Presseberichte

von August 2008 bis Juni 2009


aus: vom 22.06.2009:

Auf diesen Tag haben sie sich schon lange gefreut!

225 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West feierten mit tatkräftiger Unterstützung vieler Elternvertreter und Lehrer, farbenfroh, fröhlich und ausgelassen ihren letzten Schultag. Das teilte die Gesamtschule mit. Nach vielen Tests und Abschlussprüfungen erwarben 25 von ihnen den Hauptschulabschluss, 58 den Realschulabschluss und 141 den begehrten Sekundarabschluss I, der den Zugang zur gymnasialen Oberstufe eröffnet.


aus: vom 19.06.2009:

70 Schüler bestanden an der IGS West ihr Abitur

Sie erhielten jetzt ihre Reifezeugnisse

Die Jahreszahl werden diese Schüler sicher nicht vergessen.
 
Aurich. 70 Abiturienten bestanden jetzt ihr Abitur an der IGS Aurich-West. Folgende Schüler erhielten das Reifezeugnis:
Mirjam Anklam, Gabriela Banik, Sabine Becher, Eike Behrends, Gundolf Betten, Lukas Biedermann, Jan-Hinrich Bieritz, Eike Bikker, Lena Bohlken, Vladimir Breise, Elisabeth Bukowski, Stefan Dädlow, Tobias Ehmen, Sarah Eilers, Nina Eschen, Judith Fallert, Mario Feldmann, Tanja Fellensiek, Andreas Franken, Claudia Fürst, Benjamin Gassen, Silke Gastmann, Jens Genehr, Nora Gentsch, Lara Gerhardt, Ramona Graalfs, Julius Guntermann, Torsten Hallenga, Linda-Marie Hentschel, Amelie Hinrichs, Mona Hinrichs, Elke Hippen, Hanna Holthuis, Janne Holzmüller, Angela Janßen, Christina Kahle, Verena Klemme, Joost Kroon, Kathrin Kruse, Joachim Kuhlmann, Isabel Lerbs, Leon Lieblang, Maren von Löwenstein, Ebba Ludwig, Kristina Meyer, Rebekka Müller, Dirk Neemann, Luisa Maria Preis, Norman Reents, Sonja Renken, Carola Richardt, Daniela Rieken, Antje Saathoff, Leoni Schaer, Vanessa Schenk, Jorrit Schmidt, Nadine Schmidt, Anna-Mareike Schwab, Patrick Senner, Christian Tigges, Timm Ubben, Christian Veit, Juliane Vey, Heike Weber, Jannes Wegmann, Beate Weiß, FrederikWerner, Robin Werner, Bastian Wienekamp, Frouwine Wysotzki.
Das gelungene Abitur soll während einer gemeinsamen Feier mit den ehemaligen Schülern, Eltern und Lehrern am kommenden Sonnabend ab 20 Uhr beim "Abiball" in Middels noch gebührend gewürdigt werden. Bei dieser Gelegenheit, das haben die vergangenen Jahre gezeigt, kommt auch ein nicht ganz ernst gemeinter Rückblick auf das vergangene Schuljahr und seine Aktivitäten nicht zu kurz.
Die offizielle Entlassungsfeier ist am kommenden Sonnabend ab 11 Uhr im IGS-Forum.



aus: vom 18.06.2009:

200 Schüler demonstrierten in Aurich gegen Schulpolitik

Friedlicher Protest auf Marktplatz vor allem von IGSlern

Mit bunten Plakaten und Gesängen äußersten rund 2000 Auricher Schüler, Eltern und Lehrer gestern ihren Unmut über die Gesetzesvorhaben der CDU/FDP-Landesregierung
 
aik Aurich. Rund 2000 Schüler haben am Mittwoch auf dem Auricher Marktplatz friedlich gegen die Bildungspolitik der niedersächsischen CDU/FDP-Landesregierung demonstriert. Insbesondere ging es dabei um die Dienstag vom Landtag beschlossene Einführung des "Turbo-Abiturs" nach zwölf Jahren auch an Gesamtschulen.
Allein von den Auricher Gesamtschulen IGS West und Waldschule Egels nahmen rund 1200 Schüler teil, von der KGS Hage waren es knapp 100. Vertreter des Niedersächsischen Internatsgymnasium Esens reisten mit rund 50 Demoteilnehmern nach Aurich an.
Hauptredner auf der Kundgebung war der 15-jährige Steffen Haake von der Schülervertretung der IGS Aurich-West. "Das ist das erste Mal in der Geschichte Aurichs, dass so viele Schüler gemeinsam demonstrieren", rief Haake den Protestierenden zu.



"Augenwischerei und Wählerbetrug"

Auricher Schülervertreter üben scharfe Kritik an den Beschlüssen der Regierungsfraktionen im Landtag

Laut und bunt: Knapp 2000 Schüler demonstrierten gestern in Aurich unter anderem gegen das "Turbo-Abi".
 
aik Aurich. Zu den Klängen von Pink Floyds bildungskritischem Song "Another Brick in the Wall" (1979) versammelten sich gestern knapp 2000 Schüler, Eltern und Lehrer auf dem Auricher Marktplatz, um gegen die Bildungspolitik der CDU/FDP-Landesregierung zu protestieren. Gegen 9.40 Uhr waren die Schüler von der IGS West zur Arena gezogen und von dort, mit Zwischenstation am Pferdemarkt, zum Marktplatz.
Der erst 15-jährige Hauptredner Steffen Haake von der Schülervertretung der IGS West bezeichnete die gestern vom Landtag beschlossene Änderung des Schulgesetzes als Ergebnis einer "hilflosen, ideologisch motivierten Rotstiftpolitik, die nur aus Augenwischerei und Wählerbetrug besteht`. Die Beschlüsse seien ein Hinweis auf die "Arroganz der Macht". Viele Schüler der Gymnasien müssten wegen des "Turbo-Abis" bereits private Nachhilfe nehmen. "Herr Wulff, Sie sind unglaubwürdig. Es kann doch nicht sein, dass unsere massiven Proteste einfach ignoriert werden. Schließlich sind wir Ihre Zukunft, nicht ihr Spielball", rief Haake seinen Mitschülern sowie den Lehrern und Eltern zu.
Er forderte die Landesregierung auf, das Gesetzgebungsverfahren zum Schulgesetz zu stoppen und den Gesamtschulen die Möglichkeit zu geben, selbst zu entscheiden, ob sie das Abitur nach zwölf oder nach 13 Jahren vergeben wollen. Außerdem sollten die "vollen Halbtagsgrundschulen" erhalten werden.
Haake zeigte sich allgemein zufrieden mit der Resonanz auf die Demo, bedauerte allerdings, dass nur wenige Schüler vom Gymnasium Ulricianum und von der Realschule Aurich teilgenommen hätten. Die Realschüler seien von ihrem Schulleiter "eingeschüchtert" worden, so Haake wörtlich.
Auch Marijke Roscher (ebenfalls IGS West), die die Demo offiziell angemeldet hatte, zeigte sich zufrieden. Es sei insbesondere erfreulich, dass der Protest friedlich und reibungslos abgelaufen sei, sagte sie den ON. Sie bedankte sieh gleichzeitig bei Polizei und Ordnungsamt für die gute Zusammenarbeit.
Die Polizei Aurich selbst sah es ähnlich: "Die Kundgebung verlief ohne Störungen. Zu nennenswerten Verkehrsbehinderungen kam es nicht", teilte sie gestern mit. o Auricher SPD-Politiker äußerten sich gestern in Pressemitteilungen ebenfalls. "Mit dem Beschluss der Regierungsfraktionen wird das Turbo-Abi an der IGS in Aurich und der IGS in Marienhafe eingeführt. Die Vollen Halbtagsschulen' in Westerende, Großheide und Wiesmoor werden abgeschafft. Die SPD-Fraktion hat gegen die Änderungen gestimmt. CDU und FDP haben sich damit über Tausende von Briefen, E-Mails, Unterschriften, und Petitionen hinweggesetzt und die Proteste einfach ignoriert", teilte Landtagsabgeordneter Wiard Siebels (Aurich) mit. Der schulpolitische Sprecher des SPD-Unterbezirks Aurich, Ulrich Mittelstädt, bezeichnete die neuen Vorschläge der Kultusministerin, 2050 neue Lehrerstellen zu schaffen, als "handwerklich ungenügendes, kaum umsetzbares Instrument'. Das Abitur nach zwölf Jahren an Gesamtschulen bezeichnete er als "Dreistigkeit" und "Anschlag". Der Kreisvorsitzende der Linken, Heiko Moll, stieß in dasselbe Horn: "CDU/FDP haben unserer Region mit der Zustimmung zu diesem Gesetz keinen Gefallen getan.", teilte Moll gestern mit. Von der CDU gab es bis Redaktionsschluss keine Pressemitteilung. o In ganz Niedersachsen nahmen gestern mehrere Zehntausend `Schüler und Studierende an Protesten und Demonstrationen gegen die Bildungspolitik der schwarz-gelben Landesregierung teil.



FDP-Wahlkämpfer treffen auf wütende Schüler

Begegnung war reiner Zufall / Aber: Bundestagskandidatin Cornelia Debus (Emden) stellte sich Gesprächen

aik Aurich. Erst am Dienstag hatte sie erfahren, dass es auf dem Auricher Marktplatz quasi zur direkten Konfrontation kommt. Doch die FDP-Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Aurich-Emden, Cornelia Debus (Emden), stellte sich gestern relativ tapfer den Demonstrierenden. So äußerte beispielsweise Lehrerin Christiane Lillie von der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West im Zwiegespräch ihren Unmut über die Schulpolitik, die von der FDP. als Koalitionspartner in Landesregierung und im Landtag mitgetragen wird. "Wir müssen nicht über Strukturen, sondern über Inhalte reden", entgegnete Cornelia Debus. Hauptredner Steffen Haake von der Schülervertretung der IGS Aurich-West nutzte die Steilvorlage und ließ es sich am Ende nicht nehmen, aus einem der FDP-Gummibälle, die die Wahlkämpfer zuvor verteilt hatten, demonstrativ die Luft rauszulassen.
Cornelia Debus (Mitte) will für die FDP im Wahlkreis Aurich-Emden in den Bundestag. Gestern hatte sie keinen einfachen Stand, stellte sich aber dem Protest. Hauptredner Steffen Haake von der IGS West ließ aus dem FDP-Werbegummiball demonstrativ die Luft raus. Links im Bild Marijke Roscher (IGS West), die die Demo angemeldet hatte.

Opfer der Widersprüche

von Wolfgang Witte

Die Schulpolitik der Landesregierung ist nicht nur schlecht; sondern allem Anschein nach auch noch schlecht gemacht. Weder die am Dienstag beschlossene Änderung des Niedersächsischen Schulgesetzes noch eine Stellungnahme des Kultusministeriums zur Änderung. dieses Gesetzes vom Mai dieses Jahres bekommen den Grundwiderspruch beider Einführung des Turbo-Abiturs an Gesamtschulen in den Griff. Die IGS ist laut Schulgesetz keine nach Schulformen, sondern eine nach Schuljahrgängen differenzierte Schule; ihr ist es deshalb wesensfremd, Schüler auszusondern und schneller durch den Stoff zu bringen.
D as Problem wird deutlich, wenn man fragt, was mit den Schülern geschieht, die nach der Klasse zehn an der IGS den erweiterten Realschulabschluss bekommen. Sie machen - so will es das Gesetz - nach 13 Jahren Abitur; das bedeutet, dass sie zwei zehnte Klassen mit unterschiedlichem Lernstoff durchlaufen. Beim zweiten Durchlauf holen sie den Stoff auf, den die Turbo-Abiturienten ihnen voraushaben. Das Kultusministerium schreibt: "Schüler, die am Ende des Sekundarbereichs I gleichwohl eine Zugangsberechtigung zur gymnasialen Oberstufe erworben haben, wechseln in die Einführungsphase an der Integrierten Gesamtschule und erwerben die allgemeine Hochschulreife nach dreizehn Jahren." Ähnlich ist es auch aus der Schulgesetzänderung herauszulesen.
Diese Vorschrift ermöglichtes den Gesamtschulen, alle ihre Schüler in 13 Jahren zum Abitur zu führen: Will kein Kind in zwölf Jahren das Abitur schaffen, so bleibt der Gymnasial- oder Z-Kurs leer. Es gibt nur die bisherigen A und B-Kurse, die laut Gesetz in 13 Jahren zum Abitur führen. Zudem gibt es die Möglichkeit des Überspringens, sodass die Schule auch ohne beschleunigten Gymnasial- Kurs ganz einfach gute Schüler in 12 Jahren bis zur Reifeprüfung bringen kann.
Machen die Eltern mit und ist der Widerstandswille stark genug, ist die ganze Gesetzesanstrengung von CDU und FDP vergeblich: Die IGS lässt sich nicht so einfach von Innen aushöhlen. Wenn die CDU Gesamtschulen nicht will, muss sie ehrlich sein und diese Schulform aus dem Gesetz streichen.


Über 3000 Euro an Spenden zu Diekhoffs Geburtstag

Geld für ein besonderes Treffen von jungen Menschen

Der Vorsitzende des Förderkreises der IGS Aurich-West, Hans Dieter Smekal, und Johannes Diekhoff freuen sich, dass über 3000 Euro für diese Idee zusammen gekommen sind.
 
Aurich. In diesem Jahr ist Johannes Diekhoff 90 Jahre alt geworden. "Man sieht es ihm nicht an, man merkt es ihm nicht an", heißt es in einer Pressemitteilung der Ostfriesischen Landschaft. Viele Situationen in Ostfriesland hat er bisher auf dem kulturellen, bildungspolitischen und plattdeutschen Gebiet angestoßen und tatkräftig begleitet.
Anlässlich seines Geburtstages wünschte sich Johannes Diekhoff von seinen vielen Gästen statt der üblichen Geschenke die finanzielle Unterstützung für ein Treffen von jungen Juden, Arabern und Ostfriesen in Aurich unter dem Thema "Miteinander reden statt schießen". Auf diesem Wege kamen 2205 Euro zusammen.
Der Förderkreis der IGS Aurich-West unterstützte die Idee von Johannes Diekhoff durch eine großzügige Spende von 800 Euro. Der Jubilar war nicht nur der Hauptinitiator, sondern auch der erste Schulleiter dieser Gesamtschule.



aus: OZ vom 18.06.2008:

Beachvolleyball in Aurich wieder möglich

Sport - Neues Feld an der IGS eingeweiht

MTV-Vorstand Wilfried Theesen, der Erste Kreisrat HarmUwe Weber und Schulleiter Thorsten Quest (von links) weihten gestern das neue Spielfeld ein.
 
Aurich /KSI - Nach einjähriger Pause kann die Beach-volleyballmannschaft des MTV Aurich nun wieder auf einem geeigneten Spielfeld trainieren. Gestern unterzeichneten MTV-Vorstand Wilfried Theesen und Kreisrat Harm-Uwe Weber den Nutzungsvertrag für die neue Anlage an der IGS Aurich-West. 18 700 Euro hat der Landkreis in den Sandplatz investiert. Weber rechtfertigte die Investition damit, dass der Verein das alte Spielfeld am Ulricianum auf eigene Kosten errichtet hatte. Der Platz war dann dem Bau der Sparkassen-Arena zum Opfer gefallen. Das neue Beachvolleyballfeld werde nun auch von der IGS, der BBS sowie der Förderschule mitgenutzt, kündigte IGS-Schulleiter Thorsten Quest an.



aus: OZ vom 18.06.2008:

1500 Schüler demonstrierten gegen Turbo-Abitur

Viele Gymnasiasten müssten schon jetzt Nachhilfeunterricht nehmen. Durch die Reifeprüfung nach zwölf Jahren, wie sie die Landesregierung beschlossen habe, hätten sie noch weniger Zeit, kritisierten Schülersprecher. Die Kundgebung sei nur der Auftakt.

Aurich - Rund 1500 Schüler, Lehrer und Eltern sind am Mittwoch in Aurich aus Protest gegen die Bildungspolitik der niedersächsischen Landesregierung auf die Straße gegangen. Sie forderten eine Abschaffung des am Vortag beschlossenen Turbo-Abiturs nach zwölf Jahren. Dabei waren Demonstranten aus den beiden Auricher Integrierten Gesamtschulen, dem Gymnasium Ulricianum, der Kooperativen Gesamtschule Hage und dem Niedersächsischen Internatsgymnasium Esens.
Bei einer Kundgebung auf dem Marktplatz sprachen Steffen Haake von der IGS Aurich-West, Senap Kassem (Aurich) vom Landesschülerrat und Vera-Felicitas Mayer vom Internatsgymnasium Esens. Das Turboabitur erzeuge zusätzlichen Notendruck. Gymnasiasten müssten schon jetzt privaten Nachhilfeunterricht nehmen. Die Gesamtschulen würden, ohne an den Elternwillen oder an die Schüler zu denken, mit dem Turbo-Abitur zerstört. Haake forderte die Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann auf, dafür Sorge zu tragen, dass die Gesamtschulen selbst entscheiden könnten, ob bei ihnen das Abitur nach zwölf oder 13 Jahren absolviert werden könne. Unter dem Beifall der Anwesenden kündigte der Schülersprecher weitere Proteste an.



aus: OZ vom 17.06.2008:

Resolution gegen Turbo-Abi verabschiedet

Bildung - Das im Kreisausschuss beschlossene Papier kritisiert auch Vorgaben für neue Gesamtschulen

Der Landkreis wehrt sich auf diese Weise gegen die Pläne der Landesregierung.VON KERSTIN SINGER
AURICH - Der Landkreis Aurich befürchtet, dass sich das Bildungsangebot noch weiter verschlechtern wird, wenn die Landesregierung ihre Pläne durchsetzt. Deshalb hat der Kreisausschuss am Freitag eine von der SPD eingebrachte Resolution verabschiedet und hofft nun, dass sie in Hannover Gehör findet.
Wie der Landkreis gestern mitteilte, enthält das Papier zwei zentrale Forderungen: den Verzicht auf das sogenannte Turbo-Abitur in acht statt neun Jahren und den Verzicht auf die Vorgabe, dass neue Gesamtschulen fünfzügig sein müssen.
Die Fünf-Zügigkeit widerspreche dem Wunsch der Eltern, dass ihre Kinder keinen weiten Schulweg haben sollten, und gefährde außerdem viele Schulstandorte im ländlichen Raum, heißt es in der Pressemitteilung. Durch diese Vorgabe der Landesregierung müssen Kommunen, die eine neue Gesamtschule einrichten wollen, zuvor nachweisen, dass sie voraussichtlich ausreichend Schüler haben werden, um fünf parallel laufende Klassen zu füllen. Dies war beispielsweise bei der neuen Gesamtschule, die es ab dem kommenden Schuljahr in Marienhafe geben wird, der Fall. Dort hatte der Landkreis eine Elternbefragung durchgeführt, um ein ausreichendes Interesse nachzuweisen. Das Turbo-Abitur sei zudem ein massiver Angriff auf die Grundkonzeption der Integrierten Gesamtschule. "Es zielt darauf ab, die pädagogische Arbeit der Gesamtschulen zu verändern - und zwar in Richtung auf mehr Leistungsdifferenzierung, aber weniger gemeinsames Lernen", sagte Landrat Walter Theuerkauf (SPD).
Doch die Resolution. ist nicht das einzige Protestmittel. Heute werden . Schüler aus der Stadt Aurich ab 11 Uhr auf dem- Auricher Marktplatz gegen die Pläne der Landesregierung protestieren.


Schüler spenden Geld an die Auricher Tafel

Soziales - Erlös aus Teestube gestiftet

Die IGS-Schüler überreichten gestern ihre Geldspende an die Tafel-Mitarbeiter.
 
AU RICH / MAD - Schüler der IGS Aurich-West spendeten gestern 250 Euro an die Auricher Tafel. Harald Diemel und weitere Mitarbeiter der Einrichtung nahmen das Geld entgegen. Die Schüler aus den Klassen 5 und 6 hatten in der Teestube der Schule gearbeitet. Sie verkauften in den Mittagspausen gesunde Lebensmittel. Die Teestuben-Einnahmen werden gespendet, jedes Jahr an eine andere Einrichtung. Welche das nächste Jahr an der Reihe ist, entscheiden die Schüler selbst. Heidrun Gross, Betreuerin des Projektes und Lehrerin an der IGS, erklärte, dass mit der Aktion die soziale Kompetenz der Schüler und das Bewusstsein für solche Institutionen gefördert werden soll. Den Kindern machte der ehrenamtliche Einsatz für die gute Sache viel Spaß, wie sie berichteten.



aus: vom 17.06.2009:

Kreistag unterstützt Schüler-Demo

Resolution gegen Turbo-Abi mit großer Mehrheit verabschiedet / Heute Kundgebung auf dem Marktplatz

wit Aurich. Die Auricher Schüler demonstrieren heute gegen die Absicht von CDU und FDP in Niedersachsen, auch an Integrierten Gesamtschulen das Abitur nach 12 Jahren einzuführen. Die Kundgebung gegen das Turbo-Abi auf dem Marktplatz beginnt um 11 Uhr. Rechtzeitig zu diesem Termin hat Landrat Walter Theuerkauf die Presse darüber informiert, dass der Kreisausschuss mit großer Mehrheit eine Resolution gegen das Turbo-Abitur verabschiedet hat.
Eingebracht wurde diese Resolution von der SPD. Deren Fraktionsvorsitzender Erwin Wenzel sägte gestern in einem Telefonat mit den ON, seine Partei hoffe, dass CDU und FDP angesichts der Proteste ihre Entscheidung über das Turbo-Abitur an Gesamtschulen doch noch verschöben. Die Regierungsparteien sollten zur Kenntnis nehmen, dass ihre eigenen Parteien dort, wo sie selber Schulträger seien das Vorhaben ablehnten. Wenzel forderte CDU und FDP auf, sich außerdem vor Augen zu führen, dass ihre Schulpolitik einen Widerspruch in sich enthalte. Man könne doch nicht einerseits die Neugründung von Gesamtschulen wieder genehmigen und anderseits massiv in diese Schulform eingreifen, um sie dem dreigliedrigen Schulsystem möglichst ähnlich zu machen und möglichst langes gemeinsames Lernen zu verhindern.
Wenzel sagte, seine Partei habe im Kreis weder das eine noch das andere System bevorzugt, sondern dafür gesorgt, dass die Eltern überall zwischen beiden Formen wählen können. Die Resolution des Kreisausschusses wendet sich nicht nur gegen das Turbo-Abitur, sondern auch gegen die Vorschrift der Landesregierung, dass Integrierte Gesamtschulen auf Dauer fünfzügig zu sein haben. "Diese vom Land aufgebaute Hürde widerspricht dem Wunsch vieler Eltern nach einer ortsnahen Beschulung und gefährdet insbesondere die bestehenden Schulstandorte im ländlichen Raum." Pädagogisch sei diese Forderung sowieso nicht zu begründen; die IGS Waldschule führte Tag für Tag vor Augen, dass vierzügige Gesamtschulen erfolgreich arbeiteten.
Im Landkreis Aurich wird zum neuen Schuljahr eine IGS in Marienhafe gegründet und die Stadt Norden bekommt eine Außenstelle der KGS in Hage. Beantragt ist, diese KGS in eine IGS umzuwandeln. Doch das versucht die Landesregierung zu verhindern; sie will der Schule bei einer Umwandung die Nachmittags-Lehrer-Stunden streichen.


Großes Lob erhielten die 5. und 6. Jahrgänge der IGS Aurich-West gestern vom Geschäftsführer des Diakonischen Werks und Initiator der Aurlcher Tafel Harald Diemel. Durch den Verkauf von gesunden Lebensmitteln In der schuleigenen Teestube erzielten die Schüler einen Gewinn von 250 Euro. Diese Summ spendeten sie gestern der Aurlcher Tafel. Die Schüler der IGS Aurich-West spenden schon traditlonell für den guten Zweck - in den Vorjahren profitierten schon das Tlerhelm und die Ubbo-Emmius-Klinik von diesem Engagement. Foto: Banik


aus: OZ vom 15.06.2008:

Schüler gehen in Aurich auf die Straße

Politik - Für Mittwoch wird ein Protestzug gegen die Einführung des Turbo-Abiturs angekündigt

Die Schülervertretung der IGS West rechnet als Veranstalter mit rund 1600 Teilnehmern. Eltern können sich beteiligen. VON CARMEN LEONHARD
AURICH - Gegen die geplante Einführung des so genannten Turbo-Abiturs an Gesamtschulen plant der Landesschülerrat für den kommenden Mittwoch Protestaktionen in zahlreichen Städten. Auch in Aurich wollen `sich Schüler daran beteiligen, wie die Schülervertretung der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West mitteilte. Man rechne mit rund 1600 Teilnehmern. Die gesamte Schülerschaft der IGS Werde mitmachen, es werden aber auch Jugendliche vom Gymnasium, der Waldschule Egels und von der Realschule erwartet. Vertreten sein wird nach Angaben von Schülersprecher Hendrik Buskohl auch der Elternrat der IGS. Weitere Eltern könnten sich dem Protestzug gerne anschließen. Start ist am Mittwoch voraussichtlich um 9.40 Uhr. Von der IGS aus ziehen die Schüler zum Marktplatz, wo gegen 11 Uhr eine Abschlusskundgebung beginnt.
Die Demonstration sei vom Ordnungsamt genehmigt, erklärte Buskohl. 60 Ordner (Schüler und Lehrer) sowie die Polizei werden den Zug begleiten. Terminlich kollidiert der Protestzug am Mittwoch mit zwei weiteren Schülerveranstaltungen: Die Abiturienten des Ulricianums planen ihren traditionellen Zug durch die Stadt für 11 Uhr, der Tugendbeirat richtet vormittags auf dem Sportplatz am Ellernfeld ein Fußballturnier für Schüler aus. Diese Überschneidung sei bedauerlich, erklärte Buskohl. Aber der Termin sei so vorgegeben worden. Mit dem Jugendbeirat habe man gesprochen. Im Anschluss an die Demo könnten die Teilnehmer zum Turnier gehen.
"Das ist unglücklich", kommentiert Lennart Gerstmeier als Sprecher des Jugendbeirates die Terminkollision. Den Ablauf des Turniers sieht er allerdings nicht gefährdet, auch das IGS-Team werde nach seinen Informationen antreten. Er rechnet mit 70 Haupt- und 150 Realschülern - und weiterem Zulauf nach Ende der Demonstration.

Der Protestzug

Die Demonstration startet um etwa 9.40 Uhr bei der IGS West. Über den Extumer Weg geht es zur Sparkassen-Arena, wo die Ulricianer warten. Gemeinsam ziehen die Schüler weiter über den Gymnasiums-Schulhof und die Von-Jhering-Straße zum Pferdemarkt.
Hier stoßen die Realschüler und Schüler der Waldschule Egels dazu. Die Pferdekreuzung soll dann gesperrt werden. Der Marsch setzt sich dann fort über die Norderstraße hin zum Marktplatz.
Für 11 Uhr ist dort eine Kundgebung geplant. Gegen 11.30 Uhr soll die Protestaktion enden.


aus: vom 10.06.2009:

Aurich: IGS West muss nicht losen

wit Aurich. Die Neugründung der Integrierten Gesamtschule in Marienhafe ist schon im ersten Jahr ein Erfolg. Die IGS Aurich-West wird durch das neue Angebot im Norden des Landkreises spürbar entlastet. Schulleiter Thorsten Quest bestätigte den ON am Dienstag, dass in diesem Jahr kein Losverfahren darüber entscheidet, wer die IGS West besuchen darf und wer nicht. 226 Kinder hätten sich angemeldet und alle fänden in den acht neuen Klassen seiner Schule Platz. Wenn im nächsten Jahr auch in Moormerland (Landkreis Leer) eine Gesamtschule entstehe, dann könne die IGS West sogar endlich sechszügig werden. In diesem Jahr kämen noch einmal 57 Schüler aus dem Nachbarkreis.
Erfolgreich ist die Neugründung der IGS in Marienhafe auch deshalb, weil die Schule schon im ersten Jahr Zuspruch findet und mit mindestens fünf Klassen startet. Schulleiter Helge Hahnfeld sagte den ON, üblicherweise dauere es einige Jahre, bis die Eltern eine neue Schule akzeptierten und die Schule ihre volle Auslastung erreiche. Von den 148 neuen Schülern in Marienhafe haben 25 eine Hauptschul-, 80 eine Realschul- und 30 eine Gymnasial-Empfehlung. Bei der IGS West sieht die Verteilung der Empfehlungen ganz ähnlich aus.
Wie zu erwarten hat die Haupt- und Realschule in Moordorf keine Zukunft. Zwar wird dort für sechs Millionen Euro investiert, doch Schüler gibt es für diese Schule kaum noch. Im neuen Schuljahr können in Moordorf nur noch eine Haupt- und eine Realschulklasse gebildet werden, wobei die Hauptschulklasse gerade noch einmal 12 Schüler hat.


aus: OZ vom 05.06.2009:

Protest-Päckchen für FDP-Politiker

Der bildungspolitische Sprecher der Liberalen im Niedersächsischen Landtag, Björn Försterling, diskutierte in Norden mit Eltern, Lehrern und Schülern über das Turbo-Abitur. Zur Begrüßung gab es Pakete.

Der FDP-Landespolitiker Björn Försterling (zweiter von rechts) demonstrierte anhand von Plänen wie die Stundenverteilung an einer IGS mit Turbo-Abitur aussehen könnte. Kreisvorsitzender Rainer Feldmann (rechts), FDP-Bundestagskandidatin Cornelia Debus (Emden, zweite von links) sowie Tetta von der Lage hörten aufmerksam zu.
 
Norden - Für Björn Försterling gab es am Mittwochabend in Norden zunächst einmal Päckchen. Der bildungs- und jugendpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion hatte nicht etwa Geburtstag, sondern bei den Paketen handelte es sich um eine Protestaktion. Schüler und Elternvertreter von Integrierten Gesamtschulen (IGS) im Landkreis Aurich machten damit deutlich: "Wir wollen dieses Päckchen nicht tragen."
Es ging um das sogenannte Turbo-Abitur, das mit der Novellierung des Niedersächsischen Schulgesetzes auch an Integrierten Gesamtschulen eingeführt werden soll. Bislang haben Gesamtschüler die Möglichkeit, ihr Abitur in 13 Jahren zu machen, künftig sollen es zwölf sein, wie an den Gymnasien. "Wir wollen es auch den Schülern einer IGS ermöglichen in zwölf Jahren ihr Abitur zu erlangen", sagte Försterling, der zunächst vor etwa 40 Gästen der "Liberalen Gesprächsrunde" die Grundzüge der geplanten Gesetzesänderung erläutert hatte.
Cornelia Debus, Bundestagskandidatin der FDP im Wahlkreis Norden/Aurich/Emden, führte durch den Abend. Sie hatte nach eigenen Worten eine heftige Diskussion erwartet und wurde nicht enttäuscht. Vertreter der IGS Aurich West hinterfragten vor allem die Zielsetzung hinter dem Turbo-Abitur. Die Schulen würden gezwungen, ihr pädagogisches Konzept des integrierten Lernens zugunsten eines schnellen Abiturs aufzugeben. "Das Argument habe ich in der Tat schön öfter gehört", sagte Försterling. Vieles sei nicht richtig "kommuniziert worden". Engagiert diskutierten die Teilnehmer das Thema, ohne sich allerdings letztlich in der Sache näher zu kommen.



aus: vom 05.06.2009:

CDU und FDP sprechen von "offenem Signal an die IGS"

Verzicht auf Kurse erweitert - Schulausschuss für Turbo-Abi

hab Hannover. Die Einführung des "Turbo-Abis" sehen viele Gesamtschulen (IGS) als bittere Pille; gestern versuchten CDU und FDP sie etwas zu versüßen: Künftig soll an den IGS noch mehr gemeinsamer Unterricht möglich sein.
Zur abschließenden Beratung des Landtags-Schulausschusses über die Novelle des Schulgesetzes präsentierten die beiden Regierungsfraktionen ein Modell, das für Integriette Gesamtschulen den Verzicht auf die äußerte Leis-tungsdifferenzierung bis einschließlich Klasse 8 vorsieht.
Auf Antrag und unter Vorlage eines entsprechenden pädagogischen Konzepts sollen die Integrierten Gesamtschulen in Niedersachsen damit die Möglichkeit bekommen, in den Jahrgängen 5 bis 8 auf spezielle Lerngruppen (A-, B- oder Z-Kurse) zu verzichten und stattdessen alle Schüler weiterhin gemeinsam im Klassenverband zu unterrichten. In den neunten und zehnten Klassen müssten dann allerdings Stoff und Stunden nachgeholt werden, unterstrichen die Bildungsexperten von CDU und FDP. So versicherte CDU-Fraktionsvize Karl-Heinz Klare, dieser neue Freiraum entspreche ausdrücklichen Wünschen aus Gesamtschulen und Elternschaft.
Der FDP-Politiker Björn Försterling nannte die Variante ein "offenes Signal an die IGS". Dieses Angebot belege, dass die Koalition keineswegs die Strukturen der Integrierten Gesamtschulen zerschlagen wolle; vielmehr könne diese Variante "die IGS in Niedersachsen noch ein Stück attraktiver machen".
Ungeachtet dieser Neuerung hielt das Regierungslager daran fest, das Abitur nach zwölf Jahren auch an der IGS zum Regelfall zu machen. Zudem setzten CDU und FDP mit ihrer Stimmenmehrheit im Schulausschuss auch die anderen Bestand-teile der Schulgesetznovelle durch, zu denen auch die Auflösung Voller Halbtagsschulen gehört.
Die SPD widersprach Einschätzungen, wonach die Regierungsparteien auf eine Lockerung der schulgesetzlichen Vorschriften abzielten. "Das ist reines Nebelwerfen" meinte die SPD-Bildungsexpertin Frauke Heiligenstadt. Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) wolle mit den Abweichungen lediglich dem Protest gegen das Turbo-Abi die Spitze nehmen. Tatsächlich gebe es keinerlei Flexibilisierung.


aus: vom 03.06.2009:

Prominente Hilfe für offenen Brief gegen "Turbo-Abi"

Unterstützung von (Ex-)Abgeordneten

Aurich. Die Schülervertretung der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West hat mit ihrem Protest gegen das "Turbo-Abitur" nach zwölf Jahren auch an Gesamtschulen prominente Unterstutzer gefunden.
Ein Offener Brief an Ministerpräsident Christian Wulff (CDU), der von Lehrern der IGS Langenhagen (Region Hannover) entworfen wurde, wurde unter anderem von mehreren ostfriesischen Spitzenpolitikern unterzeichnet.
Darunter sind die Bundestagsabgeordneten Thilo Hoppe (Grüne, Aurich), Garrelt Duin (SPD, Hinte), der Landtagsabgeordnete Wiard Siebels (SPD, Aurich), Hermann Bontjer (ehemaliger SPD-Landtagsabgeordneter aus Südbrookmerland), Thorsten Quest (Leiter der IGS West), Ulrich Mittelstädt, Johannes Diekhoff (beide ehemalige Schulleiter der IGS Aurich-West) und Elfriede Neumann (Elternvertretung der IGS Aurich-West).
"Wir halten es für einen Fehler, dass Ihre Regierung am 24. Februar 2009 beschlossen hat, jetzt auch an den Integrierten Gesamtschulen die Schulzeit bis zum Abitur um ein Jahr zu verkürzen", heißt es in dem Schreiben. Damit verlören die Eltern in Niedersachsen "die Möglichkeit, für ihre Kinder einen alternativen und weniger stressbeladenen Bildungsweg bis zum Abitur zu wählen".
Langsamer lernenden Schülern werde durch das "Turbo-Abi" das gemeinsame Lernen mit den leistungsstärkeren Schülern genommen. Dadurch werde die Integrationskraft der Gesamtschulen zunichte gemacht.
Die Unterzeichner vermuten, dass mit den Beschlüssen der Landesregierung die "überall zu beobachtende steigende Nachfrage nach Gesamtschulplätzen gebremst werden soll". Seit Längerem beobachte man mit Sorge, dass die seit 1971 bestehende Schulform Gesamtschule von der CDU/FDP Landesregierung im Wettbewerb mit den anderen Schulen behindert werden solle. "Wir bitten Sie nachdrücklich, keinen Gesetzentwurf zur Verkürzung der Schulzeit an Gesamtschulen in den Landtag einzubringen und dementsprechend ihren Einfluss auf die Regierungsfraktionen geltend zu machen", heißt es abschließend in dem Offenen Brief.


aus: OZ vom 03.06.2009:

Gesamtschulen: Heute Info von der FDP

Norden - Der FDP-Bezirksverband Ems-Jade lädt für heute, 3. Juni, 19 Uhr, in das Restaurant Reichshof, Neuer Weg 53, ein. Björn Försterling, bildungs- und jugendpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion wird berichten, wie es um die Gründung von Gesamtschulen in Niedersachsen bestellt und was im Landkreis Aurich geplant ist. Roland Riese, FDP-Bezirksvorsitzender, lädt ein, mitzudiskutieren.
Der Schulelternrat der Integrierten Gesamtschule Aurich-West will heute gegen die Pläne der CDU/FDP-Landesregierung protestieren, auch an Gesamtschulen das Turbo-Abitur nach zwölf Unterrichtsjahren durchzuführen. Deshalb sollen Försterling heute Schuhkartons unter dem Motto "Wir wollen dieses Päckchen nicht tragen" überreicht werden. Außerdem sollen dem Politiker "rote Karten" gezeigt werden.


aus: OZ vom 29.05.2009:

Elternwille ist Maßstab für die Kreis-SPD Schulmittelfonds

Bildung - Nach Besuch in der IGS Aurich-West hat die Fraktion eine Resolution ausgearbeitet

Diese soll noch vor den Sommerferien verabschiedet und der Landesregierung übersandt werden, sagte Erwin Wenzel
Aurich - Ein Gespräch in der IGS Aurich-West gab den Ausschlag: Die SPD im Auricher Kreistag hat eine Resolution zur Bildungspolitik in Niedersachsen verfasst, die dem Kreisausschuss in der nächsten Sitzung vorgelegt werden soll. Wie Fraktionschef Erwin Wenzel gestern in einem Pressegespräch sagte, soll das nach dem Kreistag höchste Gremium die Resolution vor den Sommerferien verabschieden und an die Landesregierung übergeben.
Darin geht es vor allem um das so genannte Turbo-Abitur. ?Es gibt für uns nur einen Maßstab, und das ist der Elternwille?, sagte Wenzel. Die Meinung, die Elternvertreterin Neumann bei dem Gespräch in der IGS vorgestellt hatte, sei überzeugend gewesen. Demnach wünschen die Eltern, dass ihre Kinder nach wie vor an der Gesamtschule das Abitur nach der 13. Klasse machen, und dass alle Schüler so lange wie möglich gemeinsam unterrichtet werden.
Die Landesregierung plant jedoch etwas anderes. Wie berichtet, soll das Abitur an den Gesamtschulen wie bereits an den Gymnasien zukünftig nach Klasse 12 abgelegt werden. Außerdem soll der Gymnasialzweig an den Integrierten Gesamtschulen schon ab Klasse 5 von Haupt- und Realschülern getrennt werden, sagte Wenzel. "Das läuft aber dem Konzept der Gesamtschulen völlig entgegen", sagte der Fraktionsvorsitzende.
In der Resolution wird zudem der Ausbau der gebundenen Ganztagsschulen, die es in Norddeich, Westerende und Wiesmoor gibt, sowie der Erhalt der Vollen Halbtagsschulen gefordert.
Gute Erfahrungen habe der Landkreis Aurich mit dem Schulmittelfonds (Kasten) gemacht, sagte SPD-Kreistagsmitglied Hinrich Trauernicht im selben Pressegespräch. Die im Haushalt bereitgestellten Mittel von 90 000 Euro seien von den Schulen nicht vollständig ausgegeben worden, sondern nur etwa 50 000 bis 60 000.
Wie berichtet, konnten die Schulen aus dem Fonds Sachmittel wie Hefte, Bücher oder Turnschuhe anschaffen, die sie an bedürftige Kinder weitergeben. ?Die Lehrer sind verantwortungsvoll mit dem Geld umgegangen?, sagte Wenzel. Fraglich sei aber, ob und in welcher Höhe es den Fonds in Zukunft geben wird. Die Bundesregierung hat für Kinder von Arbeitslosengeld-II-Beziehern ein Schulstartgeld von 100 Euro beschlossen. ?Allerdings haben wir auch andere bedürftige Kinder im Blick?, sagte Trauernicht. Die Schulen sowie das Schulamt des Landkreises wünschten die Fortsetzung des Fonds.
Bedürftige Kinder konnten aus dem Schulmittelfonds des Landkreises heraus Sachmittel bekommen. Die Schulen konnten unbürokratisch selbst über die Vergabe entscheiden.
Der Fonds war zum Schuljahresbeginn 2008 eingeführt worden. Der Beschluss für den Fonds war auf Antrag von SPD und Grünen vom Kreistag einstimmig beschlossen worden.


aus: vom 29.05.2009:

Jugendkonvent von Lamberti kritisiert Funktionäre

Steffen Haake: "Sprachlos und enttäuscht"

Gegen das "Turboabi": Steffen Haake aus Aurich
 
Aurich. Steffen Haake, Mitglied des Gemeindejugendkonvents der Auricher Lambertigemeinde hat Funktionäre der evangelisch-lutherischen Kirche in einem Offenen Brief kritisiert. Wie berichtet zeigte die "Konföderation Evangelischer Kirchen in Niedersachsen" anlässlich einer Anhörung des Kulturausschusses Verständnis für die Pläne zum "Turboabitur" nach zwölf Jahren. Nach Ansicht des 15jährigen Aurichers stehe die Konföderation damit neben dem Philologenverband und der Direktorenvereinigung relativ alleine da.
"Nach Erhalt dieser Nachricht war ich sprachlos", schreibt Haake in dem Offenen Brief an die Kirchenfunktionäre. Haake erinnerte daran, dass die Podiumsdiskussion am 19. Mai in der IGS (die ON berichteten) immerhin vom Superintendenten des Kirchenkreises Aurich, Dr. Karl-Hinrich Manzke, moderiert worden war.
"Von der evangelischen Kirche hätten wir Schüler uns eine Patenschaft erhofft und Unterstützung erwartet. Als Mitglied der evangelischen Jugend enttäuscht mich dies persönlich", schreibt Haake. Deutschland sei eines der europäischen Länder, in denen Bildung am meisten vom Einkommen der Eltern abhängt - das "Turboabi" würde dies verstärken, so Steffen Haake.
"Als Christ kann ich das nicht verstehen. Christ zu sein, sollte bedeuten, sich für andere, Schwächere einzusetzen", schreibt der engagierte 15-Jährige weiter. Er fordert die Kirchenfunktionäre dazu auf, die Unterstützung für das Turboabitur zurückzunehmen und stattdessen dagegen zu protestieren.
- Steffen Haake besucht die zehnte Klasse der IGS Aurich-West und ist außerdem Mitglied der Schülervertretung.



aus: vom 23.05.2009:

Kooperation IGS Aurich-West und EMJAK TuS Aurich-0st

Seit mehreren Jahren besteht zwischen der Schule und der TuS-Abteilung eine Kooperation Im Bereich Kanusport, die mit der Übergabe eines Stützpunkschildes durch Schulleiter Thorsten Quest gewürdigt wurde. Das Bootshaus des Vereins wird von der Schule als Lagerplatz für schuleigene Boote und als Schulungsstätte für Arbeitsgemeinschaften Im Bereich Kanusport sowie für den Oberstufensportkurs Kajak genutzt. Mit dem Bootshaus in unmittelbarer Nähe der Schule ergibt sich die Möglichkeit, den für Ostfriesland auf Grund seines Gewässerreichtums reizvollen Sport ohne weite Anfahrt auszuüben und vielen Schülern die Möglichkeit zu geben, Ostfriesland vom Wasser aus kennen zu lernen.
Foto: Frerichs



aus: OZ vom 22.05.2009:

Turbo-Abitur wird weiter kompromisslos abgelehnt

Lehrer, Eltern und Schüler sind einer Meinung. Bei einer Veranstaltung in der IGS West bekräftigte der CDU-Politiker Karl-Heinz Klare das Konzept der Landesregierung.

Aurich - Lehrer, Schüler und Eltern der Integrierten Gesamtschule Aurich West (IGS) bleiben bei ihrem kompromisslosen Nein zum sogenannten Turbo-Abitur nach der Klasse 12. Sie befürchten eine praktische Abschaffung der IGS, auch wenn der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Karl Heinz Klare bei einer Podiumsdiskussion am Dienstagabend beteuerte, die Idee und das Konzept der IGS würde durch die Verkürzung der Schulzeit nicht kaputt gemacht werden.
Auch wenn jetzt ein zusätzlicher Z-Kurs für potenzielle Abiturienten dazu komme, bleibe die bisherige Durchlässigkeit gewahrt, sagte Klare bei der Diskussion in der IGS zum Thema "Turbo-Abitur". Wie bereits mehrfach berichtet, will die Landesregierung ab 2010 auch an den Gesamtschulen das Abitur nach der Klasse 12 einführen.
Unterstützung bei der Diskussionsrunde unter der Leitung von Superintendent Dr. Karl Hinrich Manzke erhielt der CDU-Politiker nur vom FDP-Ratsherrn Rolf von der Recke. Er verwies auf das Ausland, wo die Schüler ebenfalls das Abitur nach zwölf Jahren ablegten. Das öffentliche Untergangsszenario für die IGS könne er nicht nachvollziehen, sagte der Gymnasiallehrer.
Nicht mit Kritik an der Bildungspolitik der Landesregierung sparte die Leeraner Kreisvorsitzende der Grünen, Mechthild Tammena bei der Podiumsdiskussion. "Hier ist ein Feldzug gegen die IGS im Gange", sagte sie.
Henner Sauerland vom Landesvorstand der GEW plädierte an den CDU-Politiker, das Gesetzgebungsverfahren nicht durchzupeitschen, sondern zu einem Bildungsgipfel einzuladen, um die Novellierung des Schulgesetzes in Ruhe zu erörtern.
Die Landesregierung wolle gegen den Willen der Eltern und Lehrer vollendete Tatsachen schaffen, kritisierte der SPD-Landtagsabgeordnete Wiard Siebels die Pläne der Landesregierung.
Weitere Teilnehmer an der von der schülervertretung der IGS Aurich-West organisierten Diskussion waren patrik Humke-Focks (Linke) und IGS-Schulleiter Thorsten Quest.


aus: vom 22.05.2009:

CDU-Schulpolitiker wurde immer einsamer

Podiumsdiskussion in der IGS West zum Turboabi an Gesamtschulen / Karl-Heinz Klare (CDU) verteidigte Gesetzentwurf

Rolf von der Recke, Karl-Heinz Klare, Mechthild Tammena, Dr. Karl-Hinrich Manzke, Wiard Siebels, Patrik Humke-Focks und Henner Sauerland diskutieren über das Turboabitur. Foto: Witte

Aurich. Karl-Heinz Klare stand am Dienstagabend in der IGS West auf verlorenem Posten. Je weiter die Podiumsdiskussion zum Turboabitur an Gesamtschulen fortschritt, umso einsamer wurde der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion.
Selbst Rolf von der Recke vom Koalitionspartner FDP sprang ihm nicht wirklich bei, und Mechthild Tammena von den Grünen aus Leer, der Auricher SPD-Landtagsabgeordnete Wiard Siebels, der Linke Patrik Humke-Focks und der GEW-Mann Henner Sauerland hatten kein einziges gutes Wort für die Schulpolitik der CDU. Unterstützt wurden Klares Kontrahenten zudem durch die zahlreichen Zuhörer, die dem christdemokratischen Spitzenpolitiker mit immer neuen Argumenten bildungspolitisch zu Leibe rückten.
Organisiert hatte die Podiumsdiskussion der Schülerrat der IGS. Moderiert wurde die sachliche, am Thema orientierte Debatte von Superintendent Dr. Karl-Hinrich Manzke.
Die Argumentationslinie der Gegner des Turboabis war klar: Sie lehnen die Einführung des Abiturs nach 12 Jahren an Integrierten Gesamtschulen ab, weil das diese Schulform im Kern zerstört. Die Integrierten Gesamtschulen werden gezwungen, zukünftige Oberstufenschüler früh in sogenannte Z-Kurse zu sortieren, um mit diesen Kindern von Klasse sechs bis Klasse neun ein Schuljahr aufzuholen. Die Folge ist, dass sowohl das gemeinsame Lernen als auch der zwanglose Wechsel zwischen den üblicherweise zwei Leistungsstufen (A- und B-Kurse) kaum noch möglich ist. Durch die Einführung des Turboabiturs werden die Gesamtschulen gewissermaßen verdonnert, von Klasse sechs an einen abgeschotteten Gymnasialzweig einzurichten.
Klares erstes Argument war,dass das stimmt. Das Turboabitur berühre weder das gemeinsame Lernen noch die Durchlässigkeit. Bislang habe man zwei Leistungsniveaus und jetzt gebe es eben drei Leistungsniveaus. Die Stundentafeln seien aufeinander abzustimmen.
Diese Nivellierung des schulpolitischen Eingriffs der CDU in die IGS wurde mit großer Verwunderung aufgenommen. Schulleiter Thorsten Quest machte deutlich, dass es nicht um die Einführung eines zusätzlichen Leistungsniveaus, sondern darum gehe, dass eine Schülergruppe in kürzerer Zeit mehr Stoff aufnehmen müsse - und dass zwinge zu getrenntem Unterricht und mache die Durchlässigkeit von Jahr zu Jahr schwieriger.
Klare wurde außerdem gefragt, warum die Landesregierung der IGS das Turboabitur aufzwingen wolle. Er sagte, ein Grund hierfür sei, dass alle guten Schüler die selben Chancen haben sollten. Es gehe um Gerechtigkeit. Da der CDU-Mann sich aber gleichzeitig für eine große Angebotsvielfalt im Schulwesen aussprach und akzeptierte, dass einige schneller lernen als andere, widersprach er sich und erledigte dieses Argument damit selber.
Der CDU-Schulpolitiker führte weiter ins Feld, in allen anderen Ländern ende die Schule nach dem 12. Schuljahr. Bildungsgänge in Deutschland dauerten zu lange. In anderen Ländern werde man schneller fertig, was die Chancen der Deutschen auf dem weltweiten Arbeitsmarkt verschlechtere. Franzosen seien nach dem Studium 22 oder 23, Deutsche hingegen 27 oder 28 Jahre alt - und das, so Klare, bei gleicher Qualifikation.
Ihm wurde darauf entgegen gehalten, die CDU blicke immer nur dann ins Ausland, wenn es ihr passe und habe dabei auch noch eine selektive Wahrnehmung. In anderen Ländern werde früher mit der Schule begonnen und es gebe eine Ganztagsschule. Also könne man schneller oder eher fertig werden. Und die CDU solle bitte doch auch, wenn es um Klassenstärken, Zahl der Lehrer oder individuelle Betreuung von Schülern gehe, ins Ausland schauen.
Das Argument, die Bildungsdauer sei in Deutschland zu lang, zieht nach Einschätzung von Klares Kontrahenten ebenfalls nicht. Wenn der Unterschied fünf Jahre betrage und durch das Turboabitur nur ein Jahr eingespart werde; dann müsse der Grund für die langen Ausbildungszeiten doch wohl woanders liegen.
Für die Zuhörer und das Podium war klar: Die CDU hat unter dem Druck der Wähler 2008 ihr Verbot, neue Gesamtschulen zu gründen, gelockert'. Als sie jedoch feststellte, dass trotz ihrer hohen Anforderungen an eine Gesamtschul-Neugründung der Zug zu dieser Schulform hoch ist, versucht sie nun, die IGS von innen heraus zu zerstören. Da es kein einziges gutes bildungspolitisches Argument für das Turboabitur gebe, könne es nur ideologische Gründe für diese Politik geben.
Klare wehrte sich gegen diesen Vorwurf und wies darauf hin, dass die Landesregierung in diesem Schuljahr der Gründung von 14 neuen Gesamtschulen zugestimmt habe. Darauf Wiard Siebels: "Ich muss wirklich lachen, wenn Sie sich jetzt zum Gesamtschulpolitiker machen wollen."
Nahe ging Klare der Vorhalt, die Unterstützung in seiner eigenen Partei sei nicht gerade hoch. Die Kritik von den eigenen Parteifreunden werde immer lauter. Und der Landtagsabgeordnete solle sich auch einmal vor Augen führen, dass seine Parteifreunde in der Kommunalpolitik die Gründung von Gesamtschulen unterstützten.
Am Ende der Debatte brachte Klare dann eine Variante seines zuerst vorgebrachten Arguments, so schlimm werde es nicht kommen, wie von seinen Gegnern behauptet. Er sagte, die Landesregierung werde das Turboabitur zwar jetzt beschließen aber erst im übernächsten Schuljahr einführen. Diese Zeit wolle die CDU nutzen, um mit allen Beteiligten zu diskutieren, wie man das Turboabitur einführen könne, ohne den Kern der IGS anzugreifen. Darauf wurde er gefragt: "Warum verabschieden Sie jetzt ein Gesetz und wollen hinter darüber diskutieren, wie es wohl funktioniert?" Den Schülerrat der Gesamtschule trifft keine Schuld daran, dass Klare am Dienstagabend in der IGS West keine Mitstreiter hatte. Selbst bei intensivster Suche nach Befürwortern der CDU-Schulpolitik wären die Schüler nicht fündig geworden. Sie sind schwerer zu finden als die Nadel im Heuhaufen.


aus: vom 19.05.2009:

Kurzfristige Ausfälle gut kompensiert

Komponisten aus der Barockzeit und Gitarrenmusik beim Konzert am Sonntagnachmittag in Simonswolde

Für den Gitarrenchor der IGS Aurich-West war es der erste größere öffentliche Auftritt außerhalb ihrer Schule.
 
wj Simonswolde. Von Barock bis Blues reichte die musikalische Bandbreite, die rund 50 Besucher beim Nachmittagskonzert am vergangenen Sonntag in der Kirche Simonswolde erlebten. Ausführende Interpreten waren Paul Gerhard (Violoncello), Martin Fooken (Cembalo), Angela Fooken-Schlieker (Alt-Blockflöte) und Michael Schlieker (Kontrabass) sowie die Gitarrenklasse der IGS Aurich-West unter der Leitung von Wilfried Wiemer. Obwohl mit Ulfert Dochhorn (Violine) und einem fehlenden Mitglied des Gitarrenchors zwei kurzfristige Ausfälle zu beklagen waren, konnten diese am Ende hervorragend kompensiert werden.
Am Anfang stand eine Sonate von Giovanni Battista Sammartini (1701 - 1775). Während Paul Gerhard hier einen sehr geschmeidigen Bogenstrich demonstrierte, erwies sich Martin Fooken als ausgesprochen einfühlsamer Begleiter. Der Cembalist lie= ferte im Anschluss gemeinsam mit Michael Schlieker den Generalbass zu Georg Friedrich Händels (1685 - 1750) "Sonate F-Dur", wo Angela Fooken-Schlieker mit ihrer Alt-Blockflöte insbesondere in den beiden "Allegro"- Sätzen einige schöne lebhafte Akzente setzen konnte.
Danach war wieder Giovanni Battista dran, jedoch ein anderer, etwas jüngerer als der eingangs erwähnte. Giovanni Battista Bonocini (1670 - 1750) hat aber ebenfalls Sonaten komponiert, von denen sich Paul Gerhard und Martin Fooken eine in der Tonart a-Moll herausgepickt hatten.
"Roll an buddy", "Rock you" und "One week Blues" hießen die Titel, die dann beim Auftritt des Gitarrenchores der IGS Aurich-West zum Zuge kamen. Für das kurzfristig ausgefallene Mitglied war Chorleiter Wilfried Wiemer eingesprungen. Einstudiert hatte die bluesig bis rockig angelegten Stücke mit den Kindern Rainer Ahrens, von dem auch einige der Arrangements stammten. Die Schüler meisterten selbst knifflige Passagen wie perkussive Einlagen und mehrstimmiges Melodiespiel erstaunlich gut. Immerhin war es am Sonntag für diesen Chor der erste größere öffentliche Auftritt außerhalb der Mauern der IGS gewesen. Dafür habe er seine Aufgabe absolut tadellos gelöst.
Mit einem "Alten Tanz" aus der Feder von Helmut Weikelt schufen die Schüler eine ideale Überleitung zu der von Paul Gerhard und Martin Fooken interpretierten, vermutlich von Henry Eccles (1670 - 1742) verfassten "Sonata g-Moll", die auch zahlreiche tänzerische Elemente enthält.
Im Schlussdrittel des Konzertes widmeten sich der Cellist und der Cembalist " Jewish Song" und "Prayer", zwei von der jüdischen Klezniermusik beeinflusste Werken des schweizerisch-amerikani schen Komponisten Ernest Bloch (1880 - 1959). Kontrastreich umrahmt wurden diese tief bewegenden Darbietungen durch Angelika FookenSchlieker, die, abermals begleitet von Martin Fooken und Michael Schlieker am Kontrabass, mit ihrer Alt-Blockflöte Georg Philipp Telemanns (1681- 1762) "Sonata F-Dur" und Georg Friedrich Händels "Sonate a-Moll" interpretierte.
Am Ende des Konzertes war aus der geplanten Stunde, die - wie Michael Schlieker zu Beginn des Konzertes scherzhaft angemerkt hatte - "wir ja irgendwie gefüllt kriegen müssen", sogar knapp 75 Minuten geworden. Die Ausfälle hatten insofern keinerlei negative Auswirkungen auf das Programm, weswegen niemand am Sonntag sein Kommen bereut haben dürfte.



aus: vom 18.05.2009:

Unterschriften gegen Turbo-Abitur

Aktion des Elternrates der IGS-West / Landesregierung will Integrierte Gesamtschulen abschaffen

Eltern und Schüler sammelten am Sonnabend in der Auricher Fußgängerzone Unterschriften gegen das Turbo-Abi.
 
wit Aurich. Auf Initiative des Schulelternrates der IGS West sammelten Eltern und Schüler am Sonnabend in der Auricher Fußgängerzone Unterschriften gegen das Turbo-Abitur. Die Unterschriftenaktion ist Teil einer landesweiten Aktion gegen die Abschaffung der Integrierten Gesamtschule durch die kalte Küche.
Die CDU/FDP-Landesregierung in Niedersachsen hat wie berichtet beschlossen, dass vom nächsten Schuljahr an auch die Integrierten Gesamtschulen ihre Schüler nach 12 Jahren zum Abitur führen müssen. Da diese Schüler mehr Unterrichtsstunden haben als andere, müssen sie nun auch in der IGS früh aussortiert, zusammengefasst und speziell' beschult werden. Das, was die IGS ausmacht, gemeinsames Lernen mit den Schülern, die auf den Haupt- oder Realschulabschluss zulaufen, ist nicht mehr möglich. Von einer "Zweiklassengesellschaft" in der IGS ist die Rede.
Außerdem, auch das führen die Gegner der CDU/FDPSchulpolitik ins Feld, ist das Turbo-Abitur selbst an den Gymnasien umstritten. Ein System, bei dessen erster Erprobung sich schwere Mängel gezeigt hätten, werde nun auch noch auf eine weitere Schulform übertragen.
Nach Auskunft der Unterschriftensammler war die Reaktion der Auricher Bevölkerung am Sonnabend positiv. Viele seien bereit gewesen, sich mit ihrer Unterschrift gegen die Schulpolitik der Landesregierung zu stellen. Auf der anderen Seite sei aber auch auffällig, dass sich eine große Zahl von Bürgern mit diesem Thema noch gar nicht befasst hätte. Schulpolitik sei allem Anschein nach für sie unwichtig. Das gelte auch für Väter und Mütter mit kleinen Kindern, obwohl das Turbo-Abitur auch ihnen drohe. Am morgigen Dienstag findet zum Thema Turbo-Abitur eine Podiumsdiskussion in der IGS-West statt.


"Seitenblick": Turbo-Abi hoffentlich kein Rohrkrepierer

Das Abitur nach nur zwölf Schuljahren stößt längst nicht überall auf Gegenliebe. In den vergangenen Wochen gab es dazu viele Stellungnahmen und vor allem auch heftige Proteste seitens des Schulelternrates der IGS Aurich-West. Bei Politikern wird das Abitur nach nur zwölf Schuljahren vor allem damit begründet, dass Deutschland sonst den Anschluss an andere Länder nicht halten könne. Wie auch immer der international e Vergleich aussieht: Es geht für die Schüler, die denselben Stoff in einem Jahr weniger "durchpauken" müssen, doch einiges an Lebensqualität verloren. Und das ist für den späteren Lebensweg und die damit verbundene berufliche Qualifikation auch wichtig. Durch die erhöhten Anforderungen bleibt nämlich das Ausüben von Hobbies neben der Schule weitgehend auf der Strecke. Denn auch die Möglichkeit, sich nachmittags anderen Dingen als nur der Schule zu widmen, macht aus Kindern komplette Menschen. Sei es der Sport, das Musizieren mit anderen oder Treffs mit Freunden. Es bleibt also abzuwarten, wie sich das Experiment "Abitur nach zwölf Jahren" auswirkt. Die kommenden Jahre müssen es zeigen. Und nicht nur die Kritiker werden die Entwicklung sicher aufmerksam verfolgen...
Max Rocker

Ein Leserbrief: Betr.: Seitenblick "Turbo-Abi hoffentlich kein Rohrkrepierer"

Wenn wir mal im Militärjargon bleiben wollen, würde ich diese "Reform" eher als "Schuss in den Ofen" bezeichnen. Wir leben in einer Zeit, in der sich das zu vermittelnde Wissen expotenzial vervielfacht, mit immer höherer Geschwindigkeit. Die Anforderungen an unsere Jugend zur Bewältigung ihres täglichen Lebens steigen immens. Bereits heute sind Fähigkeiten und Fertigkeiten (z. B. Computerkenntnisse) zwingend erforderlich, von denen vor 30 Jahren niemand geträumt hat.
Andererseits beklagen sich die Betriebe über zunehmende Wissens- und Fähigkeitslücken der Auszubildenden, die häufig die einfachsten Anforderungen in den Bereichen Mathematik (Kopfrechnen) oder Deutsch nicht erfüllen. Wir schneiden in den PISA-Studien (über deren Wert man vortrefflich streiten kann) schlecht ab.
Die steigende Überschuldung vieler Bürger zeigt zudem deutlich, dass viele Leute nicht einmal begriffen haben, dass man nicht dauerhaft mehr ausgeben kann, als man verdient. Die Unterrichtsversorgung in Schulen ist nicht ausreichend, auch wenn unsere Landesregierungen sich das selbst schön rechnen. Und in einer solchen Situation gehen wir dran, die Schulzeit zu verkürzen? Sinnvoll wäre, mehr Lehrer (nicht nur an den Gymnasien) einzustellen, die ganztägige Schulversorgung durch infrastrukturelle Maßnahmen auf eine vernünftige Basis zu stellen und die Klassenstärken zu verringern (Pädagogisch sinnvoll sind Klassenstärken von 16!).
Unsere Kinder brauchen nicht kürzere Schulzeiten, sondern mehr Wissen, um sie für künftige Aufgaben zu qualifizieren. Würde man noch Lehrer von Verwaltungsaufgaben entlasten, die durch die Kollegen erledigt werden könnten, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr unterrichten können, wäre viel erreicht. Sicher wäre es dann möglich, durchzusetzen, dass kein Kind die Schule ohne Abschluss verlässt.
Zu guter Letzt sollte man vielleicht daran gehen, Lehrinhalte in vielen Fächern zu überarbeiten und den aktuellen Anforderungen im Berufsleben anzupassen. Was nützt mir Kurvendiskussion und Matrizenrechnung bis zum Erbrechen, wenn ich im täglichen Leben dann an Zins und Zinseszins scheitere? Und auch das tollste Oxfordenglisch mit Analysen der Texte englischer Dichter ist wenig hilfreich, wenn ich in NewYork ein Abendessen bestellen will und Probleme mit dem mexikanischen Slang des Kellners habe...
H. R. 26605 Aurich


aus:  (Sonntagsblatt)   vom 17.05.2009

Schülervertretung der IGS Aurich-West lädt zur Podiumsdiskussion zum "Turbo-Abi" ein

Am Dienstag, 19. Mai, 19 Uhr, diskutieren hochrangige Vertreter der Parteien und Gewerkschaft über die Verringerung der Schuljahre von 13 auf 12 Jahren.

Aurich. Der umgangssprachliche Begriff "Turbo-Abi" geistert derzeitig durch die Öffentlichkeit und erhitzt die Gemüter. Dahinter verbirgt sich unter anderem, dass die Schulzeit bis zum Abitur von ehemals 13 auf zwölf Jahre verringert wurde. Nachdem dieses Konzept an den Gymnasien eingeführt wurde, will die niedersächsische Landesregierung auch die Gesamtschulen, bedeutet auch die IGS Aurich-West und IGS Aurich-Ost, dazu verpflichten. Gegner dieses "Turbo-Abis" erklären, dass wesentliche Elemente der Integrierten Gesamtschulen wie etwa "Gemeinsam lernen" oder auch "Offenhalten der Schullaufbahn" damit verschwinden. Am Dienstag, 19. Mai, diskutieren ab 19 Uhr unter der Leitung von Superintendent Dr. Karl-Hinrich Manzke in den Räumen der IGS Aurich-West der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag Karl-Heinz Klare, der SPD-Landtagsabgeordnete Wiard Siebels, der Landtagsabgeordnete Patrick Humke-Focks von der Partei "Die Linken", die Kreisabgeordnete Mechthild Tammena von der Partei "Die Grünen" sowie Henner Sauerland von der "Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft" über das Thema "Turbo-Abi: der bessere Weg. zum Abitur oder das Ende der Chancengleichheit?". Zudem stellen sie sich den Fragen von Eltern, Schülern und Lehrern. Veranstalter der Podiumsdiskussion ist die Schülervertretung der IGS Aurich-West.


aus: OZ vom 16.05.2008:

Podiumsdiskussion zum Thema "Turbo-Abi"

Die Schülervertretung der IGS Aurich-West will jegliche Form des Protestes ausschöpfen. Ihrer Meinung nach zerstört der Plan der Landesregierung ihre Schule.

Die Schülervertretung der IGS Aurich-West plant eine Podiumsdiskussion.
 
Aurich - Seitdem die Landesregierung angekündigt hat, auch an den Gesamtschulen ein Abitur nach zwölf Schuljahren einzuführen, organisiert die Schülervertretung der Integrierten Gesamtschule Aurich-West eifrig Protestaktionen. Die Schüler sind der Meinung, dass der Plan der Landesregierung ihre Schule zerstört, und wollen deshalb jegliche Form des Protestes ausschöpfen. Für Dienstag, 19. Mai, haben sie eine Podiumsdiskussion zum Thema Turbo-Abi organisiert. Sie beginnt um 19 Uhr. Auf dem Podium sitzen Politiker, GEW-Vertreter und Superintendent Dr. Karl-Hinrich Manzke, der sich als Moderator zur Verfügung gestellt hat. Am Sonnabend steht die Schülervertretung der IGS mit einem Informationsstand in der Auricher Fußgängerzone.



aus: vom 16.05.2009:

Diskussion in IGS zur Schulpolitik

Mit Vertretern aus der Politik

Aurich. Eine Podiumsdiskussion zum Thema "Turbo-Abi: Der bessere Weg zum Abitur oder das Ende der Chancengerechtigkeit?" findet am Dienstag, 19. Mai, ab 19 Uhr im Forum der IGS Aurich-West statt. Veranstalter ist die Schülervertretung.
Unter der Leitung von Superintendent Dr. Karl-Hinrich Manzke soll hier erörtert werden, inwiefern sich eine auf zwölf Jahre verkürzte Schulzeit auf den Lernprozess an Gesamtschulen auswirken könnte.
An diesem Abend werden auch folgende Vertreter aus der Politik in der IGS sprechen: MdL Karl-Heinz Klare, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag für die Arbeitsbereiche Kultus, Wissenschaft und Kultur, der SPD-Landtagsabgeordnete Wiard Siebels, Mechthild Tammen, Mitglied des Kreistages Leer in der Fraktion "Bündnis 90/Die Grünen", MdL Patrick Humke-Focks von der Partei "Die Linke" sowie Henner Sauerland von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.
Die Gesamtkonferenz der IGS Aurich-West lehnt nach eigenen Angaben die Pläne der Landesregierung entschieden ab, das Schulgesetz so zu verändern, dass für die Neuaufnahmen ab dem Schuljahr 2010/11 auch an den Integrierten Gesamtschulen die Voraussetzungen für das Abitur nach zwölf Schuljahren geschaffen werden müssen. Unter anderem fordern die Eltern, Schüler und Lehrer in einer gemeinsamen Pressemitteilung, den Willen der Eltern zu respektieren, die Schüler in der Sekundarstufe I nicht zu trennen und eine frühzeitige Festlegung auf einen Bildungsabschluss zu verhindern. Gemeinsames Lernen habe sich bewährt und führe nachweislich zur Steigerung von fachlicher und sozialer Kompetenz aller Schüler.

Beachvolleyball zurück in Aurich

Beachvolleyball zurück in Aurich: Pünktlich zur Eröffnung der Sparkassen Arena sind auch die neuen Beachvolleyballfelder auf dem Gelände der IGS West durch Schüler der 10. Klasse mit Sportkoordinator Thomas Greulich und Volleyballern des MTV Aurich in Betrieb genommen worden. Die bislang einzige Wettkampf taugliche Beachvolleyballanlage am Gymnasium musste zuvor dem Neubau der Arena welchen. Nach einer Saison ohne Beachvolleyball steht nun die neue, von der Firma Frieden angelegte Zwei-Feld-Anlage zur Verfügung. Darüber freuen sich die Volleyballer des MTV Aurich (von links) Jürgen Berlin, Dennis Berg, Christian Fürst, Bernd Koch, Tina Bents, Anke Kruse.



aus: vom 11.05.2009:

Über 300 Auricher demonstrierten gegen Schulpolitik

Mit fünf Bussen nach Hannover gefahren

rob Hannover/Aurich. Schüler, Lehrer und Eltern zeigten der Niedersächsischen Landesregierung am Sonnabend die "rote Karte". Etwa 10000 Menschen demonstrierten auf dem Opernplatz in Hannover gegen die Bildungspolitik der Regierung - unter ihnen auch etliche Ostfriesen. Im Mittelpunkt der Kritik stehen Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann und Ministerpräsident Christian Wulff (beide CDU) wegen der geplanten Einführung des "Turbo-Abiturs" nach zwölf Jahren an Gesamtschulen.
Die Schüler- und Elternvertretungen der IGS Aurich-West und der IGS Waldschule Egels warengemeinsam mit dem GEW-Kreisverband Aurich mit fünf Bussen nach Hannover gefahren. Die EIternratsvorsitzende der IGS Aurich-West, Elfriede Neumann, schätzt die Teilnehmerzahl auf über 300 allein aus Aurich. Weitere Schulen aus Ostfriesland hätten sich der Protestaktion angeschlossen. Neumann spricht von einer "runden und tollen Sache". Alles sei "bunt und friedlich" verlaufen, so die Elternratsvorsitzende gestern gegenüber den ON.
Der Protestzug startete, nach einer Auftaktkundgebung mit Reden von Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) und GEW-Landeschef Eberhard Brandt.

Trotz Protesten: Wulff beharrt auf Schulplan

8000 Menschen demonstrieren gegen Turbo-Abi

Gegen die Verkürzung der Zeit bis zum Abitur protestiert diese Schülerin. Foto: dpa
 
hab/dpa Hannover. Gut 8000 Demonstranten haben am Wochenende in Hannover gegen die Schulpolitik der Landesregierung protestiert.
Ungeachtet dessen bekräftigten Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) und Unions-Fraktionschef David McAllister, dass sie an der Schulgesetznovelle und 'an umstrittenen Maßnahmen zur Sicherung der Unterrichtsversorgung . festhalten wollen. Die Teilnehmer der Demonstration - darunter auch zahlreiche Oppositionspolitiker und Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) - forderten etwa, auf das sogenannte "Turbo-Abitur" nach zwölf Schuljahren an Integrierten Gesamtschulen zu verzichten. Kritik übten sie aber'auch an der Abschaffung der, "vollen Halbtagsschulen" und an einer unsicheren Unterrichtsversorgung.
"Herr Wulff hat längst den gesellschaftlichen Rückhalt für seine Politik verloren", monierte der Landeschef der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Eberhard -Brandt. "Mit Wulff und Heister geht Bildung über'n Deister" stand auf einem der Plakate. Auf dem Niedersachsentag der Jungen Union verteidigten Wulff und McAllister dagegen. den schulpolitischen Kurs. So bezeichneten sie das Abitur nach zwölf Jahren als "internationalen Standard", der auch bereits an mehreren Gesamtschulen' in Niedersachsen praktiziert werde.
"Das hat keinen Menschen aufgeregt", sagte Wulff, der den aufflammenden Protest als "Versuch einer politischen Kampagne der Sozialdemokratie" auslegte. Fr rechtfertigte ausdrücklich die Verkürzung der Schulzeit auf im Regelfall zwölf Jahre auch an Gesamtschulen: "Damit bekommen die Absolventen ein Lebensjahr geschenkt." Das könnten sie zum Beispiel für einen früheren Eintritt ins Berufsleben oder aber auch für einen Auslandsaufenthalt nutzen.
McAllister verwahrte sich gegen Unterstellungen, mit den Plänen Integrierte Gesamtschulen aus ideologischen Gründen ausbremsen zu wollen: Tatsächlich seien in den bisher sechs Jahren Wulff-Regierung mehr Gesamtschulen zugelassen werden als. zu SPD-Zeiten. Ideologie vertrete vielmehr SPD-Fraktionschef Wolfgang Jüttner mit der Forderung, das gegliederte Schulwesen "auf den Müllhaufen der Geschichte" zu kippen. Sowohl Wulff als auch McAllister räumten ein, dass es schwierig sei, das Problem der Unterrichtsversorgung in den nächsten zwei Jahren zu mildern. "Aber das lösen wir, unter dem Strich werden wir ein Höchstmaß an Unterrichtsversorgung sicherstellen", versicherte Wulff.
Er gab jedoch zu verstehen, dass man dabei "nicht jeden Lehrer bis zum letzten Wunsch glücklich stellen" könne. So werde es zwingend notwendig sein, Teilzeitarbeitsmöglichkeiten für Pädagogen vorübergehend einzuschränken. "Wenn Lehrer autonom über ihre Arbeitszeit entscheiden, lässt sich Unterrichtsversorgung nicht sicherstellen."
In die gleiche Kerbe schlug McAllister. Er forderte die Mitglieder seiner Fraktion auf, in der Debatte die Linie der Regierung offensiv zu vertreten. Unter offenkundiger Anspielung auf den Rücktritt der schulpolitischen Sprecherin Ursula Körtner sagte der Partei- und Fraktionschef: "Ich erwarte von allen Abgeordneten, jetzt schulpolitisch Tore zu schießen und nicht Eigentore."
Derweil wurde bekannt, dass an dem vakanten Sprecherposten der CDU drei Abgeordnete Interesse haben: Karl-Ludwig von Danwitz aus Schneverdingen, Stephan Siemer aus Vechta und Christoph Dreyer aus Laatzen.



aus: OZ vom 08.05.2008:

Schwierigkeiten der Anfangsjahre zusammen gemeistert

Bildung - 20 Jahre Schüleraustausch zwischen der IGS Aurich-West und dem Lyceum Starachowice

Die Ostfriesen waren für zehn Tage in Polen. Dort wurde schon gefeiert. Im Herbst wird eine weiter Gruppe von der Partnerschule erwartet.
 
Vor der zentralen Kirche in Zakopane entstand dieses Erinnerungsfoto an den Schüleraustausch
 
AURICH - Im Schuljahr 1989/90 nahm der Schüleraustausch zwischen dem Lyceum Starachowice und der IGS Aurich-West seinen Anfang. Seitdem besuchen im Herbst polnische Schüler Aurich, im Frühjahr ist es dann Zeit für den Gegenbesuch im Südwesten Polens.
So lief es auch diesmal, im 20. Jahr des Austauschs. Unter der Leitung von Joachim Zimmer und Gerlinde Dieker-Höft besuchten die Auricher Schüler zehn Tage lang ihre polnischen Austauschpartner in der Heimat. Die Begegnung hatte diesmal einen besonders feierlichen Rahmen, wie es in einer Pressemitteilung der Schule heißt. Auf dem Programm stand beispielsweise neben einer Feier im Lyceum Starachowice ein Empfang für alle Beteiligten beim Landrat.
Dieser Schüleraustausch ist nach Angaben der IGS der älteste zwischen einer polnischen und einer deutschen Schule, "was alle Teilnehmer und Verantwortlichen mit Stolz erfüllte".
Die Anfangsjahre waren schwierig. Es gab noch keine Förderung durch das deutsch-polnische Jugendwerk, auch war das Reisen mit mehr Bürokratie verbunden und wesentlich umständlicher als heutzutage. Daran erinnerte Marian Janucz, einer der Mitbegründer der Partnerschaft auf polnischer Seite. Dennoch hätten die beiden Schulen den Austausch gewagt und traditionelle Schulveranstaltungen daraus entstehen lassen. Auch in diesem Jahr wurde den Auricher Schülern in Polen ein volles Programm geboten. Sie starteten mit einem dreitägigen Aufenthalt in dem Wintersport-Ort Zakopane in den Karpaten. Dort unternahmen sie zusammen mit den Polen Wanderungen und nahmen an kulturellen Veranstaltungen teil. Die jugendlichen besuchten auch die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Auschwitz.
Danach reiste die Gruppe in die 53 000 Einwohner Stadt Starachowice, wo die Ostfriesen in Gastfamilien untergebracht waren. Von hier aus unternahmen sie Ausflüge, verbrachten aber auch einen Tag an der Partnerschule.
Anlässlich des 20. Jahrestages für den Austausch begleitete der Schulleiter der Gesamtschule, Thorsten Quest, die Gruppe. Der nächste Besuch der Polen in Aurich werde ebenfalls unter dem Licht des Jubiläums stehen, so die Schule.



aus: OZ vom 25.04.2008:

Auf der Suche nach dem „Partizip Perfekt Passiv“

Dabei hatte die passive Phase der Altersteilzeit für den 63-Jährigen bereits im Juli 2007 begonnen. Nun hilft er, einen Engpass zu überbrücken.

Aurich - Eigentlich könnte Ulrich Mittelstädt (63) im Garten sitzen und die Frühlingssonne genießen : schließlich hat die passive Phase der Altersteilzeit für ihn bereits im Juli 2007 begonnen. Tatsächlich aber sitzt der ehemalige Leiter der IGS Aurich-West in seiner alten Schule und liest mit acht jungen Leuten einen Text des römischen Dichters Juvenal, der sich über schlechte Poeten lustig macht. Denn: Der IGS fehlen Lateinlehrer. Derzeit sind es nur drei.
„Es gibt einen Engpass“, sagt Mittelstädt, der auch Chef der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Aurich ist, „deshalb springe ich ein.“ Lateinlehrer zu finden, sei gar nicht so einfach. Bei Lehramtsstudenten sei das Fach nicht unbedingt beliebt. Schließlich müsse man neben Latein auch Altgriechisch belegen. „Davor schrecken viele zurück“, sagt Mittelstädt.
Bei den Schülern dagegen sei Latein durchaus gefragt. Wird in der sechsten Klasse eine zweite Fremdsprache gewählt, liege Latein mit Niederländisch etwa gleich auf. Französisch stehe erst an dritter Stelle.
Allerdings können sich Schüler auch erst ab Klasse 11 für Latein entscheiden : so, wie es die acht jungen Leute getan haben, mit denen Mittelstädt gestern Vormittag Juvenal las. Gemeinsam wurden die Sätze des alten Römers seziert, nach dem „Partizip Perfekt Passiv“ und dem „Accusativus cum infinitivo“ gesucht : grammatische Feinheiten, die dem Nicht-Lateiner wie böhmische Dörfer erscheinen dürften. Wer die mitunter komplizierten Konstruktionen aber nicht aufdröseln kann, wird die Sätze nie übersetzen, geschweige denn verstehen können.
Die Schüler sind sich einig. Englisch, sagen sie, sei leichter, weil man die Sprache sprechen kann. „Bei Latein geht das nicht“, meint Mittelstädt. Früher sei das mal versucht, aber schnell wieder aufgegeben worden.
Warum aber lernen junge Leute heute überhaupt noch Latein? „Ich möchte später entweder Medizin oder Pharmazie studieren“, erzählt Stefanie (17), „da braucht man Latein.“ Aukje (17), will später Ärztin werden: „Im Biologie-Leistungskurs merke ich schon jetzt, dass ich Fremdwörter besser verstehe.“



Pressemitteilung

der Schülervertretung der Integrierten Gesamtschule Aurich-West zu den Äußerungen der Kultusministerin Ende März 2009

Vollkommen falsch dargestellt

Es freut uns, die Schülervertretung der Integrierten Gesamtschule Aurich-West, dass sich die Niedersächsische Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) endlich einmal zu Wort meldet und den riesigen niedersachsenweiten Protest von SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen, nicht vollkommen ignoriert.
Was Sie jedoch gesagt hat, freut uns gar nicht. Es wird zwar in der Presse so dargestellt, als sei Frau Neumann doch nicht vollkommen gegen die Integrierten Gesamtschulen und wolle sie gar nicht abschaffen, in Wahrheit bekräftigte Sie ihre Pläne zur Vernichtung dieser Schulform jedoch.
Das System der Gesamtschule sieht bekannter Weise vor, durch ein sehr langes gemeinsames Beschulen die Gemeinschaft der SchülerInnen zu stärken. Die Fachleistungsdifferenzierungen, so wie sie in einigen Fächern momentan an der IGS durchgeführt werden, sollen zwar den einzelnen Fähigkeiten der SchülerInnen gerecht werden, sich jedoch nicht an das veraltete dreigliedrige System anlehnen. Aus diesem Grund gibt es A- und B-Kurse, sowie ein Wahlpflichtkursangebot von z.B. an der IGS Aurich-West über 30 verschiedenen Kursen. Würde man nun zusätzlich auch noch einen C-Kurs einrichten, würde man in ganz genau das gleiche Muster der Dreigliedrigkeit fallen. Man wäre also keine Gesamtschule mehr, sondern nur noch eine Art Schulzentrum, so wie es die so genannten kooperativen Gesamtschulen sind.
Ein weiterer, uns schleierhafter Punkt ist, wie die Ministerin das Turbo-Abi durch das Unterrichten der zweiten Fremdsprache ab dem 6. Jahrgang sichern will. Schließlich wird bei uns an der IGS Aurich-West die schon seit einigen Jahren erfolgreich praktiziert. Uns ist jedoch nicht aufgefallen, dass wir deswegen ein Jahr früher das Abitur machen können.
Die Spitze der arroganten Äußerung der Kultusministerin ist wohl, dass man die SchülerInnen auf zwei Wegen zum Abitur führen solle. Man würde dadurch ja eine absolute Selektion zwischen potenziellen Handwerkern und Akademikern erreichen und damit erneut dem Gemeinschaftssystem der IGS widersprechen. Die SchülerInnen des handwerklichen Wegs zum Abitur wären also Abiturienten zweiter Klasse. Auch dies ist ein Gedanke, den man durchaus im 18. Jahrhundert, zur Zeit der drei Stände hätte haben können, heute jedoch absolut unzeitgemäß ist. Die IGS ist eine moderne zukunftsorientierte Schule, die sich über Klassengesellschaften hinweg setzt. Des Weiteren wird erwähnt, der akademische Weg zum Abitur solle nur an Gymnasien, der KGS und dem gymnasialen Zweig der IGS eingeführt werden. Dies ist also eine Bestätigung dessen, an der IGS einen gymnasialen Zweig zu errichten. Dies lässt sich nun einmal nicht mit der IGS vereinbaren!
Es ist uns also ein Rätsel, wie die Ministerin bei einem Abitur nach Zwölf den gemeinsamen Unterricht in Fünf und Sechs gewährleisten will. Das geht einfach nicht! Auch aus den Erfahrungen mit G8 können wir nur lernen, dass das Abi nach Zwölf absoluter Quatsch ist - und nichts Anderes!
Eine weitere Unverschämtheit ist die Forderung Heister-Neumanns, die IGS mindestens fünfzügig laufen zu lassen. So stellt man besonders ländlichen Gemeinden riesige Felsbrocken in den Weg. Dass man dadurch gewährleisten will, an jeder IGS auch eine gym. Oberstufe zu haben, ist nicht nötig: Bei der IGS Aurich-Ost klappt es ja auch gut ohne die Sek. II.
Die absolute Spitze der Arroganz der Macht ist jedoch der Hinweis Elisabeth Heister-Neumanns, man solle an das Thema nicht mit zu großer "Emotionalität" ran gehen. Selbst die Ministerin sollte doch verstehen, dass man durchaus "emotional" wird, wenn jemand die eigene Schule zerstören will, und dass noch nicht einmal zugibt!
Steffen Haake - SV


aus: OZ vom 25.04.2008:

Eltern verlangen bessere Bildungspolitik

Am Freitag war eine Kundgebung vor dem Gymnasium in Aurich mit rund 120 Teilnehmern. Kreisvorsitzende Sabine Hohagen rief zum Protest gegen das Abitur nach zwölf Jahren an den Gesamtschulen auf.

Aurich - „Die Entscheidung von Eltern für einen langsamen Weg zum Abitur muss akzeptiert werden”, forderte Sabine Hohagen, Vorsitzende des Kreiselternrates, gestern bei einer Kundgebung vor dem Gymnasium Ulricianum in Aurich. 120 Eltern, Lehrer und Schüler hatten sich dort versammelt, um gegen die jüngsten Entscheidungen der Landesregierung in der Bildungspolitik zu protestieren.
Der Widerspruch richtete sich in erster Linie gegen das Abitur nach zwölf Jahren, das nach dem Willen der CDU-FDP-Koalition in Hannover auch an Gesamtschulen eingeführt werden soll. „Wir haben die Nase voll von bildungspolitischen Experimenten”, sagte Hohagen.
Mit jeder neuen Landesregierung würden neue Konzepte eingeführt, die oft nicht von langer Dauer seien. Wichtiger sei es, die Schulen sowohl mit Lehrern als auch mit Material so auszustatten, dass die Schulen guten Unterricht leisten könnten. „Die Schulpolitik sollte zum Wohle aller unserer Kinder sein”, sagte Hohagen, und nicht abhängig von Vorlieben einzelner Parteien sein.



aus: vom 25.04.2009:

"Turbo-Abi schadet Gesamtschulkonzept"

Kundgebung am Ulricianum gegen Schulpolitik / Auricher fahren zu Aktionstag nach Hannover

Wenige Schüler, Eltern und Lehrer protestierten gestern auf dem Schulhof des Ulricianums gegen die Bildungspolitik der niedersächsischen Landesregierung.
 
kat Aurich. "Wir erwarten eine sachorientierte, nachhaltige und ideologiefreie Schulpolitik, bei der die Schüler und Unterricht im 'Mittelpunkt stehen". Mit diesen Worten brachte Sabine Hohagen gestern die Stimmung innerhalb der Elternschaft auf den Punkt. Die Landeselternratsvorsitzende appellierte an die rund 120 Demonstranten auf dem Schulhof des Ulricianums, ihre Meinung auch andernorts kund zu tun. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf die Protestaktion der Integrierten Gesamtschulen und vollen Halbtagsschulen, die am 9. Mai in Hannover stattfindet. Gestern konnten sich Interessierte in bereit liegende Buslisten eintragen.
Die pädagogischen Konzepte der Gesamtschulen, so Hohagen, hätten ebenso ihre Berechtigung wie die der anderen Schulformen. Die Zusammenarbeit von Haupt- und Realschulen müsse durch zusätzliche Stundenkontingente unterstützt, die Streichung der vollen Halbtagsschulen rückgängig gemacht werden. Ziel sei ein breites und gutes Schulangebot, das auf die Wünsche der Schüler und Eltern abgestimmt sei. Dass dies möglich sei, könnten sich die Verantwortlichen gerne einmal vor Ort im Landkreis Aurich anschauen.
Andree Uphoff ist als Sozialarbeiter an der IGS tätig. Durch den zunehmenden Druck auf die Schüler seien auch er und seine Kollegen stark eingespannt. "Schlimm ist, dass die Schule sich mit so vielen Verwaltungsaufgaben befassen muss, dass für den Unterricht nicht mehr genügend Zeit bleibt", so Uphoff im ON-Gespräch. Dadurch, dass außerschulische Kräfte für Arbeitsgemeinschaften oder Hausaufgabenhilfe eingesetzt würden, leide die Beziehungsarbeit mit den Schülern enorm. "Die Ganztagszuschläge sind rapide gekürzt worden. Und durch das Turbo-Abi werden die Integrierten Gesamtschulen in ihrem Kernbestand aufgegeben", so Uphoff.
So sieht es auch Manfred Heeren; Lehrer an der IGS Ausich-West. "Mit dem Turbo-Abi müssten wir das Projekt Gesamtschule, das Zeit zum Lernen beinhaltet, aufgeben. Und auf unsere Fragen haben wir noch keine wirklich hilfreichen Antworten aus Hannover erhalten", so Heeren.
In der IGS Aurich West findet am Dienstag, 19. Mai, eine Podiumsdiskussion statt. Vertreter au der Politik, darunter auch der Vizefraktionsvorsitzende der CDU- Landtagsfraktion und Bildungsexperte, Karl-Heinz Klare, stehen allen Interessierten dann Rede und Antwort.
Filmbeitrag in ON-TV



aus: vom 18.04.2009:

Protest der Eltern gegen Turbo-Abi

Kundgebung am 24. April beim Ulricianum

Aurich. Der Kreiselternrat Aurich wird am kommenden Freitag, 24. April ab 13.30 Uhr auf dem Schulhof des Gymnasiums Ulricianum eine Kundgebung zur Bildungspolitik der niedersächsischen Landesregierung veranstalten.
Nach Angaben von Kreiselternratsvorsitzender Sabine Hohagen (Ochtelbur) wird es eine Petition zu den Themen Unterrichtsversorgung, volle Halbtagsschulen, "echte" Ganztagsschulen und "G8" (sogenanntes "Turbo-Abitur") an den Gesamtschulen geben. Die Listen, die später an die Landesregierung weitergeleitet werden sollen, können Eltern vor Ort unterschreiben.
Der Hauptkritikpunkt werde sicher das geplante Abitur nach acht Jahren an den Integrierten Gesamtschulen bzw. den Kooperativen Gesamtschulen sein. Für die Eltern des Ulricianums sei vor allem die" schülergerechte Ausgestaltung" des "Turbo-Abiturs" ein Thema.
Die Kundgebung unter dem Motto "Vorfahrt für Bildung - Gemeinsam sind wir stark" ist bei der Stadt Aurich angemeldet. Ein Demonstrationszug sei aber nicht geplant, teilt Hohagen mit.
Die knapp einstündige Veranstaltung, die der Kreiselternrat zusammen mit den Schulelternräten der IGS Aurich-West und IGS Waldschule Egels organisiert, beginnt um 13.30 Uhr auf dem Schulhof des Ulricianums. Schüler aller Schulformen sind eingeladen.


aus: vom 15.04.2009:

CDU/FDP sieht keine Chance für Schülerresolution

Hilko Gerdes: Werden Anliegen nicht unterstützen

Aurich. Die CDU/FDP-Gruppe im Auricher Kreistag sieht nach Darstellung ihres Vorsitzenden Hilko Gerdes keine Chance, bei der nächsten Kreistagssitzung eine von der Schülervertretung der IGS angestrebte Resolution gegen das Abitur nach zwölf Jahren zu unterstützen.
Dies geht aus einer Pressemitteilung der Gruppe hervor. Die CDU/FDP-Gruppe wird eine solche Resolution auf gar keinen Fall unterstützen. Sie ist vielmehr der Auffassung, dass es keine ausreichenden Gründe gibt, für die integrierten Gesamtschulen eine andere Regelung als für die Gymnasien zu treffen.
National und international gesehen ist der Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung nach zwölf Schuljahren Standard, und zwar in allen Schulformen. Deutsche Abiturienten und Abiturientinnen sind im Vergleich zu ihren Altersgenossinnen und Altersgenossen deutlich älter, wenn sie in Studium und Berufsausbildung eintreten. Das hat erhebliche Nachteile für unsere gesamte Volkswirtschaft.
Wegen des Abiturs nach zwölf Jahren wird auch langsam lernenden Schülern der Weg zum Abitur nicht verbaut, denn das Abitur nach zwölf Schuljahren gilt schon heute nicht nur an Gymnasien, sondern auch an den Kooperativen Gesamtschulen. Wer aber an der Hauptschule oder an der Realschule die Berechtigung für die gymnasiale Oberstufe erhält, kann das Abitur nach 13 Schuljahren machen.
Auch das integrative Lernen und Unterrichten in der Integrierten Gesamtschule wird durch das frühere Abitur nicht verhindert. Schon jetzt differenziert die integrierte Gesamtschule in Fachleistungskursen auf unterschiedliche Anforderungsniveaus in den Fächern Mathematik, Englisch, Deutsch und Naturwissenschaften sowie im Wahlpflichtunterricht, um auf unterschiedliche Lernstärken und -schwächen einzugehen. Diese Verfahren werden auch beim Abiturnach zwölf Jahren genutzt. Auch die Strukturelemente wie' zum Beispiel Lernentwicklungsberichte statt Notenzeugnisse in den Schuljahren 5 bis 8, keine Versetzung; sondern Aufrücken in den nächsthöheren Schuljahrgang; Wechsel zwischen den Fachleistungskursen etc. bleiben uneingeschränkt erhalten. Im Gegensatz zu den Gymnasien erhalten die Integrierten Gesamtschulen bekanntlich eine größere Vorlaufzeit, um sich auf das Abitur nach zwölf Jahren besser vorbereiten zu können, was auch wir uneingeschränkt für sinnvoll erachten.
Der Sek-I-Abschluss sollte ohnehin in allen Schulformen vergleichbare Voraussetzungen für den Eintritt in den Sek-II-Bereich mit dem Abitur aufweisen. Im Übrigen haben gerade auch die Vertreter der Integrierten Gesamtschulen bei den ersten Diskussionen zum Thema Abitur nach 12 Jahren gefordert, nicht anders behandelt zu werden als die Gymnasien.


aus: vom 31.03.2009:

Doch gegen Gesamtschule

(Leserbrief) Betr.: "Ministerin: Nicht nur Turbo-Abitur" (ON vom 25. März)

Es freut uns, die Schülervertretung der Integrierten Gesamtschule Aurich-West; dass sich die Niedersächsische Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) endlich einmal zu Wort meldet und den riesigen niedersachsenweiten Protest von Schülern, Eltern und Lehrern nicht vollkommen ignoriert.
Was sie jedoch gesagt hat, freut uns gar nicht. Es wird zwar in der Presse so dargestellt, als sei Frau Neumann doch nicht vollkommen gegen die Integrierten Gesamtschulen und wolle sie gar nicht abschaffen, in Wahrheit bekräftigte sie ihre Pläne zur Vernichtung dieser Schulform jedoch.
Das System der Gesamtschule sieht bekannter Weise vor, durch ein sehr langes gemeinsames Beschulen die Gemeinschaft der Schüler zu stärken. Die Fachleistungsdifferenzierungen, so wie sie in einigen Fächern momentan an der IGS durchgeführt werden, sollen zwar den einzelnen Fähigkeiten der Schüler gerecht werden, sich jedoch nicht an das veraltete dreigliedrige System anlehnen. Aus diesem Grund gibt es A- und B -Kurse, sowie ein Wahlpflichtkursangebot von z. B. an der IGS Aurich-West über 30 verschiedenen Kursen. Würde man nun zusätzlich auch noch einen C-Kurs einrichten, würde man in ganz genau das gleiche Muster der Dreigliedrigkeit fallen. Man wäre also keine Gesamtschule mehr, sondern nur noch eine Art Schulzentrum, so wie es die sogenannten kooperativen Gesamtschulen sind.
Ein weiterer, uns schleierhafter Punkt ist, wie die Ministerin das Turbo-Abi durch das Unterrichten der zweiten Fremdsprache ab dem 6. Jahrgang sichern will. Schließlich wird bei uns an der IGS Aurich-West die schon seit einigen Jahren erfolgreich praktiziert. Uns ist jedoch nicht aufgefallen, dass wir deswegen ein Jahr früher das Abitur machen können.
Die Spitze der arroganten Äußerung der Kultusministerin ist wohl, dass man die Schüler auf zwei Wegen zum Abitur führen solle. Man würde dadurch ja eine absolute Selektion zwischen potenziellen Handwerkern und Akademikern erreichen und damit erneut dem Gemeinschaftssystem der IGS widersprechen.
Die Schüler des handwerklichen Wegs zum Abitur wären also Abiturienten zweiter Klasse. Auch dies ist ein Gedanke, den man durchaus im 18. Jahrhundert,' zur Zeit der drei Stände hätte haben können, heute jedoch absolut unzeitgemäß ist. Die IGS ist eine moderne zukunftsorientierte Schule, die sich über Klassengesellschaften hinwegsetzt. Des Weiteren wird erwähnt, der akademische Weg zum Abitur solle nur an Gymnasien, der KGS und dem gymnasialen Zweig der IGS eingeführt werden. Dies ist also eine Bestätigung dessen, an der IGS einen gymnasialen Zweig zu errichten. Dies lässt sich nun einmal nicht mit der IGS vereinbaren!
Es ist uns also ein Rätsel, wie die Ministerin bei einem Abitur nach Zwölf den gemeinsamen Unterricht in Fünf und Sechs gewährleisten will. Das geht einfach nicht! Auch aus den Erfahrungen mit G8 können wir nur lernen, dass das Abi nach Zwölf absoluter Quatsch ist - und nichts anderes!
Eine weitere Unverschämtheit ist die Forderung Heister-Neumanns, die IGS mindestens fünfzügig laufen zu lassen. So stellt man besonders ländlichen Gemeinden riesige Felsbrocken in den Weg. Dass man dadurch gewä leisten will, an jeder IGS auc eine gymnasiale Oberstufe zu haben, ist nicht nötig. Bei der IGS Aurich-Ost klappt es ja auch gut ohne die Sek. II.
Die absolute Spitze der Arroganz der Macht ist jedoch der Hinweis Elisabeth Heister-Neumanns, man solle an das Thema nicht mit zu großer "Emotionalität" ran gehen. Selbst. die Ministerin sollte doch verstehen, dass man durchaus "emotional" wird, wenn jemand die eigene Schule zerstören will, und dass noch nicht einmal zugibt!
Steffen Haake (Schülervertretung der IGS Aurich-West)


aus: OZ vom 26.03.2008:

FDP gegen das Turbo-Abitur

Aurich - Gegen das Turbo-Abitur nach zwölf Schuljahren spricht sich die Auricher FDP aus: „Haben die Schülerinnen und Schüler nicht schon genug Stress?“, fragt der Ortsvereins-Vorsitzende Gunnar Ott in einer Pressemitteilung. Der Leistungsdruck in den Schulen nehme immer mehr zu, Leidtragende seien Schüler, Eltern und Lehrkräfte. „Wo bleibt die Freizeit? Wo darf ein Kind noch Kind sein?“, fragt Gunnar Ott. Er fordert für Gymnasien und Gesamtschulen ein Abitur nach 13 Jahren : oder, bei einer Verkürzung auf zwölf Jahre, auch eine entsprechende Kürzung des Lernstoffs.


aus: vom 25.03.2009:

Ministerin: Nicht nur Turbo-Abitur

"An Integrierten Gesamtschulen auch künftig Abschluss nach 13 Jahren möglich" - Zwei Linien

hab Hannover. Auch an den Integrierten Gesamtschulen (IGS) in Niedersachsen, kann das Abitur künftig noch nach 13 Jahren absolviert werden. Das stellte Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) jetzt vor Journalisten in Hannover dar. Sie begegnete damit Vorwürfen, die Regierung wolle der IGS generell das "Turbo-Abi" nach zwölf Jahren aufzwingen und damit diese Schulform "zerstören".
Laut Heister-Neumann verfolgt die Landesregierung ein Konzept mit zwei Linien zum Abitur. Zum einen solle es eine akademisch geprägte Schullaufbahn geben, die in insgesamt zwölf Jahren zur allgemeinen Hochschulreife führe. Diese Linie gelte für Gymnasien, Kooperative Gesamtschulen und gymnasiale Züge an Integrierten Gesamtschulen.
Daneben stehe eine berufsorientierte Schullaufbahn an Haupt- und Realschulen und an Gesamtschulen. Wer hier nach Klasse 10 mit seinem Abschluss die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe erwerbe, könne nach drei weiteren Jahren - also insgesamt 13 - das Abitur absolvieren. Das gelte ausdrücklich auch für Besucher der Integrierten Gesamtschulen, unterstrich Heister-Neumann.
Die Ministerin wandte sich zugleich gegen Darstellungen, wonach die integrative Form des Unterrichts an der IGS wegen der verkürzten Zeit bis zum Abitur aufgegeben werden müsse. "Das ist falsch", sagte Heister-Neumann. So finde in den Schuljahrgängen 5 und 6 Pflichtunterricht wie bisher nur integriert statt; in den Jahrgängen bis 10 bildeten Ausnahmen die Fächer mit Fachleistungsdifferenzierung. Gesichert werden solle das "Abi nach 12" durch den Start der zweiten Fremdsprache im 6. Jahrgang sowie eine Fachleistungsdifferenzierung auf drei Anforderungsniveaus. Zwischen diesen Kursen sei wie bisher jederzeit ein Wechsel möglich.
Festgehalten werden solle auch am Aufrücken statt Versetzen sowie an Lernentwicklungsberichten statt Notenzeugnissen, versicherte die CDU-Politikerin. Laut Heister-Neumann soll der beschleunigte Weg zum Abitur an Integrierten Gesamtschulen zum 1. August 2010 gestartet werden. 2018 gebe es dann die ersten Absolventen, die ein Jahr früher die Hochschulreife erworben haben.
Heister-Neumann warnte vor zu großer "Emotionalität" in der Debatte. Gesamtschulen gerieten nicht ins Hintertreffen; für sie gebe es sogar eine Chance: "Sie können aus den Erfahrungen mit der Einführung des G 8 an den Gymnasien lernen."
Die Ministerin machte aber auch deutlich, dass an der umstrittenen Mindestgröße (Fünfzügigkeit) bei einer neuen IGS festgehalten werden solle. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels mit rückläufigen Schülerzahlen müsse gewährleistet sein, dass eine neue Schule lebensfähig sei. Jede Schule muss von sich heraus eine Oberstufe führen können, nannte Heister-Neumann als ein Kriterium für die Größenbestimmung. Nach Angaben der Ministerin sind zwischenzeitlich 16 Anträge auf Errichtung einer IGS eingereicht worden. In drei Fällen aus Südniedersachsen habe man eine Genehmigung versagen müssen, sagte Heister-Neumann. Derzeit gibt es in Niedersachsen 33 Gesamtschulen, davon neun integrative.
Unterdessen lobte der SPD-Landtagsabgeordnete Detlef Tanke den Beschluss des FDP-Parteitages, auf die Einstellung zusätzlicher Lehrer zu drängen und von Kultusministerin Heister-Neumann eine aussagekräftige Personalbedarfsplanung für die nächsten Jahre einzufordern.
"Dass die FDP einen Kurswechsel fordert, ist ausdrücklich zu begrüßen. Willkommen in der Opposition, FDP Niedersachsen!", erklärte der SPD-Politiker aus Braunschweig.


aus:  (Heimatblatt)   vom 25.03.2009

Großheide zeigt "Turbo-Abi" die Rote Karte

Gesamtschüler demonstrieren bei Ministerin-Besuch in Großheide.

Schüler-Protest in Großheide: Sie wollen an der IGS weiter das Abi nach 13 Jahren.
 
Großheide. Ein Besuch der niedersächsischen Kultusministerin Elisabeth HeisterNeumann (CDU) in Großheide ist von Protesten gegen das "Turbo-Abitur" an Gesamtschulen begleitet worden. An der Aktion nahmen vor allem zahlreiche Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West teil.
Heister-Neumann äußerte nach der Veranstaltung gegenüber der Presse zwar Verständnis für die Schüleraktion, sie selber habe ihr Abitur aber auch nach zwölf Jahren geschafft und dabei festgestellt, dass dies machbar sei. Als die Demonstranten in Großheide ankamen, war Heister-Neumann allerdings schon längst in der Schule. Von dem Protest draußen dürfte die Landespolitikerin daher kaum etwas mitbekommen haben.
Mit zwei Bussen und mehreren Privatwagen waren zahlreiche Gesamtschüler aus Aurich, überwiegend von der. IGS-West, nach Großheide gekommen. Denn mit dem "Turbo-Abi" nach zwölf Jahren werde die Grundlage der Gesamtschulen ausgehebelt, meinte ein Schüler des 13. Jahrgangs.
Die Aktion verlief vollkommen friedlich. Lediglich ein Demonstrant musste nach dem Versuch, ein Transparent mit der Aufforderung "Turbo-Abi stoppen - Chancengleichheit für alle" aufzuhängen, bei der Polizei seine Personalien angeben, was die IGS-Schüler allerdings mit Unverständnis quittierten.
Die Politikerin nahm an einer bildungspolitischen Standortkonferenz in Großheide teil, bei der es um das Thema individuelle Lernentwicklung ging. Hierbei habe die Großheider Haupt-. und Realschule Vorbildliches geleistet, sagte Heister-Neumann, die dabei von einer "Leuchtturmschule" mit landesweiter Ausstrahlung sprach.
Großheides Bürgermeister Theo Weber sieht die Haupt- und Realschule für den Konkurrenzkampf mit den Gesamtschulen, die in den Nachbargemeinden entstehen, gut gerüstet. Der Erfolg in Großheide spreche für sich. Ziel sei es, jedem Kind einen Ausbildungsplatz zu garantieren. "Wir stehen kurz davor", sagte Weber. mg



aus: vom 24.03.2009:

Eine sonderbare Wohngemeinschaft

Theater-AG "2.Akt" führte eigenes Stück "Traumhaus" in der IGS West auf

Schüler der Theater-AG "2. Akt" setzten am Wochenende ein selbstgeschriebenes Stück in Szene.
 
hop Aurich. Wo sind die Grenzen der Realität? Was ist eigentlich normal? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Theater-AG "2. Akt" der IGS West in ihrer Eigenproduktion "Traumhaus", die am vergangenen Wochenende aufgeführt wurde.
Eine Wohngemeinschaft, in der Künstler, Wissenschaftler und Angestellte zusammenleben, steht im Mittelpunkt des Stückes. Dass das Zusammenleben alles andere als harmonisch abläuft, wird schnell deutlich. Verkrachte Existenzen treffen auf eitle Künstler und unzufriedene Angestellte, die alle unterschiedliche Lebensträume verfolgen. Unter Leitung von Wilfried Wiemer legten die jungen Schauspieler in dem Stück, das im Laufe des Schuljahres entstanden und geschrieben worden ist, besonderen Wert auf die Darstellung der zum Teil surrealen Fantasiewelten und Träume der einzelnen Charaktere. Im Laufe des Bühnenstückes verbindet sich das Schicksal der Charaktere, zu denen auch der "Joker" aus den "Batman"-Comics zählt. Die Grenze zwischen Realität und Fantasie verschwamm dabei stetig und offenbarte ein verzerrtes Bild der verschiedenen Charaktere. Die zum Teil psychedelisch angehauchten Traumsequenzen wurden mit Lichteffekten einer neuen Lichtanlage der Schule umgesetzt. Kunst und Farben fanden auch im Bühnenbild besonderen Ausdruck.
Der Einsatz unterschiedlicher Musik von Popkünstlern wie Yann Tiersen bis zu Richard Strauss unterstützte die Bühnendarstellung, an der auch Schüler des Gymnasiums Ulricianum mitwirkten.



aus: vom 23.03.2009:

Wollen Sie das Turbo-Abi?

Schülervertreter protestieren in der Kreistagssitzung

Schülervertreter Steffen Haake fragte die Kreistagsabgeordneten nach ihrer Haltung zum Turbo-Abitur.
Foto: Witte

 
wit Aurich. Schüler kritisierten am Freitag im Kreistag die von CDU und FDP geplante Übertragung des Turbo-Abiturs auf die Gesamtschulen. Steffen Haake, Schülervertreter der IGS-West, sagte in der Fragestunde, wenn an der IGS das Abitur nach 12 Jahren abgelegt werden müsse, dann gebe es keine IGS. Er wolle von den Abgeordneten wissen, wie sie zu dieser Abschaffung der IGS ständen. Da die Geschäftsordnung verbietet, zu Bürgerfragen in der Kreistagssitzung Stellung zu nehmen, wurden den Schülern Gespräche zugesagt. Der CDU war der Auftritt sichtlich unangenehm.



aus:  (Sonntagsblatt)   vom 22.03.2009

Auricher Steffen Haake für ein Jahr in die USA

16-jähriger Schüler lebt in Gastfamilien

Gemeinsam in Berlin: der SPD-Bundestagsabgeordnete Garrelt Duin (Hinte) und der Auricher Schüler Steffen Haake.
 
Aurich. Auf Vorschlag des SPD-Bundestagsabgeordneten Garrelt Duin wird der 16-jährige Schüler Steffen Haake aus Aurich als Stipendiat an dem diesjährigen Parlamentarischen Patenschaftsprogramm zwischen dem Deutschen Bundestag und dem Amerikanischen Kongress teilnehmen.
Zum 26. Mal findet dieser Austausch zwischen Deutschland und den USA statt. Steffen Haake wird während seines rund einjährigen Aufenthalts in den USA in einer Gastfamilie leben und die örtliche Highschool besuchen. Ende Juli 2009 geht es für den Schüler los. In welchem Bundesstaat oder in welcher Stadt Steffen Haake sein Jahr absolvieren wird, steht, noch nichtfest.
"Ich freue mich auf das Land und auf die Menschen. Das wird bestimmt ganz spannend", sagte der Stipendiat, der in dem Aufenthalt eine große Chance für sich sieht. "Ich möchte nicht nur meine Englisch-Kenntnisse verbessern, sondern auch viel dazulernen, um mich persönlich weiterzuentwickeln", sagte Steffen Haake. Der 16-Jährige sieht in dem Austauschprogramm einen Schritt zur Völkerverständigung zwischen Amerikanern und Deutschen.



aus: OZ vom 21.03.2008:

Leserbriefe zum Thema "Turbo-Abitur an Gesamtschulen"

Durch das "Turbo-Abi" soll Geld gespart werden

(von G.V. aus Aurich)
Offenbar setzt die Landesregierung alles daran, das Konzept der Gesamtschulen undurchführbar zu machen. Durch die neue Regelung, das "Turbo-Abi" auch in Gesamtschulen einzuführen, wird das pädagogische Konzept, leistungsstarke und leistungsschwächere Schüler in einem Klassenverbund zu unterrichten, die sozialen Kompetenzen jedes Schülers zu stärken,' miteinander und voneinander zu lernen, undurchführbar gemacht Durch das "Turbo-Abi" muss eine frühzeitige Leistungsselektion durchgeführt werden, sonst ist der Lehrstoff für die Schüler, die in Erwägung ziehen, später einmal das Abitur zu machen, nicht zu schaffen.
Aber geht es bei der "Reform" wirklich um unsere Kinder? Ein kleines Rechenbeispiel: Gehen wir davon aus, dass pro Jahrgang einer Schule in der Sekundarstufe 1, in der ein Jahr Unterricht eingespart werden soll, acht Klassen unterrichtet werden. Die Stundentafel sieht pro Klasse ungefähr 30 Stunden vor. Acht Klassen mal 30 Stunden gleich 240 Unterrichtsstunden. Eine Lehrkraft gibt ca. 25 Stunden Unterricht pro Woche. Durch den Wegfall von ca. 240 Stunden werden (240:25) 9,6 Lehrkräfte eingespart. Geht man davon aus, dass eine Lehrkraft in der Sekundarstufe I im Jahr im Durchschnitt 42 000 Euro verdient, macht das eine Ersparnis von 42 000 mal 9,6 = 403 200 Euro pro Schule (mit acht Jahrgängen) aus. Niedersachsen hat über 150 Gymnasien bzw. Schulen mit gymnasialer Oberstufe. Das Land wird jährlich über 60 Millionen Euro an Personalkosten einsparen Worum geht es unseren Politikern? Um die Ausbildung unserer Kinder oder umdie Sanierung ihrer Haushalte auf Kosten der Schüler?

Eltern wollen keine Bildungsfabriken

(Zum selben Thema äußert sich P. S. aus Riepe.)
Mit Verärgerung habe ich den Artikel "Schulreform ist durch" gelesen: eine Falschmeldung! Wir leben in einem Land, in dem Schulreformen durch Gesetzesänderungen umgesetzt werden müssen. Diese Gesetzesänderungen können nur durch eine Abstimmung im Landtag in Kraft treten, oder? Die Regierungsparteien haben ihren Entschluss bekräftigt, die Gesamtschulen in Niedersachsen durch das Turbo-Abitur in ihrer jetzigen Konzeption massiv zu verändern. Das Turbo-Abi würde Nachteile für alle Schüler dieser Schulform bringen, denn ein möglichst langer gemeinsamer Unterricht mit Haupt-, Real und Gymnasialschülern wäre dann nicht mehr möglich. Immer mehr Eltern bevorzugen genau diese Schulform, wie die Anmeldezahlen belegen. Eltern wollen keine Bildungsfabriken, sondern eine Bildung für Kinder, die ihnen auch Zeit gibt, eine gesunde Persönlichkeit zu entwickeln. Sie wollen, dass Kinder, die mehr Zeit brauchen, auch während der Sekundarstufe I noch in einen höheren Bildungsgang umsteigen können. Im dreigliedrigen Schulsystem ist das mit dem Turbo-Abi kaum mehr möglich. Gerade deshalb regt sich an allen bestehenden und geplanten Gesamtschulstandorten sowie an den abgebenden Grundschulen in Niedersachsen, die von dieser fatalen Entscheidung hauptsächlich betroffen sind, massiver Protest. Am Donnerstag zeigten ca. 250 Schüler, Eltern und Lehrer in einer spontanen Protestaktion in Großheide Kultusministerin HeisterNeumann die rote Karte gegen das geplante Turbo-Abi. Weitere Aktionen sind geplant,, denn so einfach wollen wir' eine gewachsene, gut funktionierende Schulform nicht zerstören lassen. Ob die Schulreform durchgeht? Das warten wir doch mal ab, bis die Abstimmung im Landtag stattfindet!


aus: vom 21.03.2009:

Auricher Schüler planen Großdemo

Außerdem Podiumsdiskussion mit Politikern / Federführend ist die Schülervertretung der IGS West

Sie sorgen sich um die Zukunft der Gesamtschulen und planen Protestaktionen in Aurich (von links): Derk Peters, Steffen Uphoff, Marijke Roscher, Steffen Haake, und Christian Fürst von der Schülervertretung (SV) der IGS Aurich-West.
 
aik Aurich. Nach den ersten Protesten gegen die Bildungspolitik der niedersächsischen Landesregierung am Donnerstag in Großheide (die ON berichteten) planen Auricher Schüler jetzt weitere Aktionen. Nach den Osterfe-rien soll eine Großdemonstration mit mehr als 2000 Teilnehmern in der Auricher Innenstadt stattfinden.
Das kündigten gestern Mitglieder der Schülervertretung (SV) der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West im Gespräch mit den ON an.
Über die, große Resonanz des Protestes in Großheide zeigten sich die Schüler überrascht. "Ich hatte innerhalb von zehn Minuten eine Liste von hundert Leuten. Viele davon haben den Nachmittagsunterricht bestreikt. Ob das noch Sanktionen nach sich zieht, müssen wir sehen", meinte Schülervertreter Steffen Haake gestern gegenüber den ON.
Die SV der IGS West hatte eigens einen Bus nach Großheide gechartert, wo Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) die dortige Haupt- und Realschule besuchte.
Gemeinsam mit Schülervertretern der IGS Waldschule Egels, der Realschule und der Hauptschule Aurich wehren sich die Schüler gegen die Pläne der Landesregierung, das Abitur nach zwölf Jahren ("Turbo-Abitur") auch an Gesamtschulen einzuführen.
Dazu habe es am vergangenen Dienstag bereits Gespräche mit Vertretern anderer Auricher 'Schulen gegeben. Am Freitag vergangener Woche habe an der IGS West außerdem eine Schülervollversammlung mit rund 1700 Teilnehmern in der Turnhalle gegeben.
Die IGSler sehen durch die geplanten Veränderungen der Landesregierung die IGS als Schulform grundsätzlich infrage gestellt. Vor allem die Veränderungen im Bereich der Sekundarstufe 1 (Klassen 5 bis 10) machen ihnen Sorgen.
Gehe es nach den Plänen der Landesregierung, werde schon viel früher als jetzt zwischen Schülern mit unterschiedlichen Lernleistungen selektiert. "Das würde das Ende der IGS bedeuten", sind sich die Schülervertreter einig.
Nicht nur die bloße Lernleistung, sondern auch soziale Aspekte möchten die Schüler an ihrer Schule berücksichtigt wissen. "Ich war zum Beispiel mit einem Schüler in der Klasse, der eine Hauptschulempfehlung hatte und der jetzt die elfte Klasse besucht", schildert Christian Fürst einen Fall aus seinem Umfeld. Auf der IGS brauche man eben das eine Jahr mehr Zeit, um auch schwächeren Schülern das Abitur zu ermöglichen. Gerade das Abitur nach 13 Jahren sei für viele Eltern der ausschlaggebende Vorteil der Integrierten Gesamtschulen gegenüber dem Gymnasium gewesen.
"Das dreigliedrige Schulsystem ist aus dem 19. Jahrhundert und nicht mehr zeitgemäß", meinte Steffen Haake gestern im ON-Gespräch. Und Marijke Roscher erklärt noch einmal das Prinzip der .Gesamtschule: "Man lernt selbst soviel dabei, anderen etwas zu zeigen." Einig sind sich die engagierten Schüler darüber, dass sie "über lange Zeit was machen" wollen. "Seit den neuen Nachrichten aus Hannover sind wir fast nur noch in der Schule", scherzten sie gestern.
Insbesondere wolle man mit den geplanten Protesten auch die Eltern von Schülern erreichen, die jetzt noch die Grundschulen besuchen. Dabei richtet sich der Protest nicht gegen Gymnasiasten, Real- und Hauptschüler. "Wir wollen parallel mit denen existieren", sind sich die IGS-ler einig.
Neben der Großdemo in Aurich Ende April wolle man Anfang Mai an einer weiteren Kundgebung in Hannover teilnehmen. Außerdem ist eine Podiumsdiskussion mit Politikern an der IGS West am 20. Mai geplant. In der Auricher Innenstadt wollen die Schüler mit Infoständen über das Thema informieren.


Das versteh einer...

Betr.: Turbo-Abitur an Schulen, ON die vergangenen Tage (Leserbrief)

Meine Schwester, Jahrgang 1924, machte im Kriegsjahr 1942 ihr Abitur nach 8 Jahren Oberschule. Die Nazis hatten diese Regel nach österreichischem Vorbild eingeführt. Sie waren wohl der Meinung, dass im Großdeutschen Reich die Oberschüler nicht länger die Schulbank drücken sollten, als im übrigen Europa. Zu den 1945 im damaligen Westdeutschland gehörenden Entnazifizierungen gehörte natürlich die Wiedereinführung der Oberprima, der 13. Gymnasialklasse. Nur in der sogenannten "DDR" hielt man offenbar acht Jahre Oberschule für ausreichend, die Hochschulreife zu erreichen. Zu den Früchten dieser Schulweisheit gehört m. W. auch unsere Frau Bundeskanzlerin, die ihr sogenanntes Abitur in der sogenannten DDR gemacht hat. Mir ist nicht bekannt, ob ihre Ausbildung als Diplomphysikerin darunter gelitten hat. Immerhin war es ein Wessi, der sächsische Ministerpräsident Prof. Biedenkopf, der es für ausreichend hielt, dass seine Sachsen weiterhin nach acht Jahren ihr Abi bauten - wie im übrigen Europa auch. Nur unsere Wessis wehren sich dagegen, sie wollen unbedingt ein Jahr länger die Schulbank drücken. Das versteh einer, der will! - G. E.


Das MIG-Planspiel...

präsentieren in dieser Woche 18 Schüler des Auricher Gymnasiums Ulricianum und der IGS Aurich-West sowie drei Auszubildende der Firma Rolf Janssen in deren Räumen. Das Management Information Game wird schon seit vielen Jahren regelmäßig veranstaltet und soll den Schülern die Möglichkeit geben, betriebswirtschaftliche Erfahrungen zu sammeln. Dabei übernehmen die Schüler die Leitung von fiktiven mittelständischen Unternehmern. Sie lernen, Planungen und Entscheidungen umzusetzen. Die Planspiele werden von den Gästen bewertet. Abschließend ging Klaus Bäcker noch auf die Firma Rolf Janssen ein. Im April besteht sie 60 Jahre. Nächste Woche ist die Auricher OLB Gastgeber für das Spiel.



aus: OZ vom 20.03.2008:

Ministerin ignorierte Demonstranten

Politikerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) widmete sich voll der Pädagogenveranstaltung in der Schule.

Großheide/Aurich - Der Protest vor der Haustür der Haupt- und Realschule in Großheide wurde von der Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) gestern ignoriert. Etwa 150 Schüler, Lehrer und Eltern, darunter auch einige von der IGS Aurich-West, machten ihrem Unmut über die geplante Einführung eines so genannten „Turbo-Abiturs“ an den niedersächsischen Gesamtschulen Luft. Die Mehrheitsfraktionen von CDU und FDP im Landtag hatten in dieser Woche eine entsprechende Absprache zu einem Gesetz getroffen. Während im Schulgebäude eine Bildungskonferenz zum Thema „Individuelle Lernentwicklung“ lief, hielten die Schüler etwa eine Stunde lang ihre Transparente hoch. Die Ministerin bekamen sie nicht zu sehen.
„Das Turbo-Abi geht zu Lasten der Chancengleichheit“, sagte Benjamin Gassen von der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West gegenüber der OZ. Die Gesamtschule biete gerade Haupt- und Realschülern derzeit noch die Chance, sich zu entwickeln und erweiterte Abschlüsse zu machen. „Mit dem Turbo-Abitur würde bereits ab der fünften Klasse noch mehr Stoff vermittelt und damit stärker gesiebt“, so Gassen.
Die demonstrierenden Schüler, die aus Aurich und vereinzelt auch aus dem Altkreis Norden kamen, hatten ihre Protestveranstaltungen nach Polizeiangaben nicht angemeldet. Sie durften entsprechend gar nicht auf das Großheider Schulgelände. Die Polizei musste einige Platzverweise erteilen.
„Ich kann verstehen, dass ein Unmut da ist“, sagte die Ministerin am Rande des Bildungskonferenz, zu dem zahlreiche Pädagogen in die Großheider Schule gekommen waren. Sie selbst habe das Abitur auch nach zwölf Jahren abgelegt. „Das ist zu schaffen“, so die Ministerin. Elisabeth Heister-Neumann lobte die Großheider Haupt- und Realschule als einen „Leuchtturm“ bei der individuellen Förderung der Schüler insbesondere im Zusammenhang mit der Berufsorientierung. Konrektor Frieder Faßauer arbeitet seit vier Jahren in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium an einer Konzeption zur Dokumentation von Lernentwicklung. „Es geht darum Lernprozesse und nicht nur Noten als Momentaufnahme festzuhalten“, sagte Frieder Faßauer.



aus: vom 20.03.2009:

"Rote Karten" für Bildungspolitiker

Auricher Schüler demonstrieren in Großheide gegen Kultusministerin

Mehrere hundert Schüler aus Aurich demonstrierten gestern vor der Haupt- und realschule Großheide gegen die Bildungspolitik der landesregierung, insbesondere gegen das Abitur nach zwölf Jahren. Im Bild sind Schüler der IGS Aurich-West.
Heister-Neumann

aik Großheide. Mehrere hundert Schüler aus Aurich haben gestern vor der Haupt- und Realschule Großheide gegen die Bildungspolitik der schwarz-gelben Landesregierung protestiert.
Anlass war ein Besuch der Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) in der Schule. Die Ministerin stellte dort Konzepte für die sogenannte "Individuelle Lernentwicklung" vor. Die direkte Begegnung aber zwischen der Ministerin und den demonstrierenden Schülern blieb gestern aus. Die Politikerin war eine knappe halbe Stunde früher als angekündigt in Großheide erschienen.
Von mehreren Auricher Schulen waren die Demonstranten eigens bis nach Großheide gefahren, um ihrem Unmut Luft zu machen. Nach eigenen Angaben waren darunter Schüler und Lehrer der IGS Aurich-West, der IGS Waldschule Egels, der Realschule und der Hauptschule Aurich. Das Schulzentrum Großheide war durch ein größeres Polizeiaufgebot abgesichert worden. Die Schüler hatten eigens "rote Karten" gebastelt, die sie in Richtung der Schule hielten und Schilder, auf denen Slogans standen wie "Wir wollen 13 Jahre zur Schule gehen".
Während die Auricher noch eine Zeit lang vor dem Schulzentrum ausharrten, ging es drinnen um das nach Meinung der Landesregierung vorbildliche Konzept der Haupt- und Realschule in Großheide. "Wir nehmen den Kampf gegen die Gesamtschulen auf', sagte Konrektor Johannes Faßhauer in einem Kurzreferat.
Heister-Neumann bezeichnete die Schule in Großheide als einen "Leuchtturm, der ins ganze Land ausstrahlt". Auch an kleineren Schulen im ländlichen Raum werde gute Arbeit geleistet.

Rote Karten hatten Auricher Schüler gebastelt. Organisiert worden war die Aktion von der Schülervertretung der IGS Aurich-West
Draußen vor dem Gelände der HRS Großheide demonstrierten mehrere hundert Schüler aus Aurich gegen die Bildungspolitik der Landesregierung. Organisiert worden war die Aktion vor allem von der Schülervertretung (SV) der IGS Aurich-West. Auch Lehrer nahmen teil. "Wir fühlen uns durch das Turbo-Abi bedroht", sagte Peter Wiegmann von der IGS Aurich-West im Gespräch mit den ON.

aus: vom 19.03.2009:

Grenzen zwischen Traum und Realität

IGS-Theatergruppe "2. Akt" feiert heute Premiere mit Stück "Traumhaus"

Was ist normal, wo ist der Übergang zwischen Traum und Realität? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Auricher Gesamtschüler. Heraus kam das Stück "Traumhaus", das heute Premiere feiert.
 
Aurich. Heute feiert die Theatergruppe der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West "2. Akt" Premiere mit dem Stück "Traumhaus". Beginn ist um 19.59 Uhr im Forum der Schule. Weitere Aufführungen sind .am Freitag, 20. März, und Sonntag, 22. März. Der Eintritt ist frei.
Wo verlaufen die Grenzen zwischen Traum und Realität? Was ist normal? Aus der Beschäftigung mit diesen Fragen entstand im Laufe dieses Schuljahres das Stück "Traumhaus". In. diesem Haus leben und träumen ganz unterschiedliche Menschen: Da gibt es verkrachte Existenzen und aufstrebende Künstler, besessene Wissenschaftler und unzufriedene Angestellte. Bald steht fest:; Nicht jede Wohngemeinschaft lebt harmonisch - und nicht jeder Traum ist schön. Die jungen Darsteller, die gleichzeitig Schöpfer des Schauspiels sind, haben bewährte Elemente mit Neuem vermischt. Auch in diesem Stück wird die Musik eine Rolle spielen - hinzu kommt das Spiel mit Kunst und Farben. Nicht umsonst ziere ein Pinsel das Plakat. Schicksale der Personen auf der Bühne seien eng miteinander verwoben. Wie eng, werde am Ende deutlich, wenn alle Ereignisse in einem anderen Licht erscheinen.



aus: OZ vom 14.03.2008:

Theater-AG an der Grenze der Realität - Aufführung an der IGS West

Die Premiere ist am Donnerstag, den 19. März. Weitere Aufführungen am 20. und 22. März jeweils um 19:59 Uhr im Forum der IGS Aurich-West.

Aurich - Am Donnerstag, 19. März, hat im Forum der IGS Aurich-West das neue Stück der Theater-AG der Oberstufe „2.Akt“ Premiere.
„Wo sind die Grenzen zwischen Traum und Realität? Was ist eigentlich normal?“ Aus der Beschäftigung mit diesen Fragen sei im Laufe dieses Schuljahres das Stück „Traum-Haus“ entstanden, teilt die Schule mit. In diesem Haus leben und träumen ganz unterschiedliche Menschen: Da gibt es verkrachte Existenzen und aufstrebende Künstler, besessene Wissenschaftler und unzufriedene Angestellte.
In dem Stück zeigt sich schon bald: Nicht jede Wohngemeinschaft lebt harmonisch : und nicht jeder Traum ist schön. Die jungen Darsteller sind gleichzeitig die Schöpfer dieses Schauspiels. Auch die Musik wird in dem Stück eine große Rolle spielen, ebenso wie das Spiel mit Kunst und Farben. Die Schicksale der Personen auf der Bühne sind eng verwoben. Wie eng, wird am Ende deutlich, wenn alle Ereignisse in einem unerwarteten Licht erscheinen.
Premiere ist am Donnerstag, 19. März, um 19:59 Uhr im Forum der IGS statt. Weitere Aufführungen sind am 20. März und am Sonntag, 22. März. Der Eintritt ist frei.


Gesamtschulen wollen kein Turbo-Abitur

Im Landkreis Aurich formiert sich Protest gegen die Pläne der niedersächsischen Landesregierung. Lehrer und Eltern halten an der Abi-Prüfung nach 13 Jahren fest. Eine Resolution wurde bereits verabschiedet.

Warnen vor dem Turbo-Abitur (v.l.): Ferdinand Mika (Waldschule Egels), der Brookmerlander Bürgermeister Gerhard Ihmels, Theo Wimberg (KGS Hage), Eckhard Friedrich (HTG Ihlow) und Thorsten Quest (IGS Aurich-West).
 
Aurich - Im Landkreis Aurich regt sich Widerstand gegen Pläne der niedersächsischen Landesregierung, das so genannte „Turbo-Abitur” nach zwölf Jahren auch an Gesamtschulen verpflichtend einzuführen. Die Gesamtkonferenz der IGS Aurich-West hat bereits eine Resolution gegen das Vorhaben verabschiedet, die IGS Waldschule Egels will nächste Woche folgen.
„Sollten diese Pläne tatsächlich umgesetzt werden, könnte das erfolgreiche Konzept der Sekundarstufe I in den Integrierten Gesamtschulen nicht mehr umgesetzt werden”, warnte Thorsten Quest, der Leiter der IGS Aurich-West,. Bislang gelte bis Klasse 10 das Prinzip des gemeinsamen Lernens aller Schüler. Bei einem Turbo-Abitur wie an Gymnasien sei dies nicht mehr möglich: „Wir müssten zusätzliche Gymnasialklassen einrichten oder besondere Angebote in den Kernfächern vorhalten.”
Unter pädagogischen Gesichtspunkten sei es sinnvoller, die Schullaufbahn so lange wie möglich offen zu halten. Bei vielen Kindern stelle sich schließlich erst im Laufe der Jahre heraus, welcher Schulabschluss für sie infrage komme, sagte Quest. Eckhard Friedrich, Leiter der Hermann-Tempel-Gesamtschule (HTG) in Ihlow, bezeichnete die Pläne der Landesregierung als „verheerend für Ostfriesland”. Gesamtschulen seien in der Region beliebt, das zeigten die Anmeldezahlen.



aus: vom 14.03.2009:

Turbo-Abi stößt auf Widerstand

Eltern und Lehrer sagen "Nein!"

wit Aurich. Die Absicht der CDU/FDP-Landesregierung, nun auch den Gesamtschulen das Turbo-Abitur vorzuschreiben, wird von Eltern, Lehrern und Schülern der Gesamtschulen abgelehnt. Der Schulelternrat der IGS spricht von einer "weitgehenden Verschlechterung" und fordert, dass die Schüler an der IGS wie bisher nach 13 Jahren Abitur machen können, damit alle Schüler der Gesamtschule so lange wie möglich gemeinsam lernen.
Die Direktoren der IGS West, (Thorsten Quest), der IGS Ost (Ferdinand Mika), der KGS Ihlow (Eckhard Friedrich), der KGS Hage (Theo Wimberg) sowie Bürgermeister Gerhard Ihmels als Schulträger der neu gegründeten IGS Brookmerland/Südbrookmerland machten am Freitag in einem Pressegespräch deutlich, dass sie alle Möglichkeiten nutzen werden, das Projekt Turbo-Abitur an Gesamtschulen zu Fall zu bringen. Ihmels sagte, es könne nicht sein, dass ein noch nicht bewährtes System voller Tücken vom Gymnasium auf die Gesamtschulen übertragen werde.
Nach Aussage der Schulleiter höhlt das Turbo-Abi die IGS von innen aus. Jeder wisse, dass Schüler während ihrer Schulzeit Entwicklungssprünge machten und zu Leistungen fähig seien, die ihnen zu Beginn der Schulzeit niemand zugetraut habe. Deshalb sei es richtig, die Kinder möglichst lange gemeinsam lernen und ihnen alle Schullaufbahnen offenzulassen. Wenn nun an Gesamtschulen das Abitur nach 12 Jahren angelegt werde, dann sei Schluss mit der gemeinsamen Erziehung. Die Schüler, die Abitur machen wollten, müssten nämlich in der Sekundarstufe I nicht mehr 179, sondern 192 Unterrichtsstunden bekommen. Es werde notwendig, eigene Klassen zu bilden und es sei schon nach kurzer Zeit für andere Schüler unmöglich, in solch eine Klasse zu springen. Das Unterrichtsdefizit könne nicht mehr aufgeholt werden. Außerdem fordere die Unterrichtsbelastung in Abiturklassen Nachmittagsunterricht. Die Folge sei, dass diese Schüler nicht mehr an AGs der Schule teilnehmen könnten.

Eltern wollen auf die Barrikaden gehen

Gesamtschul-Leiter in Aurich, Ihlow und Hage sehen keinen Grund zur Einführung des Turbo-Abiturs

wit Aurich. Für die Schulleiter der Gesamtschulen in Aurich, Ihlow und Hage gibt es überhaupt keinen Grund für die Einführung des TurboAbiturs an Gesamtschulen (siehe auch Seite 1). So hätten die Gesamtschulen bei den Schulinspektionen :deutlich, besser abgeschnitten als das herkömmliche Schulsystem. Außerdem sei jeder pädagogischen Untersuchung zu entnehmen, dass die Beschleunigung den Schülern abträglich ist. Wer das Abitur nach 12 Jahren vorschreibe, den interessiere die Persönlichkeitsentwicklung und die Charakterbildung nicht; er setze bloß auf die kognitive Entwicklung.
Brookmerlands Bürgermeister Gerhard Ihmels wies darauf hin, dass die geplante Turbo-Abi-Verordnung für Gesamtschulen dem Elternwillen zuwider läuft. Alle Elternumfragen hätten unter der Voraussetzung stattgefunden, dass die Gesamtschule gemeinsames Lernen ermöglicht; diese Voraussetzung falle jetzt weg. Die Eltern hätten sich aber gerade wegen der gemeinsamen Erziehung für die Gesamtschule und gegen das dreigliedrige Schulsystem entschieden.
Der Bürgermeister wies außerdem darauf hin, dass gemeinsames Lernen insbesondere in ländlichen Regionen nicht nur pädagogisch, sondern auch sozial sinnvoll sei. Die Kinder lebten doch auch außerhalb der Schule zusammen, etwa wenn sie Sport in den selben Vereinen trieben. Ihmels sagte, er gehe davon aus, dass die Politiker in seiner Gemeinde sich am kommenden Donnerstag über alle Parteigrenzen hinweg gegen das Turbo-Abitur aussprächen. Sie hätten ja auch über alle Parteigrenzen hinweg für die Einrichtung einer Gesamtschule votiert.
Die Schulleiter sagten, natürlich würden sie den Kontakt zu Politikern suchen und den Beamten des Kultusministeriums sagen, dass sie vom Turbo-Abi für Gesamtschulen gar nichts hielten. Sie hofften dabei auf die Unterstützung der Schulträger und auf die kommunalen Spitzenverbände. Noch wichtiger aber sei, dass die Eltern sich rührten. Sie hätten in dieser Frage den meisten Einfluss. Die Schulelternräte hätten auch schon angekündigt, die Bürger durch Stände in Fußgängerzonen auf die drohende Verschlechterung des Bildungsangebotes in Niedersachsen hinzuweisen.

ON-Kommentar: Arroganz der Macht (von Wolfgang Witte)

Die CDU/FDP-Landesregierung fühlt sich sicher. Ministerpräsident Christian Wulff ist beliebt, die Opposition ist zersplittert und kopflos. Außerdem können CDU und FDP darauf bauen, dass, sich die Sozialdemokraten bei der Abwahl ihres Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Jüttner und beim Streit um seine Nachfolge als Ministerpräsidenten- Kandidat noch heftig vor das eigene Schienbein treten werden. Doch Sicherheit macht blind und Blindheit macht in der Politik arrogant.
Wenn die CDU glaubt, dass ihr Glanz so groß ist, dass Bürger ihre Bildungspolitik als Kollateralschaden hinnehmen, so irrt sie sich. Das Abitur nach 12 Schuljahren findet nur eine kleine Minderheit gut. Es sind nicht nur Eltern, die die zunehmenden Schulprobleme ihrer Kinder der Landesregierung anlasten, es sind auch Großeltern, die nicht mehr mit ansehen wollen, wie ihre Enkel unter der Schule leiden, wie sie vollgestopft werden mit irgendwelchem Stoff und. ihre Persönlichkeitsentwicklung darunter leidet.
Wenn die Landesregierung jetzt das bei dem Gros der Gymnasiumseltern verhasste Turbo-Abitur nun auch noch auf die Gesamtschulen überträgt und damit ganz gezielt die Alternativen verstopft, dann kommt die Landesregierung bei noch viel mehr Eltern und Großeltern in Misskredit. Sie müssen mit ansehen, wie ihre Kinder in immer mehr Schulen entweder früh den Weg zum Abitur verlassen oder aber die Lasten des Turbo-Abiturs schultern müssen Die Bildungspolitik der Landesregierung ist zudem nicht nur falsch, sondern auch nachlässig (Nachlässigkeit ist ebenfalls ein Zeichen von Arroganz): CDU und FDP argumentieren, ein Turbo-Abitur auch an Gesamtschulen spare Lehrer und Geld. Das wäre richtig, wenn dieselben Parteien nicht im selben Atemzuge beschlossen hätten, die Realschulen attraktiver zu machen, die nun auf ein Abitur über das Fachgymnasium nach 13 Jahren vorbereiten sollen. Gerade bei zurückgehenden Schülerzahlen führt das dazu, dass in beiden Schulformen die Klassen schrumpfen und deshalb zumindest nicht weniger Lehrer eingesetzt werden müssen als vorher.
Die Rechnung von CDU und FDP ist pädagogisch absurd, finanziell fragwürdig und geht deshalb politisch nicht auf. Wenn die FDP/CDU-Landesregierung diesen Beschluss nicht in den Mülleimer wirft, dann ist die Prognose nicht übermütig, dass im Frühjahr 2009 ihr Niedergang beginnt


aus:    vom 14.03.2009

IGS Aurich läuft jetzt Sturm gegen "Turbo-Abi"

Die Stärken der Integrierten Gesamtschulen würden durch das Abitur nach zwölf Jahren ausgehöhlt.

Aurich. Schüler, Eltern und Lehrer der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West laufen Sturm gegen die Forderung der Landesregierung, auch an der IGS ab 2010 das "Turbo-Abi" einzuführen.
"Die Chance, bei Schülern Bildungsreserven auszuschöpfen, wird dadurch reduziert", klagt der Auricher IGS-Schulleiter Thorsten Quest. Die Konkurrenzsituation zwischen Gymnasien und Gesamtschulen werde dadurch aufgehoben, sagte Eckhard Friedrich von der Hermann-Tempel-Gesamtschule in Ihlow. Bislang sei es ein Vorteil der Gesamtschulen, dass sie das Abitur nach 13 Jahren anbietet.
Brookmerlands Bürgermeister Gerhard Ihmels sieht als Mitglied der Planungsgruppe IGS Brookmerland die Gefahr erneuter hoher Hürde für Gesamtschulen im ländlichen Raum.
Dabei sel das dreigliedrige Schulsystem in vielen Gemeinden angesichts zurückgehender Schülerzahlen ohne Zukunft. Die Landesregierung solle aufhören, "die Gesamtschulen ständig mit neuen Forderungen zu überziehen".
Erhebliche Nachteile sieht Quest auf diejenigen Schüler zukommen, die künftig an einer IGS das Abitur ablegen wollen. Im Vergleich zu ihren Mitschülern, die nach der zehnten Klasse abgehen, müssten sie deutlich mehr Fachunterricht bekommen. Bis zu 34 Unterrichtsstunden pro Woche würden für sie zur Regel werden, teilt der Schulelternrat der IGS Aurich-West mit.
Zudem sei bei Einführung des Abiturs nach zwölf Jahren nicht mehr gewährleistet, die Schullaufbahn der Kinder möglichst lange offen zu halten - eine der wesentlichen Säulen und Stärken der Integrierten Gesamtschule. "Die IGS ist die einzige Schulform, die auch Spätentwicklern noch ermöglicht, beispielsweise das Abitur zu erreichen.
Die Gesamtkonferenz der IGS West hat sich in einer Resolution gegen die Pläne ausgesprochen. Die IGS Egels werde in Kürze folgen", sagte Schulleiter Ferdinand Mika.


aus: OZ vom 13.03.2008:

Schüler entsetzt über Amoklauf - die Bluttat beschäftigt Auricher Lehrkräfte und Jugendliche gleichermaßen

Im Klassenverband wird das Thema besprochen. Einige Lehrer befürchten eine Verherrlichung der Tat durch Berichte.

Aurich - Nach dem Amoklauf in Winnenden herrscht noch immer Fassungslosigkeit über die Tat. Auch an Schulen wird über das Thema diskutiert.
In Aurich sind Schüler und Lehrer entsetzt über den Amoklauf. „Wir müssen die Schüler emotional abholen“, erklärte Hans-Jürgen Westermayer, stellvertretender Schulleiter des Ulricianums Aurich. Dazu fänden unter anderem Gespräche im Klassenverband statt.
Um zu verhindern, dass derart schreckliche Ereignisse überhaupt erst passieren können, bieten die Schulen präventive Maßnahmen an. Echard Friedrich, Leiter der Hermann-Tempel-Gesamtschule in Ihlow berichtet beispielsweise von einem Beratungsdienst, den es an seiner Schule gibt: „Allerdings sollte das Thema vor allem zu Hause angesprochen werden.“
„Das ist kein Schul-, sondern ein gesellschaftliches Problem“, pflichtet Dieter Emler, Leiter der Hauptschule Aurich, bei. Besonders schockiert sei er über die Provokation eines seiner Schüler gewesen, der gestern Sympathie mit dem Amokläufer bekundete und ankündigte, eine ähnliche Tat zu vollziehen: „Selbstverständlich haben wir da sofort reagiert.“ Die Erziehungsberechtigten und das Jugendamt wurden umgehend informiert.
Friedrich sieht jedoch schon in den Berichten über die Amokläufe eine Gefahr: „Das ist eine riesige Masse an Information, die ungefiltert auf die Schüler einströmt“, bedauert er. Die Schulen würden dabei zu einem „Reparaturbetrieb“ für Ängste, die so entstünden. Ähnliche Bedenken hegt auch Günter Tautz, der die Haupt- und Realschule Moorhusen leitet. Er befürchtet eine unnötige Heroisierung der Tat durch die hohe Medienpräsenz. Dies bedeute jedoch nicht, dass das Thema an seiner Schule totgeschwiegen werde: „Wir gehen auf das Mitteilungsbedürfnis der Schüler ein“, so Tautz.
Auch an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich herrschte gestern Bestürzung über die Tat. Es wurde eine Gedenkminute für die Opfer abgehalten. Für Schulleiter Thorsten Quest ist Prävention besonders wichtig: „Bei einigen Merkmalen müssen bei uns die Alarmglocken läuten“, sagt Quest. Auch Hinweise von Mitschülern würden dabei sehr ernst genommen.


18 Schüler üben Jungunternehmer - am Montag beginnt bei Janssen in Aurich eine neues MIG-Planspiel

Für Klaus Bäcker ist es der letzte Kursus, den er als Betriebsleiter vorbereitet hat. Er geht in den Ruhestand.

Aurich - 18 Mädchen und Jungen aus elften Klassen des Ulricianums und aus zehnten Klassen der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich- West schlüpfen ab Montag gemeinsam mit drei Auszubildenden der Rolf Janssen GmbH in die Rolle von Jungunternehmern. Sie treten beim so genannten Management Information Game (MIG) als bunt gewürfelte Teams miteinander oder in drei Gruppen gegeneinander an.
Gestern stellten Klaus Bäcker, Betriebsleiter bei Janssen, sowie Peter Meyerhoff und Joachim Fecht von der Oldenburgischen Landesbank den neuen Durchgang des Firmenspieles vor. Die jungen Leute werden praxisorientiert arbeiten. Sie bekommen Unternehmensziele und Organisation dargestellt, lernen etwas über Marketing, denken über Bilanz- und Erfolgsrechnung, Gewinn und Liquidität nach und üben, wie ein mittelständisches Unternehmen geführt wird. Am Ende stellen die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse ihrer Arbeit bei zwei öffentlichen Veranstaltungen vor.
„Und sie werden merken, dass die Zeit im Chefsessel keine Zeit der Erholung ist“, sagte Bäcker. Er muss es wissen, denn er arbeitet seit 30 Jahren als Betriebsleiter der Rolf Janssen GmbH und war in dieser Zeit auch für die Ausbildung von 600 Lehrlingen zuständig. Insgesamt hat Bäcker, der zum Monatsende in Rente geht, außerdem zehn Durchgänge des Planspieles organisiert. Für MIG werde er auch weiterhin im Ruhestand zur Verfügung stehen, sagte Bäcker gestern.



Pressemitteilung

vom 10.03.2009

In fremde Rollen schlüpfen

Szenisches Spiel als fester Bestandteil der Sucht- und Gewaltprävention im Sign-Projekt

Am 5. März 2009 fand in den Räumen der Oldenburger agentur prevent eine Sign-Fortbildung zu dem Thema "Rollenspiel und Verfahren der szenischen Reflexion" statt. Auch Lehrerinnen und Lehrer der IGS Aurich West an dieser ganztägigen Fortbildung teilgenommen.
Im Rahmen einer Sign-Fortbildung für Lehrkräfte konnten auch Lehrerinnen und Lehrer der IGS Aurich West am 5. März 2009 erfahren, wie sie theaterpädagogische Elemente in ihren Unterricht integrieren können. Denn neben der Vermittlung von Fachwissen ist auch die Förderung der Persönlichkeit eines jeden Kindes wesentliche Aufgabe der schulischen Bildungsarbeit. "Sucht- und Gewaltprävention sind ein fester Bestandteil des Bildungsauftrags von Schulen. Doch nicht immer lassen sich Lerninhalte allein durch Fachwissen vermitteln. Die Mädchen und Jungen brauchen deshalb Gelegenheit, sich durch handlungsorientierte Methoden Erfahrungen und Handlungsalternativen anzueignen", erklärt Claudia del Valle, Geschäftsführerin der agentur prevent, Fachagentur für Prävention und Gesundheitsförderung.
In der ganztägigen Sign-Fortbildung standen dabei das Rollenspiel zu sozialen Konflikten und das Verfahren der szenischen Reflexion im Vordergrund. Im szenischen Spiel können Handlungen für die Jugendlichen erfahrbar gemacht und Handlungsalternativen aufgezeigt werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer übernahmen an diesem Tag auch die Rolle des Spielleiters, um sich mit dieser Aufgabe vertraut zu machen. Im Rahmen der Gewaltprävention können Schülerinnen und Schüler über das Rollenspiel beispielsweise die Situation der Opfer einer Mobbing-Situation auf emotionaler Ebene kennen lernen. "Im Schutz der Rolle haben die Mädchen und Jungen Gelegenheit, unterschiedliche Haltungen und Handlungsmuster auszuprobieren und sich mit ihnen auseinander zu setzen", so Silke van Loo, Spielleiterin der agentur prevent. Diese Erfahrungen können Jugendliche darin unterstützen, persönliche Eigenschaften und Sichtweisen zu verändern. Anders als bei der rein theoretischen Vermittlung von Wissen und Inhalten wird den Jugendlichen beim szenischen Spiel ermöglicht, ganzheitlich zu lernen. Das Rollenspiel fördert Empathie sowie Spontaneität und Flexibilität. Es fördert die differenzierte Eigen- und Fremdwahrnehmung, die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel und das Antizipieren von Konsequenzen. Das szenische Spiel unterstützt die Schülerinnen und Schüler ganz im Sinne des Sign-Projektes: es stärkt ihre Persönlichkeit und liefert somit einen wichtigen Beitrag zur Sucht- und Gewaltprävention.
Ermöglicht wird das Sign-Projekt durch die Unterstützung von EWE. Begleitet wird das Präventionsprogramm durch das Kultusministerium des Landes Niedersachsen und die Landesschulbehörde.
Weitere Informationen zum Sign-Projekt gibt es unter www.sign-project.de.


aus: OZ vom 12.02.2008:

Sprachprüfung im richtigen Leben

Die rund 50 Jugendlichen mussten in Geschäften und Behörden zeigen, dass sie sich verständigen können.

Chantal Heeringa (rechts) musste ein Schneidebrett kaufen. Katrin Schlüter (links), zurzeit Lehramtspraktikantin an der IGS Aurich-West, prüfte die Niederländerin.
 
Aurich - Rund 50 Schülerinnen und Schüler des Stellingwerfcollege Oosterwolde legten ihre praktischen Sprachprüfungen in der vergangenen Woche in der Auricher Innenstadt ab. Die Niederländer arbeiteten dabei mit der IGS Aurich-West zusammen.

Die Prüflinge mussten beweisen, dass sie mehrere Alltagssituationen auf Deutsch bewältigen können, erklärt die IGS in einer Pressemitteilung zu der Aktion. Daher fanden die für deutsche Verhältnisse ungewöhnlichen Prüfungen nicht in der Schule, sondern in verschiedenen Betrieben, Behörden und Institutionen in der Innenstadt statt. Die Jugendlichen mussten beispielsweise Polizisten, die auf dem Marktplatz postiert waren, einen Unfall oder Brand melden. In Geschäften fanden vor allem Verkaufs- und Informationsgespräche statt.
„Unsere Schüler erkennen auf diese Weise, dass die Sprache lebendig ist. Dadurch sinkt die Hemmschwelle, später tatsächlich Deutsch zu sprechen“, erläuterte ihr Deutschlehrer Ruud Plazier die Idee.
IGS-Lehrer, aber auch Mitarbeiter von Firmen und Behörden hatten sich als Prüfer zur Verfügung gestellt. Das Studienseminar Leer unterstützte die Prüfung ebenfalls.
Einige der Niederländer nahmen zugleich an einem Schüleraustausch mit der IGS teil.



aus: vom 11.02.2009:

Deutsch-Examen in Aurich abgelegt

Niederländische Schüler aus Oosterwolde besuchten Aurich / austausch mit IGS Aurich-West

Chantal Heeringa (rechts) hatte ihren Einkaufszettel gleich mitgebracht. Die Niederländerin sollte in einem Geschäft ein Schneidebrett besorgen. Ihre Prüferinnen, Anette Vater-Hülsdünker (links) und Katrin Schlüter (Mitte) von der IGS Aurich-West waren zufrieden mit ihren Deutschkenntnisse.
 
Aurich. Schüler des Stellingwerfcolleges aus Oosterwolde legten jetzt während eins Austausches mit der IGS Aurich-West in der Auricher Innenstadt ihre Deutsch-Prüfungen ab. Das teilt die IGS Aurich-West mit.
Die Schule organisierte die "etwas anderen" Abschlussprüfungen gemeinsam mit der IGS Aurich-West. Einige Niederländer nahmen außerdem an einem Austausch mit Zwölfklässlern der Gesamtschule teil.
Während der Deutschprüfungen in derAuticher Innenstadt wurden die Schüler mit wirklichkeitsnahen Situationen konfrontiert. "Wie viel kostet das Doppelzimmer", fragt Bernou Dijkstra. "Das kommt darauf an!" Katrin Müller will es Bernou nicht zu leicht machen. "Wir haben eins für 450 Euro die Woche, das andere kostet 400, ist aber kleiner." Damit hatte Bernou nicht gerechnet. Sie überlegt. "Lieber das für 400", sagt sie schließlich. Was sich in der Gaststätte "Zur Börse" in Aurich abspielte, wäre für einen Deutschen banal: Ein Zimmer soll gebucht werden. Für Bernou jedoch war das Gespräch Teil ihrer mündlichen Abschlussprüfung - in der Fremdsprache Deutsch.
Rund 50 Schülerinnen und Schüler des Stellingwerfcolle-ges Oosterwolde (Niederlande) legten ihre Sprachprüfungen in Zusammenarbeit mit der IGS Aurich-West in der Auricher Innenstadt ab. Die niederländischen Schüler mussten beweisen, dass sie mehrere Alltagssituationen auf Deutsch bewältigen können. Daher wurden diese für deutsche Verhältnisse ungewöhnlichen Prüfungen nicht in der Schule, sondern in verschiedenen Betrieben, Behörden und Institutionen in der Innenstadt abgenommen. Die Jugendlichen mussten beispielsweise Polizisten, die auf dem Marktplatz postiert waren, einen Unfall oder Brand melden. In Geschäften fanden vor allem Verkaufsund Informationsgespräche statt. "Unsere Schüler erkennen auf diese Weise, dass die Sprache lebendig ist. Dadurch sinkt die Hemmschwelle, später tatsächlich Deutsch zu sprechen", erläutert ihr Deutschlehrer Ruud Plazier die Funktion der "etwas anderen" Abschlussprüfüng.
Die Prüflinge selbst zeigten sich ebenfalls zufrieden: "Die Leute in Aurich waren sehr nett, und man hat sich gar nicht wie bei einer Prüfung gefühlt", sagen Sanne, Elien und Marja. Rund 250 Einzelprüfungen sind gemeinsam vom Stellingwerfcollege und der IGS Aurich-West organisiert worden. IGS-Lehrer sowie Mitarbeiter von Firmen und Behörden stellten sich als Prüfer zur Verfügung.
Erstmals hat sich das Studienseminar Leer, das für die Lehrerausbildung für Niederländisch an Gymnasien in Ostfriesland zuständig ist, an der Aktion beteiligt. So prüfte Referendarin Katrin Müller Schüler in der Börse - und war erstaunt über die insgesamt guten Deutschkenntnisse der Niederländer. Einige Schüler aus dem Nachbarland, die zur Prüfung angereist waren, nahmen zugleich an einem zweitägigen Austausch mit Zwölftklässlern der IGS Aurich-West teil.
Auf dem Programm standen unter anderem ein Stadtrundgang, ein Besuch im Historischen Museum, Unterrichtsbesuche und gemeinsame Freizeitaktivitäten der Jugendlichen. "Der Austausch war eine interessante Erfahrung", sagen Maike, Nadine, Annika, Malena und Tina von der IGS Aurich-West. "Wir haben neue Freundschaften knüpfen können und uns gut mit den Niederländern unterhalten können."



aus: OZ vom 11.02.2008:

SCHULTHEATER AN DER IGS ZUM THEMA ALTERN

Zum abschluss eine Verneigung vor dem Publikum: Der Theater-Wahlpflichtkurs des 9. jahrgangs an der IGS Aurich-West präsentierte einige kurze Stücke. "Alt werden - bitte! Alt sein - nein danke!" war der Titel der Aufführung. Mal augenzwinkernd, mal ernster setzten sich die Schüler mit dem Thema Altern auseinander. Unter den Zuschauern waren selbst viele ältere Menschen, beispielsweise aus dem Seniorenpflegeheim "Knoops Huus" und der Lamberti-Gemeinde. Besucher der Aufführung wurden von eigens abgestellten Lotsen betreut.



aus: OZ vom 10.02.2008:

Johannes Diekhoff wird heute 90 Jahre alt

Aurich - Johannes Diekhoff aus Aurich wird heute 90 Jahre alt. Der frühere Lehrer, der in Boekzetelerfehn geboren wurde, ist weit über die Grenzen Ostfrieslands hinaus als Schriftsteller und Pionier vieler Projekte bekannt geworden Eine Einrichtung, die Diekhoff geprägt hat, ist die Deutsch-niederländische Heimvolkshochschule, das heutige Europahaus, in Aurich. Eng mit seinem Namen verbunden ist auch die Gründung der ersten integrierten Gesamtschule in Ostfriesland, der IGS Aurich-West.
Ohne Diekhoff gäbe es weder den Arbeitskreis der ostfriesischen Autorinnen und Autoren, noch den Verein „Ostfreeske Taal“ oder „Diesel“, die einzige plattdeutsche Zeitschrift in Ostfriesland. Auch beim Literaturtelefon oder beim „Plattdütskbüro“ der Ostfriesischen Landschaft spielte Diekhoff den Geburtshelfer.
In ihrer Pressemitteilung zu Diekhoffs 90. erinnert die Landschaft auch seine Frau. Johanna Diekhoff, die vor sieben Jahren starb, sei ebenfalls auf vielen Ebenen engagiert gewesen, heißt es dort. Seinen 90. Geburtstag wird Johannes Diekhoff heute im Kreise der Familie verbringen. Am 22. Februar gibt es für ihn und mit ihm ein großes Fest im Europahaus. Geschenke für sich will Diekhoff nicht. „Ik bruuk kien Rukelbusken, Pottblomen, Spegelplaten of Boken : das hebb ich al all“, sagt Diekhoff. Er bittet stattdessen die Gäste seiner Geburtstagsfeier um Unterstützung für das Projekt „Miteinander reden statt schießen“, bei dem sich Juden, Araber und Deutsche begegnen.



aus: vom 06.02.2009:

Das Thema Alter beleuchteten jetzt Schüler des Theater-Wahlpflichtkurses des B. Jahrgangs der IGS Aurich-West. Gestem präsentierten sie das Stück Im IGS-Forum u. a. vor dem Männer- und Frauenkreis der Lambertigemelnde und Bewohnern von Knoops Huus. Die Anregung zu dem Stück, so die Schule, kam Ende November vom Bundesgesundheitsministerium. Seitdem setzten sich die 14- und 15-jährigen Schüler mit verschiedenen Aspekten von Alter und Pflege auseinander. Die Aufführung dauert etwa 20 Minuten.
Foto: Banik

aus: vom 05.02.2009:

27 Teams spielen um Titel "Beste Klasse"

Tischtennis: Am Turnier der IGS Aurich-West beteiligen sich 120 Schüler

Aurich. Um den Titel "Beste Klasse" spielten 27 Mannschaften der IGS Aurich-West, die sich aus Schülern aus 18 Klassen zusammensetzten. Das Turnier fand im Rahmen der Aktion Partnerschule der Tischtennis-Europameisterschaft 2009 statt, die die IGS ist. Ihr Partnerland ist Portugal. Zwei Jungen und zwei Mädchen bildeten jeweils ein Team. Es wurden ein Mädchendoppel, ein Jungendoppel, vier Einzel und ein gemischtes Doppel gespielt. An zwei Tagen nahmen insgesamt 120 Schüler teil. Es wurden 53 Begegnungen ausgetragen. Die Sieger nehmen nun am Regionalwettbewerb teil:
Klasse 6e: 1. Andrea Meyer, 2. Sina Janssen, 3. Mike Fischer, 4. Jorge de Berg.
Klasse 7a: 1. Michelle Trajkovski, 2. Aneta Barbara Radziwill, 3. Nils Gröneveld, 4. Kai Kleinfeld.
Klasse 10a: 1. Alice Schulz, 2. Anna Jobus, 3. Raffael Cordes, 4. Joost Marienhoff.

aus: OZ vom 30.01.2008:

Kunst aus Aurich vor Hilton Dubai

Bildung - Schüler der IGS-West und Lehrer nahmen an Festival in dem Emirat teil

Bei der Gelegenheit wurde eine Partnerschaft mit der deutschen Schule in Sharjah begründet. Kontakt mit Einheimischen hat es aber so gut wie gar nicht gegeben.
aurich - Mehrere Skulpturen aus Getränkedosen und Plastikflaschen haben sieben Auricher Schüler der IGS-West in der Wüstenstadt Dubai entworfen, geschaffen und aufgestellt. Eines der Kunstwerke steht jetzt direkt vor dem Hotel Hilton.
Mit einer Fülle von Eindrücken sind die Schüler und Lehrer am Dienstag von ihrem 14-tägigen Aufenthalt in dem Emirat am Arabischen Golf zurückgekehrt. "Wohlbehalten", wie der Kunstlehrer Horst Reinders sagt, der die Gruppe zusammen mit Marianne Assenheim vom Verein "Schools Art for Nature" (SAFN) und dem Künstler Ahlrich von Ohlen begleitet hat. Die IGS war auf Einladung des SAFN zu einem Kunstfestival nach Dubai eingeladen worden, um dort öffentlich Recycling-Kunst zu präsentieren. Die Teilnehmer aus Aurich entschieden sich dafür, vor Ort "Dosenmännner" zu schaffen und großflächige Drucke anzufertigen. Und das hat offenbar Eindruck hinterlassen. In Dubai sei den Aurichern jedenfalls bedeutet worden, dass sie wieder einmal eingeladen würden. Horst Reinders sagt selbst: "Wir haben dort erfolgreich gearbeitet." Drei der Schüler, die mit in der Wüste waren, sind Malena Wechsler Corres, Anja Treucker und Annika Eiben. Sie waren von der Fremdartigkeit der Stadt und des Landes angetan. Zwei Wochen dort hätten aber auch gereicht.
"Mit Einheimischen haben wir so gut wie keinen Kontakt gehabt", sagt Anja Treucker. Wohl aber mit einigen der vielen Fremdarbeiter, die etwa 80 Prozent der Bevölkerung Das es zu keinem persönlichen Austausch gekommen ist, liegt nach Meinung der Schülerinnen nicht in der unterschiedlichen Kultur begründet, sondern in dem enorm hohen Status, den die Araber auf Grund ihres Reichtums einnehmen. Überrascht waren die Schülerinnen von der Freizügigkeit, mit der sich Frauen in Dubais Öffentlichkeit bewegen. Das habe man so nicht erwartet. Annika Eiben: "Einige Touristinnen habenso kurze Röcke an, da waren knapp die Pobacken bedeckt." Betreut worden sind die Festival-Teilnehmer aus Aurich von der Deutschen Schule Sharjah, die etwa 30 Kilometer außerhalb liegt. Mit der Zusammenarbeit sei auch eine Schulpartnerschaft zwischen der IGS Aurich und der Schule Sharjah eingeleitet worden. "
"Wir haben dort erfolgreich gearbeitet" "
Horst Reinders



aus: vom 30.01.2009:

Leben und arbeiten zwischen Luxus und Lumpen

Auricher IGS-West-Schüler sind aus Dubai zurück / Gegensatz zwischen Arm und reich enorm gespürt

kat Aurich. Der Jetlag steckt Jana Uphoff und Tim Westermann noch in den Knochen. Schließlich ging es am Tag nach ihrem Rückflug von Dubai in den Vereinigten Emiraten nach Hamburg gleich wieder mit dem Schulalltag Aurich weiter. Und nicht nur das. Ein Fernsehteam von RTL war am Morgen schon angereist, um die Auricher zu interviewen. Dass sich die Reise aber trotz einiger Strapazen und Hindernisse auf alle Fälle gelohnt hat, darin sind sich alle einig. Zwei Wochen lang lebten die sieben Schüler, ihr Kunstlehrer und der Künstler Ahlrich van Ohlen auf Einladung des Scheichs in einer Welt aus gigantischen Bauten, Palmen und Luxus in der emiratischen Stadt Dubai.
"Wir sind schon sehr kritisch an Dubai herangegangen", sagt Lara Uphoff. Die Kluft zwischen arm und reich, so die 17-Jährige, sei in Dubai wie erwartet extrem groß. "Das fing schon mit dem Blick aus dem Hotelzimmer unseres Fünf-Sterne-Hotels an", sagt Tim Westermann und schüttelt den Kopf. "Wir schauten aus unserer luxuriösen Unterkunft direkt auf die riesigen Baustellen, die in Lumpen gekleideten, erschöpften Bauarbeiter und ihre primitiven Waschecken", erinnert er sich.
Manche der Männer, so haben es die Schüler dort erfahren, müssen von ihrem Ar- beitslohn einganzes Dorf im Heimatland ernähren. Der im krassen Gegensatz dazu stehende Luxus war vielen unangenehm. "Ich habe mich davon manchmal regelrecht vergewaltigt und wie ein Fremdkörper gefühlt", so Lehrer Horst Reinders. Positiv aufgefallen ist den Schülern die Tatsache, dass Frauen in Dubai doch besser angese-hen sind und mehr Rechte haben als erwartet. "Die Frauen strahlen eine unheimliche Eleganz aus", sagt Lara. Viele seien stark verhüllt, doch gerade die Reduzierung auf den Anblick der Augen habe sie bei vielen fasziniert.
"Die Frauen müssen sich nicht so kleiden, sie wollen es", sagt die 17-Jährige. Auch dürften Frauen in Dubai ganz normal zur Arbeit gehen, viele seien sogar in sportlichen Autos durch die Gegend gefahren. "In Saudi-Arabien wäre das beispielsweise undenkbar", gibt Reinders zu bedenken. Dubai sei ohnehin sehr westlich, besonders i m Vergleich zu der Stadt Scharjah, in der die Auricher der Deutschen Schule einen Besuch abstatteten. "Dort fiel es gleich unangenehm auf, dass ich einen Rock trug, der nur knielang war", erinnert sich Lara.
Nach einigen Startschwierigkeiten konnten die Schüler dann in der zweiten Woche endlich mit ihrer eigentlichen Aufgabe beginnen, nämlich Kunstwerke für das internationale Kunstfestival in der Stadt herzustellen. Entsprechend dem Thema "Recycling" fertigten die Auricher fünf "Dosenmänner", vier Stellwände, drei Bilder und sieben Fahnen aus Abfallprodukten an. Dabei sind sie mit vielen Künstlern ins Gespräch gekommen, von denen einige auch schongroße Projekte in Deutschland verwirklicht hatten. "Wir haben jeden Tag von 16. bis 23 Uhr daran gearbeitet", so Reinders. Die Zeit d wurde für Strand- und Museumsbesuche oder einfach zum Ausruhen genutzt.
Angefangen habe jeder Tag erst einmal mit einem "gigantischen" Frühstück, erzählen Lara und Tim mit leuchten - den Augen. Von Ananastörtchen über Omelett bis zum Honig, der aus einer riesigen Wabe herauslief, war einfach alles im Angebot.
Dazu waren alle stets vom Personal umsorgt. "Das war mir allerdings manchmal schon unangenehm", sagt Lara. "Man musste wirklich nichts selbst machen, bekam beim Hinsetzen den Stuhl zurechtgerückt und die Serviette auf den Schoß' gelegt", sagt sie und zieht vielsagend die Augenbrauen hoch. Beim Besuch der Deutschen Schule in Scharjah sei man "auf offene Ohren gestoßen" sagt Reinders. An der geplanten Schulpartnerschaft sei man dort sehr interessiert.
Als erstes gemeinsames Projektwollen die Auricher mit den Schülern aus Scharjah einen Kalender entwerfen, eventuell auch mit Bildern der in Dubai angefertigten Kunstwerke. Kunst werde vom Scheich in Scharja auch stark gefördert, sage die Schüler. In den nächsten Woche werden die IGS-Schüler den Ostfriesischen Nach richten noch einmal ihre Eindrücke zu bestimmten Aspekten der Reise in kleinen Berichten schildern.


aus: vom 28.01.2009:

Schüler aus Aurich und Dubai im Gespräch

IGS-West-Schüler besuchten die Deutsche Schule in Scharjah / Gestern flogen sie nach Deutschland zurück


Dubai. Nachdem bereits die ersten Kleidungsstücke im Koffer verschwunden waren und wir uns soweit zurecht gemacht hatten, fuhren alle auf Einladung der Deutschen Schule in Scharjah mit einem Schulbus in die etwa eine Stunde entfernte Stadt, um sich die Schule anzusehen.
Vor allem aber diente der Besuch auch dazu, der Schule das Interesse an einer Schulpartnerschaft zu bekunden und bereits erste Kontakte zu knüpfen. Nach einem kleinen Rundgang durch die Schule und ihre "Oase", welche wirklich prachtvoll mit botanischer Vielfalt bestückt ist, haben sich sowohl die Schulleitung der Schule und einige Schüler als auch unsere Lehrer und wir Schüler an einen Tisch gesetzt, um Gastgeschenke auszutauschen, sowie ein wenig zu plaudern und zu essen.
Kurze Zeit später haben sich die Lehrer mit den Schulobersten zurückgezogen und wir sind dann mit einigen Schülern von dort ins Gespräch gekommen. Viele von ihnen waren deutschstämmig und beherrschten die deutsche Sprache, sodass es zu keinen Kommunikationsschwierigkeiten kam. Sie erzählten uns viel über das Leben dort und vor allem den Lebensstil der Jugend in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nachdem wir die Schule verlassen hatten, fuhren wir noch in das Islamische Museum in Scharjah und erhielten vor allem noch einmal sehr umfangreiche Informationen über Kulturkreis und Religion von der stellvertretenden Schulleiterin. Zurück in Dubai ging es dann daran, die letzten Kunstwerke fertigzustellen und den Arbeitsplatz aufzuräumen.
Vom Kunst-LK der IGS West

Die Schüler in gemütlicher Runde im Café des Islamischen Museums in Scharjah.

Der Schulgarten in Scharjah

aus: vom 27.01.2009:

Kunst, Kultur und Konsum

Die IGS-West-Schüler lernten die traditionelle und die moderne Verkaufskultur Dubais kennen


Dubai. Nachdem wir am vorherigen Tag fleißig gearbeitet und gut vorangekommen waren, hieß es heute ausspannen. Wir verbrachten die ersten Stunden am Strand, wo auch bald die Sonne durchbrach, nachdem es am frühen Morgen noch recht bewölkt war. Nach mehreren ausgiebigen Runden schwimmen im Persischen Golf nahmen wir unser Mittagsmahl ein, um uns für den anstehenden Besuch der größten Shoppingmall der Welt zu wappnen, die übrigens neben dem höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Dubai, gelegen ist.
In diesem gigantischen Tempel des Konsums, unter anderem mit einem Aquarium und einer Eislaufbahn ausgestattet, wurden dann von 16 bis 20 Uhr ausgiebig Schaufenster angeschaut. Anschließend traten wir alle sehr erschöpft den Heimweg ins Hotel an, um dort sofort müde in unsere Betten zu fallen.
Heute Vormittag waren wir bei heißem Sonnenschein in den traditionellen Souks. Dies war mal eine andere Erfahrung als in der Dubai Shopping Mall, weil wir dort handeln konnten und außerdem war dort die Atmosphäre viel angenehmer. Als wir ankamen, begrüßte uns ein anderes Leben als in dem Touristenort, in dem unsere Arbeitsstätte oder unser Hotel liegt. Viele kleine Geschäfte Tür an Tür und überall Verkäufer, die vor dem Laden stehen, um Kundschaft mit verführerischen Angeboten zu locken. An fast jedem Geschäft sind, laut Händler, original Markenartikel zu erwerben. Ob Gucci, Chanel oder Dior, Fälschungen soweit das Auge reicht. Auf dem Souk gab es auch viele Stoffläden, in denen man schöne Schals kaufen konnte. Die Verkäufer kümmern sich gut um uns und sind auch bereit, zu handeln.
Nachdem wir zuvor bereits den traditionellen Souk am Dubai Creek besucht hatten und bereits mit dem Original vertraut waren, fuhren wir zum "Souk Madinat". Dieser war ein Nachbau der traditionellen arabischen Handelszentren und zumindest optisch detailliert nachempfunden. Zur Lage des Souks sollte jedoch zunächst, erwähnt werden, dass er sehr nah am Burj Al Arab, dem berühmten 7-Sterne-Hotel liegt. Der Souk grenzte also direkt an das große Hotel und ein Resort und war eigentlich eher überfüllt mit überteuerten Boutiquen und Souvenir-Shops, die wohl eher den Zweck hatten, den übermäßig reichen Resort-Gästen das Geld aus den Taschen zu ziehen, als ihnen kulturell etwas zu bieten. Trotz dessen hatten wir einen schönen Ausblick über den Resort-Park und den Burj Al Arab. Als wir dann zur Einfahrt des Burj kamen, sah man sofort die strengen Sicherheitsvorkehrungen.
Nicht einmal die Straße dorthin war zu betreten, sodass wir noch zum Jumeirah Beach Hotel (der "kleinen Schwester" des Burj) gingen. Wir haben außerdem noch einen Dosenmann fertiggestellt und Fahnen weiter gedruckt und diese an die Balustrade gehängt. Heute konnten wir auch mit den Stellwänden beginnen.
Von Malena Wechsler Corres und anderen.

In dieser riesigen "Shopping-Mall" ging es für die Schüler von der Kunst zum Konsum

Die Auricher Schüler sind kreativ

Der Basar "Souk Madinat"

aus: vom 24.01.2009:

Dubais Dosenmänner

Nach Anlaufschwierigkeiten steht der erste Müllmann auf der Flaniermeile

Dubai. Heute Aurich, morgen Dubai und übermorgen gleich arbeiten. So dachten und planten wir in den Weihnachtsferien. Obwohl hier die Hochhäuser scheinbar aus dem Boden schießen, sind banale Kleinigkeiten nur schwer zu, bekommen. Dadurch konnte das Projekt Dosenmann erst nach einer Woche mit der ersten Figur angegangen werden.
Die ersten beiden Tage warteten wir auf Material, Elektrik und Werkzeuge. Nach drei Tagen waren Moniereisen, Holzplatten und Holzbalken vor Ort, aber es fehlten Dosen. Die entsprechenden Bearbeitungswerkzeuge für Holz und Metall durften wir dann nach dem fünften Tag im Baumarkt aussuchen, ebenso die notwendigen Farben. Zwischendurch ein Ortswechsel des Arbeitsplatzes.
Am sechsten Tag suchten wir selbst am Strand und auf Baustellen nach Dosen. Mittlerweile werden uns die Plastiktüten mit leeren Dosen schon hinterher getragen, denn das erste Produkt steht auf der Flaniermeile deutlich sichtbar. Nach einer Woche sind wir total glücklich. Wir können endlich richtig arbeiten, denn wir haben große schwarze Säcke mit Dosen und die meisten der notwendigen Werkzeuge. Plötzlich kommen auch die Inder und helfen bei dem Transport des fertigen Dosenmannes. Nur das Tablett kann noch nicht befestigt werden, weil Draht und ein geladener Akkuschrauber fehlen. Geduld!
Unser Dosenmann steht auf der JBR Flaniermeile, wird oft fotografiert und interessiert betrachtet. Er hebt sich schrill von der sauberen Architektur ab. Der von uns gewünschte Mülleimer, in den der Dosenmann symbolisch eine. Dose fallen lassen soll, konnte noch nicht besorgt werden.
Dosen und Plastikflaschen werden hier gesammelt und nach Auskunft des- Deutschen Generalkonsulates in Dubai mit der Hilfe deutscher Systeme recycelt. Sammelbehälter stehen auf den Parkplätzen der Supermärkte, aber die wilde Entsorgung ist deutlich sichtbar und die Vermeidung des Dosenangebotes nicht vorstellbar.
Heute wird die dritte Figur, der Wassermann, fertiggestellt.
Insgesamt fünf gestaltete Abfallprodukte werden wir dem Emirat Dubai auf eine der Prachtstraßen stellen.
Horst Reinders

Am Ende ist es doch geschafft:
Mitten auf der Flaniermeile steht ein Mülldosen-Mann.
Dosen und Plastikflaschen werden in Dubai übrigens gesammelt
und mithilfe deutscher Systeme recycelt.

aus: vom 21.01.2009:

Große Kunst, kleine Komplikationen

Straßen in Dubai sind überschwemmt / Veranstalter müssen umdisponieren / Materialien fehlen


Nachdem einige organisatorische Hürden überwunden wurden,
ging es mit etwas Verspätung an die ersten Aufbauten.
Das Bild zeigt Janne Holzmüller.

Lara Uphoff mit einem Flaschenmann

Mittwoch: Nachdem es in der Nacht zu starken Regenfällen kam, waren einige Straßen überschwemmt, sodass wir zunächst nicht mit unserer Arbeit beginnen konnten. Da auch Bereiche des "Walks" betroffen waren, musste der Veranstalter einiges umdisponieren.
Wir verbrachten daher den Vormittag erst einmal damit, unsere Unterkunft zu erkunden und uns um diverse aufgetretene Komplikationen bezüglich Materialien und der Technik zu kümmern. Währenddessen machte sich unser Lehrer-Künstler-Betreuer-Team zu unserem Arbeitsplatz in der Jumeirah Beach Residence (JBR) auf, um sich mit den dortigen Bedingungen vertraut zu machen.
Gegen 2 Uhr folgten wir nach, um uns der Kunst widmen zu können und etwas zu essen. Doch aufgrund vieler organisatorischer Probleme konnten wir immer noch nicht beginnen. Im Laufe des Nachmittags schafften wir es aberdoch noch, allebenötigten Utensilien zu organisieren.
Kurz vor Feierabend konnten wir doch noch die ersten Arbeitsschritte angehen.
Tim Westermann

Der Umzug an den Strand

Material selbst aus Mülltonnen gesucht

Donnerstag: Heute fing der Tag mit etwas Positivem an, denn wir sind mit unserem Stand umgezogen. Die Stelle, an dem unser Stand ursprünglich stand, war ein wenig von der eigentlichen Straße, auf der die anderen Künstler waren, abgegrenzt. Außerdem war es dort verhältnismäßig frisch, da die Hochhäuser einen weitläufigen Schatten warfen und der Wind vom persischen Golf zwischen den Gebäuden entlang wehte. Der neue Platz bekommt mittags bis nachmittags die ein oder anderen Sonnenstrahlen ab, wir haben einen wunderschönen Blick auf das Wasser und sind nun näher an der Straße, auf der sich die meisten Menschen befinden.
Nachdem wir die ganzen Tische, Holzplatten, Pappen, Wasserkanister und sonstige Recyclingutensilien rübergeschleppt hatten, gönnten wir uns eine Pause. Nun konnten wir endlich mit dem Drucken der Flaggen beginnen, während die anderen schon mit dem Aufbau des Dosenmänner-Gerüstes begannen. Die Dosen, die wir benötigten, waren immer noch nicht eingetroffen, deshalb mussten wir improvisieren. Wir bauten außerplanmäßig ein Recycling-Spinnennetz. Wir suchten uns Müll aus Tonnen vom Strand oder verwendeten unseren eigenen Müll als Material. Daraus, haben wir kleine Insekten geklebt, geformt, geschnitten oder gequetscht, die wir letztlich mit Draht an das Netz befestigten. Der Tag verging schnell.
Den Abend verbrachten wir Schüler in der Hotelsuite mit Videos von Youtube.
Malena Wechsler Corres


Wo gehobelt wird...: Für das Dosenmänner-Gerüst werden Stahlleisten passend zurecht geflext.

Improvisiert: Weil es mit einem Projekt nicht voranging, suchten die Schüler aus Müll dieses Spinnennetz zusammen.

Die ersten Flaggen können gedruckt werden.

Dosenmann ist Sorgenkind

Freitag ist in Dubai Sonntag / Arbeitsbeginn um 16 Uhr

Freitag: Da der Freitag in Dubai der Gebetstag ist, welchen man mit unserem Sonntag vergleichen kann, durften wir nicht vor 16 Uhr mit der Arbeit beginnen. So hatten wir den Vormittag zur freien Verfügung. Einige haben diese Zeit genutzt, um den Schlaf, welchen sie in den Nächten zuvor durch die große Aufregung nicht bekommen hatten, nachzuholen. Andere nutzten den Vormittag für Ausflüge.
So besichtigten Marianne, Horst und Ahlrich die berühmte künstliche Insel "The Palm". Um 14 Uhr brachte uns unser Bus zu unserem Arbeitsplatz : Um nicht mit leeren Magen arbeiten zu müssen, konnten wir vorbestellte Sandwichs von einem französischen Café abholen. Mit neuer Energie arbeiteten wir in der warmen Sonne bis 21 Uhr. So konnten wir mehrere Fahnen mit den verschiedensten Motiven fertigstellen. Leider nimmt unser Dosenmann nur langsam Form an, da uns die wichtigsten Materialien noch fehlen. Zum Abendessen gab es, wie an den Abenden zuvor libanesische Speisen. Nachdem wir unseren Arbeitsplatz ein wenig aufgeräumt hatten, wurden wir mit drei Limousinen am vereinbarten Treffpunkt abgeholt. Gegen Mitternacht haben wir uns dann noch in der Suite, welche den fünf Mädchen gehört, getroffen, um hier den neuen Bericht von ON-TV zu schauen. Erschöpft vom langen Tag sind viele danach dann ins Bett gefallen.
Annika Eiben


aus: vom 17.01.2009:

Licht, Wasser und Musik

IGS-Schüler von Dubai "überwältigt"

Dubai. "Am 13. Januar um 7.40 Uhr startete unsere aufregende Reise nach Dubai am Auricher Zob. Ab Leer ging es mit dem Zug weiter zum Hamburger Flughafen. Dort trafen wir zum ersten Mal Frau Assenheimer, die uns auf die Reise nach Dubai begleiten würde. Nach einer ersten Kennenlernrunde und Besprechung sahen wir zum ersten Mal unser Flugzeug von Emirates, das uns an unser Ziel bringen sollte. Und genau das tat es auch, und das auf sehr luxuriöse Art und Weise. Unsere späte Ankunft am Flughafen in Dubai überwältigte. uns. Ein Zusammenspiel von Licht, Wasser: und Musik ließ uns alle Reisestrapazen vergessen. Nachdem alle dann auch ihr Gepäck wiedergefunden hatten trafen wir zum ersten Mal Maria, unsere Ansprechpartnerin in- Dubai. Sie brachte uns dann auch- in unser riesiges Hotel. Erst am nächsten Morgen entdeckten wir den unglaublichen Ausblick aus unseren Hotelzimmern. Ganz Dubai lag uns zu Füßen. Nach einem umfangreichen "Multikulti-Frühstück" fuhren wir zur Beach Residence, die für die nächsten zwei Wochen unser Arbeitsplatz sein wird. Unseren ersten Tag mit Strand, Meer und Kamelen beendeten wir mit einem Bad im Pool im 18. Stock unter dem Sternenhimmel: Morgen werden wir früh aufstehen und richtig ranklotzen."
Lara Uphoff und Janne Holzmüller
Diese Maschine brachte die sieben Schüler aus Aurich von Hamburg nach Dubai.
Der Blick aus dem Hotelzimmer auf den Bilderbuch-Strand in Dubai.
Die IGSler (rechts) saugen die Eindrücke der fremden Umgebung in sich auf. Ihre Kleidung haben einige schon angepasst.

aus: vom 15.01.2009:

Auricher Schüler gut gelandet

Herzlicher Empfang in der Nacht

Dubai. Die Schüler der IGS Aurich-West sind gut in Dubai gelandet. In einer Mail an die ON schreibt ihr Lehrer Horst Reinders: "Wir sind planmäßig in Dubai gelandet und wurden herzlich empfangen. Nach 2 Uhr Ortszeit lagen wir in unseren Betten, aber kaum einer konnte sofort wegen der Aufregung einschlafen. Die Stadt ist auch in der Nacht gigantisch. Viele Grüße aus dem sommerlichen Dubai, wir gehen hier auf T-Shirt!"

aus: OZ vom 13.01.2009:

Kunstunterricht im Wüstenstaat

Bildung - Auricher IGS-Schüler fliegen auf Einladung eines Scheichs nach Dubai

Der Leistungskurs wird bei einem Festival Skulpturen bauen und Banner malen. Schulleiter Thorsten Quest empfindet die Teilnahme als Ehre für die Schule. VON CARMEN LEONHARD UND KARIN LÜPPEN

In den Ferien haben die Schüler mit den beiden Kunstlehrern schon mal geübt: Sie haber Schablonen aus Holz ausgesägt und damit Motive auf die Banner gedruckt; um sich mil der Technik vertraut zu machen. ,In Dubai werden sie andere Motive wählen = und die Banner werden viel größer sein. Das Foto zeigt (hinten, von , links) Jens G., Malena Wechsler Corres, Anja Treucker, Annika Eiben und Tim Westermann sowie (vorne, vor links) Janne Holzmüller; Ahlrich van Ohlen und Horst Reinders. Auf dem Foto fehlt Lara Uphoff. BILD: PRIVAT
 
AURICH - Sieben Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West werden heute zu einer Reise nach Dubai aufbrechen. Der Kunstleistungskurs der Schule erhielt nämlich von Scheich Muhammad bin Raschid al Maktum die Einladung, als einzige Schülergruppe an einem internationalen Künstlertreffen teilzunehmen. Auf Vermittlung 'des Vereins School Art for Nature, der vor einigen Jahren zur Unterstützung der Agenda 21 gegründet wurde, erhielten die Schüler kurz vor Weihnachten die Einladung aus Dubai. Daraufhin haben sie ein Konzept für zehn Skulpturen und Kunstbanner entwickelt, das während des Aufenthaltes in dem Wüstenstaat umgesetzt werden soll. Alle Kosten werden von Sponsoren getragen. "Wir fühlen uns geehrt und sind sehr erfreut", sagte Schulleiter Thorsten Quest, Die IGS pflegt seit vielen Jahren internationale Kontakte, unter anderem zu den Niederlanden, Spanien und Israel, aber Dubai war bislang noch nicht dabei. Entsprechend groß war die Freude bei Lara Uphoff,Jens G., Janne Holzmüller, Anja Treucker, Annika Eiben,Tim Westermann und Malena Wechsler Corres, die in den Wüstenstaat fliegen sollen. Auf sie wird allerdings auch eine Menge Arbeit zukommen: An zehn Tagen sollen sie an den Skulpturen aus Recyclingmaterial und den Bannern arbeiten. Die Figuren sollen in einem Einkaufszentrum (Mall) aufgestellt werden. Dubai ist von Mitte Januar bis Mitte Februar Schauplatz eines Shoppingfestivals, das viele Touristen anziehe, sagte der Kunstlehrer Horst Reinders.
Die Jugendlichen. freuen sich darauf. 14 Tage lang sollen sie unterwegs sein, mit ihrem Lehrer, einer Vertreterin des Vereins sowie dem Wilhelmshavener Künstler Ahlrich van Ohlen. Bei diesem Projekt könnten die Schüler "mehr lernen als im reinen Unterricht", sagte Quest. Ihre Abwesenheit in der Schule sei daher vertretbar.
Mehr als 14 Tage sind allerdings nicht möglich, weil zwei Schüler aus dem 13. Jahrgang sich schon auf das Abitur vorbereiten. Daher werden die Auricher von der Deutschen Schule, in Sharjah abgelöst. Mit dieser Schule möchte die IGS gerne eine Partnerschaft gründen, die Details sollen laut Reinders in Dubai besprochen werden.



aus: vom 13.01.2009:

Schüler fliegen heute nach Dubai

Dubai, wir kommen! Anja Treucker, Horst Reinders, Annika Eiben, Tim Westermann, Susanna Philippa Ortland, Janne Holzmüller, Malena Wechsler Corres und Lara Uphoff (v.l.) zeigen eines der T-Shirts, die mit auf die Reise gehen werden. In Dubai wird noch das Logo des Kunstfestivals aufgedruckt.
 
kat Aurich. Heute geht es los: Sieben Schüler der IGS Aurich-West fliegen nach Dubai. Dort nehmen sie auf Einladung des Scheiches Muhammad bin Raschid Al Maktoum für 14 Tage an einem internationalen Kunstprojekt teil.
Eine kleine Schulung bezüglich der Umgangsformen im arabischen Ausland bekamen sie heute Vormittag von, der freien Beraterin, Autorin und Künstlerin Sabina Philippa Ortland aus Osnabrück. Ortland betreut seit zehn Jahren interkulturelle Projekte und hat darüber hinaus einen Roman über ihre eigenen Erfahrungen als Ausländerin in derTürkei geschrieben. In einer Art Rollenspiel führte sie den Schülern exemplarisch einige Missverständnisse vor Augen, die beim Aufeinanderprallen der Kulturen entstehen könnten. Die Ostfriesischen Nachrichten werden in den nächsten 14 Tagen exklusiv von den Dubai-Erlebnissen der IGS-Schüler berichten.



aus: vom 07.01.2009:

Schüler von Scheich eingeladen

Kunstkurs der IGS West fliegt nach Dubai

Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum
 
kat Aurich. Ein Märchen wie aus 1001 Nacht wird jetzt für sieben Auricher Schüler wahr. Der Kunstleistungskurs der Integrierten Gesamtschule Aurich-West fliegt in der nächsten Woche für 14 Tage nach Dubai - auf Einladung des Scheiches, Vizepräsidenten und Premierministers der Vereinigten Emirate Mohammed bin Rashid Al Maktoum.
Hintergrund ist ein Internationales Künstlertreffen in der Stadt, an dem sich auch die deutsche Schule in Sharjah beteiligt. Im Mittelpunkt eines einmonatigen Kunst-Festivals, das am 15. lanuar eröffnet wird, stehen Kunstwerke, die in der Öffentlichkeit zum Thema "Recycling" angefertigt werden. Die Auricher werden an diesem Festival als einzige Schülergruppe und auch als einziges europäisches Team teilnehmen.
In die Wege geleitet wurde die Teilnahme der IGS-Schüler durch die Fachmoderatorin der Gesamtschulen in Niedersachsen, Marita Krützkamp. "Der Kunstleistungskurs hat an unserer Schule eine lange Tradition. Frau Krützkamp wusste, dass bei uns im Bereich Kunst viel Potential vorhanden ist und dass auch Lehrkräfte dahinterstehen die bei einem solchen Projekt sofort mitmachen würden", so Schulleiter Thorsten Quest im ON-Gespräch.
Die Schüler haben kurz vor Weihnachten von dem Projekt erfahren und waren sofort begeistert "Manche hatten sogar Tränen in den Augen", sagt Kunstlehrer Horst Reinders aus Rahe. Er wird die sieben Schüler ge meinsam mit dem Wilhelmshavener Künstler und Kunstlehrer Ahlrich van Ohlen nach Dubai begleitet. Anreise und Unterkunft werden von Sponsoren in Dubai übernommen.


Sie können ihr Glück noch gar nicht richtig fassen. Lara Uphoff, Jens G., Janne Holzmüller, Anja Treucker, Annika Eiben; Tim Westermann und Malena Wechsler Corres werden am nächsten Dienstag im Flugzeug nach Dubai sitzen. Die Schüler des Kunstleistungskurses wurden zu einem internationalen Kunst-Festival eingeladen. Hintergrund ist das Projekt "School Arts for Nature", das den kreativen Dialog der Schüler mit ihrer Umgebung fördern soll.
Am 19. Dezember überbrachte Lehrer Horst Reinders die unglaubliche Nachricht: "Der Scheich von Du bai Muhammad bin Raschid Al Maktum, lädt eine europäische Schülergruppe ein." Der genaue Projektauftrag lautete, zehn Skulpturen und Fahnenbanner zum Thema "Recycling" anzufertigen. Die Schüler waren sofort begeistert dabei. Ihre gesamten Weihnachtsferien nutzten sie aus, um ein Konzept zu erarbeiten. Dieses wurde in Dubai bereits wohlwollend angenommen, berichtet Reinders voller Stolz. Während des Festivals werden Künstler aus aller Welt vier Wochen lang auf öffentlichen Plätzen ihre Werke kreieren. Im Anschluss ist eine große Vernissage geplant. "Wir können aus organisatorischen Gründen der Schule allerdings nur 14 Tage dort bleiben", so Reinders. Daher werde eine Gruppe von Schülern der Deutschen Schule in Sharjah das Projekt fortsetzen und zu Ende führen. "Das ist für uns eine gute Chance, die internationalen Kontakte unserer Schule zu erweitern", sagt Schulleiter Thorsten Quest im Gespräch mit den ON. Es bestünden bereits Kontakte nach Spanien, in die Niederlande und viele andere Länder. Viele Schüler seien auch schon für einen Austausch nach Israel gereist. "Aber so können sie nun auch einmal die andere Seite des Nahen Ostens kennenlernen", meint Quest. Gerne möchte man auch versuchen, die arabischen Schüler nach Aurich zu holen.
Die Schüler werden in dieser Woche anhand von Fachvorträgen auf die Gepflogenheiten der ` fremden Kultur vorbereitet. Die Komnunikation mit der Deutschen Schule sei im Vorfeld schon sehr gut gewesen, kann der Leiter der gymnasialen Oberstufe, Wolfgang Tiffert, feststellen. Dort habe man auch ein großes Interesse daran, weitere internationale Kontakte zu knüpfen.
"Uns ist es besonders wichtig, dass bei diesem Projekt die künstlerische Weiterentwicklung und ein nachhaltiges Wirtschaften zusammengebracht werden", so Quest. Die Schüler können das praktisch Erarbeitete hinterher in einer Facharbeit verwerten. Am Dienstag, 13. Januar, geht es los. Der Flieger startet in Hamburg um 14.45 Uhr und wird gegen Mitternacht in Dubai sein. Am nächsten Tag wollen sich Reinders, van Ohlen und die Schüler gleich in die Arbeit stürzen. Die sieben Schüler werden in den Ostfriesischen Nachrichten ab der nächsten Woche regelmäßig von ihren Erlebnissen in Dubai berichten.
Hier ein TV-Bericht der ON



aus: OZ vom 27.12.2008:

Filme erst anschauen - dann selber machen

Pädagogik - Medienzentrum Aurich hat Unterrichtsmaterial auf DVD für ganz Niedersachsen entwickelt

Damit hat der Leiter Franz Traxler das festgehalten, was er seit 25 Jahren mit seinen Schülern an der IGS durchnimmt. Jährlich sollen drei neue Teile erscheinen.

Die ersten drei DVDs des Filmkanons präsentiert Helmut Meyer im Medienzentrum des Landkreises Aurich. Mit großen Filmrollen, wie links und rechts im Regal, brauchen Lehrer dann nicht mehr zu hantieren.
 
AURICH - Seit 25 Jahren arbeitet Franz Traxler im Unterricht an der IGS Aurich-West mit Szenen aus berühmten Spielfilmen. Zu seinen Lieblingsfilmen gehört "2001: Odyssee im Weltraum" von Stanley Kubrick, die berühmte Szene mit dem Urmenschen, der das Töten lernt. Von seinen Erfahrungen im Medienunterricht können nun Lehrer aus ganz Niedersachsen profitieren.
Denn Traxler ist nicht nur Lehrer, sondern leitet auch das Medienzentrum des Landkreises in Aurich. Mit den Mitarbeitern dort hat er den "Niedersächsischen Filmkanon" entwickelt: Arbeitsmaterial zur Medienpädagogik, die alle Schulen in Niedersachsen kostenlos leihen können.
Die Schüler können bei der Arbeit mit dem Material lernen, wie man Filme versteht. "Nur wenn man die Filmsprache beherrscht, kann man selbst welche machen", sagt Traxler. Denn das ist sein Wunsch: dass Schüler zur Kamera greifen und Kurzfilme drehen, die sie beim Wettbewerb "Niedersächsische Filmklappe" einreichen können. Auch das war ursprünglich ein Projekt des Auricher Medienzentrums, an dem sich mittlerweile acht Medienzentren in ganz Niedersachsen mit eigenen "Filmklappen" beteiligen. Wie berichtet, gab es in diesem Sommer. zur Preisverleihung eine Gala im Auricher Carolinenhofkino, bei dem, alle Filme des Wettbewerbs gezeigt wurden.
Der Filmkanon besteht zurzeit aus "2001: Odyssee im Weltraum" sowie "M - eine Stadt sucht einen Mörder" von Fritz Lang und "Der Untertan" von Wolfgang Staudte. Neben Filmszenen enthalten die DVDs Unterrichtsangebote. Traxler weiß, was Lehrer sich wünschen: Statt sich durch Berge von Büchern und Material zu wühlen, können sie sich in wenigen Stunden auf den Unterricht zum Medium Spielfilm vorbereiten und mit den Schülern arbeiten. Jedes Jahr sollen drei weitere DVDs dazu kommen. Die Rechte für die Filmszenen hat der Bundesverband Jugend und Film gesichert, das Geld für das Material kommt vom niedersächsischen Kultusministerium und ist laut Traxler für die nächsten fünf Jahre genehmigt, weil der Filmkanon als Modellvorhaben anerkannt wurde.
"Ich hoffe natürlich, dass die Schüler durch die Arbeit an den Szenen so neugierig werden, dass sie den ganzen Film sehen wollen", sagt Traxler. Denn einem ganzen Film konzentriert zu folgen, ohne zwischendurch zu telefonieren, zu spielen oder Chips zu holen, "das schafft kaum noch einer,", hat der Lehrer gemerkt. Wenn sich die Jugendlichen dann trotzdem "2001: Odyssee im Weltraum" in voller Länge anschauen, dann hat Traxler wirklich viel erreicht.
Filmkanon
Die ausgewählten Spielfilme sollen dazu beitragen, die Filmanalyse in unterschiedlichen Unterrichtsfächern zu behandeln. Es sollen im Laufe der Zeit Beispiele für Deutsch, Fremdsprachen, Kunst, Musik, Geschichte und Kommunikation geboten werden.
In der Box ist der Film in Gesamtlänge enthalten sowie eine DVD mit Material für den Unterricht. Dieses kann so wohl auf dem Bildschirm gezeigt werden als auch als Arbeitsbögen ausgedruckt werden. Alle Formate sind so gewählt, dass sie mit möglichst vielen der in Schulen verwendeten Systeme benutzt werden können. Die Gestaltung und Menüs auf der DVD kommen von der Emder Firma Re-Union.
Auricher Filmklappe
Die Auricher Filmklappe ist ein Kurzfilmwettbewerb für Schüler. Alle Schulen aus Ostfriesland können mitmachen. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen eine Plattform zu bieten, ihre Geschichten zu veröffentlichen. Die Preisverleihurrg ist jedes Jahr im Juni im Auricher Kino.



aus:    (Heimatblatt/Sonntagsblatt) vom 14.12.2008

Aus IGS-Halle wird Passivhaus

Landkreis hat Pläne zum Umbau des Auricher IGS-Gebäudes zu einer Niedrigenergie-Halle

Aurich. Der Landkreis Aurich will die IGS-Halle in Aurich in eine Sporthalle in Passivbauweise umgestalten und damit kräftig Energie sparen. Dies wäre nach Angaben der Kreisverwaltung ein bundesweit bislang noch nicht dagewesenes Vorhaben. Zwar ist dieses Prinzip in Deutschland schon dreimal bei Neubauten umgesetzt worden - jedoch noch nie als Nachrüstung einer bestehenden Halle. Dies teilten Vertreter des Landkreises am Donnerstag in einer Pressekonferenz im Auricher Kreishaus mit.
Nach Angaben von Landrat Walter Theuerkauf will die Kreisverwaltung nach und nach alle ihre 40 bis 50 Immobilien energetisch nachrüsten. Ziel ist dabei ein Energieverbrauch von weniger als 100 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/qm/a). Zum Vergleich: Das Bundesumweltministerium empfiehlt "lediglich" die Zielgröße 120 kWh/qm/a. Bei der IGS-Halle hingegen soll am Ende des Umbaus sogar ein Energieverbrauch von maximal 15, eher noch zehn kWh/qm/a herauskommen, wie der Energieberater bei der Kreisverwaltung, Rainer Klesitz, mitteilte. Möglich werden soll. dies durch eine nahezu 100-prozentige Dämmung der Halle, die der technische Leiter der Zentralen Immobilienverwaltung (ZIV) des Landkreises, Herbert Akkermann, "fast schon hermetisch" nannte. Dadurch soll aus der Halle kaum noch Wärme entweichen.
Zugleich wird die in der Halle entstehende Wärme (etwa Körperwärme und Wärme beim Duschen) einer ausgefeilten Belüftungsanlage zugeführt. Diese ermöglicht, verbrauchte Luft aus der Halle zu leiten und Frischluft zuzuführen - und diese Frischluft durch die entstandene Abwärme beim Sport auf Raumtemperatur zu heizen. "Man muss nur morgens die Halle kurz anheizen", sagte Akkermann. Am Rest eines Tages trage sich das System dann nahezu selbst, die Heizkosten sinken folglich merklich.
Die Kosten für die Dämmung der Halle und für die technisch anspruchsvolle Lüfteranlage liegen zirka fünf: bis acht Prozent über den Kosten, die bei einer Modernisierung der Halle ohnehin anfallen. Durch die Senkung der Heizkosten amortisiere sich das jedoch - angesichts künftig wieder zu erwartender steigender Energiepreise womöglich sogar sehr schnell, worauf Theuerkauf hinwies.
Der Landkreis hofft zudem auf Zuschüsse aus dem niedersächsischen Landesportprogramm für Sportstättenmodernisierung. Dort gibt es einen speziellen Fördertopf für energetische Sanierung, aus dem der Landkreis sich zu bedienen hofft. Bislang war die Kreisverwaltung bei den in ihrer Trägerschaft befindlichen Hallen bei dem Förderprogramm nicht zum Zuge gekommen. Nach und nach sollen auch die Sporthallen der IGS Aurich-Egels, der BBS Aurich und der Förderschule in Moordorf saniert werden.
Im kommenden Jahr allerdings sind zunächst einmal die BBSn in Norden und Aurich, das Norder Kreishaus, die Norder Musikschule und das Gesundheitsamt in Aurich bei der energetischen Sanierung an der Reihe. Sie erhalten neue Heizungen, Fenster und Dämmungen: Der Landkreis investiert dafür rund 1, 7 Millionen Euro.
Theuerkauf betonte, dass die ZIV noch eine ganze Reihe energetischer Sanierungsmaßnahmen "fertig in der Schublade" habe. Die Projekte hätten einen Umfang von rund 3,5 Millionen Euro, müssten aber aus Geldmangel gestreckt werden. Falls die Bundesregierung aber tatsächlich ein Konjunkturprogramm für diesen Bereich beschließe und auch den Landkreis Aurich bezuschusse, könnten die Mittel sofort zum Einsatz kommen. Der Bedarf sei da, die Planungen fertig. Ein solches Konjunkturprogramm würde auch der heimischen Bauwirtschaft helfen. - wred


aus:    (Heimatblatt/Sonntagsblatt) vom 14.12.2008

Kunst in der Fußgängerzone: So wird ein Schuh draus

Jasmin Völker (oben), Isa Janssen (vorne) und Linda Leerhoff aus dem neunten und zehnten Jahrgang der Integrierten Gesamtschule-Aurich-West haben sieh jetzt einem besonderen Kunstprojekt gewidmet. Im Schaufenster des ehemaligen Schuhhauses "Fischer Lang" in der Fußgängerzone schmücken seit dieser Woche 170 Fotogra-fien von getragenen Schuhen die Ausstellungsfläche. Fotografiert wurden die Schuhpaare, die sowohl Schülern als t h Lehrern und Mitarbeitern der IGS gehören, von den Schülerinnen selbst. "Hier kann man auf künstlerische Art und Weise sehen, wie ein Industrieprodukt durch das Tragen originell und persönlich wird", berichtet Marita Krützkamp aus dem Fachbereich Kunst der IGS, die zusammen mit Horst Reinders das Projektbegleitet. Noch bis Ende des Jahres werden die Bilder In der Fußgängerzone ausgestellt, ab Januar werden sie dann in der IGS Aurich gezeigt.
Bild: blo



aus: vom 11.12.2008:

"Zeigt her eure Schuhe"

...ist der Titel der Ausstellung, die seit gestern im ehemaligen Schuhhaus Fischer-Lang in der Auricher Burgstraße zu sehen ist. Die Fotoschau zeigt noch bis zum 28. Dezember 170 Bilder von getragenen Schuhen. Die Idee dahinter: Auf jedem industriell gefertigten Schuh haben sich im Laufe der Zeit Spuren angesammelt, die Hinweise auf die Individualität seines Trägers geben können - und die den Schuh selbst zu etwas Einzigartigem machen. Abgelichtet haben die Schuhe Isa Janssen, Linda Leerhoff und Jasmin Völker des Wahlpflichtkurs Massenmedien und Visuelle Kommunikation der Integrierten Gesamtschule Aurich-West unter Anleitung ihrer Lehrkräfte Horst Reinders und Marita Krützkamp. Foto: Banik
Hierzu gibt es auch einen Bericht im ON-TV



aus: OZ vom 24.11.2008:

Es mangelt an Niederländisch-Lehrern

An der IGS Aurich-West haben die Achtklässler ihre Fremdsprachenkenntnisse getestet. Die Lehrer schlüpften dafür in ungewohnte Rollen.Die Gesamtschule hat sich bundesweit einen Namen gemacht. Es gibt zahlreiche Austauschprogramme.

Ostfriesland - In Niedersachsen besteht Nachholbedarf bei der Ausbildung von Niederländisch-Lehrern. Am Studienseminar Leer werden derzeit drei Referendare für das Fach Niederländisch ausgebildet. „Eindeutig zu wenig“, sagt Hajo Hülsdünker, Landesbeauftragter für die niedersächsisch-niederländischen Beziehungen im Schulbereich bei der Landesschulbehörde in Aurich. „Die Schulen würden gerne mehr einstellen, wenn es genügend Fachlehrer gäbe.“ Zurzeit läuft in Niedersachsen ein Fortbildungsprogramm, bei dem 35 Lehrer die Lehrbefähigung für Niederländisch erwerben können, denn auch die Berufsschulen melden wachsenden Bedarf. Rund 4000 Schüler lernen Niederländisch in Niedersachsen, rund 19 000 sind es in Nordrhein-Westfalen. Seit 2001 hat sich die Zahl damit mehr als verdreifacht. Bundesweit einen Namen für deutsch-niederländische Zusammenarbeit hat sich die Integrierte Gesamtschule (IGS) Aurich-West gemacht. Niederländisch ist dort Unterrichtsfach von der 6. bis zur 13. Klasse. „Das Fach wird bei unseren Schülern immer beliebter“, sagt Studiendirektor Stefan Ulrichs (31), Fachleiter für Niederländisch am Studienseminar in Leer und Lehrer an der IGS. Das liegt wohl auch an den zahlreichen Austauschprogrammen mit niederländischen Partnerschulen. Wählbar ist das Fach an der IGS Aurich-West als zweite Fremdsprache zwischen der sechsten und zehnten Klasse. Ebenso in der gymnasialen Oberstufe, denn für das Abitur ist eine zweite Fremdsprache bundesweit Pflicht. In diesem Jahr haben 23 IGS-Schüler in Niederländisch ihre mündliche Abiturprüfung abgelegt : so viele wie nie zuvor. Für das nächste Schuljahr gibt es schon eine lange Liste mit Voranmeldungen. Eine Besonderheit an der IGS Aurich-West ist das sogenannte „Talendorp“ (Sprachendorf), in dem die Schüler verschiedene mündliche Sprachprüfungen ablegen müssen. Auf dem Schulcampus entsteht am Schuljahresende ein „Dorf“, bestehend aus Marktplatz, Rathaus, Restaurant, Campingplatz und Polizeistation. Auf den Tischen liegen Obst und Gemüse, die anderen Ablagen sind stilecht mit Messer, Gabel, Teller und Weinglas gedeckt, gegenüber stehen ein PC und ein Aktenschrank, eben wie in einer richtigen Behörde. „Die Schüler sollen in nachempfundenen Alltagssituationen die Sprache anwenden“, erläutert Ulrichs das Konzept. An den Stationen treffen die Schüler meist unbekannte Gesprächspartner, häufig Lehrer der niederländischen Partnerschule „Ubbo Emmius“ in Winschoten, so dass es auch kaum eine Möglichkeit gibt, in die eigene Muttersprache auszuweichen. Mit der Idee hat sich die Schule weit über die Region hinaus einen Namen gemacht. „Das Niederländische gewinnt als Fremdsprache an weiterführenden Schulen an Bedeutung, da es immer mehr Deutsche zur Arbeit und zum Studium in die Niederlande und nach Belgien zieht“, ist Studiendirektor Ulrichs überzeugt. In der Bundesrepublik ausgebildete Handwerker sind in den Niederlanden sehr begehrt. Doch manchmal schrecken potenzielle Bewerber vor den Sprachbarrieren zurück. " Immer mehr Deutsche zieht es zum Arbeiten und Studieren ins Nachbarland


aus: OZ vom 04.12.2008:

IGS-Schüler spenden für Auricher Tierheim

SAMMLUNG - 400 Euro kamen zusammen

Aurich - Die Schüler der achten Klassen an der IGS Aurich- West haben für den Auricher Tierschutz 330 Euro gesammelt. Die Summe wurde von den Lehrern auf 400 Euro aufgestockt. Die Jungen und Mädchen hatten ohne fremde Anleitung an zwei Elternsprechtagen Kaffee und selbstgebackenen Kuchen verkauft. Bei der Scheckübergabe am Dienstag im Forum der IGS lobte Jahrgangsleiterin Hannelore Meyerhoff den Tatendrang ihrer Schüler, die auch die Idee zu der Aktion hatten. Die Vorsitzende des Tierschutzes Aurich, Lena Sartorius, bedankte sich bei den Kindern und versprach, dass das Geld ausschließlich für bauliche Verbesserungen im Tierheim eingesetzt werde.



aus: vom 03.12.2008:

Kuchenverkauf für Auricher Tierheim

Schüler des 8. Jahrgangs der IGS West übergaben Spenden von 400 Euro

Jahrgangsleiterin Hannelore Meyerhoff (o.2.v.l.) überreichte mit Schülern des achten Jahrgangs den Mitarbeitern des Auricher Tierheims die Spende. Ricarda Scholz, Andrea Kerzel und Nina Thiem erschienen mit vierbeiniger Begleitung


 

ahi Aurich. Stellvertretend für die 22 Schüler des achten Jahrgangs der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West übergab gestern Jahrgangsleiterin Hannelore Meyerhoff in der Aula der IGS dem Auricher Tierheim eine Spende über 400 Euro.
Allein 330 Euro nahmen die Jugendlichen durch den Verkauf von Tee und Kuchen während des Elternsprechtages ein. Hannelore Meyerhoff berichtete: "Die Schüler haben alles selbstständig organisiert und durchgeführt, ich bin total begeistert von so viel freiwilligem Engagement." Auch die Idee, das Geld an das Auricher Tierheim zu spenden, sei die der Schüler gewesen. Sie wollten hier direkt vor Ort helfen. Weitere 70 Euro spendete die Lehrerschaft.
Von der Schulleitung wurden besonders engagierte Schüler mit einer Urkunde und einem Präsent ausgezeichnet.
Die 1. Vorsitzende des Auricher Tierheims, Lena Satorius, bedankte sich und sagte, sie sei begeistert von dem jugendlichen Engagement für die Tiere hier in Aurich. Zur Scheckübergabe an der Schule hatten die Tierheimvertreter gestern vier Hunde mitgebracht. Die Schüler zeigten sich begeistert von ihrem tierischen Besuch. Und so bedankten sich die Vierbeiner auf ihre eigene Art bei den Schülern. Des Weiteren erklärte Lena Satorius, dass die Spende der Verschönerung der Außengehege zugute komme; die Hunde benötigten zusätzliche Hütten und die Katzen würden sich über eine neue Pflasterung ihres Auslaufes freuen.



Pressemitteilung

Verleihung der 1. Niedersachsen Filmklappe am 1.Oktober 2008 in Aurich

Nachdem im Mai und Juni 2008 die Sieger/Innen der regionalen Filmklappen gekürt worden waren, wählte die Jury am 1. und 2. September aus den vierzig nominierten Beiträgen die Siegerfilme der ersten Niedersachsen-Filmklappe aus.
Verliehen wurden die Preise am 1. Oktober in der Stadthalle Aurich im Rahmen des Schulmedientages.
Das Hauptziel dieser Veranstaltung war, die Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer aus den beteiligten acht Städten Niedersachsens am ersten Oktober für einen Tag (Schulmedientag) und zwei Übernachtungen zusammen zu führen, in Hotels unter zu bringen und für sie ein außergewöhnliches Filmfest vorzubereiten. Dabei unterstütze uns die Stadt Aurich mit einer großzügigen Spende.
Der Verkehrsverein der Stadt Aurich (Frau Ücker) übernahm es die 180 beteiligten Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer aus den anderen teilnehmenden Städten Niedersachsens für zwei Nächte in sechs Auricher Hotels unter zu bringen Am 30.09.2008 fand der Empfang der 180 TeilnehmerInnen in der Mensa der IGS Aurich West statt, auf dem auch T-shirts mit den Kennzeichen der lokalen Filmklappen an alle verteilt wurden (gesponsert von den Ausstellerfirmen am Schulmedientag).
Die Zusammenführung der SchülerInnen aus verschiedenen Altersgruppen (vom Grundschüler bis zum Gymnasiasten, vom Rollstuhlfahrer bis zu eigenständigen Schülergruppen ohne Lehrer) wurde insgesamt als gemeinsames Erlebnis von fast allen gewürdigt und hervorgehoben.
Die 40 nominierte Filme wurde an diesem Tag in den fünf Kinos des Auricher Carolinenhof-Lichtspiels gezeigt, die uns von der Besitzerin Frau Thea Muckli kostenlos zur Verfügung gestellt wurden.
Den Siegern der Niedersachsen Filmklappe winkte in jeder Kategorie ein Preisgeld in Höhe von 500,- €. Gesponsert wurden die Preise von der Sparkasse Aurich-Norden. Unter der Schirmherrschaft der Kultusministerin des Landes Niedersachsens Elisabeth Heister-Neumann wurde die Niedersachsen Filmklappe am 1. Oktober 2008 als Abschluss des regionalen Schulmedientages in der Auricher Stadthalle überreicht.
Die Siegerurkunden des landesweiter Schüler-Kurzfilmwettbewerbes wurden überreicht von:
Staatssekretär im Kultusministerium des Landes Niedersachsen Peter Uhlig
Herrn Oliver Löseke Sparkasse Aurich Norden
Kreisrat Frank Purchert Landkreis Aurich



Gewinner der 1. Niedersachsen Filmklappe

Kategorie Förderschule

Sieger der Filmklappe Delmenhorst:
Die entscheidene Arbeit
Lessingschule und Fröbelschule Delmenhorst

Kategorie Grundschule

Sieger der Filmklappe Hannover
Der Ernst des Lebens
DRK Kindertagesstätte Frielingen

Kategorie Jahrgang 5/6

Sieger der Filmklappe Helmstedt: Spaghetti für zwei Giordano-Bruno-Gesamtschule Helmstedt

Kategorie Sekundarstufe I

Sieger der Filmklappe Göttingen
Wer zu letzt kickt, lacht am besten
SVG Göttingen

Kategorie Sekundarstufe II

Sieger der Filmklappe Göttingen:
Der Soldat
Ratsgymnasium Wolfsburg

Moderiert wurde die Veranstaltung von den drei Schülerinnen der IGS Aurich-West Nina Jysch, Lara Uphoff und Marijke Roscher der IGS Aurich-West, die sich mit mir ein Jahr lang auf diesen Auftritt vorbereitet hatten: Der Text zum Filmklappen-Song musste geschrieben, geändert, verlängert, gekürzt und vor allem eingeübt werden. Dreistimmiger Gesang auf einer großen Bühne ist keine einfache Sache.
Die Moderation zwischen den Preisverleihungen fällt einem nicht einfach so ein - muss aber auf der Bühne so aussehen. Filme und Interviews wurden gedreht und kamen dann nicht einmal zum Einsatz, weil das Programm zu lang geworden wäre. Ideen hatten wir genug - aber nur 90 Minuten Zeit. Das war wohl die schwerste Entscheidung: was sollte weggelassen werden. Dabei half uns Wilhelm Bock, der Bühnenmeister der der Stadthalle, der uns die Bühne zu Proben immer wieder zu Proben zur Verfügung stellte.
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von einer Bläsergruppe der IGS Aurich-West, unter der Leitung von Kerstin Marwede. Frau Marwede schrieb auch das Arrangement zu unserem Song und komponierte den Tusch für die Siegerinnen und Sieger. Wer diese Proben erlebt hat, kann nur voll Begeisterung den Hut ziehen (wenn er einen hat), wie Schülerinnen und Schüler vom 5. - 12. Schuljahr sich an den Mundstücken der Musikinstrumente die Zähne ausgebissen haben, um am Schluss zusammen mit Lehrern einen so phantastischen Sound auf der Bühne zu produzieren. Hören und sehen könnt ihr Ausschnitte auf der Homepage der Schule des Medienzentrums Aurich im Videotrailer zur Verleihung der Niedersachsen Filmklappe. Kommentare und Anregungen sind ebenfalls per Email willkommen.
Das Fest endete mit einem gemeinsamen Essen im Foyer der Stadthalle zu den Klängen der Schülerband "Barcode" des Gymnasiums Ulricianum in Aurich, die ganz selbstverständlich ihre Mitarbeit anboten und über eine Stunde lang gekonnt Musik zum Abtanzen nach all der Aufregung boten. Ihnen unseren besonderen Dank.
Nina Jysch, Lara Uphoff, Marijke Roscher, Franz Traxler
Aurich, November 2008


aus: OZ vom 24.11.2008:

Schüler bummelten durchs Sprachendorf

An der IGS Aurich-West haben die Achtklässler ihre Fremdsprachenkenntnisse getestet. Die Lehrer schlüpften dafür in ungewohnte Rollen.

Nicolai Inyamah (14) kaufte bei „Markthändler” Franz-Joseph Lieblang Ananas.
 
Aurich - Dass sie sich im Ausland gut verständigen können, haben in dieser Woche rund 300 Schüler im Sprachendorf der IGS Aurich-West bewiesen. Die Fremdsprachenlehrer um Fachbereichsleiter Adrian Mills hatten das Dorf in der Schule aufgebaut ­ inklusive Marktstand, Touristinformation, Restaurant, Polizeistation und Arztpraxis.
Die Achtklässler mussten alltägliche Situationen auf Englisch, Französisch und Niederländisch meistern. Da ging es zum Beispiel darum, die Zutaten für einen Fruchtsalat zu kaufen. IGS-Lehrer Franz-Joseph Lieblang spielte den französischen Obsthändler.
Benotet wurden die Gespräche nicht - dennoch handelte es sich um Prüfungen, die in den Lernentwicklungsberichten festgehalten werden. Fast alle, so Jahrgangsleiterin Hannelore Meyerhoff, haben bestanden. Erstmals hatten sich auch die Realschule und der Grundschule Walle beteiligt.



aus: vom 22.11.2008:

Prüfungen ganz anders

Wieder "Talendorp" an der IGS Aurich-West / Sprachtest

mk/ mb Aurich. Als einzige Schule in Aurich veranstaltete gestern die IGS AurichWest das "Talendorp." Je nach ihrem Wahlpflichtkurs mussten die Schüler mit Prüfern aus dem jeweiligen Land Dialoge in Englisch, Niederländisch oder Französisch führen. Zum ersten Mal waren auch 40 Viertklässler der Grundschule Walle mit dabei. Sie mussten auf Englisch ihr Können unter Beweis stellen. Auch ein Niederländischkurs der Realschule Aurich nahm teil.
Organisiert wird das Talendorp seit vier Jahren von der Niederländisch-Lehrerin Margrit Meinen, dem Fachbereichsleiter für Fremdsprachen Adrian Mills und Stufenleiter Peter Hürter, der, für die Logistik zuständig ist. Jeder Schüler musste gestern von sieben Stationen vier bewältigen. Die Kinder und Jugendlichen sollten einem Touristen den Weg beschreiben oder ein Telefonat über einen Schüleraustausch führen. Außerdem wurde sie an einen Marktstand, auf einen Flohmarkt, in einer Polizeiwache, in einem Restaurant, auf einen Campingplatz und in einer Arztpraxis geprüft.
Die Idee für das Talendorp lieferte die Partnerschule aus Winschoten, die diese Veranstaltung schon seit sechs Jahren organisiert. Die Prüfer reisen in der überwiegenden Mehrzahl aus den jeweiligen Ländern an. In diesem Jahr kamen elf Lehrer aus Winschoten. In den Bereichen Englisch und Französisch wurden Lehrer eingesetzt.
In den vergangenen Jahren griff die IGS Aurich-West bei der Ausstattung der Stationen auf ihre Partnerschule in Winschoten zurück. Dieses Jahr schaffte sie das Equipment selber an. Die teilnehmenden Schüler erhalten eine Teilnahme-Urkunde und einen Pass, in dem an jeder Station eine bestimmte Punktzahl eingetragen wird. Ab 50 Punkten hat man die Prüfung bestanden. "In den ganzen vier Jahren hat noch kein Schüler die Lernziele nicht erreicht," so Margrit Meinen. Vor der Prüfung können die Schüler in einem Vorbereitungsraum mit einem Lernzettel einzelne Sätze üben, die abgefragt werden. Den Lernzettel hat die Schule zusammengestellt.
Nach Auskunft von Margrit Meinen ähneln sich Niederländisch und Plattdeutsch, doch die "Plattdeutschkinder" hätten auch Nachteile. Sie könnten zwar mehr verstehen, besäßen aber Defizite in der Aussprache.



aus: vom 17.11.2008:

Fremdsprachen im Alltag

Prüfungen an der IGS-West: Das "Talendorp" ist wieder aufgebaut

Aurich. Von Dienstag, 18 November, bis Freitag, 21 November, ist in der IGS Aurich-West wieder das "Talendorp" aufgebaut. "Talendorp" ist der holländisch Name für Sprachendorf un soll zum Ausdruck bringen, dass Fremdsprachenprüfungen in Alltagssituationen stattfinden. Dazu müssen die Achtklässler der Schule alltägliche Gespräche auf Englisch, Französisch oder Niederländisch im "Sprachendorf" führen - vom Einkauf am Marktstand bis hin zur Diebstahlsanzeige beim "bobby" oder "politieagent". Neu ist in diesem Jahr, dass auch SchülerInnen der Realschule Aurich an den Sprachprüfungen teilnehmen. Am Freitag sind sogar Grundschüler von der Grundschule Walle mit dabei. Damit die Alltagssituationen realistisch wirken, bauen die Fremdsprachenlehrer um Fachbereichsleiter Adrian Mills in einem Jahrgangsbereich der Schule ein kleines Dorf auf: Neben dem Marktstand mit Obst und Gemüse gibt es eine Touristinformation und einen Campingplatz samt Rezeption und Zelt. Auf der anderen Seite stehen gedeckte Tische: ein Restaurant. Daneben noch ein funktionierendes Telefon, um Auskunft über die günstigsten Bahnreiseverbindungen zu bekommen An diesen Stationen treffen die Schüler meist auf ihnen unbekannte Gesprächspartner: Lehrer der Partnerschule "Ubbo Emmius" in Winschoten und sprachbegabte Schüler der Oberstufe nehmen die Sprachprüfungen ab.


aus: vom 11.11.2008:

Werdet gute Demokraten

Ivar Buterfas spricht vor Auricher Schülern

Am 10. November 2008 war der Hamburger Weltfriedenspreisträger Ivar Buterfas zu Gast in der Lambertikirche und sprach vor Auricher Schülerinennen und Schülern zum Thema Rechtsextremismus und Antisemitismus.
Seit Jahrzehnten kämpft Buterfas gegen das Vergessen. Der Sohn einer christlichen Mutter und eines jüdischen Vaters überlebte als Halbjude die Zeit des Nationalsozialismus nur durch Glück. Unermüdlich arbeitet er als Sonderbeauftragter für Jugendaufklärung im deutschsprachigen Europa für Frieden, Gerechtigkeit und Völkerverständigung.
"Ich bin nicht hier, um Schuldzuweisungen vorzunehmen. Aber ich nehme Sie alle in die Pflicht, gute Demokraten zu werden." Gleich zu Beginn der Veranstaltung brachte Buterfas sein Anliegen auf den Punkt.
Ebenso berührt von den persönlichen Erinnerungen des Zeitzeugen über seinen Ausschluss von der Schule und der Pogromnacht des 9. November 1938 wie begeistert von seiner kompromisslosen und kämpferischen Stellungnahme gegen Neonazismus und Fremdenfeindlichkeit hörten die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen dem Buchautoren gebannt zu. Anschließend hatten die Jugendlichen Gelegenheit, Fragen zu stellen und Diskussionsbeiträge zu leisten und diese Möglichkeit wurde reichlich genutzt.
Dieser Vortrag hat nachhaltigen Eindruck bei den teilnehmenden Zehntklässlern hinterlassen. Die IGS Aurich-West war durch die Klassen 10h und 10i vertreten.
Gerlinde Dieker-Höft


aus: vom 03.11.2008:

Nach 30 Jahren nach ihrer Schulentlassung...

...haben sich am Sonnabend ehemalige Schüler der Klasse 10e der IGS Aurich- West wiedergetroffen. Organisiert hatten das Wiedersehen Anneliese Kasa und Johanna Gadacz. Wie sich herausstellte, wohnen die meisten der Ex-IGSler noch in Aurich und Umgebung. Der damalige Klassenlehrer, Matthias Gentsch, führte seine ehemaligen Schüler durch deren "alte" Schule. Danach saßen die Teilnehmer des Klassentreffens bei Tee und Kaffee zusammen und ließen den Abend mit einem gemeinsamen Grillen im "Kukelorum" ausklingen.



aus: vom 02.10.2008:

Von der Radio-AG zum Spielfilm

Regionaler Schulmedientag in der Auricher IGS West / Schüler stellen medientechnische Projekte vor

"Film ab!" hieß es gestern am Stand des Internatsgymnasiums Esens. Hier konnten Schüler alles zum Thema "Filmdreh" erfahren.

In der Dunkelkammer wurden mit alter Belichtungstechnik Fotos gemacht und entwickelt.
 
kat Aurich. In der Auricher IGS West drehte sich gestern alles um das Thema "Lernen mit Medien". Anlässlich des Schulmedientages präsentierten Schüler sämtlicher Schulformen aus der Region an etwa 80 Ständen Beispiele ihrer Arbeiten. Diese reichten vom Theaterstück über PowerPoint-Präsentationen bis hin zum eigenen Filmdreh. Die Viertklässler der Auricher Reilschule hatten zum Thema "Schule früher" alte Schiefertafeln aus Pappkarton nachgebastelt und mit ihrer Lehrerin einen Film gedreht. Die Kleinen fungierten dabei als Schauspieler in altertümllchen Verkleidungen. Schüler der Cirksenaschule aus Emden wiederum präsentierten ihre Arbeit als "Radio-AG". "Klappe die sechste", hieß es am Stand der "Nige-TV" Film-AG des Niedersächsischen Internatsgymnasiums Esens. Ein Jahr lang hatten dié Mitglieder an einem eigenen Film namens "Die Eliteschule" gearbeitet. Dieser wurde am Mittag im Auricher Carolinenhof-Kino im Rahmen des Schüler-Kurzfilm-Wettbewerbs "1. Niedersächsische Filmklappe" gezeigt. Am Stand in der IGS konnte jeder, der wollte, einmal ausprobieren, wie es ist, vor der Kamera zu stehen. Die Schüler bekamen Szenen aus dem Film "Die Eliteschule" vorgelegt und spielten diese nach. Technische Erklärungen gab es dabei von Lehrer Henrik Toepfer. Bis zum Mittag gab es außerdem drei Theateraufführungen von Schülern aus Varel, Burhafe und der Krummhörn. Medienspezifische Vorträge, beispielsweise zum Thema "Computersucht" oder "Die digitale Schulbank", standen ebenfalls auf . dem Plan. "Wir schaffen mit dieser Veranstaltung zum ersten Mal eine Übersicht über das mediale Angebot der verschiedenen Schulformen", sagte Veranstaltungskoordinator Franz Traxler vom Medienzentrum des Landkreises Aurich. "Alle machen dabei mit, von der Grund- über die Förder- bis zur Berufschule", so Traxler erfreut.



aus: OZ vom 25.09.2008:

Schüler befassen sich mit der Geschichte

Die Jugendlichen waren diesmal in Deutschland zu Gast. Weitere Begegnungen sind allerdings ungewiss : es fehlt das Geld.

Aurich - Intensive Kontakte nach Polen pflegt die IGS Aurich-West. Der 19. Schüleraustausch mit dem Lyceum in Starachowice führte die Jugendlichen nach Hamburg, Lübeck und Bremen.
Die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte stehe seit Beginn der Partnerschaft im Mittelpunkt des Austausches, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule. Vor allem die Ereignisse des 20. Jahrhunderts sollen gemeinsam aufgearbeitet und diskutiert werden.
Auch in diesem Jahr waren die Emslandlager, in denen polnische Kriegsgefangene und Widerstandskämpfer eingesperrt waren, eine wichtige Station. Der Besuch der drei Hansestädte Hamburg, Lübeck und Bremen habe aber auch eine sehr viel ältere Vergangenheit in den Blickpunkt gerückt. Die Bedeutung des Handels für diese Städte schon seit dem Mittelalter wurde bereits am zweiten Tag des Austausches deutlich, als die Schüler auf einer Barkasse den Hamburger Hafen erklärt bekamen. Die Besichtigung der Innenstädte mit ihren historischen Bauwerken und Denkmälern ließ aber noch eine weitere Gemeinsamkeit deutlich werden. In Hamburg waren es die zentrale Position sowie die Größe und Pracht des Rathauses, die das Selbstbewusstsein der Bürgerschaft nachvollziehbar machten. In Lübeck erstaunte die gewaltige Dimension der St. Marienkirche, die einer Bischofskirche würdig ist, aber durch stolze Kaufleute finanziert wurde. In Bremen war der Gegensatz zwischen kirchlichen Herrschaftsanspruch und bürgerlichen Selbstbewusstsein für die Jugendlichen noch einfacher zu erkennen: Wachsam hält dort der „Roland“ den Dom im Auge. Neben ernsten Themen stand auch Unterhaltung auf dem Programm : zum Beispiel ein gemeinsamer Ausflug auf die Insel Norderney und eine Einführung in das Kajakfahren auf dem Großen Meer.
Eltern bereiteten ein ostfriesisches Essen und einen abschließenden Grillabend vor. Einen Einblick in die regionale Industrielandschaft gewährte Enercon mit einer Führung durch seine Produktionsanlagen.
Der Gegenbesuch in Starachowice ist für April 2009 geplant. Ermöglicht werde dies durch die finanzielle Unterstützung durch das deutsch-polnischen Jugendwerk, den Förderverein der IGS und den Landkreis. Dennoch sei auf Grund gestiegener Preise in Polen die Finanzierung des Austausches nicht gesichert. Man suche Sponsoren.


aus: vom 24.09.2008:

Auricher IGS-Schüler hatten das Lyceum Starachowice zu Gast

Polnische Jugendliche besuchten Ostfriesland / Es wurden Tagesreisen nach Hamburg, Bremen und Lübeck unternommen / Gegenbesuch geplant


Die Schüler der Auricher IGS West und die polnischen Austauschschüler aus Starachowice am Hamburger Rathaus

Aurich. Seit 1990 hat die Auricher IGS West eine Partnerschaft mit der polnischen Schule Lyceum Starachowice.
Jetzt gab es schon den 19. Schüleraustausch. Polnische Jugendliche besuchten Ostfriesland. Die 17- und 18-Jährigen haben zwar Deutsch als zweite Fremdsprache, doch verständigt haben sich die polnischen Schüler mit den ostfriesischen Neunt- und Zehntklässlern in Englisch. Die Ausflugsziele der 42 Schüler sollten ihnen die eigene Geschichte näher bringen. So führten die Tagesreisen in die Hansestädte Hamburg, Lübeck und Bremen. Die Städte verdeutlichen die Bedeutung des Handels. Bei einer Barkassenfahrt durch den Hamburger Hafen wurde den jugendlichen die Geschichte der Hanse im Mittelalter erklärt. Die Besichtigung der Innenstädte machte die Bedeutung der damaligen Kaufleute noch deutlicher. Die Hamburger bauten das Rathaus, die Lübecker Kaufleute die St. Marienkirche und die Bremer den "Roland", der den Dom im Auge behält.
Die Emslandlager waren auch eine der Besuchsstationen. Dort wurden damals polnische Kriegsgefangene und Widerstandskämpfer eingesperrt.
Neben den ernsten Themen stand auch Unterhaltung auf dem Programm. Ein Ausflug nach Norderney, Kajakfahren am Großen Meer und eine Führung bei der Auricher Firma Enercon rundeten das Programm ab. Zum Abschluss gab es für die polnischen Besucher einen Abend mit typisch ostfriesi schen Gerichten und Grillkost. In den zehn Tagen sind zwischen den polnischen und deutschen Jugendlichen viele Freundschaften geschlossen worden. Im April gibt es bei dem Gegenbesuch der Ostfriesen in Polen die Möglichkeit, diese zu vertiefen. Der Landkreis, das deutsch-polnische Jugendwerk und der Förderverein IGS unterstützen das Projekt. Die Finanzierung ist aber aufgrund der gestiegenen Preise in Polen nicht mehr gesichert. Es werden weitere Sponsoren gesucht.


aus: vom 19.09.2008:

Teestuben-Kasse an Kinderklinik gespendet

Schüler der IGS Aurich-West übergeben Erlös vom Kuchenverkauf / Klinik will Bücher davon kaufen

Gestern übergaben die Schüler der IGS ihren selbstgebastelten Scheck an Dr. Heidrun Röhrs (2. v. links) und Erzieherin Antje Meyer (Mitte). Die Schüler von links: Janneke Wysotzki, Tim Jakoks, Isabel Wilts, Anika Naß und Amke Boekhoff
Foto: Seidel

 
ds Aurich. Gestern Nachmittag übergaben Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West 250 Euro an die Kinderklinik der Ubbo Emmius-Klinik Aurich. Die Spende stammt aus dem Erlös der "Teestube", die in der IGS von den fünften und sechsten Klassen bewirtschaftet wird. Die Idee zu spenden entwickelte sich durch die Veranstaltung "Aurich liest ein Buch". Die Klassenstufen fünf bis neun konnten freiwillig jeden Tag in der ersten Stunde an dem Buch "Oskar und die Dame in Rosa" arbeiten. Sie schrieben Briefe an Oskar, führten fiktive Interviews mit seinem Arzt und bastelten das Krankenzimmer nach. Zudem gestalteten sie ein Schaufenster einer Buchhandlung.
Durch das Buch kam den fünften und sechsten Klassen die Idee, den diesjährigen Erlös ihrer "Teestube" an die Kinderklinik zu spenden. "Da die Spende von Kindern kommt, soll sie auch den Kindern hier in der Klinik zugute kommen", berichtete Oberärztin Dr. Heidrun Röhrs. "Wir planen, von der Spende Bücher für das Spielzimmer der Klinik zu kaufen", sagte Ärztin weiter. Bevor die Schüler ihren Scheck überreichten, haben sie einigen Patienten ihr Projekt vorgestellt und Passagen aus dem Buch "Oskar und die Dame in die Rosa" vorgelesen.



aus: OZ vom 23.09.2008:

Werbung in der IGS: Polizei hatte gewarnt

Der Landkreis Aurich will nun „Konsequenzen aus eigenem Fehlverhalten ziehen”. Eine Anordnung, die Plakate zu entfernen oder zu verdecken, gibt es noch nicht.

Harald Venekamp ist bei der Auricher Polizei für Jugendsachen zuständig. Bei Informationsveranstaltungen warnt er junge Leute vor den Folgen des Alkoholmissbrauchs.
Aurich - Der Landkreis Aurich wird auf die unerlaubte Werbung in der Sporthalle der IGS Aurich-West reagieren. Dies kündigte Kreisrat Frank Puchert am Montag auf Nachfrage der OZ an. Wie berichtet, wurden die Plakate und Werbebanner der OHV-Sponsoren nach den Heimspielen des Handballzweitligisten bislang nicht entfernt oder überhängt. Das heißt: Sie sind auch während des Schulunterrichts zu sehen. Dies gilt auch für zwei überdimensionale Pilsgläser, mit denen die Firma Haacke Beck links und rechts der Anzeigetafel wirbt.
Der Landkreis ist Träger der IGS. „Wir werden uns ein Bild vor Ort machen und überlegen, welche Konsequenzen wir aus unserem eigenen Fehlverhalten ziehen”, sagte Puchert. Eine Anordnung, die Werbung zu entfernen, sei noch nicht ergangen.
Harald Venekamp, Jugendschutzbeauftragter bei der Polizeiinspektion Aurich sagt, er habe bereits vor Jahren darauf hingewiesen, dass Kinder und Jugendliche in der IGS-Halle „mit Werbung zugepflastert werden”. Das könne nicht gut sein. „Ich habe verschiedene Stellen auf das Problem hingewiesen”, sagte der Kriminaloberkommisar auf Anfrage der OZ. Welche das konkret waren, wollte er nicht sagen.



aus: OZ vom 20.09.2008:

IGS Aurich-West: Bierreklame in der Sportstunde

Die Plakate wurden nach den OHV-Spielen nicht abgedeckt. Die Schule habe mehrfach auf die Situation hingewiesen - ohne Erfolg. Nun will der Landkreis reagieren

Im Sportunterricht sehen die IGS-Schüler viel Reklame - auch für Pils.
Aurich - Werbung in Schulen, die nichts mit deren Bildungsauftrag zu tun hat, ist verboten. Dies regelt ein Erlass des niedersächsischen Kultusministeriums. In der Sporthalle der IGS Aurich-West aber wird fleißig Reklame gemacht – von Versicherungen, Handwerkern, Autofirmen und, links und rechts neben der Anzeigetafel, sogar einem Bierbrauer.
Plakate und Werbebanner hängen an den Hallenwänden, weil der Handballzweitligist OHV Aurich dort seine Heimspiele austrägt und auf Sponsoren angewiesen ist. Sie hängen dort aber auch, wenn die Halle für ihren eigentlichen Zweck genutzt wird – den Schulsport. Kreisrat Frank Puchert weiß, dass das nicht in Ordnung ist. „Das hat sich so eingeschlichen und wurde bisher von allen Beteiligten unausgesprochen akzeptiert”, sagte er auf Nachfrage der OZ.
Der Landkreis will nun Konsequenzen ziehen
Es sei in der Tat sehr aufwendig, die Werbung nach den Handballspielen abzunehmen oder zu verdecken. Der Landkreis werde sich in der kommenden Woche aber intensiv mit dem Thema befassen und Konsequenzen ziehen, kündigte Puchert an. Dass in der Halle während des Schulunterrichts sogar für Bier geworben wird, habe er nicht gewusst. „Das geht nicht”, sagte der Kreisrat, „da gibt es keinerlei Spielraum.”
Dass alle Beteiligten die Situation stillschweigend akzeptiert haben, ist aber offenbar nicht ganz richtig. „Wir haben den Landkreis als Schulträger mehrfach auf das Problem hingewiesen”, sagte IGS-Leiter Thorsten Quest. Er sprach von einem „langen, aber erfolglosen Kampf”. Lehrer hätten sogar von sich aus Plakate abgerissen und damit den Ärger des Landkreises auf sich gezogen – weil der OHV Regressansprüche angemeldet habe.



aus: OZ vom 19.09.2008:

Schüler spenden der Kinderklinik 250 Euro

Aktion - Geld wurde gestern überreicht

AURICH / LP - Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West übergaben der Kinderklinik in Aurich gestern 250 Euro. Das Geld war im Rahmen des Projektes Teestube der Jahrgangsstufen fünf und sechs zusammengekomtuen. "Die Kinder haben unter anderem Tee, Obst und Rosinen verkauft", so Heidrun Gross, die die Teestube betreut hat.
Die Idee, das Geld der Klinik. zu spenden, entstand beider Aktion "Eine Stadt liest ein Buch". Das Buch "Oskar und die Dame in Rosa" stand im Mittelpunkt. Darin geht es um einen kranken Jungen. Das Buch hat die Schüler berührt, sie wollten selbst etwas für kranke Kinder tun. Sie sammelten Geld, und. gestern lasen sie den kleinen Patienten in der Klinik auch noch aus dem Buch vor. Sie zeigten außerdem ein Krankenzimmer, das sie bei der Projektarbei zum Buch gebastelt hatten.


aus: vom 18.09.2008:

Schüler-Spendenlauf brachte 45277 Euro ein

4317 Schüler beteiligten sich am 12. Juni an dem Großereignis / DKMS ferut sich über 22650 Euro Spende

Helmut Domenghino (vorne 1. von links) übergab gestern einen Scheck an DKMS-Vertreterin Anna Fennen (vorne 2. von links). Weiter auf dem Bild sind Vertreter der beteiligten Schulen, Eltern- und Schülervertreter, Mitglieder des Organisationsteams sowie Jens Coordes (4. von links) vom E-Center "Parkkauf", das den Lauf mit Getränke- und Lebensmittelspenden unterstützte.


fre Aurich. Der stolze Betrag von 45277 Euro kam bei einem Spendenlauf am 12. Juni (wir berichteten) von sechs weiterführenden Schulen aus Aurich zusammen. Davon gehen 22650 Euro an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Anna Fennen als Vertreterin der DKMS nahm gestern den Scheck in der IGS West in Aurich entgegen. Sie ist gleichzeitigVorsitzende des Vereins zur Hilfe leukämiekranker Kinder mit Sitz in Rhauderfehn. Das restliche Geld geht an die beteiligten Schulen. Es soll dort zur Verbesserung des Lernklimas eingesetzt werden. So will zum Beispiel die IGS West das Schulgelände neu gestalten.
Helmut Domenghino vom Spendenlauf-Arbeitskreis dankte in seinem Resümee allen Beteiligten für die Unterstützung. 4317 Schüler hatten sich an dem Lauf beteiligt und waren auf die 8,2 Kilometer lange Strecke gegangen. Für, die erlaufenen Kilometer hatten sich die Schüler Spansoren gesucht, die einen vereinbarten Betrag spendeten. "Im Schnitt waren das zirka 10,50 Euro pro Schüler", lobte Domenghino. Das sei unter Berücksichtigung der sozialen Verhältnisse der Kinder ein hoher Betrag.
Neben der IGS Aurich-West beteiligten sich die Realschule, die IGS Waldschule Egels, das Gymnasium Ulricianum, die Förderschule "Lernen" sowie die Förderschule Körperliche und motorische Entwicklung an dem Lauf.


aus: OZ vom 18.09.2008:

Schulen sammelten Geld für Knochenmark-Spenderdatei

An der Integrierten Gesamtschule Aurich-West wurde am Mittwoch der Scheck übergeben. Für die gesammelten 22 650 Euro kann nun das Blut von 453 potenziellen Stammzellenspendern untersucht werden.

Aurich - Insgesamt 37 128,80 Kilometer sind Auricher Schüler im Juni für einen guten Zweck gelaufen. Dafür haben sie Spenden in Höhe von 45 277,50 Euro eintreiben können. Mit 22 650 Euro geht nun etwa die Hälfte davon an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Am Mittwoch wurde an der Integrierten Gesamtschule Aurich-West der Scheck an Anna Fennen, Vertreterin der DKMS in Ostfriesland, übergeben.
Die andere Hälfte des Geldes teilen das Ulricianum, die IGS Aurich-West, die IGS Waldschule Egels, die Realschule, die Förderschule lernen und die Förderschule körperliche und motorische Entwicklung, die den Lauf organisiert haben, unter sich auf.
Für die gesammelten 22 650 Euro kann nun das Blut von 453 potenziellen Stammzellenspendern untersucht werden. Die Daten werden in der Zentraldatei des DKMS gespeichert und sind weltweit abrufbar. Dadurch kann für einen Leukämiekranken der passende Spender gefunden werden. Anna Fennen kündigte an, in Kürze in Aurich eine Typisierungsveranstaltung durchführen zu wollen.


aus: vom 23.08.2008:

220 neue Fünftklässler an der IGS Aurich-West

Musik- und Tanzvorführungen sowie Beiträge der Zirkus-AG / Fröhliche Feier in der Aula

Auch die Mitglieder der Zirkus-AG zeigten den Neuzugängen, was sie schon gelernt haben
 
Aurich. 220 Mädchen und jungen hatten am Freitag ihren ersten Schultag an der IGS Aurich-West. In einer fröhlichen und stimmungsvollen Einschulungsfeier begrüßten die älteren Schüler und die Lehrer ihre neuen Mitschüler und deren Eltern, die auch zahlreich erschienen waren. Musik- und Tanzvorführungen sowie Darstellungen der Mitglieder der Zirkus-Arbeitsgemeinschaft erfreuten das Publikum. Nach der Einschulungsfeier lernten die Fünftklässler ihre Klassenlehrer und ihre neue Schule kennen. Es konnten nicht alle, die sich an der Schule angemeldet hatten, aufgenommen werden (die ON berichtete). Umso glücklicher waren diejenigen, die einen Platz an ihrer Wunschschule bekommen haben und nun einen gelungenen Start in das Schuljahr hatten.