchiv. Hier ist sie mit den anderen Teilnehmern und Vetrtretern der landschaft und des Archivs zu sehen.
lin Aurich. Annika Wiese aus Ihlow hat den mit 500 Euro dotierten "Schülerpreis für ostfriesische Kultur und Geschichte" gewonnen. Bereits zum zweiten Mal veranstaltete die Ostfriesische Landschaft in Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv Aurich den Wettbewerb. Am Mittwochabend wurden die 18 Arbeiten der ostfriesischen Oberstufenschüler im Landschaftsforum präsentiert und gewürdigt.
Die 19-jährige Schülerin der IGS Aurich-West hatte sich mit der "Bedeutung der plattdeutschen Sprache im Jahre 2011" auseinandergesetzt. Landschaftsdirektor Dr. Rolf Bärenfänger lobte die Arbeit der Ihlowerin in höchsten Tönen: "Es ist eine sehr selbstständige Arbeit entstanden, die der vorhandenen wissenschaftlichen Literatur zum Gebrauch des Plattdeutschen eine neue, wichtige Facette hinzufügt." Ausgehend von der Frage, ob der Verlust der plattdeutschen Sprache drohe, habe Wiese mit einer empirischen Untersuchung in ihrem Heimatort Ihlow nach Antworten gesucht, so Bärenfänger.
Dafür hatte die Schülerin keine Mühen gescheut und einen immensen Aufwand betrieben. Insgesamt 1250 Fragebögen verteilte die 19Jährige in Ihlow. Die Fragebögen gelangten über zwei Grundschulen und eine Gesamtschule an die Schüler und ihre Familien. Das Ergebnis: Grundsätzlich werde die Bedeutung des Plattdeutschen von den Befragten als regionales identitätsstiftendes Kulturgut hoch eingeschätzt, heißt es in ihrer Arbeit. Rund 97 Prozent der befragten Erwachsenen und 86 Prozent der Jugendlichen könnten die Sprache zumindest verstehen, aber nur 60 Prozent der- Erwachsenen und nur 14 Prozent der Schüler würden in ihrem Alltag plattdeutsch sprechen. Laut Bärenfänger gebe es aber einen Lichtblick. Bei den jüngeren Kindern werde in den Schulen wieder häufiger Plattdeutsch gesprochen. "Dies zeigt, dass die Maßnahmen der Ostfriesischen Landschaft zur Förderung des Plattdeutschen langsam wirksam sind", so Bärenfänger während seiner Laudatio. Den zweiten Platz belegte Lena Aden, ebenfalls von der IGS Aurich-West: Ihr Thema: "Das Leitbild der Frau im Nationalsozialismus". Der Aufsatz von Johanna Schultze (KGS Wiesmoor), prämiert mit dem dritten Platz, führte die Jury ins Mittelalter. Sie beschäftigte sich mit der Kleidung der Nonnen im Kloster Hopels.
Alle eingereichten Beiträge hätten viel Positives gemeinsam, meinte Prof. Dr. Bernhard Parisius vom Auricher Staatsarchiv. "Alle haben sich mit der äußeren Form viel Mühe gegeben. Zudem hatten alle Arbeiten ein hohes sprachliches Niveau und eine durchdachte Gliederung."
Für die musikalische Untermalung sorgten die Auricher Schüler Tammo Krüger und Mathis Ubben, die mit Geige und Klavier Stücke der Beatles spielten.
Weitere Buchpreise gab es für Theda Weers, Angelika Lillie (Aurich), Marco Weers, Marco Eckhoff, Saskia Hinrichs (Wiesmoor), Andrea Decker, Jutta Heising, Merle Metzler, Janina Goldhammer (Wittmund), Jonas Koch, Hendrik Beninga, Tomke Fabig, Johanna Wegmann (Emden), Julia Viola (Esens) und Johannes Booken (Hinte).
Annika Wiese (mit Urkunde) aus Ihlow bekam den ersten Preis und Blumen von Landschaftsdirektor Dr. Rolf Bärenfänger. An der Feierstunde nahmen weitere Preisträger,Dr. Paul Weßels von der Landschaftsbibliothek, Dr. Bernhard Parisius als Leiter des Staatsarchivs und Landschaftspräsident Helmut Collmann (rechts) teil.
Aurich - Annika Wiese aus Ihlow hat den mit 500 Euro dotierten Schülerpreis für ostfriesische Kultur und Geschichte, den die Landschaft und das Staatsarchiv Aurich ausgelobt hatten, gewonnen. Die 19-jährige Schülerin einer 13. Klasse der IGS Aurich-West hatte sich mit der Bedeutung der plattdeutschen Sprache im Jahr 2011 befasst.
Annika Wiese entwarf Fragebögen für Kinder und Erwachsene. 1250 verteilte sie in Ihlow. 544 kamen zurück und wurden von der Schülerin ausgewertet. Ein Ergebnis: Platt spielt am Arbeitsplatz eine größere Rolle als sonst im Alltag. "Es ist eine sehr selbstständige Arbeit", lobte Dr. Rolf Bärenfänger, der Präsident der Ostfriesischen Landschaft.
Insgesamt wurden für den Schülerpreis von Landschaft und Staatsarchiv 18 Arbeiten eingereicht. "Sie hatten alle ein hohes sprachliches Niveau", sagte ArchivleiterDr. Bernhard Parisius.
Buchpreise gab es für Lena Aden (Aurich), Johanna Schultze (Wiesmoor), Marco Weers (Wiesmoor), Marco Eckhoff (Wiesmoor), Saskia Hinrichs (Wiesmoor), Theda Weers (Aurich), Angelika Lillie (Aurich), Andrea Decker (Wittmund), Jutta Heising (Wittmund), Merle Metzler (Wittmund), Janina Goldhammer (Wittmund), Jonas Koch (Emden), Hendrik Beninga (Emden), Tomke Fabig (Emden), Johanna Wegmann (Emden), Julia Viola (Esens) und Johannes Booken (Hinte).
Moritz Becker sprach mit Eltern, Schülern und Lehrern. Alle siebten Klassen bekamen eine Schulung.
Aurich - Zum zweiten Mal wurde an der IGS Aurich-West in einer öffentlichen Veranstaltung die Frage nach den Gefahren des Internets für Kinder und Jugendliche professionell beantwortet. Dafür war auch in diesem Schuljahr der Sozialpädagoge und Eltern-Medien-Trainer Moritz Becker vom Verein smily zur Förderung der Medienkompetenz aus Hannover angereist.
"Im Unterschied zu Erwachsenen, die im Internet vorrangig ein Werkzeug sehen, ist das Internet für die Kinder und Jugendlichen eher ein Spielzeug", sagte er. Entsprechend schwierig sei die Kommunikation zwischen den Generationen. Doch wie wichtig gerade diese ist, wies Becker in der Folge auf: Einerseits sei das Internet als Kommunikationsmittel nicht mehr wegzudenken. Aber Becker machte andererseits auch klar, dass die kindliche Suche nach Aufmerksamkeit und Anerkennung ein starker Beweggrund für viele Kinder und Jugendliche ist, sich viel im Internet aufzuhalten und auch Teile der eigenen Privatsphäre preiszugeben. Mit dem Internet so umgehen zu können, dass man sich selbst schütze und Datenmissbrauch oder gar seelische Verletzungen durch Cybermobbing vermeide, erfordere gegenseitiges Vertrauen und die Möglichkeit, sich beraten und fragen zu können.
Aber nicht nur als Eltern-Medien-Trainer war Moritz Becker aktiv. Mit seinem Kollegen Hauke Burgdorf verbrachte er zwei Tage an der IGS Aurich-West. Alle siebten Klassen hatten jeweils eine zweistündige Schulung, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist, in dem Persönlichkeitsrechte missachtet werden dürfen. Und vor allem lernten sie, wie wichtig und einfach es ist, die eigene Privatsphäre zu schützen.
Auch den Lehrkräften stellte Becker eindrucksvoll dar, wie wichtig die Stärkung der kindlichen Persönlichkeiten ist, damit die Kinder mit den Freiheiten der Medien verantwortungsvoll umgehen können.
"Die Kommunikation ist schwierig" - Moritz Becker
aus:
(Heimatblatt)
vom 09.11.2011
Keine Bilder ohne Kamera: Dafür müssen sich die beiden Zehntklässler Sebastian Fischer (im Vordergrund) und Nils Tütje aber erst einmal mit der Technik vertraut machen. Bild: Jürgens
Aurich. Werden Schüler zukünftig statt Aufsätze zu schreiben nur noch mit der Kamera in der Hand unterwegs sein und Filme drehen? Dass sich das doch nicht ganz so einfach gestaltet, wie manche vielleicht denken, erfuhren 23 Auricher Schülerinnen Schüler, die am Dienstag im Medienzentrum des Landkreises Aurich an einem Workshop teilnehmen durften. Sie hatten sich mit Filmideen für den Nachwuchswettbewerb "Wo dein Herz wohnt" beworben und bekamen von MedienProfis und Pädagogen praktische Tipps zur Umsetzung ihrer Ideen. Für den Wettbewerb, der sich an Klassen der neunten und zehnten Jahrgangsstufe richtet und der das Thema Heimat zum Gegenstand haben soll, können noch bis zum 31. Dezember Vorschläge eingereicht werden.
"Die meisten Schüler würden am liebsten gleich mit der Kamera los ziehen und sofort anfangen zu drehen", meinte Helmut Meyer, Leiter des Auricher Medienzentrums auf einer Pressekonferenz, die am Dienstag am Rande der Workshops im Auricher Kreishaus stattfand. "Aber das funktioniert natürlich in den seltensten Fällen. Besser ist, wenn man ein Konzept oder Storyboard an der Hand hat. Das versuchen wir den Schülern zu vermitteln." Als Organisator der Auricher "Filmklappe" kennt sich Helmut Meyer im Bereich der Nachwuchsfilmförderung bestens aus.
Der ursprünglich im regionalen Rahmen gestartete Nachwuchswettbewerb, der seit einigen Jahren auf Landesebene ausgedehnt worden ist, wird 2012 immerhin bereits seine zehnte Auflage erleben. Angesichts der damit verbunden weitreichenden Erfahrungswerte ist das Auricher Medienzentrum ein geradezu idealer Partner für den Heimatfilmwettbewerb "Wo dein Herz wohnt". Dieser Wettbewerb geht nämlich zum ersten Mal über die Bühne und wird, ähnlich wie das inzwischen bei der "Filmklappe" der Fall ist, in Kooperation mit anderen niedersächsischen Medienzentren ebenfalls landesweit durchgeführt.
Federführender Veranstalter ist der in Göttingen ansässige Verein für Medien- und Kulturpädagogik "Blickwechsel". Als prominenter Schirmherr konnte der NDR-Moderator Yared Dibaba gewonnen werden. In der Jury, die später über die Sieger zu entscheiden hat, sitzen unter anderem der aus . Aurich stammende Radio-Chefredakteur Georg Poetzsch und die gebürtige Koreanerin Sung-Hyung Cho, die dank einer Aufsehen erregenden Dokumentation über ein Rock-Festival in der dörflichen Idylle von Wacken populär geworden ist.
Bis jetzt sind für den Wettbewerb "Wo dein Herz wohnt" nach Angaben des Projektleiters Markus Götte Ideen von 154 Filmteams aus insgesamt 24 verschiedenen Städten und Gemeinden in Niedersachsen eingereicht worden. Insgesamt haben dabei laut Götte rund 1000 Schülerinnen und Schüler mitgemacht. Parallel dazu hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich für Workshops in den jeweiligen Medienzentren zu bewerben. In Aurich kamen 23 Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West in den Genuss eines solchen Workshops. Alle diese Schüler belegen einen Medien-Wahlpflichtkurs bei Horst Reinders. An der IGS werden diese Kurse bereits seit geraumer Zeit angeboten. "Und sie werden immer wichtiger, weil gerade Jugendliche sich mehr und mehr mit bewegten Bildern auseinander setzen müssen", sagte Reinders auf der Pressekonferenz am Dienstag. "Zudem hat die Landesregierung erklärt, dass sie die Medien- und Filmförderung an den Schulen weiter ausbauen will", ergänzte Helmut Meyer.
Markus Götte zeigte sich in jedem Falle äußerst angetan von. der Professionalität und dem Know-how, mit der die Mitarbeiter des Auricher Medienzentrums ihn und sein Projekt unterstützen. "Das hat uns sehr gut gefallen", meinte Götte und lobte in dem Zusammenhang auch die "enorme Bandbreite" der Filmideen , der Auricher Schülerinnen und' Schüler. "Da ist von den klassischen Kühen auf der Weide über das Segeln auf dem Meer bis hin zur Auseinandersetzung mit Problemen von Einwandererkindern oder Ausreißern wirklich alles dabei", so Götte, der allerdings noch einmal ausdrücklich betont wissen wollte, dass die Workshops unabhängig vom Wettbewerb gelaufen sind.
Wer also eine Filmidee zum Thema Heimat hat, kann die noch bis zum Ende des Jahres, einreichen. Außer der Altersstufe gibt es lediglich eine weitere Einschränkung. Die Beiträge sollten nicht länger als fünf Minuten dauern. Informationen zum Wettbewerb "Wo dein Herz wohnt" findet man im Internet unter der Adresse: www.heimatfilmwettbewerb.de

"Wo Dein Herz wohnt" ist der Titel eines landesweiten Wettbewerbes. Die Schirmherrschaft hat der NDR-Moderator Yared Dibaba.
Von Manfred Stolle
Aurich - 23 Zehntklässler der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West nahmen gestern an einem Workshop im Auricher Medienzentrum teil. Aus gutem Grund, denn sie drehen kurze Heimatfilme für den landesweiten Wettbewerb "Wo Dein Herz wohnt".
Gearbeitet wird in Gruppen von drei Schülern. In den Auricher Schüler-Heimatfilmen aus Aurich spielen Klaus Störtebeker, Segelboote, "echte Ostfriesen" und Kühe die Hauptrollen. Doch der Begriff ist weiter gefasst. "Wir wollen junge Menschen ermutigen, ihre eigene Heimatforschung zu betreiben", sagt Yared Dibaba. Der Fernsehmoderator des NDR, der dem Volk der Oromo aus Äthiopien angehört, in Falkenburg (Gemeinde Ganderkesee) aufwuchs und fließend Platt spricht, ist Schirmherr des Wettbewerbes. Er freue sich besonders auf die Streifen der Jugendlichen, deren Wurzeln nicht nur in Deutschland lägen.
Die Nachwuchsfilmer, niedersachsenweit 170 Schüler aus neunten und zehnten Klassen, haben viele Ideen. Es geht um heimatsuchende Leistungssportler im Internat, um junge jüdische Einwanderer aus Russland bis hin zu Ausreißern, sagte Markus Götte, Projektleiter des Wettbewerbes aus Hannover, gestern in Aurich. Er wies darauf hin, dass Schulen sich noch bis zum Jahresende für eine Teilnahme melden können. Infos gibt es unter www.Heimatfilmwettbewerb.de. Die Auricher Schüler lernten gestern in der Medienwerkstatt, wie umfangreich ihr Vorhaben ist. "Es geht nicht nur um die Technik", sagte Teelke Reeck vom Verein Blickwinkel in Göttingen. Mit Medienpädagogen und einem Drehbuchautor werde erarbeitet, was die Jugendlichen aussagen wollten und wie sie dieses in Streifen mit maximal fünf Minuten Länge darstellen könnten.
"Das ist gar nicht so einfach", sagte Horst Reinders, Lehrer an der IGS Aurich-West. Das Besondere für die Kinder sei das Machen. Es sei schwer zu vermitteln, dass man vor dem Dreh erst einmal schreiben und seine Ideen auf Papier bringen müsse. Reinders muss es wissen. Er leitet einen Wahlpflichtkurs über Massenmedien.
Sind die Filme fertig, werden sie bewertet. Die zehn besten Streifen werden bei einer Gala in Hannover präsentiert und später im Kino gezeigt. Der erste Preis ist der Besuch der internationalen Filmfestspiele in Berlin.
Kevin Westhöfer, Marvin Mennenga und Julla Aden lassen sich von der Medienpädagogin Adele Mecklenborg erklären, wie sie Ihren Heimat-Kurzflim noch eindrücklicher gestalten können. Foto: Banik
wit Aurich. Ein Wahlpflichtkurs des zehnten Jahrgangs der IGS-West beteiligt sich am Heimatfilmwettbewerb "Wo dein Herz wohnt". Gestern wurden die 23 Schüler, die in mehreren Gruppen unterschiedliche Filmideen verfolgen, vom Medienpädagogen weniger im Umgang mit der Filmtechnik als vielmehr in de präzisen Vorbereiten der Filmarbeit geschult. Ort des Workshops war das Kreishaus, in dessen vierten Stock das Medienzentrum seine Räume hat.
Am Wettbewerb können sich Jugendliche aus ganz Niedersachsen mit fünfminütigen Kurzfilmen zum Thema Heimat noch bis zum 31. Dezember beteiligen. Eine Jury wählt danach die fünf besten Einsendungen aus, die dann in den Kinos auf großer Leinwand gezeigt werden. Finanziert wird der Wettbewerb, zu dem auch Schulungen wie die in Aurich gehören, von der Klosterkammer Niedersachsen.
Betreut wird der Wettbewerb vom Medienbüro Königswerth, dessen Mitarbeiter Markus Götte gestern während eines Pressegesprächs sagte, bislang hätten 154 Filmteams aus 24 Orten ihre Heimatfilmideen eingesandt. "Die Ideen reichen von Dokumentarfilmen über. das Segeln, Heimat suchende Leistungssportler im Internat, junge jüdische Einwanderer aus Russland bis hin zu Spielfilmen über junge Ausreißer oder Animationsfilmen mit neugierigen Würmern und lebendigen Postkarten." Die bislang eingesandten Ideen seien von einer Jury gesichtet und die besten Teams zu den Workshops eingeladen worden. Weitere Einsendungen seien aber nach wie vor möglich.
Horst Reinders, Kunstlehrer an der IGS-West, sagte, Filmbildung und Medienkompetenz, also die Fähigkeit, von den laufenden Bildern nicht überwältigt zu werden, sondern ihre Machart zu verstehen und ihre Inhalte distanziert wahrzunehmen, werde in den kommenden Jahren eine größere Rolle in den Schulen spielen. Die sogenannten Kerncurricula veränderten sich. In seinem WPK-Kursus analysierten die Schüler unter anderem kurze Filmsequenzen, damit ihnen klar werde, mit welchen Mitteln der Film arbeite. Außerdem diskutierten die Teilnehmer in den Unterrichtsstunden ihre eigenen Arbeiten. Das Filmen selber geschehe in der Zeit außerhalb des Unterrichts. Hierbei würden die Schüler intensiv von den Fachleuten im Medienzentrum unterstützt.
Reinders sagte, wenn man den Schülern eine Kamera gebe, dann wollten sie sofort loslaufen und Aufnahmen machen. Und hinterher wunderten sie sich, wie wenig ansprechend und desperat das Material sei; es entspreche ihren eigenen" Erwartungen in der Regel nicht. Die Schüler lernten so, dass ein großer Teil des Filmens darin bestehe, Schritt für Schritt schriftlich niederzulegen, was man tun wolle.
Die Medienpädagogen des gestrigen Workshops kamen vom Verein Blickwechsel; der auch Veranstalter des Kurzfilmwettbewerbs ist. Im Internet stellt sich der Verein so vor: "Blickwechsel ist eine. medienpädagogische Institution mit Sitz in Göttingen und Regionalstellen in Bremen, Gießen und Hamburg. Der seit 1990 als gemeinnützig eingetragene Verein führt Fortbildungen für pädagogisch Tätige und Interessierte durch (Erzieher, Lehrer, Sozialpädagogen, Fachschüler), realisiert Medienprojekte mit Kindern und Jugendlichen, verwirklicht die medienpädagogische Zusammenarbeit mit Eltern und erstellt didaktische Materialien und Publikationen."
Internet - für Kinder nur ein Spielzeug"Was sucht mein Kind im Internet?" - Schüler, Eltern und Lehrer an der IGS informiert |
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Aurich. Im Unterschied zu Erwachsenen, die im Internet vorrangig ein Werkzeug sehen, ist das Internet für die Kinder und Jugendlichen eher ein Spielzeug. Entsprechend schwierig ist die Kommunikation zwischen den Generationen. Dieser Konflikt war nur eines der Themen die an der IGS Aurich-West behandelt wurden.
Bereits zum zweiten Mal wurden an der IGS in einer Abendveranstaltung Fragen vieler Eltern aufgegriffen und beantwortet. Das Ganze stand unter dem Motto: "Was sucht mein Kind im Internet?" Der Sozialpädagoge und Eltern-Medien-Trainer Moritz Becker vom Verein smiley e.V. zur Förderung der Medienkompetenz aus Hannover beantwortete die Fragen. Mithilfe von Max, einem "ziemlich pappigen" Durchschnittsteenager, und vielen Beispielen aus der Praxis verdeutlichte Becker, wie unbekümmert und neugierig viele Jugendliche sich im Internet bewegen.
Das Internet ist als Kommunikationsmittel nicht mehr wegzudenken. Becker machte klar, dass die kindliche Suche nach Aufmerksamkeit und Anerkennung ein starker Beweggrund für viele Kinder und Jugendliche ist, sich viel im Internet aufzuhalten und auch Teile der eigenen Privatsphäre preiszugeben. Mit dem Internet so umgehen zu können, dass man sich selbst schützt und Datenmissbrauch oder gar seelische Verletzungen durch Cybermobbing vermeidet, erfordert gegenseitiges Vertrauen und die Möglichkeit, sich beraten und fragen zu können.
Aber nicht nur als Eltern-Medien-Trainer war Moritz Becker aktiv. Mit seinem Kollegen Hauke Burgdorf verbrachte er zwei Tage an der IGS. Alle acht 7. Klassen hatten jeweils eine zweistündige Schulung, in der sie Erkenntnisse sammeln, Fragen an die Fachleute stellen und sich austauschen konnten. Sie konnten über Erfahrungen im Internet berichten, Fragen nach Erlaubtem und Unerlaubtem stellen und lernen, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist, in dem Persönlichkeitsrechte missachtet werden dürfen. Und vor allem lernten sie, wie wichtig und wie einfach es ist, die eigene Privatsphäre zu schützen.
Auch die Lehrkräfte wurden nicht vergessen. In einer Fortbildungsveranstaltung lernten sie Aspekte der pädagogischen Arbeit in eine Beziehung zum Medienverhalten der Schüler zu stellen.
pop Südbrookmerland. Für den Gemeindeelternrat (GER) der Gemeinde Südbrookmerland ist nicht nachvollziehbar, warum zu den bereits vorhandenen Integrierten Gesamtschulen (IGS) in Aurich und Marienhafe eine weitere in Südbrookmerland mit den Standorten Moordorf und Moorhusen geschaffen werden soll - "anstatt eine attraktive Schullandschaft mit einer Wahlmöglichkeit verschiedener Schulformen zu gestalten". Das berichtete GER-Vorsitzender Stefan Steinhorst.
Der Landkreis Aurich sage nichts über Alternativen, kritisierte er. "Deshalb appellieren wir an die Grundschulelternräte, sich solche Informationen zu beschaffen und der Elternschaft zu vermitteln", so der Vorsitzende.
Der GER habe sich ausführlich mit dem Thema befasst und kritisiere "aufs Schärfste" die mangelnde Informationspolitik des Landkreises Aurich beziehungsweise des Schulträgers, sagte Steinhorst:
Eine Entscheidung über die Einführung der neuen Schulform sollte nicht übers Knie gebrochen werden, fordert er. Ein Augenmerk müsse aus Sicht des GER auf die Modalitäten gelegt werden. "So ist zum Beispiel das mögliche Konzept einer Integrierten Gesamtschule in Südbrookmerland mit dem Konzept der IGS Aurich-West nicht zu vergleichen, da derartige Gesamtschulformen mit einem gebundenen Ganztagsschulbetrieb vorn Kultusministerium - nicht mehr genehmigt werden", so Steinhorst.
Aurich - Die IGS Aurich-West lädt für Donnerstag, 3.November, Eltern und Schüler zu einer Informationsveranstaltung über "Spuren im Netz: Kinder und Jugendliche im Internet" ins Forum der Schule ein. Beginn ist um 19.30 Uhr.
Aus Sicht der Schule, so Schulleiter Thorsten Quest in einer Pressemitteilung, sei dieses Thema von ganz außerordentlicher Bedeutung. Viele Eltern wüssten überhaupt nicht, wo sich ihre Kinder im Internet bewegten, welchen Gefahren sie dabei ausgesetzt seien und welche Spuren sie dort hinterließen. Es seien nur Stichworte wie Mobbing, Preisgabe persönlichster Details und unlöschbare Spuren, die dort hinterlassen würden, genannt.
Referent ist Moritz Becker vom Verein Smiley aus Hannover. Dieser Verein will die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen fördern. Er bietet Elternveranstaltungen und Fortbildungen für Lehrer an und hat nach Angaben der IGS im vergangenen Jahr niedersachsenweit mit mehr als 500Schulklassen gearbeitet.
An zwei Tagen werden Smiley-Mitarbeiter zudem mit den Schülern der siebten Jahrgangsstufen über das Thema sprechen. Die Siebtklässler sollen dadurch angeregt werden, über ihr Verhalten im Internet nachzudenken. Es geht dabei unter anderem um den Umgang mit möglicherweise kostenpflichtigen Download-Angeboten und der Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken wie Facebook oder SchülerVZ.
wit Aurich. Die gute Nachricht zuerst: Den beiden größten allgemeinbildenden Schulen im Landkreis Aurich, der IGS West (1783 Schüler) und dem Gymnasium Ulricianum (1810 Schüler) ist es gelungen, alle für das neue Schuljahr ausgeschriebenen Stellen zu besetzen. An der IGS haben im August/September zwölf und am Ulricianum sechs neue Lehrer begonnen. Die Lehrerversorgung der IGS liegt damit bei annähernd 100 Prozent.
Und wenn es dem Ulricianum glückt, im Februar vier oder fünf weitere Stellen zu besetzen, dann liegt die Unterrichtsversorgung bei 103 Prozent und damit im Durchschnitt der niedersächsischen Gymnasien (zurzeit beträgt die Unterrichtsversorgung am Ulricianum etwa 97 Prozent.)
Die weniger gute Nachricht ist jedoch: Die Stellen zu besetzen war nach übereinstimmender Aussage der Schulleiter Tade-Wilhem Risius . und Thorsten Quest ganz schwierig und langwierig. Quest sagte, Englisch-, Französisch-; Latein oder Niederländischlehrer seien mittlerweile Mangelware. Biologielehrer finde man noch, bei Chemielehrern werde es schwierig und einen Physiklehrer zu finden, sei ein Glücksfall. Nach Auskunft von Risius wird im Gymnasium nach Startschwierigkeiten zu Schuljahresbeginn zwar aller Matheund Physikunterricht erteilt, aber das nur, weil die Lehrer mit diesen Fächern mehr Stunden gäben, diese Stunden müssten natürlich irgendwann wieder abgebaut werden.
IGS und Ulricianum konnten alle ausgeschriebenen Stellen auch nur deshalb besetzen, weil sie viele Lehrer beschäftigen. Sie konnten deshalb junge Kollegen einstellen, deren Fächerkombinationen nicht genau passten.
Da in der IGS 141 und im Ulricianum 147 Lehrer unterrichten und jeder Lehrer für zwei Fächer steht, konnte die Unterrichtsverteilung so hingeschoben werden, dass Lehrer mit einem Mangelfach vor allem dieses Fach unterrichten und auch Lehrer mit nur einem Mangelfach eingestellt werden konnten. Die Folge ist aber, dass beide Schulen zurzeit zu viele Deutsch- und das Gymnasium auch zu viele Geschichtslehrer beschäftigt, die in diesem Fach nicht eingesetzt werden können.
Hinzu kommt, das[s] Größe eine Schule für junge Lehrer attraktiv macht. Risius sagte, viele Seminaristen lernten seine Schule über die Homepage kennen. Dort erführen sie, dass das Ulricianum eine sehr lebendige, angebotsreiche Schule sei. Was Risius nicht sagte, aber auch eine Rolle spielt: Große Schulen bieten für engagierte Lehrer bessere Beförderungsaussichten.
Trotzdem, so Risius und Quest, müsse man erkennen: Aurich liegt nicht, im Zentrum Niedersachsens. In der Konkurrenz zum Beispiel mit Oldenburger Schulen hätten die Schulen in Aurich oft das Nachsehen.
Bei der Schulplanung spielen heute Schülerzahlen, vorhandene Klassenräume, Gemeindegrenzen und der Wunsch nach möglichst wohnortnahem Gymnasialangebot die Hauptrolle. Mit diesen vier Hinsichten lassen sich die Gründung von Integrierten Gesamtschulen in Pewsum/Hinte und Marienhafe gut begründen; und auch die Diskussion über die Schulentwicklung in Moordorf wird von ihnen befeuert. Es ist jedoch darüber nachzudenken, ob nicht ein fünfter Grund, die Lehrerversorgung, mit ins Kalkül gezogen werden muss und ob dieser Gesichtspunkt nicht sogar über alle anderen zu stellen ist: Denn was nützt die schönste Schule, wenn die Lehrer fehlen und der Unterricht schlecht ist?
Würde man die Schulplanung von der Lehrerversorgung abhängig machen und,bestätigte sich, dass nur große Schulen mit attraktivem Schulleben und guten Beförderungsmöglichkeiten für junge Lehrer attraktiv sind, so müsste die gerade gegründete IGS in Pewsum wieder aufgelöst werden. Und auch der Schulstreit in Südbrookmerland stürbe von einer Sekunde auf die andere. Stattdessen müsste die IGS in Marienhafe durch Zulauf aus der Gemeinde Krummhörn und aus Moorhusen gestärkt werden. Und die Moordorfer müssten weiter in Aurich zur Schule gehen können. Natürlich stellte das die Schulplaner vor andere Schwierigkeiten, fehlte doch in Aurich und wohl vor allem in Marienhafe der Schulraum. Doch Schulraumprobleme lassen sich leichter lösen als Probleme bei der Lehrerversorgung.
Die mangelhafte Lehrerversorgung hat bislang vor allem deshalb eine untergeordnete Rolle bei der Schulplanung gespielt, weil ihre Folgen nur nach und nach erkennbar werden. Noch sind die Kollegien gut besetzt, eine Zeit lang wird man sich auch noch gut behelfen können und erst in einigen Jahren zeigt sich, dass bestimmte Fächer nicht mehr unterrichtet werden können und das Unterrichtsniveau gesunken ist: Im Gegensatz dazu sind Schülerströme, Klassenräume und die Wünsche von Gemeindeparlamenten harte Fakten, die den schleichenden Niedergang nicht in den Blick kommen lassen.
Es liegt aber auf der Hand, dass diejenigen, die der Lehrerversorgung heute das Hauptaugenmerk verweigern, sich schon wiedei so. kurzsichtig verhalten wie vor einigen Jahren, als sie in Pewsum, Hinte, Moordorf und Moorhusen Schulraum für Kinder bauten, die es nicht mehr gab. Damals gab es auch harte Fakten, nämlich Millionen vom Land für Schulneubauten, volle Klassen und Politikerforderungen nach dörflichen Gymnasien, sodass der langsame, aber sichere Rückgang der Geburten scheinbar vernachlässigt werden kannte. Konnte er aber nicht!
Südbroomerland. Etwas mehr Begeisterung hatte sich Kreisrat Dr. Frank Puchert am Montagabend vermutlich erhofft, als er im Schulzentrum Moorhusen zum ersten Mal die Pläne des Landkreises Aurich öffentlich vorstellte, in Südbrookmerland eine Integrierte Gesamtschule (IGS) auf den Weg zu bringen.
Etwa 50 Eltern, Lehrer und einige Politiker waren gekommen. Sie machten durch Fragen und Redebeiträge eher Zurückhaltung statt Euphorie deutlich. Das nahm Dr. Puchert sichtlich mit, auch wenn er sich anstrengte, gelassen auf die nicht unbedingt erwartete Skepsis zu reagieren. Sein unterschwelliger Unmut ist allerdings verständlich: Die Kreisverwaltung versucht zurzeit förmlich in allerletzter Minute, eine Situation zu bereinigen, die nicht sie, sondern die Gemeinde Südbrookmerland zu verantworten hat. Diese Kommune hat sich 2009 entschieden, die beiden Schulzentren in Moorhusen und Moordorf für über acht Millionen Euro aus- und umzubauen. Entsprechende Fördermittel, über sechs Millionen Euro, standen zur Verfügung. Südbrookmerlands Bürgermeister Friedrich Süssen und die SPD-Fraktion sprachen sich dafür aus, diese Mittel in Anspruch zu nehmen. Sie hielten die Baumaßnahmen in Moorhusen und Moordorf für verantwortbar.
Ein mutiger, weil unbequemer Vorschlag der Freien Wählergemeinschaft (FWG), dieses wegen stark zurückgehender Schülerzahlen nicht zu tun und sich stattdessen ernsthaft mit der Schließung eines Schulzentrums und der Stärkung des übrigbleibenden Standortes auseinanderzusetzen, fand kein Gehör.
Bei der Eröffnung der beiden nun topmodernen Schulen in Moorhasen und Moordorf im vergangenen Jahr war der Jubel bei den Entscheidungsträgem, also Süssen und die SPD, noch groß. Jetzt, wenige Monate später, hört sich der Bürgermeister anders an: Nur wenn es gelinge, in Südbrookmerland eine IGS einzurichten, könnten beide Schulzentren erhalten werden (siehe Seite 1). "Wenn wir das jetzt nicht anpacken, wird das Szenario kommen, dass in einigen Jahren ein Standort geschlossen werden muss", sagte Süssen am Montagabend.
Davor warnte auch Dr. Puchert - und wurde noch deutlicher. Falls die Haupt- und Realschulen in Moorhusen und Moordorf nicht in eine gemeinsame IGS umgewandelt, sondern stattdessen zu Oberschulen (Zusammenschluss von Haupt- und Realschule zu einer Schulform) würden, sei künftig aus seiner Sicht nicht einmal mehr ein Schulstandort konkurrenzfähig. Dann werde Südbrookmerland zwischen Aurich und dem Brookmerland "zerrieben", sagte der Kreisrat: "Das ist meine persönliche Einschätzung". Dort fänden die Schüler anerkannte und etablierte Schulformen vor. Für die Oberschule, ein Konstrukt der amtierenden niedersächsischen CDU/ FDP-Landesregierung, lägen dagegen überhaupt keine Erfahrungswerte vor.
Trotz seiner immer wieder flammenden Appelle, sich für eine IGS in Südbrookmerland einzusetzen, weil es die "einzige Zukunftsoption" für den Erhalt beider Schulzentren sei, schlug Dr. Puchert am Montagabend Skepsis, sogar Ablehnung entgegen. Eine Mutter sprach beispielsweise von einem "Überfall auf die Eltern" und beklagte die Eile, mit der die IGS eingeführt werden soll. Wie berichtet, möchte der Landkreis Aurich die neue Schulform zum 1. August 2012 realisieren.
Auch die künftige SPD-Ratsfrau Helga Gloger übte Kritik an dem IGS-Modell für Südbrookmerland, welches vorsieht, dass die Kinder von der 5. bis zur 7. Klasse in Moordorf, von der 8. bis zur 10. Klasse in Moorhusen und in der Oberstufe an der IGS Marienhafe unterrichtet werden (wir berichteten mehrfach). Sie fände- es besser, wenn die Kinder an einem. Standort bleiben könnten und nicht zweimal wechseln müssten, sagte Helga Gloger. Ein Vater fragte, warum die Haupt- und Realschule nicht einfach weiterbestehen könne, was Schulleiter Günter Tautz (Moorhusen) mit der hierfür künftig nicht mehr ausreichenden Schülerzahl zu erklären versuchte. Auch er sprach sich wie seine Moordorfer Amtskollegin Marianne Schröder für eine IGS in Südbrookmerland aus. Diese sei dann als eine gemeinsame Schule mit zwei Gebäuden zu verstehen: in Moordorf und in Moorhusen.
Zu Wort meldete sich außerdem Südbrookmerlands CDU-Fraktionschef Hilko Gerdes. Er halte eine IGS in Südbrookmerland nicht für genehmigungsfähig, sagte Gerdes. Oberschulen würden hingegen relativ rasch genehmigt. Eine Umwandlung in eine IGS sei zu einem späteren Zeitpunkt immer noch denkbar, beispielsweise bei Änderung der politischen Verhältnisse auf Landesebene.
Was Gerdes damit andeutete: Eine SPD-geführte Landesregierung würde vermutlich kleinere Gesamtschulen zulassen. Die aktuelle CDU/FDP-Landesregierung genehmigt eine IGS nur dann, wenn eine Fünfzügigkeit (also fünf Klassen pro Jahrgang) nachgewiesen werden kann.
Das sei in Südbrookmerland machbar, sagte Dr. Puchert. Dafür müssten aber etwa 75 Prozent der Eltern der jetzigen Grundschüler sagen, dass sie ihr Kind auf eine IGS Südbrookmerland schicken wollen. Eine solche Elternbefragung soll in Kürze stattfinden.
Zurzeit besucht mehr als die Hälfte der Schüler aus Südbrookmerland ab der 5. Klasse eine Schule, die außerhalb dieser Gemeinde liegt.
wit Aurich/Moordorf. Ein perfektes Schulsystems ist vielleicht am Reißbrett zu entwerfen, aber nicht in der Wirklichkeit zu installieren. Jedes Schulsystem nämlich hat seine Vergangenheit, die sich in Schulgebäuden und traditionellen Schulwegen manifestiert. Wenn deshalb der dramatische Rückgang der Schülerzahlen, der Zug der Eltern zum Gymnasium und ihre Bevorzugung von Gesamtschulen den Landkreis Aurich zwingen, die Schullandschaft zu verändern, dann kann diese Veränderung nicht jedermann zufriedenstellen.
Zum Beispiel ist die IGS-West in Aurich aus Moordorfer und und Wiegboldsburer Sicht seit Jahren die weiterführende Schule. Rund 50 Kinder aus diesen Grundschulen (zwei Klassen) wählen Jahr für Jahr diese Schule. Die Gründe sind vielfältig: Die Eltern arbeiten in Aurich, die Geschwister besuchen bereits die IGS-West und oft waren auch schon die Eltern Schüler dieser Schule. Die Arbeit der Schule ist anerkannt und das Angebot ist vielfältig.
Wenn nun die Verbindung zwischen Aurich und Moordorf gekappt würde und der Landkreis über einen Schuleinzugsbereich alle Schüler aus der Gemeinde verpflichtete, entweder eine gemeindeeigene IGS oder die IGS in Marienhafe zu besuchen, so wäre diese Entscheidung für die IGS-West sicherlich kein Weltuntergang. Die Schule erreicht dann ihr Ziel Sechszügigkeit sofort; sie würde sogar nur fünfzügig und müsste darauf hoffen, dass die geplante Oberschule in Aurich nicht funktioniert und noch mehr städtische Schüler statt der Haupt- und Realschule die IGS bevorzugen. Doch da die Schülerzahlen weiter abnehmen, ist abzusehen, dass die IGS-West ohne Kinder aus Südbrookmerland eine relativ kleine Schule wird, die ihr heute umfangreiches schulisches Angebot nicht aufrecht halten kann.
Und ein weiteres Problem käme hinzu. Die IGS-West wird ohne südbrookmerlander Schüler "kopflastig". In diesem Schuljahr wurden sieben neue elfte Klassen mit 206 Schülern und sieben neue fünfte Klassen mit 198 Schülern gebildet. Wenn sich die Zahl der Fünftklässler aufgrund einer Trennungslinie zwischen Aurich und Moordorf verringern würde, dann würde die Sekundarstufe I der IGS-West gegenüber der Sekundarstufe II an Bedeutung verlieren - und das, obwohl Integration von Schülern nur in der Sekundarstufe I stattfinden kann. Die Sekundarstufe 11 im Verhältnis zur Sekundarstufe I zu verkleinern, wäre auch keine Lösung, da eine Oberstufe viele Schüler braucht, um alle fünf möglichen Profile anbieten zu können. Würde also in Südbrookmerland eine neue IGS entstehen, so wäre das für die Gemeinde sicherlich der einzige Ausweg aus der von ihr selbst verursachten Schulmisere. Da diese Schule aber nur lebensfähig wäre, wenn die Eltern aus Moordorf und Wiegboldsbur die IGS-West nicht mehr wählen dürften, wäre eine neue IGS für Aurichs Schulangebot eher nachteilig.
Südbrookmerland - "Warum bleibt nicht alles beim Alten?" "Warum muss das jetzt so schnell gehen?" - Eltern aus Südbrookmerland reagieren verunsichert auf den Vorschlag des Landkreises Aurich, die Schulzentren in Moorhusen und Moordorf ab August 2012 zu einer Integrierten Gesamtschule (IGS) mit zwei Standorten zusammenzufassen. Das wurde bei der ersten von zwei Informationsveranstaltungen am Montagabend in Moorhusen deutlich. Das Ergebnis: Es ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten.
Die beiden Schulleiter Marianne Schröder und Günter Tautz, Kreisrat Dr. Frank Puchert sowie die Führungsspitze der Gemeinde Südbrookmerland mit Bürgermeister Friedrich Süßen und dem Ersten Gemeinderat Hans-Joachim Stedler machten vor etwa 50Eltern und Lehrern deutlich, dass die Zeit drängt. Bis Ende 2011 müssen die Anträge eingereicht sein. Indem eine IGS gegründet würde, ließe sich verhindern, dass eine der beiden Schulen mittelfristig geschlossen werden müsse. Das Problem ist der demografische Wandel.
"Bei uns haben sich in diesem Jahr nur noch 60neue Schüler angemeldet", gab Günter Tautz, Schulleiter in Moorhusen, zu bedenken. Erforderlich seien 120. "Je weniger Klassen, desto schlechter das Angebot", lautete das Urteil der Moordorfer Schulleiterin Marianne Schröder.
Den Beteiligten auf dem Podium war es wichtig, den Eltern den Ernst der Lage und die Notwendigkeit, eine IGS zu bilden, klarzumachen, denn auf sie kommt es an. Damit die Pläne umgesetzt werden können, müssen zwischen 70 und 75 Prozent der Eltern aktueller Grundschüler in Südbrookmerland bei einer Befragung im November zustimmen. Erst dann könnte eine Fünfzügigkeit - sprich: fünf Klassen pro Jahrgang - gewährleistet werden.
Neben Südbrookmerland kenne er keine andere Gemeinde, in der nach der Grundschule mehr als die Hälfte der Schüler an Schulen in anderen Kommunen abwanderten, kennzeichnete Puchert die ungewöhnliche Situation in Südbrookmerland. "Die Gemeinde wird zwischen den Polen zerrieben", sagte er. Sicher gab sich der Kreisrat, "dass das Land nicht umhin kommt, die IGS zu genehmigen, wenn die Fünfzügigkeit sicher ist." Er widersprach damit CDU-Fraktionschef Hilko Gerdes, der behauptet hatte, "dass die Landesregierung definitiv nicht zustimmen wird". Gerdes machte sich vor den Eltern vehement dafür stark, zwei Oberschulen zu gründen - und erhielt Applaus.
Sollte Südbrookmerland eine IGS bekommen, zeichnet es sich ab, dass Schüler, die das Abitur anstreben, nach der zehnten Klasse zur IGS nach Marienhafe wechseln müssten. "Wir streben dort eine Oberstufe an", sagte Puchert. Ein Wechsel nach Aurich, zur IGS-West, wird dagegen wohl nicht mehr möglich sein, wenn Südbrookmerland eine eigene IGS bekommt.
Die Kritik einer Mutter, dass zwischen der siebten und der achten Klasse ein Schulwechsel von Moordorf nach Moorhusen erforderlich sei, konnten die Schulleiter nicht nachvollziehen. "Es ist ein Raumwechsel, aber keine völlig neue Situation", sagte Marianne Schröder. Schließlich würden die Jahrgänge komplett mit ihren Lehrern die Schule wechseln.
Übergabe der Bücher an Lehrer und Schüler
Das Gymnasium Ulricianum und die IGS Aurich-West bekamen "Hoog un platt" von Frerk Möller und eine Studie von Joachim Strybny.
AURICH - "Plattdeutsch in der Schule" ist nicht nur ein Thema für Lehrkräfte, die selbst Plattdeutsch können. Es gibt viele wissenswerte Informationen über die plattdeutsche Sprache, die zur kulturellen Bildung gehören und bestens auf Hochdeutsch vermittelt werden können. Um dies zu verdeutlichen, boten die Ostfriesische Landschaft und die Plattdeutschbeauftragten der Kommunen eine Buchaktion für Schulen mit ausgebauter Oberstufe im Eattdeutschmonat September an.
Landschaftsrat Hilko Gerdes und der Plattdeutschbeauftragte Willm Janssen des Landkreises Aurich sowie Schulamtsleiterin Talea Eiben überreichten in dieser Woche dem Gymnasium Ulricianum in Aurich und der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich das Buch "Hoog un platt" von Frerk Möller (Institut für niederdeutsche Sprache, Bremen) und eine Studie' über den aktuellen Sprachbestand in Ostfriesland von Joachim Strybny (Norden).
Der stellvertretende Leiter des Gymnasiums, Rüdiger Musolf, Bibliothekarin Olga Kabanow und Lehrer Wiard Coordes sowie der IGS-Ober-stufenleiter Wolfgang Tiffert, Büchereileiter Rolf Runge und Lehrer Hajo Oldermann nahmen die Bücher erfreut entgegen. Ein Dankeschön kam auch von den IGS-Oberstufenschülern - wie es sich gehört auf Plattdeutsch.
Das Buch von Frerk Möller ist für alle Klassenstufen der weiterführenden Schulen geeignet. Gut verständlich wird Interessantes und Wissenswertes über die norddeutsche Regionalsprache präsentiert, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, eher als lockere Reise durch die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Plattdeutschen. Fragen wie: "Seit wann gibt es Plattdeutsch?" oder "Warum heißt die Sprache Plattdeutsch (oder Niederdeutsch)?" werden hier in für den Unterricht geeigneter Weise beantwortet.
Die Untersuchung von Joachim Strybny ist vor allem für höhere Klassen und vertiefende Arbeiten oder Projekte geeignet. Es ist eine wissenschaftliche Studie zum Sprachbestand in Ostfriesland, die auf einer beeindruckenden Datenbasis von über 10 000 ausgewerteten Fragebögen basiert. Alle Jahrgänge an den weiterführenden Schulen in Ostfriesland und der Stadt Wilhelmshaven wurden erfasst. Die Ergebnisse räumen mit Vorurteilen auf, zum Beispiel dass junge Menschen meistens kein Plattdeutsch verstehen, und geben wichtige Hinweise für die weitere Sprachentwicklung.
Mit diesen beiden Büchern haben die Lehrkräfte der beiden Schulen künftig geeignetes Material zur Hand, mit dem sie Plattdeutsch im Unterricht behandeln können.
Die zukünftigen Lehrer bekamen einen Einblick in das Schulleben an der IGS.
Aurich. 17 Lehreranwärter des Studienseminars Leer besuchten zusammen mit den Seminarleitern für einen Vormittag die IGS AurichWest. Die Anwärter für das gymnasiale Lehramt erhielten einen Einblick in die Arbeitsweise der Integrierten Gesamtschule und konnten an Unterrichtsstunden in den Klassenstufen 5 bis 10 teilnehmen.
Das teilt die IGS AurichWest mit. Besonders interessiert waren die Lehramtsanwärter an der Frage, wie die Schüler, die mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen aus der Grundschule kommen, in den Klassen gemeinsam unterrichtet werden. "Dies ist durch eine individuelle Hinwendung zu den Schülern, einen differenzierten Unterricht und eine enge Zusammenarbeit der Fachlehrer und Klassenlehrer möglich", erläuterte Doris Stickel, Leiterin der Sekundarstufe I der IGS-Aurich West.
"Es erfordert zunächst zwar einen höheren Vorbereitungsaufwand, die Planung im Team ist jedoch sehr effektiv und zahlt sich aus."
"Davon können sich andere Schulen noch eine Scheibe abschneiden", war eine der positiven Stimmen aus dem Kreis der Referendare. Insgesamt wurden die freundliche Atmosphäre und der zugewandte Umgang mit den Schülerinnen und Schülern angemerkt. "Hier macht Lernen Spaß, wir haben viel Neues gelernt und kommen gerne wieder."
Der Rutsch-Turm wird noch diese Woche abgerissen. Von der Straße ist das Backsteinbauwerk nicht mehr einsehbar. Unter anderem nutzen Junkies seine versteckte Lage aus, um Drogen zu konsumieren.
lka Aurich. Der Landkreis Aurich wird den RutschTurm auf dem Spielplatz der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West unverzüglich abreißen lassen. Ein Unternehmen sei bereits beauftragt worden, teilte ein Behördensprecher mit. Der Rutsch-Turm - von der Straße nicht einsehbar - hat sich zu einem Treffpunkt entwickelt, an dem Alkohol und Drogen konsumiert wird, wie Scherben- und Spritzenfunde zeigten. Eltern hätten sich beim Landkreis über die Situation beklagt. Damit sich das Problem nicht einfach an eine andere Stelle verlagert, werden zusätzliche Überwachungskameras auf dem Schulgelände installiert. Zudem soll im nächsten Jahr gemeinsam mit der IGS ein neues Spielplatzkonzept erstellt werden. Die Schule habe Vorstellungen entwickelt.
Es hat immer wieder Beschwerden von Eltern der Auricher Schüler gegeben. Jetzt hat der Landkreis reagiert.
Aurich - Der Landkreis Aurich wird ein Turmgebäude auf dem Spielplatz der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West unverzüglich abreißen lassen und hat bereits ein Unternehmen mit dieser Aufgabe beauftragt. Gestern fand nach Angaben der Kreisverwaltung ein Treffen von Landkreis- und Firmenvertretern vor Ort statt, um den Verlauf der Arbeiten zu besprechen, die noch in dieser Woche durchgeführt werden sollen.
Der zu einer Rutsche gehörende Turm habe sich zunehmend zu einem Treffpunkt entwickelt, an dem auch Alkohol und Drogen konsumiert wurden. Das hätten Scherben- und Spritzenfunde gezeigt, die immer wieder vom Hausmeister der Schule beseitigt werden mussten. Jüngst hatten sich Eltern beim Landkreis über die Situation beklagt, der nun mit dem Abriss reagiert.
Damit sich das Problem nicht einfach an eine andere Stelle verlagere, werden zusätzliche Überwachungskameras auf dem Schulgelände installiert, so Kreissprecher Rainer Müller-Gummels. Zudem solle gemeinsam mit der IGS ein neues Spielplatzkonzept erstellt werden. Die Schule habe bereits Vorstellungen dazu entwickelt.
Der vor etwa 20 Jahren errichtete Backstein-Turm war ursprünglich von der Extumer Straße aus gut sichtbar. Durch die Umwandlung eines ehemaligen Parkplatzes in ein Grüngelände und den im Laufe der Jahre entstandenen Bewuchs hat sich die Situation grundlegend verändert, so dass das Bauwerk heute nicht mehr einsehbar ist. Diese versteckte Lage nutzten auch die Drogenkonsumenten aus.
Dieses Jahr nehmen erstmals sechs Schüler des zehnten Jahrgangs der IGS Aurich-West am deutsch-französischen Schüleraustauschprogramm "Brigitte Sauzay" teil. Das Stipendienprogramm sieht einen zehnwöchigen Austausch vor. Schulleiter Thorsten Quest (links) verabschiedete die Schüler zusammen mit Lehrer Norman Jäckel (rechts). Annette Brake (von links) geht nach Saint-Quentin, Ilka Kleene nach Reims, Ines Nanninga nach Auriol, Bianca Wolf nach Marseille, Annica Wolf nach Roquevaire. Es fehlt auf dem Bild Lisa Geiken, die nach Reims kommt.
![]() Beim Fahrrad-Sicherheits-Parcours des ADAC war von den Kindern Geschicklichkeit gefordert. |
![]() "Auf dem linken Ohr habe ich ein Geräusch gehört": Marcel aus der 5g der IGS Aurich-West testet seine Ohren beim Hörtest |
|---|---|
| lin Aurich. Nach einem kurzen Zögern tippt Marcel aus der 5g der IGS AurichWest an sein linkes Ohr. Der Schüler hat das Geräusch aus den Kopfhörern richtig zugeordnet. Der Hörtest der Firma Kind aus Aurich ist eine der vier Disziplinen, die die Schüler des fünften Jahrgangs bei den Aktionstagen der Schule absolvieren müssen. Neben der Überprüfung der Sinne Hören und Sehen, müssen die Schüler auch Koordination, Geschicklichkeit und Ausdauer beweisen.
Bereits zum achten Mal veranstaltet der Fachbereich Sport die Aktionstage zu den Themenbereichen Sicherheit, Gesundheit und Bewegung. Bernd Heiken, Klassenlehrer der 5f, erklärt den Grund: "Wir wollen uns schon kurz nach der Einführungsphase der fünften Klassen einen Überblick über mögliche Defizite der Schüler verschaffen." Damit die Fünftklässler an den zwei Tagen nicht nur sitzen, wird auch für Bewegung gesorgt. "Beim Fitness-Test wird die Geschicklichkeit und die Ausdauer der Schüler gefördert", erzählt Heiken. Geschick müssen die Kleinen auch beim ADAC-Parcours beweisen. Das Sicherheitstraining wird von Fahrlehrer Hartmut Holzhüter angeleitet. Eigentlich sollte parallel zu den Aktionen in der Schule ein großes Sportfest auf dem Ellernfeld stattfinden. "Es ist aber einfach zu kalt und regnerisch. Da haben wir uns nicht getraut", sagt Jahrgangsleiterin Hannelore Meyerhoff. |

Schülerinnen aus Aurich fahren für zehn Wochen nach Frankreich. Das Foto zeigt (v. l.): Schulleiter Thorsten Quest, Anne te Brake, Ilka Kleene, Inas Nanninga, Bianca Wolf, Annica Wolf und Normen Jäckel. Lisa Gecken fehlt auf dem Bild.
Aurich. Dieses Jahr nehmen erstmals sechs Schülerinnen des 10. Jahrgangs der IGS Aurich-West am deutsch-französischen Schüleraustauschprogramm "Brigitte Sauzay" teil. Das Stipendienprogramm sieht einen zehnwöchigen Austausch mit einer französischen Partnerin vor, teilt Schulleiter Thorsten Quest mit.
Nachdem im Frühjahr dieses Jahres die französischen Austauschpartnerinnen für zehn Wochen regulär am Unterricht der IGS teilgenommen haben und in dieser Zeit in ihren Gastfamilien gelebt haben, werden nun die deutschen Schülerinnen ihre Auslandszeit beginnen. Dabei sind die Schüler über mehrere Städte in Frankreich verteilt. Schulleiter Quest verabschiedete die Schülerinnen zusammen mit dem betreuenden Lehrer Norman Jäckel. Er wünscht Anne te Brake (sie fährt nach SaintQuentin), Ilka Kleene (Reims), Ines Nanninga (Auriol), Bianca Wolf (Marseille), Annica Wolf (Roquevaire) und Lisa Geiken (Reims) viele spannende Erfahrungen und eine gute Zeit im Ausland: Bon voyage!
Aurich / ZAB - Vanessa Wilts (14) arbeitet an einem Papiertuchhalter. "Das macht Spaß", sagt die Schülerin der KGS Wiesmoor. Zusammen mit rund 170 anderen Jugendlichen nimmt sie an einem Projekt der Handwerkskammer und der Kreisvolkshochschule Aurich teil. Beide hatten zwei Wochen lang ihre Werkstätten geöffnet, um Acht- und Neuntklässlern Einblicke ins Berufsleben zu ermöglichen. Gefördert wurde das Projekt vom Bund.
Genutzt wurde das Angebot von der Förderschule Aurich-Extum, der Hermann-Tempel-Gesamtschule Ihlow, der Hauptschule Sandhorst, der IGS Aurich-West, der KGS Wiesmoor sowie der Haupt- und Realschule Moorhusen. Innerhalb von 14 Tagen konnten die Schüler jeweils vier Berufe aus 16 Arbeitsgebieten kennenlernen. Die beteiligten Lehrer lobten das Projekt. "Es ist ein wichtiger Baustein unter anderen, um Jugendliche auf das Berufsleben vorzubereiten", sagte Dieter Emler, der Leiter der Auricher Hauptschule.
"Wir wollen den Jugendlichen den Übergang von der Schule in die duale Berufsausbildung erleichtern und die Abbrecherquote verringern", sagte Angela Mandel, Geschäftsführerin des Berufsbildungszentrums der Handwerkskammer. Im nächsten Jahr stehe die doppelte Anzahl an Praktikumsplätzen zur Verfügung. Schulen können sich an Wilhelm Rabenberg von der Handwerkskammer wenden(Telefon 04941/179772). "Ein wichtiger Baustein" (Dieter Emler)
fre Aurich. Geschickt lässt die 14-jährige Vanessa Wilts das Schmiergelpapier über das Holzstück gleiten. Die Schülerin der KGS Wiesmoor nimmt zusammen mit weiteren rund 170 Jugendlichen an einem Praktikum teil, das von der Kreisvolkshochschule (KVHS) und dem Berufsbildungszentrum (BBZ) der Handwerkskammer für Ostfriesland in Zusammenarbeit mit verschiedenen Schulen durchgeführt wird. Gefördert wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung.
"Mit der Aktion wollen wir den jugendlichen den Übergang von der Schule in die duale Berufsausbildung erleichtern und die Abbrecherquote in den Ausbildungen verringern", berichtet Angela Mandel, Geschäftsführerin des Berufsbildungszentrums der Handwerkskammer. "Bei uns sammeln die Schüler erste Erfahrungen in der Arbeitswelt und können ihre Stärken und Schwächen austesten", ergänzt der Fachbereichsleiter der Volkshochschule, Günter Fahle.
Sechs Schulen nutzten die Gelegenheit, ihre Schützlinge auf die Berufswelt vorzubereiten. Darunter die Förderschule Aurich-Extum, die Herrmann-Tempel-Gesamtschule Ihlow, die Hauptschule Aurich-Sandhorst, die Integrierte Gesamtschule Aurich-West, die Kooperative Gesamtschule Wiesmoor sowie die Haupt- und Realschule Moorhusen.
Durch die Organisation von Wilhelm Rabenberg (BBZ) und Gerda Lüschen (KVHS) erkundeten die Schüler innerhalb von zwei Wochen vier Berufe aus 16 verschiedenen Arbeitsgebieten. Zur Auswahl standen beispielsweise die Berufsfelder Hotel und Gaststätten, Hoch- und Tiefbau, Gartenbau, Büro und Verwaltung, Küche, Alten- und Krankenpflege, Friseur, sowie die Technikbereiche Holz, Kraftfahrzeug, Elektro, Metall und Sanitär, Heizung, Klima. Hier lernten die 13- bis 15-Jährigen unter anderem, wie ein Menü gekocht, ein Auto unter der Motorhaube aussieht, eine Holzsäge zu handhaben ist oder ein Stromkreis gelötet wird. "Manche Schüler haben ganz andere Vorstellungen von den Berufen; das kann in den Werkstätten schnell korrigiert werden", berichtet Rabenberg. Nach jedem Berufswechsel erstellen die Ausbilder Profile, die die fachlichen Kompetenzen und Stärken des Schülers herausstellen. "Die Abschlusszeugnisse sollen den Jugendlichen so eine Orientierung in der Bewerbungsphase ermöglichen", sagt Fahle. Künftig wollen das BBZ und die KVHS die Praktikumsplätze aufstocken und weitere Schulen ins Boot holen. Interessierte können sich an Wilhelm Rabenberg wenden, Tel. (04941)1797-72.
Fröhlich ging es bei der Einschulung der neuen Fünftklässler an der IGS Aurich-West zu.
Aurich. Mit bunten Einschulungsfeiern sind überall im Auricher Kreisgebiet die neuen Fünftklässler begrüßt worden. So wurden an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West 193 neue Schüler willkommen geheißen, teilte die Schulleitung mit. Und an,der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Großefehn freut man sich nach eigenen Angaben über 120 Neuzugänge im fünften Jahrgang.
An der IGS Aurich-West hatten Schüler des 6. Jahrgangs bereits am vergangenen Freitag für ihre neuen Mitschüler ein kurzes, aber abwechslungsreiches Programm aus Gesangvorführungen, Tanzeinlagen und Akrobatikvorstellungen zusammengestellt.
In diesem Jahr wird an der IGS Aurich-West eine Integrationsklasse gebildet, in der behinderte und nicht behinderte Kinder im Sinne des gemeinsamen Lernens alle zusammen unterrichtet werden. Am Tag zuvor waren bereits 207 Schüler zu Beginn der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe der der IGS von Stufenleiter Wolfgang Tiffert begrüßt worden. Das ist nach Angaben der Schulleitung die höchste Zahl an Anmeldungen in die Oberstufe seit Gründung der Schule.
Aurich. Mit einem Fernsehteam war der niederländische Rundfunk am Freitag zu Gast an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West. Das teilt die Schule mit. Für das NOS-Journaal, die Hauptnachrichtensendung des Nachbarlands, wurde ein Beitrag über den Niederländischunterricht an der Auricher Schule produziert. Hintergrund ist das steigende Interesse deutscher Schüler an der Nachbarsprache Niederländisch, während immer weniger Niederländer Deutsch lernen. In Niedersachsen verdoppelte sich die Zahl der Niederländischschüler in den vergangenen zehn Jahren von 2225 auf 4535. An der IGS Aurich-West lernen mittlerweile etwa 500 der 1800 Schüler Niederländisch. Zwölft- und Dreizehnklässler der IGS Aurich-West wurden im Niederländischunterricht gefilmt und interviewt. Der Beitrag wird voraussichtlich am Samstag in der 20-UhrAusgabe auf Niederlande 1 und um 20.30 Uhr auf BVN (frei empfangbar über Astra) gezeigt. Anschließend ist er auch im Internet auf www.nos.nl zu sehen.