vom 21.07.2011 - von Steffen Haake
Die vietnamesischen Austauschschüler Huyen Ngoc Nguyen und Tran Huyen Le in Aurich. Es fehlt Long Ngoc Tran.
Aurich/Hanoi. Drei 15 bis 16-Jährige vietnamesische Austauschschüler besuchen momentan für vier Wochen die Klasse 11.7 der IGS Aurich-West. Huyen Ngoc Nguyen, Tran Huyen Le und Long Ngoc Tran wohnen im Rahmen des Austauschprogramms "PASCH", das mithilfe des Auswärtigen Amtes international Freundschaften zu Partnerschulen pflegt, bei den Auricher Schülern Frauke Flessner, Ina Ubben und Hendrik Freimuth.
Die Vietnamesen besuchen normalerweise in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi eine öffentliche Schule und verfügen über gute Deutsch-und Englischkenntnisse, die sie im Rahmen dieses Austausches noch aufbessern wollen. Im Rahmen des Programms besuchen sie wie deutsche Schüler die IGS und viele norddeutsche Sehenswürdigkeiten.
Im Gespräch machen sie deutlich, wie unterschiedlich das Leben hier von dem im Vietnam ist. Die deutsche Schule sei einfacher, die Lehrer und Mitschüler oft freundlicher. Auch gebe es hier keine Schuluniformen. Darüber hinaus müsse man hier kein Schulgeld bezahlen.
Auch die örtlichen Gegebenheiten seien laut den jungen Sprachbegabten sehr verschieden. Hanoy sei eine Stadt mit sechs Millionen Einwohnern, für asiatische Verhältnisse jedoch nichts Ungewöhnliches. Um die weitere Erhöhung der Einwohnerzahl zu verhindern, erlaube die Regierung jeder Familie nur zwei Kinder zu haben. In der Großstadt müsse man auf engstem Raum leben, während auf dem vietnamesischen Land kaum Geld zu verdienen sei. Die jungen Vietnamesen zeigten sich besorgt über die Flucht so vieler vietnamesischen Bauern in die Städte. Dies würde einsetzen, weil die Landbevölkerung immer mehr verarme.
Nichtsdestotrotz gebe es aber auch unheimlich viele Überschneidungen zwischen der vietnamesischen und deutschen Jugendkultur. Bekanntlich waren beide Länder schon einmal teilweise von den US-Amerikanern besetzt; dies ist nun schon lange vorbei, der große Einfluss der USA auf Wirtschaft, Politik und Kultur beider Länder ist jedoch geblieben. So gibt es im Vietnam genau wie in Deutschland sehr viele amerikanische Unternehmen und Huyen, Tran und Long hören ähnliche Musik wie viele deutsche Teenager. Neben amerikanischen Teeniestars wie Lady Gaga steht auch die deutsche Band Tokio Hotel bei den Jugendlichen hoch im Kurs. Erstaunlich, wie klein die globalisierte Welt doch geworden ist.
Verbindungen zu Deutschland finden die drei auch sonst genug: von jedem wohnt mindestens ein Familienmitglied in Deutschland. Doch wer denkt, der Vietnamkrieg sei in diesem Fall dafür verantwortlich, irrt. Laut den jungen Schülern hätten ihre Familienmitglieder schlichtweg bessere Jobaussichten nach Deutschland gelockt. Die drei spielen sogar auch schon mit dem Gedanken, in Deutschland zu studieren.
Für den Moment freuen sich Huyen, Tran und Long nun aber erst mal auf die verbleibende Zeit in Ostfriesland und all die neuen Freunde, Eindrücke und Fähigkeiten, die sie während dieser interkulturellen Begegnung noch sammeln werden.

Der zehnte Jahrgang der IGS Aurich-West war laut Schulleiter Thorsten Quest "überaus erfolgreich".
Aurich. In der IGS Aurich-West erhielten in diesem Jahr 216 Schüler ihre Abschlusszeugnisse der Sekundarstufe I. Mit 121 erweiterten Sekundarabschlüssen, 57 Realschulabschlüssen und 33 Hauptschulabschlüssen war der Jahrgang überaus erfolgreich, teilte Schulleiter Thorsten Quest mit.
Quest hebt hervor, dass zu Beginn der 5. Klasse 53 Schüler mit einer Gymnasialempfehlung an der IGS starteten und nun mehr als doppelt so viele einen Abschluss machten, der zum Besuch der gymnasialen Oberstufe berechtigt. Dies spreche deutlich gegen eine frühe Festlegung der Schullaufbahnen. Mit einem feierlichen Abschlussball endete damit ein wichtiger Lebensabschnitt.
Es erreichten einen Abschluss:
Klasse l0a: Saskia Arjes, Steffen Beitelmann, Alexander Bekker, Stefan Bloem, Stefan de Boer, Mareke Bohlen, Helge Bredenberg, Lukas Cramer, Fabian Dirks, Katharina Dombrowski, Dennis Felix, Lea Frerichs, Maria Frerichs, Rene Harms, Melanie Jakobs, Oriana Köhler, Ilona Luhmann, Ocko Mennebäck, Stefan Meyer, Tabea Müller, Anja Raveling, Anna Reck, Keno Rinderhagen, Lisa Spinneker, Anna-Lena Wessels und Stephanie Willms.
Klasse 10b: Astrid Marie de Boer, Hendrik Backer, Anja Bikker, Tjark Bockelmann, Lydia Brauer, Magdalena Bukowski, Clara Dirks, Arne Ditzmann, Katharina de Groot, Yvonne Hallmann, Sandra Herlyn, Karen Hochmuth, Elena Hoofdmann, Lisa Jakobs, Marten JanssenZimmermann, Maike Kasa, Jonas Lubinus, Vera-Sophie Mäcken, Julian Marsollek, Marcel Meyer, Carina Möhlmeyer, Lena Niemeyer, Mirko Saathoff, York Schlichter, Sarah Schlömer, Mirco Schütte, Oliver Vitsios und Lukas Winter.
Klasse 10c: Tom Außieker, Oliver Andreas, Steffen Barkhoff, Mareike Bergmann, Heike Blumenfeld, Lena de Boer, Hendrik Julius Garrelts, Sabrina Garrelts, Lukas Harms, Luisa Hartema, Janik Ideus, Frank Tjado Ihmels, Laura Jakobs, Ina Janssen, Jochen Janssen, Marcus de Jonge, Saskia Krull, Axel Lengert, Steven Löffelholz, Sarah-Jane Müller, Michael Reimer, Simone Schoolmann, Tanja-Angela Reemts, Sarchiya Toufek, Insa Uphoff, Lars Uphoff, Eike Wessels, Mareke Wilts und Thomas Wurps.
Klasse 10d: Tido Berger, Eiko Brauner, Jannes Buß, Nils Campen, Janina Casjens, Steffen Djuren, Miriam Fechner, Hauke Frerichs, Holger` Gerdes, Mareike Harms, Annika Kanthak-Gerdes, Marina Meints, Jasmina Naß, Lara Neemann, Julia Peters, Julia Samraj, Marvin Schipper, Svenja Leah Marie Schuirmann, Tjado Strumm, SvenErik Strunk, Keno Uphoff, Florian Vinke, Sarah de Vries und Kay David Weber.
Klasse 10e: Andre Ahrens, Keno Becker; Rebekka Boekhoff, Henrieke de Boer, Carmen Böhling, Tobias Bollmeyer, Tiemo Brants, Lisa Brauer, Wilko Busemann, Imke Dörnath, Laura Gerner, Insa Gieseler, Katharina Härtel, Tobias Herzich, Jasmin Hinrichs, Fabian Janssen, Anna Janßen, Katja Jöhnke, Christoph Kleemann, Jannes Kroon, Jannis Langensiepen, Alexander Meinen, Marcel Mindrup, Andre Pupkes, Teelko Rinderhagen, Lisa Saathoff, Nils Leif Tütje und Imke Wurpts.
Klasse 10f: Lena Barfs, Insa Bleeker, Frank Constant, Lukas Eden, Leenert Frerichs, Rena Ideus, Tessa-Julia van Jinnelt, Stefan Jungenkrüger, Verena Kampen, Lea Kanthak, Lisa Klaaßen, Ihno Klemme, Julia Kuiper, Kathrin Lichtsinn, Phillip Lindner, Neele Martens, Daniel Mayer, Rene Mayer, Frederik Möhlmann, Jan Möhlmann, Jannes Rewerts, Jennifer Schenk, Neele Schilling, Eike Ubben, Anna-Lena Veith, Tobias Vos und Kai-Uwe Wachtendorf.
Klasse 10g: Lisanka Ahrenholtz, Sven Arends, Wiebke Bohlen, Hilke Brahms, Annalena Dirks, Stefan Ehmen, Ina Feeken, Marie Frerichs, Verena Geiken, Jana Geuken, Keno Hußmann, Stefan Ihnen, Wiebke Ihnen, Anna Sophie Kahle, Arne Leeling, Nils Lepper, Zahra Malla, Thorben Alexander Meyer, Patrick Pawendenat, Maja Schütt, Jendrik Seeberg, Marie-Charlotte Sleuwen, Carsten Tamminga, Maike Thien, Frank Ulferts, Kevin Warnat, Janna Weiland und Mareike Fürst.
Klasse 10h: Samir Bien, Michèle Brade, Stefan de Buhr, Denise Duitsmann, Ina Düvel, Denis Evers, Julia Hillers, Lina Holst, Eike Janssen, Sascia Janßen, Tim Jürrens, Steven King, Am-Christin Kleen, Mann Singh Malhi, Rann Singh Malhi, Jaron Muser, Nadine do Nascimento Vital, Nina Neumann, Domenic Reiß, Stefan van Rhee, Henning Roolfs, Sina Schaffert, Selina Schlenkermann, Dymphna Maybelle Sih, Sophie-Helene Sleuwen, Wiebke Willms, Fiona Willner und Neele Wollmann.
Der Verein "Herzkinder Ostfriesland" kann sich über 1000 Euro freuen, der Förderverein der IGS Aurich-West über 930 Euro. Das Geld kam im vergangenen Jahr bei der Abschlussfeier des zehnten Jahrgangs der IGS zusammen. Am Mittwoch wurden die Schecks übergeben - aus "organisatorischen Gründen" etwas verspätet. Für die "Herzkinder" nahm stellvertretende Vorsitzende Nadja Poppen (hintere Reihe) den symbolischen Scheck entgegen. Begleitet wurde sie von Hilko, Rieka und Neele (vorn, in "Herz-Kinder"-T-Shirts). Den Förderverein vertraten Vorsitzender Martin Fromm (hinten links) und Stellvertreter Daniel Ohlwein. Mit im Bild (sitzend, von links) die Schüler Saskia Weets, Hilke Eggen, Jan Bokemeyer, Ines Janßen, Thorsten Roß und Svenja Wehkamp. BILD: ZABKA
Mit einem "Sporthemenfest am Meer" hat der Sport-Wahlpflichtkursus "Gesundheit und Bewegung" der IGS Aurich-West den Abschluss des Schuljahres am Strand von Bensersiel gefeiert. 240 Schüler und Lehrer des zehnten Jahrgangs nahmen teil und waren beim Strandvolleyball, Strandfußball, Streetbasketball, Schwimmen, Inlinern, Skaten, BMX-Fahren und Sandskulpturenbau aktiv. Es ist das zweite Sportfest dieser Art der IGS, die vom Land Niedersachsen vor zwei Jahren als "sportfreundliche Schule" zertifiziert wurde.
Aurich/Norddeich. Etwa 240 Schüler und Lehrer des 10. Jahrgangs der IGS Aurich-West haben unter dem Motto "Wer andere bewegen will, muss sich selber bewegen" zum Abschluss ihrer Schulzeit am Sportthemenfest am Meer teilgenommen. Schauplatz war der Bensersieler Strand. Dort hatten Schüler des Wahlpflichtkurses Sport drei Spielturniere (Beachvolleyball, Streetbasketball und Inliner/Skaten/BMX) und drei Freizeitsportaktivitäten (Beachsoccer, Schwimmen und Sandskulpturenbau) vorbereitet.
Die IGS Aurich-West ist im Rahmen des Förderprogramms des niedersächsischen Kultusministeriums 2009 zur "sportfreundlichen Schule" zertifiziert worden. Diese Auszeichnung habe sich im Programm der Schule etabliert und ist Bestandteil des sportlichen Unterrichtsangebots, das bei den Schülern auf immer mehr Zustimmung stoße, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule.
Aurich - Jonas, Marilena und Ronja sind mit ihren sechs und sieben Jahren die jüngsten Mitglieder der Trachten- und Volkstanzgruppe Strücken (Rinteln). Für sie ist es Abenteuer pur: In einem Klassenzimmer auf Matratzen schlafen und in großer Runde in einer Mensa frühstücken. Schnell haben sie sich in dem Gewirr von Gängen und Unterrichtsräumen in der IGS Aurich-West zurechtgefunden. Während die Eltern gegen 9 Uhr noch am Tisch in der Mensa den Tagesablauf besprechen - drei Auftritte sind geplant - verschwinden die Kleinen schon wieder in ihr Matratzenlager im ersten Stock, um zu spielen. Rund 700Volkstänzer sind zum Tag der Niedersachsen in der IGS untergebracht. Insgesamt sind es 2000 Menschen aus ganz Niedersachsen, die in den Berufsbildenden Schulen, im Gymnasium Ulricianum, in der Realschule und in der IGS in Aurich untergebracht sind.
"Dieses Mal haben wir den Luxus, über zwei Räume verfügen zu können", freut sich Vorsitzende Monika Mackenstein. Mit 20 Personen ist ihre Gruppe von der Weser nach Aurich gereist. Natürlich schlafe man nicht so gut, aber das sei bei solchen Veranstaltungen immer so. Die Volkstänzer aus Strücken haben gleich am ersten Abend das Programm in der Innenstadt verfolgt. "Es ist ganz schön spät geworden", verrät eine der Volkstänzerinnen und genießt ihren heißen Kaffee.
Den schenken Diana Aeilts, Stefan und Gabriele Otten von der Feuerwehr Middels in der IGS-Mensa aus. "Wir sind um drei Uhr aufgestanden und haben hier um vier losgelegt", sagt Stefan Otten. Es gibt auch Tee und Kakao, frische Brötchen, Auflage von Wurst bis Nutella sowie Obst und Müsli.
Auch die Mitglieder der Sorbischen Trachtengruppe aus Seidewinkel (sächsische Lausitz) sitzen an diesem Morgen gut gelaunt in der Mensa und frühstücken. Sie sind am Freitagnachmittag losgefahren und nachts um einUhr in Aurich angekommen. "Wir sind schon zum vierten Mal beim Tag der Niedersachsen dabei", so ihr Leiter Uwe Schuster. Beim großen Umzug am Sonntag zeigten sie einen sorbischen Hochzeitszug.
Aber nicht nur Auswärtige haben das Gemeinschaftsgefühl in den Auricher Schulen genossen. In der IGS wollten sich zum Beispiel elf Mitglieder der Volkstanzgruppe Sandhorst "diese tolle Stimmung" nicht entgehen lassen, wie Kerstin Janssen gegenüber der OZ sagte. "Wir sind um drei Uhr aufgestanden" - Stefan Otten
Aurich - Schulleiter Thorsten Quest hat am Mittwoch den traditionellen "Chaostag" für die Mittelstufe der IGS Aurich-West abgesagt, weil rund 100 Schüler des zehnten Jahrganges schon über Nacht Chaos in der Schule angerichtet hatten. Sie hatten vor der Schule gezeltet und waren in der Nacht in die Schule eingedrungen. Umgeworfene Tische und Stühle, auf dem Boden verteiltes Besteck aus der Mensa, zerrissene Kunstbilder, eine aus der Wand gerissene Uhr und ein kaputtes Hinweisschild waren am nächsten Morgen sichtbare Zeichen der chaotischen Nacht.
Laut Quest ist es an der IGS Tradition, dass die Abgänger der Sekundarstufe I zum Abschluss einen so genannten Chaostag veranstalten. Dahinter verberge sich der Abschied aus der Schule insbesondere von den jüngeren Schülern aus den fünften und sechsten Klassen. Die Schule werde mit Luftballons geschmückt, es würden Bonbons verteilt, lustige Aktionen im Unterricht der jüngeren Klassen veranstaltet und hier und dort kleine Streiche gespielt.
In der Nacht davor zelte der zehnte Jahrgang immer auf dem Schulgelände. Das sei in dieser Nacht wohl etwas aus dem Ruder gelaufen. Eine kleine Gruppe von Schülern habe sich Zugang ins Schulinnere verschafft, so Quest, und dann die anderen nachgeholt. Etwa hundert Jugendliche seien in der Schule gewesen.
Quest ist froh, dass dann vergleichsweise wenig passiert sei. Von einer Anzeige bei der Polizei habe er auch abgesehen. Die Anstiftergruppe habe sich bei ihm gemeldet, was ein gutes Zeichen sei. Insgesamt herrsche bei den Schülern, die sich nachts in der Schule aufgehalten hätten, Betroffenheit. Traurig sei natürlich der Rest der Schule über diese Aktion, einige Lehrer hätten härtere Konsequenzen gefordert.
Wie die Schüler in das Gebäude gelangen konnten, ist noch nicht geklärt. Ihm hätten sie gesagt, dass eine Tür nicht verschlossen gewesen sei, so der Schulleiter. Bei einer Überprüfung habe man auch keine Aufbruchspuren an Fenster oder Türen gefunden.
Die offizielle Zeugnisübergabe soll heute in der IGS wie geplant über die Bühne gehen. "Ich werde in meiner Ansprache natürlich auf diesen Vorfall eingehen", sagte Quest zur OZ. Eigentlich habe es sich um einen sehr positiven und guten Jahrgang gehandelt. Er erwarte jedoch von jungen Leuten im Alter von durchschnittlich 16 Jahren mehr Verantwortungsbewusstsein. "Vor allen Dingen, wenn einige unverantwortlich handeln, dann müssen die anderen sie in die Schranken verweisen", sagte er. Das habe in dieser Nacht nicht geklappt. Die jungen Menschen würden sich ihre Zukunft verbauen, wenn sie immer nur den Spaß in den Vordergrund stellen würden.
Gutheißen kann man das Verhalten der Schüler nicht, aber der nächtliche Besuch in der Schule hätte tatsächlich auch schlimmer ausgehen können. IGS-Schulleiter Thorsten Quest beweist Stärke, wenn er nicht durch übermäßige Härte reagiert. Auch das ist Verantwortungsbewusstsein. Eine generelle Absage der Abschlussfeierlichkeiten zum Beispiel wäre wie ein Schießen mit Kanonen auf Spatzen gewesen. Alle guten Schuljahre wären plötzlich durch den einen dummen Aussetzer in einem negativen Licht erschienen.
216 Schüler haben die zehnte Klasse an der IGS Aurich-West absolviert. 121 haben den erweiterten Sekundarabschluss geschafft, der zum Besuch der Oberstufe mit Abitur berechtigt.
57 Schüler haben den Realschul- und 33 den Hauptschulabschluss in der Tasche. Nur fünf Schüler sind ohne Abschluss geblieben.
Laut Schulleiter Thorsten Quest ist das ein sehr gutes Ergebnis. Gestern Vormittag wurden die Zeugnisse feierlich übergebe Die Eltern luden im Anschluss zu einem Büffet in der Schule ein. Seinen Abschlussball hatte der Jahrgang gestern in der Stadthalle Aurich.
Gutheißen kann man das Verhalten der Schiller nicht, aber der nächtliche Besuch in der Schule hätte tatsächlich auch schlimmer ausgehen können. IGS-Schulleiter Thorsten Quest beweist Stärke, wenn er nicht durch übermäßige Härte reagiert. Auch das ist Verantwortungsbewusstsein. Eine generelle Absage der Abschlussfeierlichkeiten zum Beispiel wäre wie ein Schießen mit Kanonen auf Spatzen gewesen. Alle guten Schuljahre wären plötzlich durch den einen dummen Aussetzer in einem negativen Licht erschienen.
Volle Tanzfläche beim Abi-Ball der IGS Aurich-West in der Auricher Stadthalle. Bis in die nacht hinein wurde zu den klängen der Emder band "Level One" getanzt und gefeiert.
sh Aurich. Mit einer Feierstunde hat die Integrierte Gesamtschule (IGS) Aurich-West ihren Abiturjahrgang entlassen. 450 Gäste waren am Sonnabend in das Forum der Schule gekommen. 102 Schüler bestanden das Abitur, der Notendurchschnitt lag bei 2,69; das beste Abiturzeugnis erhielt Philipp Bukowski mit einem Durchschnitt von 1,4.
Schulleiter Thorsten Quest betonte in seiner Ansprache, dass es ihm nicht nur um gute Noten gehe, sondern auch um soziale Kompetenz. Über diese wichtige Tugend verfügten die Abiturienten. So hätte sich der Jahrgang in neun Jahren an der IGS zu einem sozialen Jahrgang entwickelt, indem jeder Schüler die Bereitschaft gezeigt habe, soziale Verantwortung zu übernehmen.
Schülervertreter Hendrik Buskohl stimmte Quest in seiner humorvollen Rede zu. Auch er wollte Noten nicht überbewerten. Die Lehrer hätten es nicht immer leicht mit diesem Jahrgang gehabt, "wir aber auch nicht mit denen", so Buskohl. In der Summe sei die Zeit an der IGS jedoch positiv gewesen. Elternvertreter Hans-Dieter Smekal zitierte aus dem Buch "Herr der Ringe" die Passage "The road goes ever on and on" (sinngemäß: Der Weg geht immer weiter und weiter) und blieb während seiner Rede im Bild des Lebensweges. Ihr Schulweg habe die Abiturienten durch mehr als 3250 Kalendertage und rund 1700 Schultage geführt, manche Kurve und auch so manche Sackgasse gehabt. Nun seien sie bei ihrem "Etappenziel" angelangt, gleichwohl läge noch einiges vor ihnen.
Oberstufenleiter Wolfgang Tiffert bezeichnete dieses "Etappenziel" Abitur als "Tag X". Er nahm auf das Motiv der Abi-T-Shirts, den vitruvianischen Menschen von Leonardo da Vinci Bezug. Da. Vinci habe die Zukunft mitgestaltet, und nun seien die Abiturienten damit an der Reihe.
Am Ende wurden die Zeugnisse überreicht, und die Tutoren ernteten viel Lob und Beifall. Eine Musikgruppe schaffte die Überleitung in die nahe Zukunft mit einer Variation eines Beatlesstückes "All you need is a job"...
Folgende Schüler dürfen sich über das bestandene Abitur freuen:
Maike Aden, Antje Appel, Lena Badberg, Katharina Banik, Anna K. Bathmann, Esther-Marie Beheshty Marius Behrends, Mareka Bekaan, Paul L. Biedermann, Nicolas
Brede, Janneke Brinkmann, Vincent Büscher, Philipp Bukowski, Hendrik Buskohl, Anna Buß, Annika Diversy, Karsten Draak, Kyra Druivenga, Thomas Ehmen, Marjoke Eiling, Britta Engels, Alena Evers, Gerd-Wilke, Kristine Freund, Wiebke Gerdes, Lena Gerken, Joris Grahl, Anna Habben, Farhud Hashem Nazari, Roman Helm, Thade Henning, Simon Hentschel, Marten Heuermann, Mena Hillrichs, Moritz Hoppe, Julia S. Horstmann, Matthias Huisinga, Sabine Huschke, Hilko Iben, Saskia Jacobi, Anna Janssen, Sven Janßen, Juhmanah Kabbany, Stefanie Kampen, Janna Kampers, Sven Koch, Christin Kofahl, Birte Kuhnert, Verena Airi Lacza, Mareike Lerf, AnneSophie van Loh, Tim Ludwigs, Sven Mäcken, Katharina Mannott, Sarah Martens, Steffen Martens, Anna Max, Sara Mennenga, Daniela Meurer, Marcus Meyenburg, Leon Andre Muser, Birte Neumann, Trang Nguyen, Bianca Oltmanns, Gabi Oltmanns, Jens Oltmanns, Imke Peters, Tomke Peters, Hilke Pupkes, Anne-Kathrin Riepert, Kirsten Rocker, Annika Röttgers, Carsten Rosenberg, Lena Saathoff, Taalke Saathoff, Inka Samuels, Tim Schaffert, Viktoria Schetzberg, Aaron Schmidt, Arne Schoben, Stephanie Seeger, Aukje-Henrike Sich, JanHenning Siebels, Merlin Jeelka Smekal, Renko Smidt, Jana Speckmann, Jens Tammen, Christian Trauernicht, Jan Tropberger, Lisa-Mariechen Ufken, Frank Ulferts, Johanna Vey, Dominic Voß, Phillip Wauter, Tim Weber, Henrik Weeken, Tim Werner, Philip Wessels, Wiebke Wiede, Anna Willms, Nicolas Zemke, Juliane Zimmermann.
wit Aurich. Der Landkreis Aurich setzt alles daran, keinem Schüler in Aurich den Weg zu einer Integrierten Gesamtschule zu verwehren. Das Problem ist, dass sich an der IGS Egels 167 Kinder angemeldet haben und die bislang vierzügige Schule nun sechszügig werden müsste. Das aber, so Schulamtsleiterin Talea Eiben, ist aufgrund der fehlenden Räume nicht möglich. Es sei jedoch daran gedacht, eine zusätzliche Klasse einzurichten und die Schule im kommenden Schuljahr fünfzügig laufen zu lassen. Zudem seien noch etwa 10 Plätze an der IGS West frei, zu der deshalb Schüler ausweichen könnten. Ob man damit alle Anfragen befriedigen könne, müsse man sehen.
In der IGS West haben sich 201 Kinder angemeldet, von denen jedoch vier aus Moormerland und Berumbur stammen und deshalb auf die IGS in Marienhafe müssen.
Schulleiter Thorsten Quest sagte, seine Schule werde damit immer noch nicht, wie erhofft, sechszügig. Aber zumindest müsse man den neuen Jahrgang nicht, wie in all den Jahren zuvor, mit acht neuen Klassen beginnen. Das würde im kommenden Schuljahr auch nicht mehr gelingen, weil man eine Integrationsklasse einrichte, die ja mehr Platz als eine normale Klasse benötige.
Quest sagte, die Verringerung von acht auf sieben Klassen sei auf den allgemeinen Schülerrückgang zurückzuführen. Im Einzugsgebiet seiner Schule hätten im vergangenen Jahr 460 und in diesem Jahr 400 Kinder die vierte Klasse verlassen. In diesem wie im vergangenen Jahr habe die IGS West davon rund 50 Prozent auf sich gezogen.
Im Unterschied zu den Vorjahren sei die Zahl der angemeldeten Kinder mit Gymnasialempfehlung geringer, die mit Realschulempfehlung jedoch hoch. Hierbei sei verwunderlich, dass einige Grundschulen bis zu einer Durchschnittsnote in den Kernfächern von 2,3 eine Gymnasialempfehlung aussprächen, andere jedoch bis zu einer Durchschnittsnote von 2,7 oder sogar 3,0.
Obwohl die Zahl der IGS-West-Schüler in der Sekundarstufe I zurückgeht, wird sich die Zahl der Schüler an der IGS im kommenden Schuljahr erhöhen. Quest sagte, zwar ständen den rund 200 neuen Schülern in Klasse fünf 200 Abgänge in Klasse zehn gegenüber; doch in der Oberstufe sehe es ganz anders aus. 110 Schüler hätten jetzt Abitur gemacht und 230 neue sich angemeldet. Die Folge sei, dass die IGS vom kommenden Schuljahr an auch Schüler in Containern unterrichten muss.
Die Container für die IGS kann der Landkreis vom Ulricianum holen. Schulleiter Tade-Wilhelm Risius geht nämlich davon aus, dass das Ulricianum jetzt mit seinen Schulgebäuden auskommt. 162 Schüler habe der neue fünfte Jahrgang in Aurich und 50 Schüler in der Außenstelle in Moorhusen. In Aurich beginne man deshalb mit sechs neuen Klassen und in Moorhusen mit zwei. Risius sagte, wie in den vergangenen Jahren auch, hätten sich in Aurich 24 Prozent und in Moordorf 20 Prozent der Schüler für das Ulricianum entschieden.
Nach Auskunft von Talea Eiben hat sich die Schulpolitik des Landkreises in Marienhafe und Pewsum bewährt. Die IGS Pewsum starte mindestens fünf- und die IGS in Marienhafe werde im kommenden Schuljahr wohl vierzügig.
Die Schüler des Wahlpflichtkurses Kunst-Musik-Spezial der neunten und zehnten Klassen der IGS Aurich-West haben ihr Wandbild an der Auricher Gefängnismauer fertiggestellt. Gestern kamen sie noch einmal in den Innenhof der JVA, in der ausschließlich Untersuchungshäftlinge einsitzen.
aik Aurich. Gestern Nachmittag war es endlich soweit. Die Schüler des Wahlpflichtkurses Kunst-Musik-Spezial der neunten und zehnten Klassen der IGS Aurich-West haben ihr Wandbild an der Auricher Gefängnismauer fertiggestellt.
Wie die ON bereits mehrfach ausführlich berichteten, haben 24 Schüler das farbenfrohe Werk mit dem Titel "Komposition C" in monatelanger Arbeit vorbereitet und umgesetzt.
Die Idee war von Vertretern der Auricher "Anlaufstelle für Straffällige in Ostfriesland" gekommen. Die Einrichtung, die in Trägerschaft des evangelisch-lutherischen Diakonischen Werkes steht, war auf die Schule zugekommen und hatte das Projekt angeregt.
Seit vergangenen Mittwoch arbeiteten die Schüler täglich von 8 bis 13 Uhr an ihrem Kunstwerk "hinter Gittern". Das bedeutete auch für die Häftlinge, die sonst täglich eine Stunde in den Hof dürfen, eine "kleine Änderung im Tagesablauf", wie Hartwig Zander von der NA Aurich erklärte. Schließlich durften Schüler und Häftlinge sich aus Sicherheitsgründen nicht begegnen. In Absprache mit den Häftlingen habe das aber geklappt, so Zander.
Lehrerin Ellen Röttger lobte die Schüler für ihr großes Engagement: "Sie waren pünktlich, haben sich schmutzige Malerhände geholt - und haben auch bei Regen eifrig weitergemacht", sagte Röttger gestern.
Das auf 16 mal 4,40 Meter (= 70 Quadratmeter) Fläche aufgebrachte Werk "Komposition C mit seinen vielen runden Formen soll bei den Häftlingen auch den Gedanken an Freiheit stärken, die sie alle irgendwann wieder erlangen werden.
Fachlich unterstützt wurden die IGS-Schüler von Malermeister Jens Riedel (Aurich). Er führte gestern noch letzte Restarbeiten durch, zum Beispiel die Abschlusslackierung, die als Wetterschutz für das Schüler-Kunstwerk dient.
Eine Erweiterung dieses "Pilotprojektes" ist möglich, wie Vertreter der IGS und der NA gestern einhellig sagten.
Am Donnerstag, 9. Juni, besuchten die Schüler außerdem die JVA in Meppen, zu der auch die Auricher Außenstelle gehört. Im Meppener Männergefängnis mit seinen ca. 500 Insassen berichteten zwei Justizvollzugsbeamte Wissenswertes zu Berufen in der Justiz, zu Ausbildungsmöglichkeiten und zu den alltäglichen Arbeitsbedingungen.
So langsam nimmt das Kunstwerk Gestalt an. Unter Leitung von Malermeister Jens Riedel (von links) und Kursleiterin Ellen Röttger arbeiten die Schüler seit Mittwoch in der JVA Aurich.
Aurich - Seit Februar 2011 wurde geplant. Im Mai wurde das Projekt vorgestellt, und seit Mittwoch sind Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Jahrgänge des Kunstkurses der IGS Aurich-West dabei, den Innenhof der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Aurich zu verschönern. Die Angestellten der JVA hatten die Möglichkeit, unter fünf Vorschlägen auszuwählen.
Der Innenhof der JVA bietet den Gefangenen die Möglichkeit, sich draußen zu bewegen. Dabei bilden die grauen Betonwände einen tristen Anblick.
Das wird allerdings bald vorbei sein, denn an der vier Meter hohen Mauer der Vollzugsanstalt entsteht ein 14Meter breites Kunstwerk. Am kommenden Dienstag wollen die Schüler ihr Wandprojekt unter der Leitung der IGS-Fachbereichsleiterin für Kunst, Ellen Röttger, und Malermeister Jens Riedel aus Aurich abgeschlossen haben. Im Rahmen des Tags der Niedersachsen soll das Kunstwerk dann der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
"Die Idee für dieses Projekt hatte Heiko Heeren vom Diakonischen Werk", sagt Röttger. Seit Februar 2011 sind dann 25 Mädchen und Jungen künstlerisch tätig. Im Mai stellten die IGS-Schüler ihre Entwürfe vor, die sie zuvor auf Leinwände gemalt hatten. Ausgewählt wurden am Ende die beiden Entwürfe "Komposition C" und "Planeten".
"Daraus ist dann ein Mix entstanden", erläutert Kursleiterin Röttger. Mit Unterstützung von Jens Riedel werden die Motive jetzt mit wasserfester Farbe auf die grau grundierte Gefängnismauer der JVA gemalt.
Täglich, von morgens bis mittags, sind vier IGS-Schüler dabei, das Kunstwerk zu vervollkommnen. "Wie unsere Idee von den Häftlingen aufgenommen wird, können wir leider nicht sagen. Wir haben keinen Kontakt zu ihnen", sagt Ellen Röttger. Die Angestellten der JVA seien allerdings begeistert von der Arbeit der Schüler, so die Kursleiterin.
Die Kosten für die Farben wurden von der JVA übernommen. Allerdings benötigt der Kunstkurs noch Spenden, um den Malermeister und seinen Praktikanten zu entlohnen.
"Konzeption C" heißt der Entwurf, der jetzt im Innenhof der JVA verwirklicht wird.
heh Aurich. Seit Mittwoch verwirklichen die Schüler des Kunst-Kurses der IGS West in der Auricher Justizvollzugsanstalt ihr Wandgemälde. "Konzeption C" heißt der Entwurf, mit dem der Innenhof der JVA verschönert werden soll (wir berichteten). Bis zum kommenden Dienstag wollen die Schüler unter der Leitung von Lehrerin Ellen Röttger mit dem Wandbild fertig sein.
Organisator Nils Stolle (links) und Störtebeker-Darsteller Alfred Janssen (rechts) ehrten die Siegermannschaften der IGS Aurich sowie des Ulrichsgymnasiums Norden mit Wanderpokalen. Jedes Team erhielt eine Urkunde.
thd Marienhafe. Gelungene Premiere in Marienhafe: Erstmals haben dort gestern 90 Schülerinnen der Jahrgänge 6 bis 8 um die Störtebeker-Cups gekickt. Wegen des Wetters musste das Turnier vom Multifunktionsplatz draußen in die Knippelmeyer-Halle verlegt werden. 14 Mädchenmannschaften gingen an den Start. Vertreten waren neben dem Schulzentrum Brookmerland die IGS Aurich-West, die KGS Hage, die Realschule Norden, das Ulrichsgymnasium Norden sowie Schüler der Brookmerlander Partnerschule aus dem holländischen Meppel. Zufrieden mit dem Verlauf des Turniers zeigte sich dessen Leiter Nils Stolle. "Die Mädels haben fair gespielt", sagte er. Für die Verpflegung sorgten Schüler der Klasse 10e. Das nächste Turnier soll im Sommer 2012 stattfinden. Dann sind die Jungen dran.
Die Gewinner: Klasse 6: 1. Ulrichsgymnasium Norden (UGN), 2. IGS Aurich, 3. KGS Hage, 4. Realschule (RS) Norden, 5. IGS Marienhafe; Klasse 7: 1. IGS Aurich, 2. Dingstedel/Meppel, 3. Schulzentrum (SZ) Brookmerland, 4. Realschule Norden; Klasse 8: 1. UG Norden, 2. SZ Brookmerland II, 3. IGS Aurich, 4. SZ Brookmerland II, 5. RS Norden.
Die siegreichen Schüler mit RVB-Privatkunden-Leiter Marlo Baumert sowie (vorne von links) Daniela Schilling, RVB-Kundenberelchsleiterin des Kundenzentrums Aurich sowie Hannelore Meyerhoff, Jahrgangsleiterin der IGS.
Foto: Banik
Aurich. Schüler des zehnten Jahrgangs der Auricher IGS-West gewannen das Börsenspiel "SchoolBroker" 2011 der Raiffeisen- und Volksbanken in Ostfriesland. Es sind die Mitglieder der Gruppe "Aktienfresser" Dennis Felix, Stefan Bloem, Stefan Meyer, und Fabian Dirks. 91 Teams von mehr als 450 Schülern haben in der Zeit vom 1. Februar bis 1. April Erfahrungen im Wertpapiergeschäft gesammelt. Zu Beginn standen für jedes Team 450000 Euro als Startkapital zur Verfügung. Dieses Geld galt es durch geschickte Anlagedispositionen möglichst zu vermehren. Die Schüler sollten außerdem marktwirtschaftliche Zusammenhänge kennenlernen.
Beim Börsenspiel "School Broker 2011" der Raiffeisen- und Volksbanken Ostfriesland konnte die Spielgruppe "Börsenfresser" der IGS Aurich-West einen satten Gewinn in Höhe von 4.810,18 Euro einfahren. Damit belegten sieden ersten Platz in dem Wettbewerb. An dem Spiel hatten 91 Teams mit mehr als 450 Schülern teilgenommen. Zu Beginn standen jeder Gruppe 50000 Euro zur Verfügung. Dieses "Vermögen" galt es zu vermehren. Dem siegreichen Team der "Börsenfresser" gehörten an Dennis Felix, Stefan Bloem, Stefan Meyer und Fabian Dirks. Es gratulierten Daniela Schilling (2. von links), Mario Baumert (beide Raiffeisen- und Volksbank) sowie die Jahrgangsleiterin der IGS Aurich-West, Hannelore Meyerhoff. Von ihrem Gewinn in Höhe von 350 Euro mussten die "Börsenfresser" die Hälfte des Betrages an ihre Schule abtreten.
Aurich - In der vergangenen Woche besuchten die Schüler des Wahlpflichtkurses Kunst-Musik-Spezial der IGS Aurich mit ihrer Lehrerin Ellen Röttger die Justizvollzugsanstalt in Meppen.
Die Gruppe folgte der Einladung der Diakonie und der JVA, die am Tag der Entwurfspräsentation für das Wandbild des Innenhofes des Auricher Gefängnisses ausgesprochen wurde. Die Schüler wurden im eingezäunten Bereiche des Meppener Männergefängnisses, in dem rund 500 Gefangene einsitzen, herumgeführt. Zwei Justizvollzugsbeamte erzählten der Gruppe Wissenswertes zu Berufen in der Justiz, zu Ausbildungsmöglichkeiten und zu den alltäglichen Arbeitsbedingungen. Besonders ernüchternd für die jungen Leute waren die Auswirkungen der Drogensucht auf das Leben der Straffälligen.
Zwischen der Führung durch die Gebäudeteile und der Informationsphase wurde der Gruppe ein reichhaltiges Mittagessen geboten.
Nach diesem Besuch steht für den Kurs nun die Malaktion im Auricher Gefängnis an. Kleingruppen werden dort an einem großen Wandbild arbeiten. Etwa eine Woche lang werden die jungen Leute daran arbeiten. Ab heute geht es los.
Mehrere Bands lockten Besucher nicht nur aus Aurich nach Westerende
Lisa-Mariechen Ufken, Siemen Wiemer und Anke Tammen wollen nach dem Abi erstmal entspannen.
whh Ihlow-Westerende. Am Sonnabend feierten mehrere Hundert Abiturienten der Auricher Schulen gemeinsam das Ende ihrer Schulzeit. Schauplatz für die Open-Air-Party war eine Wiese unweit der Landesstraße 1 in WesterendeKirchloog (Gemeinde Ihlow). Aber nicht nur die Schüler der IGS West, des Ulricianums und der BBS kamen.
Angelockt durch die zwei Berliner Hip-Hop-Bands "K.I.Z." und "Supershirt" waren sogar Besucher aus Norden, Emden und Oldenburg angereist. Der Großteil der Feierlistigen kam allerdings erst mit Einbruch der Dunkelheit auf das Gelände.
Was tun, wenn nun nach 12 bzw. 13 Jahren die Schulzeit endgültig vorbei ist?
Für Renko Smidt, Sven Maecken und Jens Oltmanns von der IGS Aurich-West keine offene Frage. Zuerst einmal ordentlich feiern und dann an verschiedenen Universitäten zum Studium anmelden. Die drei frisch gebackenen Abiturienten sehen dabei allerdings auch kritische Aspekte. Durch die Studiengebühren, die in Niedersachsen unverhältnismäßig hoch sind, werden Studienorte in Ostdeutschland bzw. Süddeutschland bevorzugt. Für Ostfriesen, die nur ungern ihre Heimat verlassen, ein handfestes Problem. Renko Smidt wird daher auch vorzugsweise an der Hochschule in Emden Biotechnik studieren.
Für Tobias Onnen und Sven Beitelmann liegt das Abitur schon ein paar Jahre zurück Dennoch war es für sie Ehrensache, ihren Nachfolgern zu deren Abiparty einen Besuch abzustatten.
Die meisten Besucher des Abends haben für Ihre Zukunft schon recht klare Vorstellungen, wollen aber nun erstmal abschalten und den Prüfungsstress der letzten Wochen und Monate hinter sich lassen. Auch Lisa Mariechen Ufken, Siemen Wiemer und Anke Tammen wollen das so halten und erst einmal durchschnaufen.
Organisiert wurde die gemeinsame Abifete der Auricher Schulen von Schülern der Abschlussjahrgänge. Als "Orgachef" zeichnete Hendrik Buskohl verantwortlich. Auf den T-Shirts stand zu lesen "Wir haben den Code geknackt" - dazu herzlichen Glückwunsch.
aus:
(Sonntagsblatt)
vom 05.06.2011
Aurich/Hamburg. Dass sich die Schüler der IGS Aurich-West in puncto Laufsport nicht hinter den Erwachsenen verstecken müssen, haben sie jetzt beim "Zehntel-Lauf" in Hamburg gezeigt. Denn 15 Schüler der Klassen 6f, 6g und 6h haben hier am Vortag des Hamburg-Marathons gezeigt, dass sie auf den etwas mehr als 4,2 Kilometern des Kinderlaufs mindestens einen so guten Eindruck hinterlassen können wie die Großen, die am Folgetag über 42 Kilometer an den Start gingen.
Die Auricher Schüler hätten sich im Vorfeld teils sehr intensiv auf das Ereignis vorbereitet und nutzten zudem auch noch das eine oder andere Laufangebot der Schule sowie der Laufgemeinschaft Ellernfeld, um gut gewappnet auf die Strecke gehen zu können. Somit gut gerüstet und hoch motiviert starteten die Nachwuchs-Marathonis am Wettkampftag dann zusammen mit mehr als 7000 anderen sechs bis 17-jährigen Kindern und Jugendlichen am Hamburger Heiligengeistfeld.
Das schwüle Wetter und, die herumfliegenden Pappelpollen machten den Lauf zu einer anspruchsvollen Aufgabe, die aber letztlich von allen IGSlern tapfer und in teilweise sehr guten Zeiten gemeistert wurde - immerhin lief der schnellste Läufer die Strecke in unter 20 Minuten!
Am Ende konnten sich. alle über den 57. Platz in der Mannschaftswertung der 130 teilnehmenden weiterführenden Schulen freuen und blicken nun voller Vorfreude auf die nächste Teilnahme - am 28. April 2012 geht es wieder an den Start.
Jan-0le Musiol und Daye Draht.
Hamburg. Jan-Ole Musiol und Daye Draht von der IGS Aurich-West sind den Zehntel-Marathon in Hamburg gelaufen.
Mehr als 7000 Schüler starteten auf dem Heiligengeistfeld. Um die 10 000 Zuschauer säumten die 4,2195 km lange Strecke. Musiol belegte in 21:54 Minuten den 735. Platz bei den Jungen. Draht wurde in 22:47 Minuten 247. bei den Mädchen. Beide verbesserten ihre Zeiten um mehrere Minuten.
"Ich hätte nie gedacht dass ich so schnell bin", sagte Draht. Sie war als zweites Mädchen der IGS über die Ziellinie gelaufen. Musiol meinte: "War gar nicht so anstrengend." Er belegte den zweiten Platz bei den jungen der IGS. In der Schulmannschaftswertung belegten die Auricher den 57. Platz unter 130 Schulen.
Die OZ machte eine Umfrage zur Resonanz auf die Verpflegung in den verschiedenen Schulen. Beim Gymnasium Ulricianum ist das Interesse gering, weil die Innenstadt und Schnellrestaurants in der Nähe sind.
VON BETTINA KELLER
![]() |
|
| Auch die großen Jungs wie Jochen Janssen von der 10 c finden sich oft am Salat-Buffet der IGS ein. | |
| |
| Tanja Hinrichs von Becker Frischmenü gibt eins der drei Tagesessen aus-Pizza ist natürlich der Renner. | |
| Rico Oldendörp, Vanessa Stolka, Inken Siemers und Leonore Köhler (von rechts) aus der 5a der IGS in Aurich schmeckt's in der Mensa |
AURICH - Kinder und Jugendliche, die an manchen Tagen auch über die Mittagszeit hinaus Unterricht haben, müssen verpflegt werden. Deshalb haben die Ganztagsschulen in und um Aurich Mensen eingerichtet. Teilweise haben sie viel Geld gekostet und wurden aus dem Konjunkturpaket II des Bundes gefördert. Die OZ fragte deshalb in Schulen nach, um zu hören, wie die Essensausgaben angenommen werden, wie sieh die Anbieter auf die Wünsche der Schüler einstellen, und ob auf gesunde Ernährung geachtet wird. Der Unterschied zwischen den einzelnen Schulen ist groß. Die meisten Mittagessen - Hauptgericht, Salat, Dessert und ein Glas Wasser - gehen in der IGS Aurich-West über den Tresen, je nach Jahreszeit zwischen 200 und 300 pro Tag. Sie stammen wie am Gymnasium Ulricianum und an der Haupt- und Realschule in Moordorf von der Auricher Firma Becker Frischmenü.
Das Gymnasium hat dagegen nicht viele Mensafreunde. "Die Innenstadt mit ihren Angeboten und die Schnellrestaurants liegen zu nah", sagt Wilfried Lange, Koordinator der Schule. Dabei wurde extra vor vier Jahren ein Neubau hingesetzt, damit die Schüler die Möglichkeit zu einem Mittagessen haben. Täglich werden ihnen drei Gerichte zu je drei Euro, davon ein vegetarisches, angeboten. "An den starken Tagen Dienstag und Donnerstag sind es 40 bis 60 Essen", so Ute Grimm von Becker Frischmenü. "Das Gymnasium ist eine schlechte Schule von der Akzeptanz her, da lässt sich nicht viel dran drehen."
In Moordorf ist man dagegen zufrieden. Zehn Prozent der Schüler essen zu Mittag. "Das ist gut", freut sich Sabine Janssen, die in der Ausgabe arbeitet. Seit einem Jähr gibt es die Mensa, und vor Ort werden die angelieferten Aufläufe, Schnitzel, Frikadellen, Kartoffelspalten und Chickennuggets gebacken. Salat muss zwei Tage im Voraus bestellt werden.
Da haben es die Schüler der IGS besser: Seit zwei Jahren gibt es ein buntes Salatbüfett, wo sie sich selbst zu ihrem Hauptgang eine Schale nach Geschmack zusammenstellen können. Wer mag, kann auch nur einen großen Salatteller mit Mozzarella oder Hühnerbrust essen. Renate Erdt, stellvertretende Schulleiterin freut
sich, dass das Angebot besonders bei den größeren Jungs gut ankommt. "Das hätte ich nicht gedacht, sondern eher auf die Mädchen getippt."
Die haben sich aber eine Salamipizza geholt, wie Vanessa und Leonore aus der 5 a. Schmeckt's denn? ja, ist ganz ok", befindet letztere. Sie isst regelmäßig in der Mensa. Obwohl der Raum nicht neu ist, überzeugt er mit freundlichen Farben, bunten Sonnenschirmen und einem Blick ins Grüne. Mit seinen 250 Sitzplätzen kommt er sogar gelegentlich an den Rand seiner Kapazität.
Erdt macht auf das Anliegen der Schule in Sachen Ernährungsbildung aufmerksam. "Wir achten sehr darauf, dass eine physiologisch angemessene Ernährung angeboten wird. Süßigkeiten gibt es an unserer Schule nicht zu kaufen", erklärt sie. Damit der Schülergeschmack vom Caterer genau getroffen werden kann, gibt es den sogenannten "Freud- und Leidbogen". Auf dem Blatt kann man auf die Schnelle eine Rückmeldung zum Mittagessen machen und Wünsche äußern. "Es ist für eine solche Firma nicht so einfach, die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen abzugreifen", weiß sie.
Sie führt auch eine Hitliste, was wie oft im Schuljahr bestellt wurde. Pizza, Spaghetti, Currywurst und Eierpfannkuchen mit Apfelmus sind natürlich auf den ersten Plätzen gelandet, es folgen Schnitzel und Hähnchen, am liebsten in frittierter Form. Vegetarisches landet unter ferner liefen. Der Ausschuss für Verpflegung bietet ein Probebüfett pro Jahr und außerdem den Eltern die Gelegenheit, mit dem Küchenchef der Catering-Firma direkt ins Gespräch zu kommen.
An der Hermann-Tempel-Gesamtschule in Ihlow liefert die Gaststätte "Strandfloh" aus dem Bürgerhaus seit letztem Jahr das Essen in die Mensa. Weil kein Nachmittags-Pflichtunterricht ist, sei die Anfrage gering. Drei bis vier Essen werden täglich bestellt, obwohl man sich bis 10 Uhr am selben Tag dafür anmelden kann. "Das ist ungewöhnlich, aber wir sind ja flexibel", sagt Betreiber Andreas Kleine. Im Übrigen sei es nie besser gewesen, auch nicht beim Vorgänger.
aus:
(Sonntagsblatt)
vom 22.05.2011
Neuer Schulsanitätsdienst an der IGS Aurich-West Aurich. Um die Sicherheit an ihrer Schule zu verbessern, hat die IGS Aurich West in Zusammenarbeit mit dem Jugendrotkreuz (JRK) einen Schulsanitätsdienst an ihrer Schule ins Leben gerufen. Den offiziellen Startschuss gab nun der Schulleiter Thorsten Quest in Anwesenheit von Hauke Grischek, Kreisjugendleiter im DRK Kreisverband Aurich. An der Schule sind 13 Schüler bereit, im Falle eines (Un-)Falles sofort Erste Hilfe zu leisten. Feierlich überreichte Grischek den Schülern ein Starterpaket, bestehend aus einer Notfalltasche mit Erste Hilfe Materialien und einer Warnweste mit dem Logo des Schulsanitätsdienstes.
Die Idee war Mitarbeitern der Justizvollzugsanstalt und der Diakonie Aurich gekommen. Gestern wählte eine Jury aus fünf Entwürfen den schönsten aus.
Aurich - Es soll den Eingesperrten im Hof des Auricher Gefängnisses mehr bunte Fröhlichkeit und weniger triste graue Anblicke verschaffen: Das Bild, das nach dem Entwurf mehrerer Schüler von der IGS Aurich-West in Kürze auf die Knastmauern gepinselt werden soll. Gestern entschied eine Jury im Innenhof der Einrichtung anhand von Vorstudien auf Leinwand, welcher Entwurf der beste war.
Das Gewinner-Bild, das Schülern, JVA-Personal, Lehrer und Mitarbeiter der Anlaufstelle für Strafgefangene der Diakonie in Aurich auswählten, soll "zum Tag der Niedersachsen fertig sein", versprach Kursleiterin Ellen Röttger von der IGS. Vor der Wahl stellten erstmal Vertreter der 24 Schüler aus dem Jahrgang neun und zehn ihre Entwürfe vor, die sie auf Leinwände in der Größe der zu verschönernden Mauerteile gemalt hatten. "Die fertigzustellen hat vier Stunden gedauert", erzählte Schüler Jens Rademacher (14 Jahre).
Im Entwurf, den er mit seiner Gruppe erdacht hatte, sah man ein blaues und ein rotes Fabelwesen miteinander kämpfen. "Wir dachten uns, das blaue Wasser steht für das Gute und das rote Feuer für das Böse, beides gibt es ja auch im Gefängnis", sagte Nils Heeren (16). Das Rennen unter den sehr bunten und mit ähnlichen guten Konzepten angefertigten Entwürfen machte aber ein Bild namens "Komposition C". Darin sieht man eine Bunte Konstellation von rundlichen Formen. "Das Bild symbolisiert den Urknall und damit einen Neuanfang", erklärte Ilka Kleene (14), die am Entwurf mitgearbeitet hatte. "Der ist ja hier auch sehr wichtig", fügte sie hinzu. Die Gruppe, die gewonnen hat: Jano Meinen, Till Himstedt, Ramona Frerichs, Ilka Kleene, Tiemo Brandts. Im Juni, während einer Projektwoche der Schule, werden die jungen Künstler mit Maler Jens Riedel das Bild mit wasserfester Farbe an die grau grundierte Wand im Innenhof des Gefängnisses malen.
Hubert Fieler, der Leiter der JVA Meppen, zu der Aurich gehört, war allerdings von allen fünf Entwürfen sehr begeistert. "Wir haben hier im Grunde fünf Gewinner", sagt er zufrieden, "am liebsten hätte ich dafür einen Wechselrahmen für die Wand."
Die Kosten für Farben und weiteres Material stellt die JVA zur Verfügung, allerdings braucht der Kunstkursus noch Spenden, um den Maler Jens Riedel und seinen Praktikanten für die handwerkliche Hilfe zu entlohnen
Focko Janssen widmet heute seine 100. Etappe dem verstorbenen Freund Thomas Greulich. Sein Traum ist der Start beim New-York-Marathon.
sm Aurich. Der Mai ist für Focko Janssen der schönste Monat im Jahr. Warum? Es ist der Ossiloop-Monat. "Der Ossiloop ist für mich der schönste Lauf in der Umgebung", schwärmt er. Jedes Jahr freut er sich aufs. Neue auf den Start. Und heute ganz besonders. Wenn es um 19 Uhr bei der 30. Auflage auf das letzte Teilstück von Dunum nach Bensersiel geht, läuft Janssen seine 100. Etappe. Zeiten und Platzierungen sind für den 61-Jährigen Nebensache: "Ich richte mein Tempo nach meinem Trainingszustand." Seit 1989 läuft er regelmäßig. Früher auch viel. Und längere Strecken. 1990 ist er den Marathon in Berlin gelaufen. Den ersten nach dem Fall der Mauer. "Mit 40 000 Menschen durch das Brandenburger Tor zu laufen, das war schon beeindruckend", erinnert sich Janssen an ein gigantisches Lauferlebnis.
1992 hat er zum ersten Mal am Ossiloop teilgenommen. Es ist nicht bei dem einen Mal geblieben. So wie er von der -einmaligen Atmosphäre des legendären Berlin-Marathons noch immer fasziniert ist, sorgt der Ossilauf jedes Jahr für ein Kribbeln in den Beinen. "Er dient für mich auch dazu, sich im Winter nicht hängen zu lassen",zieht er aus dem einmaligen Laufereignis seine Motivation, auch in der Jahreszeit, in der sich viele nicht aufraffen können, die Sportschuhe anzuziehen, aktiv zu sein. "Laufen ist für mich ein Stück Entspannung. Um fit zu bleiben. Man fühlt sich einfach wohl."
Den Ossiloop läuft Janssen zusammen mit Lehrerkollegen von der IGS Aurich-West: "Wir nehmen teil, weil's einfach Spaß macht." Eine feste Einrichtung ist die Laufgruppe an der IGS jedoch nicht. "Fachbereichsleiter Thomas Greulich hat im vergangenen Jahr versucht, eine aufzubauen. Auch als Motivation, um Schüler an den Ausdauersport. heranzuführen", sagt Janssen. Greulich konnte sein Projekt nicht weiterführen. Er starb im Februar diesen Jahres im Alter von 50 Jahren an einem Herzinfarkt. Janssen hat mit Greulich nicht nur einen Kollegen, sondern auch einen Freund verloren, mit dem er so manchen Ossiloop-Streckenabschnitt gemeinsam gelaufen ist: "Ihm widme ich meine 100. Etappe."
Das Ziel, Schüler zum Laufen zu animieren, ist geblieben. Schneller zu sein als ihr Lehrer und eine Prämie zu kassieren, das zum Beispiel spornt an. Für Janssen ist allein die Landschaft der Anreiz, beim Ossiloop zu starten: "Alle Etappen sind schön." Ganz besonders gern macht er sich auf das längste Teilstück von Holtrop nach Plaggenburg: "Da laufe ich an meiner Nachbarschaft vorbei. Überhaupt sind an dieser Strecke immer sehr viele Zuschauer." Da kann es dann auch schon mal passieren, dass er kurz für einen Plausch stoppt. Janssen, halt ein Lauf-Genießer.
So lange wie möglich möchte er noch am Ossiloop teilnehmen. Und "vielleicht ist es auch nur Utopie und bleibt ein Traum", sagt Janssen, "einmal möchte ich beim New-York-Marathon starten. Zusammen mit Jochen Piela." Es klingt, als wäre er schon ganz weit weg in Amerika. Piela ist Hausmeister an der IGS, gehört eigentlich auch zum festen Stamm der Ossiläufer, ist in diesem Jahr verletzungsbedingt aber nicht dabei. Fünf Etappen fehlen Piela noch zur 100er Marke, die Janssen heute knackt. Nicht nur deshalb gehört der Abschnitt von Dunum nach Bensersiel für Jansen auch zu den schönsten Abschnitten: "Es ist der letzte. Du hast das Ziel vor Augen." 2012 heißt es für Janssen dann wieder: "Auf ein Neues."
"Konzeption C" heißt der Entwurf, der jetzt realisiert werden soll.
heh Aurich. Seit Februar beschäftigt sich der Kunst/ Musik-Spezial-Kurs der neunten und zehnten Jahrgänge der IGS Aurich-West mit der farblichen Neugestaltung des NA-Innenhofs in Aurich. Jetzt stellten die Schüler fünf Entwürfe vor. Einer davon, mit dem Titel "Konzeption C", soll nun von den Jugendlichen realisiert werden. Unterstützt werden sie dabei von Malermeister Jens Riedel.
Das Weltall war das Thema der fünf Entwürfe, die von den Schülern der IGS Aurich-West in der JVA Aurich vorgestellt wurden.
heh Aurich. Die Wahl fiel den Vertretern von Justiz, Schule, Anstaltsbeirat und Anlaufstelle für Straffällige nicht leicht. Fünf Entwürfe präsentierten die Schüler des neunten und zehnten Jahrgangs der IGS West, mit denen die triste Mauer des JVAInnenhofes verschönert werden soll. Es galt, sich auf einen Vorschlag zu einigen, der schließlich auf einer Fläche von vier mal 14 Meter realisiert werden soll.
Hubert Fieler, stellvertretender Leiter der Justizvollzugsanstalt Meppen, unter deren Zuständigkeit die Auricher JVA fällt, begrüßt das Projekt. Der lnnenhof wecke das Gefühl des Eingemauertsein, meinte er, wodurch Angst und schlechte Gefühle hervorgerufen würden. Darum sei es wichtig, hier etwas Farbe hineinzubringen. Ein ähnliches Projekt würde auch gerade in Meppen durchgeführt, sagte Fieler. Dort habe man den Fachbereich Architektur und Gartenbau der Fachhochschule Osnabrück mit ins Boot geholt.
Dass hier nun Schüler der IGS Aurich-West ihrer Fantasie freien Lauf lassen durften, ist unter anderem dem Justizvollzugsbeamten Hartwig Zander zu verdanken. Er stellte den Kontakt zu Heiko Heeren von der Anlaufstelle für Straffällige in Aurich her, dieser wiederum brachte die IGS West ins Spiel. Seit Sommer 2010 beschäftigt sich der Kunst/Musik-Spezial-Kurs der neunten und zehnten Jahrgänge schon mit dem Thema. Im ersten Halbjahr näherte man sich der Thematik musikalisch, seit Februar beschäftigen sich die 24 Jugendlichen unter der Leitung ihrer Lehrerin Ellen
Röttger mit dem NA-Innenhof (wir berichteten). Fachlich unterstützt werden sie vom Auricher Malermeister und Restaurator Jens Riedel, der gestern bereits erste Überlegungen anstellte, wie man das Riesen-Gemälde technisch am besten umsetzen könnte. Notwendig sei auf jeden Fall ein kleines Dach über dem Gemälde, damit kein Wasser hinter die Farbe laufen könne, meinte er. Ein Wunsch, der sich wegen der Sicherheitsanforderungen in der JVA nicht leicht erfüllen lässt.
Trotzdem ist Ellen Röttger zuversichtlich, dass bis zum 1. Juli alles fertig ist. Verwirklicht wird der Entwurf " Konzeption C" von Jana Meinen, Till Himstedt, Ramona Frerichs, Ilka Kleene und Tiemo Brandts.
Zum Dank für die Arbeit der Schüler organisierte Heiko Heeren spontan einen Klassenausflug. Die 24 Jugendlichen dürfen für einen Tag nach Meppen reisen und sich die dortige JVA anschauen.
Zweimal musste gezählt werden, bevor der Entwurf "Konzeption C" als Sieger feststand.
IGS-Schulleiter Thorsten Quest (2. v. l.) gab den offiziellen Startschuss für den neuen Schulsanitätsdienst. JRK-Leiter Hauke Grischek (rechts) überreichte den "Schulsanis" ein Erste-HIIfeStarterpaket. Das Foto zeigt (v. l. n. r.): Felix Much, Quest, Laura Diversy, Ingo Ennen, Wilko Dirks, Ines Janßen, Jan Bokemeyer, Lena Hölscher, Thorsten Ross, Grischek.
Aurich. Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Aurich-West hat einen Schulsanitätsdienst ins Leben gerufen. Er besteht aus 13 Schülerinnen und Schülern, die zuvor vom Jugendrotkreuz (JRK) in Erster Hilfe ausgebildet wurden. Schulleiter Thorsten gab jetzt gemeinsam mit Hauke Grischek, Kreisjugendleiter des Kreisverbandes Aurich im Deutschen Roten Kreuz, den offiziellen Startschuss. An bundesdeutschen Schulen ereignen sich nach Angaben des JRK jedes Jahr mehr als eine Million Schulunfälle.
Feierlich überreichte Grischek den Schülern ein Starterpaket, bestehend aus einer Notfalltasche. mit ErsteHilfe-Materialien und einer Warnweste mit dem Logo des Schulsanitätsdienstes.
"Für unsere Schule bedeutet dies auf jeden Fall einen Zuwachs an Sicherheit. Die
Schülerinnen und Schüler lernen so, Verantwortung zu übernehmen und damit umzugehen", so Schulleiter Quest. Die Ausbildung der "Schulsanis" bestand aus einem acht-doppelstündigen Erste-Hilfe-Kurs, den alle Teilnehmer absolvierten.
Hier lernten sie lebensrettende Sofortmaßnahmen kennen und anwenden. Fünf interessierten "Sanis" wurde die Chance gegeben, sich in einem 48-stündigem Kurs zum "Sanitäter" ausbilden zu lassen. Ihnen wurde der Umgang mit medizinischen Produkten wie Blutdruckmessgeräten oder einem Beatmungsbeutel vermittelt. Die Ausbildungen trug das Jugendrotkreuz.
13 Schülerinnen und Schüler ließen sich ausbilden.
AURICH - An bundesdeutschen Schulen ereignen sich jedes Jahr mehr als eine Million Schulunfälle. Oft sind gerade die ersten Minuten entscheidend für den Erfolg einer Hilfeleistung. An der IGS Aurich-West helfen seit diesen Wochen 13 Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter, die Folgen solcher Unfälle zu vermeiden.
Um die Sicherheit an ihrer Schule zu verbessern, hat die IGS Aurich-West in Zusammenarbeit mit dem Jugendrotkreuz (JRK) einen Schulsanitätsdienst an ihrer Schule ins Leben gerufen. Den offiziellen Startschuss gab nun Schulleiter Thorsten Quest in Anwesenheit von Hauke Grischek, Kreisjugendleiter im DRK Kreisverband Aurich.
Er überreichte den Schülern ein Starterpaket, bestehend aus einer Notfalltasche' mit Erste-Hilfe-Materialien und einer Warnweste mit dem Logo des Schulsanitätsdienstes.
Die Schüler sind bereit, im Falle eines Falles sofort Erste Hilfe zu leisten. "Auf ihren Einsatz vorbereitet wurden sie durch eine fundierte Erste-Hilfe-Ausbildung" erklärte Hauke Grischek. "Für unsere Schule bedeutet dies auf jeden Fall einen Zuwachs an Sicherheit. Die jungen Leute lernen so, Verantwortung zu übernehmen und damit umzugehen," so Schulleiter Quest. Die Ausbildung der "Schulsanis" bestand aus einem Acht-Doppelstunden-Kursus Erste-Hilfe.
Fünf interessierten "Sanis" wurde weiterhin die Chance gegeben, sich in einem 48stündigem Kursus zum "Sanitäter" ausbilden zu lassen. Sie lernten unter anderem mit Blutdruckmessgeräten oder Beatmungsbeuteln umzugehen.
In einer Abschlussprüfung stellten die Jugendlichen ihr Können unter Beweis. Die gesamten Kosten für die Ausbildungen trug das Jugendrotkreuz.
Die in der Schule neu aufgebaute Schulsammlung. Foto: Haake
sh Aurich. In der IGS Aurich-West kann nun eine sortierte Sammlung von Dokumenten zur Schulgeschichte bestaunt werden. Schülerin Angelika Lillie gestaltete sie im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Facharbeit, die jeder Schüler des zwölften Jahrgangs im sogenannten Seminarfach zu ganz unterschiedlichen Themen anfertigen muss. Aufbewahrt sind die Dokumente in Kartons.
Ihre Lehrerin und Tutorin Marita Krützkamp stand ihr dabei ebenso wie viele andere Helfer beratend zur Verfügung. Diese werden auch die Betreuung des Schauarchivs übernehmen, wenn Lillie nicht mehr zur Schule geht.
Momentan kann es von Schülern und Lehrern, oder nach Absprache mit der Schulleitung auch von externen Besuchern, im Raum "Kunst 3" der IGS besichtigt werden. Wer es also sehen möchte, sollte sich sputen. Schließlich, wird es bald schon wieder abgebaut und erst im nächsten Jahr wieder aufgebaut.
Denn im nächsten Jahr feiert die IGS Aurich-West ihr 40-jähriges Schuljubiläum. Zu diesem Anlass werden viele Gäste, ehemalige Lehrer und Schüler erwartet. Angelika Lillie aus dem künstlerischen Profil der IGS-Oberstufe nahm dies zum Anlass, ein Schauarchiv zu erstellen, das bei den Feierlichkeiten an zentraler Stelle stehen wird.
"Archiv" ist bekanntermaßen ein sehr dehnbarer Begriff. Diese Art von Archiv ist sicherlich kein Konventionelles: Wer nach langen Regalen und schweren Schränken sucht, sucht vergeblich. Lillie entschied sich für eine modernere Form, für ein Schauarchiv.
In der Schausammlung ist es für jedes Jahr beispielhaft ersichtlich, was in dem Jahr passiert ist. Wichtige Informationen über die IGS-Geschichte werden somit für die Nachwelt erhalten. Auch wenn es den Anspruch eines historischen Archivs, das seinen Bestand chronologisch ordnet, hat, ist die Schausammlung gleichzeitig eine Art Kunstinstallation, das die Schulgeschichte veranschaulicht. Besonders aus Datenschutzgründen können selbstverständlich nicht alle Dokumente der Schule aufgenommen werden. "Natürlich wird die Sammlung nie vollständig sein, weil es viel Material an verschiedenen außerschulischen Orten gibt, auf die man keinen Zugriff hat. Eine Möglichkeit, sie zu ergänzen, ergibt sich, wenn möglichst viele Besucher zum 40-jährigen Schuljubiläum Materialen mitbringen und zur Verfügung stellen", schreibt die 18-jährige Auricherin über ihr Projekt.
Ihre Suche ergab viele interessante Dokumente: Fundstücke auf der Schulhomepage, in der Chronik der IGS, Fotos vom Brand, dem Wiederaufbau und Brandbriefe, Fotos und Texte aus der Bauphase, Film- und Tondokumente, Jahrbücher, Schülerzeitungen, Abi-Zeitungen, Abschlusszeitungen der 10. Jahrgänge, Jubiläumshefte, Ordner mit Zeitungsartikeln, Schüler- und Lehrerzahlen, das Arbeitsergebnis eines Kurses über die Juden in Aurich, von Schülern und Lehrern aufbereitete Poster zu verschiedenen Anlässen (mit Fotos und Texten), Dokumente zu den Stücken Carmina Burana und Canto General etc.
Im Zentrum der Sammlung stehen auf Tischen die Schuljahres-Kartons, zehnjahresweise gruppiert, mit den entsprechenden darüber hängenden Fotokartons. Etwas an der Seite stehen die Kartons mit den Dokumenten, die nicht einwandfrei zugeordnet werden können und weiteren Materialien. Stellwände mit den Erklärungen und weiteren ausgewählten Plakaten stehen an den Seiten. Insgesamt kam allerhand Interessantes und Erstaunliches über die Schulgeschichte der IGS zusammen, die auch interessante Rückschlüsse auf die Auricher Stadt- und Kreisgeschichte wie auch die Vergangenheit der bundesdeutschen Bildungspolitik zulässt.
lka Aurich. Es ist unzutreffend, dass sich der Landrat nicht um die Sanierung der Parkplätze beim Auricher Schulzentrum West gekümmert hat, macht LandkreisPressesprecher Rainer Müller-Gummels deutlich. Vielmehr sei das Geld für die erforderlichen Arbeiten im Haushalt 2021 fest einge-plant. Die grundlegende Sanierung der Parkplätze werde noch in diesem Sommer angepackt, teilt Müller-Gummels mit. Die Kosten betragen insgesamt rund 300000 Euro.
Die Sanierung soll überwiegend in den Sommerferien laufen, um eine Beeinträchtigung des Schulbetriebs weitgehend zu vermeiden.
Mit etwa 190 000 Euro schlägt die Instandsetzung des 12700 Quadratmeter großen BBS-Parkplatzes zu Buche. Dort werden die Fahrspuren mit einem Straßenpflaster versehen und die eigentlichen Parkflächen mit sogenannten Rasenpflastersteinen, um eine Versiegelung der kompletten Fläche zu vermeiden. Die gesamte Oberflächenentwässerung wird im Rahmen der Sanierungsarbeiten ebenfalls erneuen und es werden neue Straßenlaternen aufgestellt.
Nach dem gleichen Muster ist auch die Erneuerung des IGS-Parkplatzes vorgesehen. Dort müssen etwa 4000 Quadratmeter saniert werden. Kosten hierfür: circa 110000 Euro.
Schüler der Klasse 6a der IGS Aurich-West beim gemeinsamen Vorbereiten von Nachtischen für das Probebüfett.
sh Aurich. Das Mensa-Essen ihrer Kinder einmal selbst auszutesten und zu erfahren, was Schüler mittags serviert bekommen, diese Gelegenheit bot sich jetzt den Eltern an der IGS Aurich-West. Hier fand ein Probebüfett statt.
Die Schule verfügt über die größte Schulmensa Ostfrieslands: An Schultagen werden hier mehrere Hundert Essen serviert. Zubereitet werden sie seit einiger Zeit von einem privaten Caterer, der BFM Catering GmbH.
Viele Eltern und auch Schüler nutzten das Probebüfett, um über Schulernährung informiert zu werden. Sie hatten auch Gelegenheit, mit dem Personal und dem Küchenchef ins Gespräch zu kommen. Außerdem boten Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Aurich Informationen zum Thema Ernährung.
Die IGS sucht auch sonst neue Wege, um der Ernährungsbildung Raum und Stellenwert in der Ganztagsschule einzuräumen. Wie es gehen kann, zeigt das Projekt "Klasse(n)Nachtisch", das kürzlich angelaufen ist. Es soll sich über das ganze Schuljahr erstrecken und von allen Sechstklässlern durchgeführt werden. Für das Schulmittagessen und somit auch für dieses Probebüfett haben Schüler der Klasse 6a mehrere Hundert Portionen Nachtisch zubereitet. Angeleitet wurden sie von Christa Sander und Teelke Goemann-de Boer, zwei Hauswirtschaftsmeisterinnen der Landwirtschaftskammer Weser-Ems. Die Meisterinnen sind den Kindern bekannt, sie leiten auch das Projekt "Gesundes Frühstück", das die Schule seit acht Jahren in den 5. Klassen durchführt. Das Gesundheitsamt ist mit im Projektboot für den "Klasse(n)Nachtisch", denn Kochen für die Gemeinschaftsverpflegung unterliegt strengen hygienischen Auflagen.
Auch hat die Schule einen Ausschuss für Verpflegung und Ernährungsbildung eingerichtet, sagt Renate Erdt, stellvertretende Schulleiterin der IGS. Im Ausschuss werden alle Fachbereiche vertreten sein, in denen die Ernährung thematisiert wird, sowie die Verpflegungslieferanten der IGS. Der Ausschuss soll Projekte erarbeiten, in denen die Schüler nicht nur über Ernährung lesen und sprechen, recherchieren und präsentieren. Sie sollen aktiv werden, denn "Learning by doing" sei die beste Möglichkeit, sich Fertigkeiten anzueignen, so Erdt.
Die Parkflächen des Schulzentrums West in Aurich bieten Anlass zur Kritik.
Aurich. Die beiden Parkplätze des Schulzentrums West (BBS I, BBS II, IGS Aurich-West) befinden sich in einem "katastrophalen Zustand", heißt es nun in einer Mitteilung des Schülerrats. Eltern und Schüler fordern eine Befestigung der Parkplatzanlagen. Seit Jahren seien die Flächen unbefestigt und hätten riesige Schlaglöcher. Im Sommer bilden sich große Staub- und Geröllwolken, im Herbst und Frühjahr riesige Wasserlöcher und im Winter seien die Flächen kaum befahrbar: "An Winterdienst ist gar nicht zu denken, die Autos sind regelmäßig steckengeblieben", sagt Hendrik Buskohl, Sprecher des 13. Jahrgangs der IGS. Laut Buskohl sei die Sicherheit für Mensch und Auto auf den Parkflächen fragwürdig.
Eine geteerte Fläche für die Fahrzeuge der rund 5200 Schüler der Gesamt- und Berufsbildenden Schulen würde den Eltern und Schülern reichen. IGS-Schülersprecher Steffen Haake habe schon mit Landrat Walter Theuerkauf darüber gesprochen. Geschehen sei bisher aber noch nichts. Gesamtschulelternratsvorsitzender Martin Fromm fügt hinzu: "Der Landkreis plant ohnehin, die Zufahrt eines Parkplatzes zu verändern, warum es dann nicht gleich richtig machen?"
Maja Schütt, Marie-Charlotte Sleuben und Hilke Marieke Brahms (v. l.) aus dem zehnten Jahrgang malen eines von acht Segmenten für das vier Meter hohe Wandbild, das bis zum Sommer In der JVA entstehen soll. Foto: Hermann
heh Aurich. Ein ganz besonderes Projekt läuft derzeit an der IGS Aurich-West. Schüler des Kunst/MusikSpezial-Kurses der neunten und zehnten Jahrgänge sind angetreten, den Innenhof der Justizvollzugsanstalt (JVA) Aurich zu verschönern.
Der Hof bietet den Gefangenen die einzige Möglichkeit, an die frische Luft zu kommen. Allerdings sind die tristen, nackten Betonwände keine Augenweide. Das war der Anlass für Heiko Heeren von der Diakonie Aurich, das Schülerprojekt anzustoßen, wie Ellen Röttger, Lehrerin des Kurses, sagt. Heeren ist Sozialpädagoge und arbeitet bei der Diakonie in Aurich bei der Anlaufstelle für Straffällige in Ostfriesland, kennt also bereits aus seiner Arbeit heraus die JVA und die Bedürfnisse der Insassen.
"Begonnen hat alles im Sommer 2010 mit der Idee von Heiko Heeren", sagt Röttger. Im ersten Schulhalbjahr hätten die Schüler sich dann musikalisch dem Thema "Gefangen sein" genähert. Seit Beginn des zweiten Schulhalbjahres im Februar seien die 25 Jugendlichen nun künstlerisch tätig. Das habe mit einer Besichtigung des JVA-Innenhofes begonnen.
Damals wurde den Schülern klar, dass sie ein sehr großes Kunstwerk schaffen müssen. Denn die Betonmauer, die zu bemalen ist, ist vier Meter hoch und über 14 Meter breit. Daher wurde die Fläche in acht Segmente aufgeteilt, nachdem ein Entwurf für das Wandgemälde feststand. Farben, Kontraste, spritzige Formen lauteten die Vorgaben für die jungen Künstler, mit denen sie Akzente gegen die graue Monotonie der Betonmauer setzen sollen. Herausgekommen sind keine gegenständlichen Bilder, sondern abstrakte Formen, in denen die Betrachter jeweils ganz eigene Bilder entdecken können und die geeignet sind, die Fantasie anzuregen.
Zunächst mit dem Bleistift übertragen die Schüler zur Zeit den Entwurf vom Skizzenblock in die Originalgröße, bevor dann die Farbe zum Einsatz kommt. Bei dieser Arbeit sind etwas größere Pinsel gefragt, als man sie normalerweise aus dem Kunstunterricht kennt. Auch die Tatsache, dass die jungen Künstler beim Malen über ihre Werke laufen müssen, ist eine neue Erfahrung. Ein wichtiger Bestandteil des Projektes sei die: professionelle Begleitung durch einen erfahrenen Künstler, sagt Ellen Röttger. Dieser soll den Schülern die besonderen Anforderungen eines Außenbildes an einer Betonwand deutlich machen und sicherstellen, dass die Arbeit fachgerecht ausgeführt wird.
So groß die Begeisterung bei der Arbeit an dem Projekt auch ist, darf der Kostenfaktor dabei nicht vergessen werden. Alleine die Unterstützung des Künstlers wird mit rund 1500 Euro veranschlagt, sagt Ellen Röttger. Auch, wenn der Förderverein der IGS West hinter dem Projekt steht, sei man immer dankbar für Sponsoren, die sich finanziell an der Verschönerung des JVA-Innenhofes beteiligen wollen.
Spätestens am 1. Juli sollen die Arbeiten in der NA beendet sein. Die Jugendlichen werden die Wände in kleinen Gruppen über mehrere Wochen hinweg bemalen - damit im Sommer dann die graue Monotonie verschwunden sein wird.
thd Marienhafe. Kai Hoop wird ab dem kommenden Schuljahr neuer stellvertretender Leiter der Integrierten Gesamtschule (IGS) Marienhafe. Der Auricher kommt von der IGS Aurich-West. Entsprechende ON-Informationen bestätigte der Leiter der IGS Marienhafe, Ewald Jüchems, gestern am Rande des Tages der offenen Tür im Schulzentrum Brookmerland. "Kai Hoop verstärkt unser Team ab 1. August", sagte er. Derzeit ist Hoop an der IGS Aurich-West Fachbereichsleiter Naturwissenschaften und unterrichtet dort Mathe und Physik. In letzter Zeit war er häufiger in Marienhafe gesehen worden, besuchte dort die letzte Gesamtkonferenz und war auch gestern Gast beim Schnuppertag der Schule.
In Appingedam waren die Schüleräußerst erfolgreich künstlerisch tätig.
Aurich. Auch in diesem Jahr fand wieder ein deutsch-niederländischer Schüleraustausch statt. Jugendliche der Integrierten Gesamtschule (IGS) Waldschule Egels arbeiteten vier Tage lang mit ihren "Kollegen" vom Ommelander College Appingedam zusammen. Die ersten beiden Tage war die internationale Gruppe in Aurich unterwegs, und erkundete die Stadt mit Fotoapparat und Stift. Danach ging es nach Appingedam, wo unter dem Motto "Aurich und Appingedam mit anderen Augen sehen" das Gesehene künstlerisch umgesetzt wurde. Am Computer entstanden Plakate und eine Diashow, in einer Gruppe wurde gemalt und in einer dritten Gruppe erstellten Schüler Radierungen nach Motiven von Aurich und Appingedam. Nicht nur Kunst, auch Sport und Spaß gab es reichlich: In Aurich beim Bowling und in Appingedam beim Schlittschuhlaufen.
Am Ende des Austauschs wurden die Ergebnisse präsentiert. Rika Pot, Bürgermeisterin von Appingedam, nahm daran teil. Sie betonte, der Schüleraustausch erfülle die Städtepartnerschaft mit Leben und ermutigte Schüler, sich für ein gemeinsames Europa einzusetzen.
Die Unternehmergruppe "Volcetec" erhielt von den "Einkäufern" die meisten Stimmen. Die Schüler punkteten beim "Management Information Game" mit einer innovativen Fernbedienung, die sich In einem Bilderrahmen verbirgt.
Foto: Undenbeck
lin Aurich. "Das Leben funktioniert nicht auf Knopfdruck!" Deshalb haben die fiktiven Unternehmensgruppen beim Management Information Game (MIG) eine innovative, sprachgesteuerte Multifunktions-Fernbedie nung entwickelt. Im Forum der IGS Aurich-West präsentierten die Schüler ihre Produkte am Donnerstagabend vor Vertretern der Auricher Wirtschaft.
Die Firma Rolf Janssen GmbH nahm die Schüler des Gymnasiums Ulricianum und der IGS Aurich-West für eine Woche auf und führte sie in die Welt der Wirtschaft ein. Klaus Bäcker, ehemaliger Betriebsleiter der Elektronischen Werke, lobte das Enga- gement und die Teamfähigkeit der potenziellen Nachwuchskräfte. "Das Unternehmensplanspiel steigert das Wertgefühl und erhöht das Anspruchsniveau bei den: Schülern. Es setzt Kräfte frei und bietet immer neue Herausforderungen", sagte Bäcker.
Ziel dieser Veranstaltung sei es gewesen, den jungen Menschen wirtschaftliche Vorgänge praxisnah und zukunftsorientiert zu vermitteln. Aufgrund technischer und gesellschaftlicher Entwicklungen habe sich die Anforderung an die Berufsqualifikation in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich verändert. Daher stelle die berufliche Aus- und Weiterbildung das Kernstück der lernenden Gesellschaft dar, die dafür sorge, dass sich die Deutsche Wirtschaft im globalen Wettbewerb behaupten könne, sagte Klaus Bäcker in seinen Ausführungen.
Auch die beiden Schulleiter, Tade-Wilhelm Risius (Gymnasium Ulricianum) und Thorsten Quest (IGS Aurich-West), zeigten sich begeistert. "Das MIG ist die inhaltliche Ergänzung zum Betriebspraktikum. In der Praxis wurden die Schüler für wirtschaftliche Zusammenhänge sensibilisiert", sagte Risius. Sein Kollege Thorsten Quest bezeichnete das Planspiel als Erfolgsgeschichte, das im Laufe der Jahre ein Netzwerk zu vielen Firmen geschaffen habe.
Die Präsentation der Schüler wurde von einer Jury, bestehend aus Vertretern von Industrie, Gewerbe, Banken und Handel, kritisch beäugt. Sie sollte aus der Position eines möglichen Einkäufers über die vorgestellten Produkte urteilen. Die drei Schülerunternehmen zeigten sich selbstbewusst, stellten sich souverän den kritischen Fragen und überzeugten durch ausgefallene Lösungen.
Die meisten Stimmen erhielt die Vorstellung der Unternehmensgruppe "Voicetec". Mit einem ausgefeilten Werbeslogan und einem originellen Werbefilm wussten die Jungunternehmer zu beeindrucken. Der Clou bei ihrem Produkt: Die Technik der sprachgesteuerten Fernbedienung ist in einem Bilderrahmen untergebracht. Neben den futuristisch anmutenden technischen Innovationen punktete das Produkt mit einer ausgefeilten Kindersicherung.
sh Aurich. Zu einem Informationsabend über die Möglichkeiten, Erfahrungen und Vorteile von Auslandserfahrungen von Schülern lud die IGS-Schülervertretung und die Austauschorganisation "AFS Interkulturelle Begegnungen e. V " in die IGS Aurich-West. ein. Etwa 120 Schüler, Eltern und Lehrer verschiedener Schulen besuchten die Veranstaltung. Das waren nach eigenen Aussagen weit mehr, als die jungen Organisatoren erwartet hatten.
Steffen Haake, Koordinator vom AFS Komitee Ostfriesland, der ein Jahr in der USA verbracht hat, sowie Alide Berndzen, die mit AFS ebenfalls ein Jahr in den Staaten lebte und Johanna Fey, die mit Rotary International ein Jahr in Australien verbracht hatte, referierten über ihre Erlebnisse. Die Möglichkeiten verschiedener Austauschprogramme und Stipendien wurden an diesem Abend beleuchtet. Außerdem gab es Informationen über die Sicht und Kooperation der Heimatschule. Auch für Freiwilligendienste im Ausland nach dem Abitur und die Möglichkeit Gastfamilie zu werden und sich die Welt nach Hause zu holen wurde informiert.
Alexander Wiebel, Lehrer und Fachbereichsleiter Gesellschaftslehre an der IGS Aurich-West, informierte darüber hinaus über einen Austausch zwischen Aurich und einer Stadt in Israel. Dieses Austauschprogramm wird seit über 30 Jahren von der IGS organisiert und unter anderem durch die evangelische Jugend im Kirchenkreis Aurich unterstützt. "Für jeweils drei Wochen besucht man sich gegenseitig und taucht dabei in eine andere Kultur ein und lernt neue Freunde über Länder- und Kulturgrenzen hinweg kennen", schwärmte Wiebel.
"Ich habe das elfte Schuljahr in Durham in den USA verbracht und davon in jeder Hinsicht profitiert. Man lernt ungeheuer viel über ein anderes Land, eine andere Kultur, andere Menschen und sich selbst. Außerdem hat man dabei auch noch unglaublich viel Spaß!", brachte Steffen Haake seine Auslandserfahrung auf den Punkt. Er ist sich sicher, dass Auslandsjahre, egal wo man sie verbringt, prägend für das ganze Leben und im Endeffekt auch für die ganze Welt sind: Durch interkulturelle Begegnungen werden Fremde, oder sogar ehemalige Feinde, zu Freunden. Dieser Idee hat sich sein Verein, der AFS, verpflichtet. Er ist eine der größten und ältesten nicht-kommerziellen Austauschorganisationen der Welt.
Alide Berndzen berichtete ausgiebig über das Bewerbungsverfahren vor dem eigentlichen Auslandsjahr. Sie berichtete sowohl von den Sonnen- als auch von den Schattenseiten ihres Jahres. Auch Johanna Fey hatte viel zu erzählen: "Im Rahmen des Rotary-Konzepts wechselte ich oft die Gastfamilien. Da habe ich die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht!", erzählte sie den interessierten Zuhörern. Ihr Schlussappell: "Es gibt so viele Möglichkeiten, etwas von der Welt zu sehen. Nutzt sie! Geht ins Ausland - egal wie!"
Die "Open Room Philosophy" beeindruckte durch Interaktion mit dem Publikum. Etwa 80 menschen waren in das IGS-Forum gekommen
sh Aurich. Weder öffnete noch schloss sich der Vorhang am Donnerstagabend im Forum der IGS Aurich-West. Denn das Thema, bei dem es im Theaterstück "Lieben lernen" der Theatergruppe "2. Akt" der IGS-Oberstufe ging, hat keinen Anfang und auch kein Ende: die Liebe.
Somit wählte man für dieses unkonventionelle Stück die "Open Room Philosophy", bei der Zuschauerraum und Bühne eine Einheit bilden. Diese "unförmliche Form" bot nicht nur anderes Theater sondern zog alle Zuschauer in ihren Bann und lieferte gewiss viele Denkanstöße. Zwölf junge Schauspieler, davon zehn von der IGS Aurich-West und jeweils eine vom Gymnasium "Ulricianum" und der BBS Aurich sowie eine Technikerin und Lehrer Wilfried Wiemer hatten "Lieben lernen" selbst geschrieben und in monatelanger Arbeit inszeniert. Angefangen als Wahlpflichtkurs der Sekundarstufe I, hat sich die Theatergruppe innerhalb von über zehn Jahren zu einer Oberstufen-Arbeitsgemeinschaft entwickelt und führte nun schon das 12. Stück auf. Trotz einiger Stolpersteine während der Proben lieferten die Nachwuchsschauspieler mit viel Kreativität eine tolle Vorstellung.
Die Handlung von "Lieben lernen" beschränkt sich auf ein Wochenende, an dem die Charaktere an einem Seminar teilnehmen. In einer Zeitungsanzeige war versprochen worden, die Teilnehmer das Lieben zu lehren. Eine vielversprechende Aussicht, dachten sich wohl die zwölf Teilnehmer, die unterschiedlicher nicht hätten sein können.
Alle typischen gesellschaftlichen Rollenbilder sind bei diesem ungewöhnlichen Seminar vertreten - von der Sozialpädagogin bis hin zur psychisch Kranken, vom Hippie bis zur Managerin oder der New Yorker Jetsetterin und noch vielen anderen. So mancher entpuppt während der Auseinandersetzung mit der Liebe und seinen Emotionen jedoch sein wahres Ich - und wird dabei stets authentisch verkörpert.
Trend des Seminars kommen sich die Teilnehmer teils näher, teils entfernen sie sich jedoch weit voneinander. Wie nahe Liebe und Hass beieinanderliegen, zeigt, "Lieben lernen". Zwischenmenschliche Beziehungen werden ebenso thematisiert wie unterschiedliche Lebensentwürfe oder das Leben als solches. Untermalt wird die Handlung durch Gedichte oder. Musik, wie einer etwas eigenwilligen Interpretation von Queens "We Will Rock You!". lnsgesamt liefert dieses philosophische, doch zugleich witzige und unterhaltsame Stück viele Gründe, über sich und die Welt ins Grübeln zu kommen. Nach vielen emotionalen Höhen und Tiefen bricht die zuvor stumme Nemsis schließlich in Schreien aus und resümiert: "Man kann das Lieb en nicht lernen. Liebe ist ein Geschenk, das über dich hereinbricht. Oder nicht."
"Lieben lernen" ist noch heute und am Sonntag jeweils ab 20 Uhr im Subforum, der IGS Aurich-West zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Inka Rümenapf (links) bedient in der Buchhandlung "Am Wall" derzeit viele niederländische Jugendliche wie Mirza Sehagic. Er legt seine mündliche Deutschprüfung in Aurich ab.
Aurich - Mirza Sehagic ist nervös. Der 19-jährige Abiturient aus dem niederländischen Oosterwolde steht in der Auricher Buchhandlung "Am Wall" und blickt immer wieder auf einen Zettel. Darauf sind Stichpunkte notiert, die ihm bei seiner Abschlussprüfung helfen sollen. Denn Sehagic ist nicht zum Vergnügen in Ostfriesland - er muss seine deutschen Sprachkenntnisse in Alltagssituationen vor Ort beweisen.
Während des rund dreiminütigen Gesprächs erkundigt sich der Niederländer bei Buchhändlerin Inka Rümenapf nach interessantem Lesestoff. Rümenapf wird neben Mirza Sehagic noch zahlreiche weitere Jugendliche beraten. Rund 60 Gymnasiasten und Realschüler haben die etwa 150 Kilometer lange Reise nach Aurich auf sich genommen, um ihre mündliche Prüfung abzulegen.
"Die Jugendlichen haben die Aufgabe, fünf Stationen aufzusuchen und dort Gespräche zu führen"
13 Geschäfte und Einrichtungen beteiligen sich an den Prüfungen, die an zwei Tagen in der Innenstadt abgelegt werden. "Die Jugendlichen haben die Aufgabe, fünf Stationen aufzusuchen und dort Gespräche zu führen", erklärt Ulrichs. Sie müssen unter anderem bei der Polizei Anzeige erstatten, in der Sparkasse ein Konto eröffnen und in der Gaststätte "Zur Börse" etwas zu Essen bestellen. "Die vielfältigen Themen sind bewusst so geplant, damit auch mal ungewohnte Dinge auf die Schüler zukommen", sagt Ulrichs.
Beurteilt werden sie überwiegend von Auricher Lehrern. "In manchen Unternehmen übernehmen auch Angestellte die Bewertung", sagt Ulrichs. So wie Inka Rümenapf. "Ich habe Niederländisch studiert, deswegen macht mir so ein Projekt auch Spaß", sagt sie. Kurz nachdem sich Rümenapf Notizen zu ihrem Verkaufsgespräch mit Mirza Sehagic gemacht hat, steht schon der nächste Schüler vor der Tür. Auch er wirkt leicht angespannt - und hält zur Sicherheit einen Zettel mit Stichpunkten in der Hand.
Auch bei den Ostfriesischen Nachrichten wurde eine Prüfstation eingerichtet. Unser Bild zeigt Lehrer Norman Jäckel von der IGS Aurich-West Im Gespräch mit der niederländischen Schulerin Annemieke Nijpjes.
Foto: Frerichs
fre Aurich/Oostenwolde (NL). Rund 60 niederländische Schüler legen seit gestern ihre Deutschprüfung in Aurich ab. In Einzelprüfungen müssen die Jugendlichen des Stellingwerf College Oosterwolde unter Beweis stellen, dass sie realitätsnahe Alltagssituationen in der Fremdsprache meistem können. Die Prüfungen finden in 13 verschiedenen Geschäften und Einrichtungen in der Innenstatt statt. So haben die Schüler zum Beispiel die Aufgabe, in der Sparkasse ein Konto zu eröffnen. Im Modehaus Silomon finden Verkaufsgespräche statt, und bei den Ostfriesischen Nachrichten geht es um Zeitungsberichte.
Geprüft werden die Niederländer größtenteils von Lehrern der IGS Aurich-West und der IGS Marienhafe sowie von Studienreferendaren. Einige Firmen und Einrichungen haben auch eigene Mitarbeiter, für die Prüfungen gestellt. Für die Schüler, die etwa dem Gymnasialbeziehungsweise dem erhöhten Realschulniveau in Deutschland zuzuordnen sind, handelt es sich um die mündliche Abschlussprüfung in ihrem Wahlfach Deutsch. Seit 1999 kommen die niederländischen Schüler nach Aurich, um hier ihre Deutschprüfung abzulegen. Auch die Auricher Jugendlichen fahren seitdem nach Holland, um dort ihre Prüfung in niederländischer Sprache zu meistern. Es handelt sich bei der Schulaktion um ein Gemeinschaftsprojekt der IGS Aurich-West und des Sfellingwerf College. Beteiligt sind außerdem die IGS Marienhafe, das Studienseminar Leer für das Lehramt Gymnasien und das Studienseminar Oldenburg für das Lehramt an berufsbildenden Schulen.
Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Ems-Dollart-Region und dem Förderkreis der IGS Aurich-West.
Die IGS-Schüler setzen sich in dem Stück mit dem Thema "Lieben lernen" auseinander.
Aurich. Die Theatergruppe "2. Akt" der IGS Aurich-West präsentiert in dieser Woche ihr neues Stück "Lieben lernen", in dem es um eine vielversprechende Zeitungsanzeige geht. Premiere ist heute ab 20 Uhr. Weitere Aufführungen gibt es Freitag und Sonntag, 4. und 6. März, jeweils ab 20 Uhr.
Zum Inhalt: Zwölf Menschen treffen sich und wollen lieben lernen. Jeder versteht etwas anderes darunter. Und dann geht die Tür nicht mehr auf.
Die Schüler der Arbeitsgemeinschaft standen bei der Erarbeitung des Stückes selber vor der Frage "Was ist eigentlich Liebe?". "Lieben lernen" liefert darauf natürlich keine allgemeingültigen Antworten - es stellt eher die Frage neu. Diese wird verpackt in eine Handlung, die harmlos beginnt, dann aber die Belastbarkeit der zwölf "Seminarteilnehmer" auf eine harte Probe stellt.
wit Aurich. Mit Sarkasmus, Unverständnis und Verärgerung reagieren die Auricher Schulen auf den sorglosen Umgang mit geistigem Eigentum, den ihnen der deutsche Verteidigungsminister und gewesene Doktor Karl-Theodor zu Guttenberg vorlebt.
So veröffentlichte das Ulricianum auf ihrer Internetseite ein Bild vom schwarzen Brett der Schule, an dem unter der Überschrift "Der richtige Weg zum Studium" ein Flyer der Universität Bayreuth angeheftet war. (Bekanntlich hatten die Bayreuther die aus vielen Textpassagen ohne Quellenangaben zusammengepuzzelte Doktorarbeit zu Guttenbergs mit sehr gut, summa cum laude, bewertet.)
Nach Aussage von Schulleiter Tade-Wilhelm Risius würden die Schüler des Ulricianums aber einem kompletten Fehlschluss unterliegen, wenn sie sich bei ihren Fach- oder Jahresarbeiten Guttenberg zum Vorbild nähmen. Die Lehrer würden ihre Schüler kennen; sobald ihnen Sätze auffielen, die sie dem Schüler nicht zutrauten, werde über Suchmaschinen nach dem wirklichen Verfasser gesucht. Jedes Jahr wieder würden Schüler so beim Täuschungsversuch erwischt. Ein Täuschungsversuch führe mindestens dazu, dass die betreffende Passage mit null Punkten bewertet werde. Seien größere und einschneidende Teile einer Arbeit ohne Quellenangabe abgeschrieben, werde die ganze Arbeit mit null Punkten (Note: 6) bewertet.
Mit genau denselben Kontrollen und denselben Folgen müssen die Oberstufenschüler der IGS-West rechnen. Wer ohne Quellenangabe zitiert (also geistiges Eigentum stielt), wird bestraft. Schulleiter Thorsten Quest sagte den ON, er hoffe, dass die
der Täuschungsversuche in diesem Jahr abnehme. Der Fall Guttenberg sei von Lehrern und Schülern intensiv diskutiert worden; auch die Schüler seien vom Vorgehen des Verteidigungsministers entsetzt gewesen. An beiden Schulen gehört es zur Vorbereitung von Facharbeiten, mit den Schülern über die Verarbeitung von Quellen zu sprechen.
Und was für Fach- oder Jahresarbeiten gilt, gilt auch für Klassenarbeiten. Benutzt ein Schüler bei Abiturklausuren unerlaubte Hilfsmittel und wird das während der Klausur festgestellt, so werden dem Schüler die Hilfsmittel weggenommen und der Lehrer -schreibt sein Kürzel in die Arbeit. Der Rest der Arbeit, die der Schüler ohne
die Hilfsmittel geschrieben hat, kann dann gewertet werden. Falls sich hinterher, herausstellt, dass der Schüler getäuscht hat, wird die Arbeit mit null Punkten gewertet.
Quest berichtete, dank der immer besseren Handytechnik griffen Schüler auch während ganz normaler Klassenarbeiten mittlerweile auf das Internet zurück. So sei jetzt eine Schülerin aufgefallen, die zwei Drittel ihrer Klausur aus dem Internet abgeschrieben habe. Sie habe natürlich null Punkte für diese Arbeit bekommen. Wie das Ulricianum besitzt auch die IGS keine Software, um standardmäßig alle Arbeiten und Klausuren zu überprüfen. Das sei nicht notwendig. Der Stilwechsel vom Eigenen zum Geklauten falle auf.
Der skrupulöse Umgang mit dem geistigen Eigentum anderer wird schon in der Grundschule vermittelt. Ein ON-Leser berichtete, vor einer Arbeit in der zweiten Klasse seien alle Kinder aufgefordert worden, ihre Federmappen hochzustellen, um dem Nachbarn das Abschreiben schwerer zu machen und sich selber den Blick ins Nachbarheft zu verbieten.
aurich - Eine viel versprechende Zeitungsanzeige. Zwölf Menschen treffen sich und wollen lieben lernen. Jeder versteht etwas anderes darunter. Und dann geht die Tür nicht mehr auf. Soweit in kurzen Worten der Inhalt von "Lieben lernen", dem neuen Stück der Theater-AG der Oberstufe der IGS Aurich-West. Die Premiere ist morgen, Mittwoch, um 20Uhr im Forum der IGS Aurich-West.
Die Schülerinnen und Schüler der Arbeitsgemeinschaft standen bei der Erarbeitung des Stückes selber vor der Frage: Was ist eigentlich Liebe? "Lieben lernen" liefert darauf natürlich keine allgemeingültigen Antworten - es stellt eher die Frage neu. Diese wird verpackt in eine Handlung, die harmlos beginnt, dann aber die Belastbarkeit der zwölf "Seminarteilnehmer" auf eine harte Probe stellt.
Weitere Aufführungstermine sind am Freitag, 4.März, sowie am Sonntag, 6. März. Alle Vorstellungen sind im Forum der IGSAurich-West und beginnen um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Die 60 Jugendlichen besuchen das Stellingwerfcollege in Oosterwolde. Geprüft werden sie von Lehrern aus Aurich und Marienhafe.
AURICH - Wer am kommenden Dienstag oder Mittwoch in der Auricher Innenstadt von jungen Niederländern angesprochen wird, sollte sich nicht wundern: Rund 60 Jugendliche aus dem Nachbarland legen nächste Woche in Aurich ihre münd-
liehe Deutschprüfung an. Sie gehen in Oosterwolde westlich von Assen zur Schule und, besuchen dort das Stellingwerfcollege.
In rund 300 Einzelprüfungen müssen die Schüler unter Beweis stellen, dass sie realitätsnahe Alltagssituationen in ihrer Fremdsprache Deutsch meistern können. Die Prüfungen finden in 13 verschiedenen Geschäften und Einrichtungen statt. So haben die Jugendlichen zum Beispiel in der Sparkasse die Aufgabe, ein Konto zu eröffnen. Im Modegeschäft Silomon sind Verkaufsgespräche vorgesehen, und auf dem Marktplatz ist die Auricher Polizei im Einsatz - dort sollen die Niederländer eine Anzeige erstatten.
Geprüft werden die Mädchen und Jungen größten teils von Lehrkräften der IGS Aurich-West und der IGS Marienhafe sowie von Studienreferendaren der Studienseminare Leer und Oldenburg. Einige Einrichtungen und Geschäfte stellen nach Angaben der IGS Aurich-West eigene Mitarbeiter für die Prüfungen ab.
Referent Moritz Becker von "smiley e.V." referierte in der IGS Aurich-West über Möglichkeiten und Gefahren für Jugendliche im Netz.
sh Aurich. Über die Möglichkeiten und Gefahren für Jugendliche im Internet referierte am Montagabend Moritz Becker, der Vorsitzende von "smiley e.V.". Der Verein hat sich der Internet Aufklärung von Schülern, Eltern und Lehrern verschrieben. Über 100 Interessierte waren dem Ruf des IGS-Fördervereins in das Subforum der IGS Aurich-West gefolgt.
Doch die Aktivität des Hannoveraner Vereins in der IGS beschränkte sich nicht
nur auf den Informationsabend. Montag nahmen alle Schüler des siebten Jahrgangs an Workshops rund um ihre Spuren im Netz teil. Es wurde vor allem über das Chatprogramm ICQ und das Internetportal Morphex gesprochen. Letzteres gibt es nur regional und war den Referenten vorher gar nicht bekannt. Andere überregionale Seiten wie SchülerVZ, Knuddels oder auch Facebook würden im siebten Jahrgang der IGS daher keine so große Rolle spielen, wie es in anderen Schulen der Fall sei.
Die Schüler hätten laut Becker, selbst Vater zweier Töchter, angeregt über ihre Nutzungsbereiche des Internets gesprochen.
"Das, was uns die Schüler morgens erklären, verraten wir abends den Eltern", brachte Becker sein Konzept auf den Punkt. Dabei gebe es viele Vorurteile aus dem Weg zu räumen und andere Perspektiven zu eröffnen. Schließlich würden Eltern eine ganz andere Sichtweise auf das Internet und seine Anwendungsbereiche haben als ihre Kinder. "Erwachsene sehen das Internet als Werkzeug, um sich beispielsweise zu informieren und einzukaufen. Jugendliche hingegen betrachten es eher als Spielzeug, bzw. als Spielwiese", problematisierte er die beiden Sichtweisen. Er blieb in diesem Bild, indem er ausführte, dass man von Werkzeugen wisse, dass sie verletzen können. "Man kann sich mit einem Hammer `auf den Finger hauen", stellte Becker fest: Von, einem Spielzeug unterschätze man das Verletzungspotenzial jedoch: "Einen kaputten Finger sieht man. Irgendwann verheilt er auch wieder. Bei einer Beleidigung, die im Internet steht, sieht das anders aus. Da handelt es sich um innere Verletzungen."
Für diese Gefahr sensibilisierte der Medienexperte die Eltern. Kein leichter Job, wenn man bedenkt, dass die jetzige Elterngeneration die erste ist, die ihren Kindern etwas beibringen soll, was sie selbst noch nicht gemacht hat. Daraus könne sich laut Moritz Becker auch leicht ein Generationenkonflikt ergeben, ähnlich, wie es in den 1960er Jahren der Fall war. "Damals hätte man viele Drogentote verhindern können, hätte man das Thema offener und aufgeklärter angegangen"; zog Becker die Parallele zur Internetaufklärung.
Den Ursprung in der Diskussion um den sachgerechten Umgang mit dem Internet müsse man aber nicht im Computer, sondern im Kind selbst suchen. Kinder hätten von Haus aus eine natürliche Neugierde und Unbekümmertheit, die auch vor Hightech nicht haltmache. Das sei bei Erwachsenen nicht mehr so ausgeprägt: "Wenn ein Erwachsener ein neues Handy bekommt, freut er sich, wenn es genauso funktioniert wie das alte schmunzelte der junge Medienberater, "wenn Jugendliche eines bekommen, probieren sie erst mal jede Funktion aus." Überhaupt hätten Jugendliche den Drang zum Ausprobieren. Besonders in der Pubertät würden sie das Leben, als eine Art Rollenspiel empfinden. Viele Schüler seien sich über die negativen Folgen ihres Handelns im Internet gar nicht bewusst: "Wenn Filme runterzuladen wirklich verboten wäre, wäre es ja nicht so einfach", habe heute ein Siebtklässler zu Becker gesagt. Weil sich die jungen Leute also oft nicht über ihre Fehler im Klaren wären, helfe es folglich wenig, überall nur "Grenzen zu setzen".
Auch der Wert einer Privatsphäre sei vielen Jugendlichen kaum bewusst. "Deshalb verzichten sie bei Chat und Videoportalen wie You Tube oft freiwillig auf dieses kostbare Gut." Außerdem würden viele im Internet Aufmerksamkeit suchen und finden. Dass sich daraus auch negative Aufmerksamkeit bis hin zu Beleidigung und Cyber-Mobbing ergeben kann, ist eine logische Folge. Die Hemmschwelle zum Preisgeben privater Daten sei ohnehin oft niedrig: "Das Bedürfnis, geliebt zu werden ist das größte. Da vergisst man häufig alles andere." Becker stellte heraus, wie sehr das Internet das soziale Leben Jugendlicher beeinflusse. Die gesamte Verabredungskultur habe sich verändert und zum Großteil auf Chatrooms verlagert. Schüler hätten Schutzmechanismen vor "Erwachsenenkontrolle" entwickelt: "Eine Mutter hat mir erzählt, dass, wenn sie auf den Monitor ihres Sohnes blickt, dieser bei ICQ schreibt: MOS = Mother Over Shoulder!" Bei all den Neuerungen mitzuhalten, sei unmöglich. Daher gelte es zu lernen, wie man als Erwachsener bei diesem Thema mit den Kindern umgehe.. Beckers Abschlussappell: "Bei allem berechtigten Misstrauen gegenüber dem Internet: Vertrauen Sie Ihren Kindern und unterschätzen Sie sie nicht!"
tas Aurich. Eine Abschlussprüfung der besonderen Art müssen Schüler aus Stellingwerf in den Niederlanden über sich ergehen lassen.
Wie, die IGS Aurich-West mitteilte, kommen nächsten Dienstag und Mittwoch rund 60 Jugendliche nach Aurich, um hier ihre Abschlussprüfungen im Fach Deutsch abzulegen. 13 verschiedene Geschäfte und Einrichtungen dienen als Prüfungsorte.
So sollen die niederländischen Schüler in Alltagssituationen ihre Sprachfertigkeit unter Beweis stellen.
Aufgaben sind zum Beispiel die Eröffnung eines Kontos bei der Bank, ein Beratungsgespräch in einem Bekleidungsgeschäft oder die Erstattung einer Anzeige bei der Auricher Polizei. Außerdem nehmen rund 20 der beteiligten Jugendlichen an einem Schüleraustausch mit dem zwölften Jahrgang der IGS Aurich-West teil.
Ralf Willius vom Verein Smiley spricht mit den Schülern über ihre Erfahrungen im Internet.
Aurich - Nicht die Kontrolle, sondern das Gespräch zwischen Eltern und Kindern ist wichtig, wenn es um die Nutzung des Internets geht. Das war die Botschaft an die Erwachsenen bei einem Informationsabend am Montag im Forum der IGS Aurich-West durch den Verein Smiley aus Hannover. Zwei Sozialarbeiter des Vereins gingen außerdem am Montag und Dienstag in alle siebten und achten Klassen der Schule, um mit den Schülern über ihr Verhalten in dem "spannenden, aber auch gefährlichen Medium" ins Gespräch zu kommen.
"Wir wollen den Schülern deutlich machen, dass das Internet eine tolle Sache sein kann, dass man aber auch unheimlich aufpassen muss, wenn man Bilder oder Daten ins Netz gibt", so Ralf Willius vom Smiley-Team. Es sei immer wieder erschreckend, was die jungen Leute zum Beispiel in Internet-Communities (Foren zum Kontaktaustausch) wie Morphex, ICQ oder Facebook an Fotos und persönlichen Angaben stellten. "Das, was man da reinstellt, kann man dort nie wieder entfernen. Jeder kann es sich herunterladen", so Willius. Wenn man zum Beispiel ein "peinliches" Bild ins Netz stelle, könnten es sich eben auch alle anderen Menschen, für die es gar nicht bestimmt sei, ansehen, ihre Kommentare dazu abgeben oder es missbräuchlich verwenden. Kinder und Jugendliche, die versuchten, Aufmerksamkeit zu bekommen, in dem sie etwas von sich ins Internet stellten, würden oft enttäuscht. Mit niederschmetternden Kommentaren wie "Du bist aber hässlich" könnten sie dann oft seelisch nicht umgehen.
Eltern würden das Internet oft verteufeln, weil ihre Kinder so viel Zeit damit verbringen würden, so Moritz Becker von Smiley beim Informationsabend für die Erwachsenen, zu dem 150 Besucher kamen. Eltern hätten mit diesen Chatrooms, in denen sich ihre Kinder täglich bewegten, meistens keine Erfahrung. "Das macht ihnen Angst", sagte der Sozialpädagoge und Eltern-Medien-Trainer, der auch Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Hildesheim ist. Eltern müssten gar nicht alles können und wissen, aber sie müssten sich mehr mit ihren Kindern beschäftigen, müssten den Nachwuchs schon früh für diese Dinge sensibilisieren, so Becker.
aus:
(Heimatblatt)
vom 23.02.2011
Aurich. Nicht unbedingt selten hört man seitens der hiesigen Wirtschaft die Befürchtung, mittel- und langfristig vor dem Problem eines massiven Mangels an qualifizierten Nachwuchskräften zu stehen. In bemerkenswerter Art und Weise entgegengewirkt wurde diese Sorge von 18 Schülern aus den Jahrgängen 10 und 11 des Auricher Gymnasiums Ulricianum und der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West: Sie nahmen an dem fünftägigen Unternehmensplanspiel "Management Information Game" (MIG) teil, der von der Auricher Filiale der Oldenburgischen Landesbank AG als Gastgebersund Sponsor sowie der Akademie Schule & Wirtschaft im Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) veranstaltet wurde und schlüpften in die Rolle der Vorstandsmitglieder von drei fiktiven Aktiengesellschaften. Zum Abschluss stellten sie im Forum der IGS Aurich-West führenden Vertretern von hiesigen Unternehmen sowie der Verwaltung im Rahmen einer fiktiven Präsentation ein Produkt, einen Minikühlschrank, sowie ein darauf abgestimmtes Marketingkonzept vor.
Im Vorfeld wurden Schüler durch Experten in lokalen Unternehmen auf ihre Arbeit vorbereitet. Zudem standen Vorträge, etwa zu den Themen "Unternehmensziele und Unternehmensorganisation", "Rechnungswesen", "Marketing", "Sozialversicherung und Lohnnebenkosten", "Wirkungsvoll präsentieren" sowie "Aktien und Börse" auf dem Programm. Die Referenten stammten von der Oldenburgischen Landesbank, "Pollmann & Renken GmbH", der AOK - Die Gesundheitskasse für Niedersachsen. Servicezentrum Aurich und BZN Beenen GmbH & Co. KG". Abgerundet wurden diese informativen Referate durch eine Betriebsbesichtigung bei "Stahl- und Metallbau Ihnen GmbH & Co. OHG.
Besonderes Kennzeichen von MIG war insbesondere die Realitätsnähe. Demzufolge umfasste beispielsweise der herkömmliche Arbeitstag der engagierten Schülerinnen und Schüler in der Auricher Filiale der OLB zehn Stunden. Binnen kurzem, so die Beobachtung der MIG-Spielleiterin Kathrin Baar, entwickelten die Schüler im Rahmen ihrer Tätigkeit unterschiedliche Geschäftsstrategien, beobachten die Konzepte ihrer Mitbewerber und strebten vor diesem Hintergrund bessere Betriebsergebnisse an.
Im Rahmen der Präsentation ihres Minikühlschranks besaßen die Zuhörer im IGS-Forum die Aufgabe, sich für ihren Favoriten zu entscheiden. Ungeachtet der Tatsache, dass es OLB-Vertreter Joachim Fecht zufolge nur einen Sieger des Votums geben könne, hätten letztlich alle Schüler in ideeller Hinsicht gewonnen, und wichtige Erkenntnisse gewonnen. sc
Aurich - Was sind die Aufgaben eines Managers und was muss er tun, um ein Unternehmen erfolgreich zu führen? Mit diesen und anderen Fragestellungen setzten sich 18 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 10 und 11 des Gymnasiums Ulricianums und der IGS Aurich-West sowie ein Praktikant der Oldenburgischen Landesbank AG (OLB,) auseinander.
Die Jugendlichen nahmen an dem Unternehmensplanspiel "Management Information Game" (MIG) teil, das die Akademie Schule & Wirtschaft im Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft und der Arbeitgeberverband für Ostfriesland und Papenburg anboten. Gastgeber und Sponsor für die Auricher Schüler war die Filiale der Oldenburgischen Landesbank.
In der Projektwoche standen die Schüler als Vorstände der drei fiktiven Aktiengesellschaften "FridgTec AG", "Go Frost AG" und "Be Free AG" in der Elektronikbranche miteinander im Wettbewerb. Ziel des bereits seit zwölf Jahren existierenden Projekts sei es, Jugendliche für wirtschaftliche Zusammenhänge zu interessieren. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und demografischem Wandel sei es wichtig, dem Nachwuchs früh bei der beruflichen Orientierung beizustehen. Thorsten Quest, Schulleiter der IGS, bedankte sich bei den Wirtschaftsvertretern der Region für ihre Unterstützung. "Dieses Netzwerk ist wichtig. Wir sind froh, dass es diese gute Zusammenarbeit mit hiesigen Unternehmen gibt." Experten von lokalen Firmen waren es nämlich, die den Jugendlichen in Vorträgen Wissen über Themen wie Rechnungswesen und Marketing-Strategien vermittelt hatten.
Am Donnerstagabend stellten die 19 jungen Nachwuchsmanager ihre Geschäftsmodelle im Forum der IGS vor. Das Produkt, das es zu präsentieren galt: ein Minikühlschrank. Im Publikum: eine Jury aus Wirtschaftvertretern der Region.
Die drei Gruppen präsentierten drei verschiedene Strategien. Am Ende konnte die Idee der "Be FreeAG" überzeugen. Auf die Frage, warum sie bei dem MIG-Planspiel mitgemacht gemacht hat, erklärt die 16-jährige Antje Klaasen, Schülerin des Ulricianums, dass sie sich schon immer für Zahlen und Wirtschaft interessiert habe: "Ich will später auch auf jeden Fall was in diesem Bereich machen."
Der 15-jährige Henning Saathoff, ebenfalls Schüler des Gymnasiums, hat bereits an dem Planspiel Börse der Sparkasse Aurich-Norden teilgenommen. Gut finde er den nahen Praxisbezug solcher Projekte. Für Saskia Weetz von der IGS hingegen stand die Projektpräsentation im Vordergrund. "Ich wollte einfach mehr Übung im freien Sprechen vor vielen Menschen bekommen", bekennt die 16-Jährige.
An Erfahrung haben am Ende alle zehn Jungs und neun Mädchen gewonnen. Und im Hinblick auf dieses Geschlechterverhältnis, bemerkte ein Mitglied aus der Jury, müsse man sich um Frauenquoten in der Wirtschaft zukünftig keine Gedanken machen.
|
|
|
|---|---|---|
| In professionellen Präsentationen stellten die Schüler ihre fiktiven Unternehmen vor. | Verkaufen bedeutet Reden. |
sh Aurich. Als Vorstände von fiktiven Aktiengesellschaften stellten am Donnerstagabend Schüler des Gymnasiums Ulricianum und der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West ihre Produkte und Firmen vor, die sie innerhalb einer Woche im Rahmen des "Management Information Game" (MIG) entwickelt hatten.
In Zusammenarbeit mit dem hiesigen Arbeitgeberverband, dem Bildungswerk der niedersächsischen Wirtschaft und lokalen Unternehmen wie Pollmann & Renken, Beenen, Metallbau Ihnen und der AOK hatte die Oldenburgische Landesbank (OLB) die Zehnt- und Elftklässler für eine Woche in ihre Auricher Filiale eingeladen.
Die "Nachwuchsunternehmer" hatten damit die Chance, Wirtschaft hautnah in der Praxis kennenzulernen - für viele eine willkommene Abwechslung zum Pauken in der Schule. Die Unternehmen wiederum hatten dadurch die Möglichkeit, ihre Werte und Strukturen den Jugendlichen näherzubringen und so manchen potenziellen Auszubildenden anzuwerben: Neudeutsch also eine "Win-Win-Situation".
Zwar standen während der Woche diverse Fachvorträge und auch eine Firmenführung bei Stahlbau ihnen auf dem Programm, der Kern der Woche bestand jedoch im eigenen Ausprobieren.
Die Schüler wurden in drei fiktive Firmen, die "FridgTec AG", die "Go Frost AG" und die "Be Free AG", aufgeteilt und mussten "Kompaktkühlgeräte" entwickeln. Ein entsprechendes Geschäftskonzept musste erarbeitet, ein Unternehmen aufgebaut und eine PR-Strategie gefunden werden.
Das alles war mit vielen Diskussionen, aber auch viel Spaß verbunden. Das MIGComputersimulationsprogramm stellte die Realitätsnähe sicher und errechnete, wie viel Profit die jeweiligen Unternehmen am Ende gemacht hatten: genau wie in einem realen Unternehmen.
Dabei wurde allerdings versucht, auch soziale und ökologische Aspekte zu berücksichtigen. So durften die Unternehmer im Spiel nur im Inland zu fairen. Löhnen produzieren und umweit freundliche Produktionsmittel verwenden. Hier galten also "faire Spielregeln".
Am Donnerstagabend konnten die Jungunternehmer dann die Früchte ihrer harten Arbeit ernten: In Vorträgen im IGS-Forum versuchten sie dem Publikum, das hauptsächlich aus Auricher Wirtschaftsleuten bestand, ihr Produkt zu verkaufen: Vorgestellt wurden Minikühlschrankmodelle, die teilweise sogar ganz ohne Strom funktionierten: "Unsere Zielgruppe sind besonders Umweltschützer", war sich der "Nachwuchs-Chef" dieser Gruppe sicher. Eine weitere Gruppe hatte deutsche jugendliche als Zielgruppe ausgemacht: "In unseren mobilen Kühlschrank passen 24 Bierflaschen, das ist optimal für Festivals!", pries Schülerin Saskia Weets ihr Produkt an. Eine weitere Gruppe zielte mit ihrem Gerät auf Sportler ab und verdeutlichte dies sogar in einem professionellen "Image-Film" mit der Botschaft "Nie wieder lauwarmes Wasser nach dem Sport!"
Jede der Gruppen hatte viel Zeit und Mühe in ihr Unternehmen investiert. Eine Investition, die sich auszahlte. IGS-Oberstufenkoordinator Alfons Heuermann lobte schmunzelnd: "Wenn die Schüler im Unterricht immer so toll dabei wären wie heute, hätte ich viele Sorgen weniger."
Das Publikum durfte letztlich abstimmen, welche Gruppe ihren Job am besten gemacht hatte. Zwar konnte es am Ende nur einen Sieger dieser Abstimmung geben, gewonnen hatten jedoch alle, war sich Joachim Fecht von der OLB sicher. Der Gewinn dieser jungen "Manager auf Probe" war dieses Mal schließlich nicht materiell, sondern ideell. Gesamtschulleiter Thorsten Quest bedankte sich bei allen Beteiligten für eine mittlerweile zwölfjährige Zusammenarbeit. Er freue sich schon auf das nächste MIG und stellte die Bedeutung dieses Planspieles im wirtschaftlichen Kontext heraus.
"Ostfriesland ist auf gute Arbeitsplätze und Fachkräfte angewiesen", sagte, Quest. Das Spiel ebne den Weg dafür. OLB-Banker Fecht sprach dem Management-Spiel zu guter Letzt noch ein dickes Lob aus: "Die MIG-Frauenquote von über 50 Prozent ist wirklich unschlagbar." Inwieweit dies dem realitätsnahen Anspruch des Spieles in Zukunft gerecht wird, liegt nun in der Hand der Manager von morgen.
Aurich / MM - Über ihr Verhalten im Internet sollen Schüler der IGS Aurich-West an zwei Projekttagen nachdenken. Am 21. und 22. Februar bietet die Schule, die dafür vom eigenen Förderverein unterstützt wird, zusammen mit der Initiative Smiley e.V. aus Hannover Aktionen zum Thema "Das Internet und wir" an.
Die Schülerinnen und Schüler des siebten und des achten Jahrgangs beschäftigen sich in von Referenten moderierten Gesprächen vor allem mit dem Umgang mit möglicherweise kostenpflichtigen Download-Angeboten oder der Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Schüler-VZ. Dabei gehen die Mitarbeiter von Smiley von den Erfahrungen der jungen Internetnutzer aus. Anknüpfend an deren Lebenswelt soll an diesen zwei Tagen geklärt werden, welche rechtlichen Vorgaben im Internet bestehen und wie man sich vor "ungebetenen Gästen" oder auch durch sichere Passwörter vor Datenmissbrauch schützen kann.
Die Referenten wollen die Schülerinnen und Schüler ins Gespräch bringen. "Am Ende des Projekts stehen hoffentlich viele neue Einsichten und ein bewussterer Umgang mit dem faszinierenden Medium Internet", so der 2005 gegründete Verein in einer Pressemitteilung. Er organisiert mittlerweile in ganz Niedersachsen Projekte zur Medienerziehung.
Am Montag, 21. Februar, wird um 19.30 Uhr im Forum der IGS Aurich-West der begleitende Vortrag "Spuren im Netz: Kinder und Jugendliche im Internet" angeboten, zu dem alle Interessierten eingeladen sind.
An diesem Abend wird grundsätzlich und für jeden verständlich erläutert, warum Kinder und Jugendliche das Internet lieben, wo die Risiken und Gefahren liegen und wie Kinder sich und andere schützen können. Vor allem geht es aber darum, welche positive Rolle Eltern bei der Medienerziehung spielen können. Die Forderung an Eltern, ihre Kinder beim "Großwerden im Internet" zu begleiten, klinge viel einfacher, als sie sich im Alltag umsetzen lasse, so die Veranstalter. Der Eintritt ist frei.
Referent des Abends ist Moritz Becker (33), Sozialpädagoge, Eltern-Medien-Trainer und selbst Vater zweier Mädchen im Kindergarten- und Grundschulalter. Er arbeitet für den Verein Smiley, ist Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Hildesheim und freiberuflich für den Verein Blickwechsel und als Dozent für die niedersächsische Landesmedienanstalt tätig.
Aurich. Mit dem Internet beschäftigen sich die Schüler der IGS Aurich-West. Am 21. und 22. Februar führt die IGS, angeregt und unterstützt durch den Förderkreis der Schule, zusammen mit der Initiative smiley e. V. aus Hannover zwei Projekttage unter dem Thema "Das Internet und wir" durch.
Die Schüler des siebten und des achten Jahrgangs werden durch Referenten dazu angeregt, über ihr Verhalten im Internet nachzudenken. Es sollen vor allem Themen wie der Umgang mit möglicherweise kostenpflichtigen Download-Angeboten oder die Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken, z. B. Facebook oder SchülerVZ, angesprochen werden.
Dabei gehen die Mitarbeiter des smiley e.V. - eines im Jahr 2005 gegründeten Vereins, der mittlerweile in ganz Niedersachsen Projekte zur Medienerziehung durchführt - von den Erfahrungen der jungen Internetnutzer aus. Anknüpfend an deren Lebenswelt soll an diesen zwei Tagen geklärt werden, welche rechtlichen Vorgaben im Internet bestehen und wie man sich vor "ungebetenen Gästen" oder auch durch sichere Passwörter vor Datenmissbrauch schützen kann.
Die Referenten wollen die Schüler ins Gespräch bringen und ihre Erfahrungen aus mehr als 500 besuchten Schulklassen einfließen lassen. Am Ende des Projekts stehen dann viele neue Einsichten und ein bewussterer Umgang mit dem faszinierenden Medium Internet, heißt es in einer Mitteilung der Schule.
Am Montag, 21. Februar, wird ab 19.30 Uhr im Forum der IGS Aurich-West der begleitende Vortrag "Spuren im Netz: Kinder und Jugendliche im Internet" angeboten, zu dem alle Interessierten eingeladen sind, teilt die IGS weiter mit.
Die Forderung an Eltern, ihre Kinder beim "Großwerden im Internet" zu begleiten, klingt viel einfacher, als sie sich im Alltag umsetzen lässt. An diesem Abend wird
deshalb grundsätzlich und für jeden verständlich erläutert, warum Kinder und Jugendliche das Internet lieben, wo die Risiken und Gefahren liegen und wie Kinder sich und andere schützen können. Vor allem geht es aber darum, welche positive Rolle Eltern bei der Medienerziehung spielen können.
Referent Moritz Becker (33) ist Sozialpädagoge, Eltern-Medien-Trainer und selbst Vater zweier Mädchen im Kindergarten- bzw. Grundschulalter.
Als Austauschschüler lernt man die verschiedensten Orte und Menschen kennen: Referent Steffen Haake mit Jungen Leuten aus aller Welt letzten Mai vor dem Massachusetts State House In Boston, USA. Foto: privat
sh Aurich. Zu einem Informationsabend über die Möglichkeiten, Erfahrungen und Vorteile von Auslandsjahren während der Schulzeit lädt die IGS-Schülervertretung und die Austauschorganisation "AFS Interkulturelle Begegnungen" ein. Termin ist am Dienstag, 1. März, ab 19 Uhr im Oberstufenforum der IGS Aurich-West.
Die Beweggründe der Schüler, eine solche Veranstaltung zu organisieren, liegen auf der Hand: Die Deutsche Industrie- und Handelskammer stellte vergangenes Jahr fest, dass noch zu wenig Schüler davon Gebrauch machen, ein Lern- oder Ausbildungsjahr im Ausland zu absolvieren. "Auslandserfahrungen gehören heute zu den Qualifikationen, die für einen erfolgreichen beruflichen Werdegang immer wichtiger werden", so die DIHK (Deutsche Industrie- und Handelskammer). Doch das ist nur einer von vielen Vorteilen eines Schuljahres im Ausland, ist sich Steffen Haake, Koordinator vom AFS-Komitee Ostfriesland, sicher. "Ich habe selbst das elfte Schuljahr in den USA verbracht und davon in jeder Hinsieht profitiert. Man lernt ungeheuer viel über ein anderes Land, eine andere Kultur, andere Menschen und sich selbst. Außerdem hat man dabei auch noch unglaublich, viel Spaß!"
Haake sagt, dass Auslandsjahr, egal wo man sie verbringt, prägend für das ganze Leben und im Endeffekt auch für die ganze Welt sind: Durch interkulturelle Begegnungen werden Fremde, oder sogar ehemalige Feinde, zu Freunden. Dieser Idee hat sich sein Verein, der AFS, verpflichtet. Er ist eine der größten und ältesten nichtkommerziellen Austauschorganisationen der Welt.
Steffen Haake und andere ehemalige Austauschschüler werden über ihre unterschiedlichen Erlebnisse referieren. Die Möglichkeiten verschiedener Austauschprogramme und Stipendien werden an diesem Abend beleuchtet. Außerdem gibt es Informationen über die Sicht und Kooperation der Heimatschule. Zu der Infoveranstaltung sind Schüler, besonders der Jahrgangsstufen acht bis zehn, sowie Eltern und Lehrer aller Schulen herzlich willkommen.
aus:
(Sonntagsblatt)
vom 13.02.2011
|
|---|
| Großes Schulzentrum: IGS (vorne) und BBS (hinten) teilen sich ein riesiges Areal. - Foto: GB |
|
|
|---|---|
| Glückliche Schüler: Den Kindern in der Klasse 6 G gefällt der Unterricht. |
Kleine Stärkung muss sein: In der Cafeteria warten belegte Brötchen auf hungrige Schülermägen. |
Aurich. Die Halbjahreszeugnisse sind in den vierten Klassen erschienen und nun stellen sich sowohl Kinder als auch Eltern die Frage, wie es weitergehen soll mit der schulischen Bildung, Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Aurich-West am Schulzentrum 1 punktet dabei mit einem Ganztagsangebot. Zudem werden die Kinder von Anfang bis zum Ende ihrer Laufbahn gemeinsam unterrichtet. Sitzenbleiber gibt es nicht.
Das Ganztagsangebot betrifft dabei die Tage Montag, Dienstag und Donne stag. Für Freitag stehen dann noch freiwillige Arbeitsgemeinschaften auf den Stundenplänen der Schüler. Was sich im ersten Moment viel anhört, ist: die Folge der ungeheuren Erfahrung, die die IGS gesammelt hat. Seit bereits 40 Jahren werden Kinder nach den Kriterien der IGS unterrichtet. Und das mit Erfolg. "Wir bringen 50 bis 60 Prozent aller Schüler zum erweiterten Sekundar-Abschluss I", erzählt Schulleiter Thorsten Quest im Gespräch mit dem Sonntagsblatt. "Im letzten Jahr waren es sogar 66 Prozent".
Für diesen Erfolg sind sicherlich auch die 78; Gymnasial- sowie die 62-Haupt- und Realschullehrer verantwortlich. Die hohe Anzahl an verschiedenen Lehrkräfte ermögliche es der IGS, das Potenzial aller Lehrämter voll auszuschöpfen, weiß Quest. Für die Lehrer ist das Arbeiten an einer. IGS durchaus mit Anspruch verbunden. Denn die Lehrkräfte müssen sehr stark auf die individuellen Stärken und Schwächen ihrer Schüler eingehen. Zugleich sorgen viele Gruppenarbeiten dafür, dass Kinder gemeinsam lernen.
Denn das Gemeinsame ist ein Stützpfeiler für die IGS. Und das betrifft nicht nur den Unterricht. Ob beim Mittagessen in der Mensa, beim schnellen Holen eines Brötchens aus der Cafeteria oder bei den zahlreichen Freizeitmöglichkeiten außerhalb des Unterrichts versucht die Gesamtschule, ihre Schüler zusammen zu halten.
Freizeitmöglichkeiten gibt es dabei so einige für die Schüler, wenn sie sich dann doch mal nicht mit binomischen Formeln oder Gedichtsinterpretationen herumschlagen müssen. Im Freizeitbereich warten sowohl Billardtische als auch Gesellschaftsspiele oder Tischtennisplatten auf die Schüler, während der Ruhebereich in der "Arena" zum entspannten Quatschen einlädt. Für junge Leseratten gibt es eine Bücherei, die mit mehr als 3000 Büchern von "Was-ist-Was" bis hin zu den Krimis von Agatha Christie ausreichendes Lesefutter für viele vergnügliche Lesestunden bereit hält.
Für die älteren Jahrgänge gibt es dann noch eine wissenschaftliche Bibliothek. Dank einer Mitgliedschaft im Wissenschaftsverbund haben die Schüler Zugriff auf alle Online-Bibliotheken. Das ist nicht nur für die Schulzeit sinnvoll, sondern auch ein ideales Training für ein Studium.
Allerdings zeichnet sich eine Schule nicht nur durch ihren Unterricht oder ihre Freizeitmöglichkeiten, sondern natürlich auch durch ihre sportlichen Möglichkeiten aus. Auch hier ist die IGS Aurich-West stark aufgestellt. "Wir sind eine sportfreundliche Schule", erklärt Quest. Dabei gibt es sowohl innerhalb der Halle Sportunterricht als auch außerhalb auf dem Ellernfeld. Sportliche Arbeitsgemeinschaften erweitern dabei das sportliche Angebot zusätzlich. Und da gibt es eine breite Palette über Wassersport wie Rudern hin zum für Aurich typischen Handball. Bei den Arbeitsgemeinschaften greift die Schule dabei auf die Hilfe ausgebildeter Trainer zurück, so dass die Schüler eine bestmögliche Betreuung erhalten.
Doch irgendwann wird es einst für die Schüler und das Abitur steht an. Auch hierbei hat Quest noch ein schlagkräftiges Argument auf seiner Seite. Denn die IGS wird auch in der Zukunft weiterhin das Abitur , sowohl nach zwölf als auch nach 13 Jahren anbieten. "Wir sind froh, dass wir das weiterhin anbieten können", ist Quest nicht zu Unrecht stolz auf diese Möglichkeit.
Zudem punktet die Oberstufe der IGS damit, alle fünf verordneten Schwerpunkte anbieten zu können. So können die Schüler ihr Abitur in den Sprachen, in den Naturwissenschaften, in Kunst oder Musik, in Sport oder in Gesellschaft ableisten. Grade Gesellschaft hat sich zum Renner entwickelt, so dass immer mehr Schüler Pädagogik als Abitur-Fach wählen.
Letztlich hat Quest noch eine abschließende Bemerkung zur Charakteristik der Schule parat: "Wir leben von der Vielfalt der Kinder". Und wenn Kinder vom Anfang bis zum Ende gemeinsam die Schulzeit besuchen können, ohne Angst haben zu müssen, irgendwann aussortiert zu werden, sei das doch etwas Schönes.
Aurich - Thomas Greulich, Fachbereichsleiter Sport an der IGS Aurich-West, ist in der Nacht zu Donnerstag völlig unerwartet gestorben. Der 50-Jährige war Organisator vieler Sportfeste. Er arbeitete mit zahlreichen Auricher Sportvereinen zusammen. Ehrenamtlich engagierte sich Greulich im Ostfriesischen Handballverein (OHV) und in der katholischen Kirche. "Wir haben Thomas Greulich als kreativen und verlässlichen Teamplayer kennengelernt, der immer Initiativen für Neuerungen gegeben hat", sagt IGS-Leiter Thorsten Quest. Die Trauerfeier ist am Mittwoch, 16. Februar, um 12.30 Uhr in der Auricher Friedhofskapelle, Requiem um 13.45 Uhr in der St.-Ludgerus-Kirche.
Die IGS-Schüler verbrachten in Südfrankreich einen interessanten Skiurlaub [sic!].
sh Aurich/Samoens. Weiße Pisten, weite Sicht auf den Mont Blanc und eine tolle Après-Ski Atmosphäre erlebten jetzt 38 Teilnehmer eines Skikurses der IGS AurichWest. Sie nutzten ein Angebot für Zwölftklässler, das die Lehrer Helmut Domenghino, Rainer Zeihe und Hartmut Hühn seit etwa 20 Jahren vorhalten. Zum zweiten Mal war das Reiseziel das südfranzösische Dorf Samoens in den französischen Alpen, dem das viertgrößte Skigebiet Frankreichs, angegliedert ist. Neben Skifahren hielten die Schüler abends Referate über Themen wie alpine Gefahren oder die Umweltbelastung dieses Sportes. Im Vorfeld hatte die Gruppe sich einmal in der Woche getroffen, um sich mit Skigymnastik auf diesen Extremsport vorzubereiten.
Lehrer Helmut Domenghino: "Alle Anfänger haben das Skifahren erlernt. Alle Fortgeschrittenen haben sich verbessert. 93 Prozent der Kursteilnehmer haben gute und sehr gute Abschlüsse erzielt. Die Teilnehmer sind zu einer wirklichen Gruppe verschmolzen. Auch der abendliche Spaßfaktor stimmte."
Gymnasiastin Simone Heyen zeigte den Grundschülern, wie auf dem Forschungsschiff Meteor Messbojen eingesammelt werden.
Aurich - Wie groß das Interesse schon an naturwissenschaftlicher Forschung schon bei manchen Grundschülern ist, darüber war Alexander Stracke wirklich überrascht. "Die Kinder haben unsere Stipendiaten regelrecht mit Fragen bombardiert", berichtete der Lehrer am Ulricianum und Mitorganisator der Auricher Wissenschaftstage.
Erstmals war die etablierte Veranstaltungsreihe auf Grundschüler ausgeweitet worden. Kinder von den Grundschulen in Egels, Westerende sowie Lamberti und Finkenburg wurden mit Forschungsprojekten aus Helmholtz-Zentren und Max-Planck-Instituten konfrontiert, an denen Schüler des Ulricianums und der IGS Aurich-West teilgenommen hatten. Beispielsweise wurden mit Duplo-Steinen Teile der DNA einer Maus nachgebaut. Anfang Februar sollen die Junior-Wissenschaftstage in jahrgangsübergreifenden Gruppen fortgesetzt werden. Dann werden Wissenschaftler des Geoforschungszentrums Potsdam mit den Kindern in den nächtlichen Wald gehen und dort mit Hilfe von GPS-Empfängern einen Schatz suchen. Eine Woche später geht es dann um Wale und Pinguine, über die Wissenschaftler des Alfred Wegener Instituts für Polar- und Meeresforschung aus Bremerhaven berichten werden. Laut Stracke soll dadurch das Interesse für Naturwissenschaften bereits bei Kindern im Kindergartenalter geweckt werden und bis zur 6. Klasse weiterentwickelt werden. "Viele empirische Studien haben gezeigt, dass gerade in dieser Altersstufe wesentliche Grundlagen für Interessen gelegt werden, die Menschen ein Leben lang begleiten", sagte er.
Gruppenbild nach einem erfolgreichen Lesewettbewerb:
vorne von links nach rechts: Nicole Janssen (6a), Sarah Nethöfel (6e), Denis Groenhoff (6d), Fabienne Haschko (6h), Daje Draht (6f), Eva Holthuis (6g), Pia Johanna Arends (6b),
Schulsiegerin Nele Saathoff (6c)
hinten von links nach rechts: Frau Erdt (stellvertr. Schulleiterin), Herr Vrba (Deutschlehrer), Frau Schoß-Frerichs (Fachbereichsleiterin Deutsch), Frau Gerner (Deutschlehrerin)
"Hey! Vorlesewettbewerb im 6. Jahrgang - da mach ich mit!" Diese Worte waren vor einigen Wochen in unserer Schule zu hören, als eine Gruppe von Jungen vor einem soeben aufgehängten Plakat stand.
Seitdem stand im Rahmen der Unterrichtseinheit "Buchvorstellung" im Deutschunterricht wieder einmal das Lesen im Mittelpunkt. Viele Autorinnen und Autoren und viele verschiedene Bücher stellten die Kinder einander vor. Und die Spannung auf den bevorstehenden Lesewettbewerb stieg immer mehr an.
Am 13. Dezember war es dann so weit: Der Duft von Clementinen, Weihnachtsplätzchen und Kerzenlicht zog durch die Schule und stimmte die aufgeregten Leseratten ebenso wie die Jurymitglieder auf eine spannende Veranstaltung in gemütlicher Leseatmosphäre ein.
Es galt, einen Text so vorzustellen und vorzulesen, dass die Zuhörer sich eine Zeit lang in eine andere Welt hineinversetzt fühlen und darin abenteuerliche oder lustige Ereignisse mit den literarischen Figuren miterleben konnten. Dies war vor einigen Tagen acht Kindern bei ihren jeweiligen Klassenentscheiden am besten gelungen. Nun bewiesen sie alle ihr Können im Hinblick auf die drei Kategorien Lesetechnik, Textverständnis und-gestaltung. Zunächst stellten und lasen sie einen Textauszug aus ihrem mitgebrachten Buch vor; in einer zweiten Runde mussten sie mit einem unbekannten Text überzeugen - gelesen wurde aus Jostein Gaarders "Weihnachtsgeheimnis".
Die von den Kindern ausgewählten Bücher stellten eine interessante Mischung dar, und die erwachsenen Jurymitglieder empfanden es als vorweihnachtliches Geschenk, dass ihnen so stimmungsvoll vorgelesen wurde.
Die Blicke der Kinder gingen zwischendurch immer wieder zu den ausgestellten, vom Förderkreis gestifteten Buchpreisen, die später bei der Siegerehrung zusammen mit Urkunden verschenkt werden sollten.
Eine Entscheidung zu treffen, fiel der Jury schwer, aber unter Abwägung vieler Kriterien gewann schließlich Nele Saathoff aus der Klasse 6c den Schulentscheid. Sie las aus dem Buch: "Tochter der Finsternis" von Melissa de la Cruz und wird die IGS Aurich-West im Februar auf Kreisebene sicherlich sehr gut vertreten. Herzlichen Glückwunsch und allen weiterhin viel Freude am Lesen!
Inka Schoß-Frerichs
IGS-Oberstufenschülerin Katja Löschen mimt eine Ärztin. Auf englisch spricht sie mit einem Grundschüler.
(Foto: Haake)
sh Aurich. Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West und einiger Grundschulen erprobten ihre Fremdsprachenkenntnisse. Dazu wurde schon zum fünften Mal ein ganzes Sprachendorf, oder auf Niederländisch Talendorp, aufgebaut.
220 Achtklässler treffen zusammen mit 40 Gastschülern von der IGS Marienhafe und ca. 100 Grundschülern der GS Augustfehn, der GS Walle und der Reilschule auf ihnen unbekannte Dialogpartner, die sie in Gespräche vertiefen.
"Nicht alle Schüler können an einem Austausch teilnehmen. Realitätsnaher Dialog ist aber wichtig, um Fremdsprachen hautnah zu erleben", ist sich Volker Rudolph, didaktischer Leiter der IGS, sicher. Er fungiert sozusagen als Dorfbürgermeister des Talendorps und ist von dem Projekt ganz begeistert: "Über die Jahre ist unser Dorf immer realistischer geworden. Den Schülern und Lehrern macht das viel Spaß!"
Besonders die Grundschüler seien voller Elan dabei, wenn sie von Oberstufenschülem der IGS abgefragt würden. Im Englischunterricht der dritten und vierten Klasse vorbereitet, wäre das Englisch der kleinen Abc-Schützen echt beachtlich, schwärmt Pädagoge. Rudolph. Im nächsten Jahr sollten sogar noch Reilschule und GS Upstalsboom hinzukommen.
Seine Gesamtschüler würden mit Ausnahme derer, die Französisch oder Niederländisch als zweite Fremdsprache gewählt hätten und in diesen getestet werden, in Englisch getestet. Vor den Gesprächen habe man je nach Leistungsniveau genügend Zeit, um sich vorzubereiten. Dann müsse man vier von insgesamt acht Stationen, die vom AWT-Bereich der Schule konstruiert wurden, belegen; "Wir haben eine Polizei, einen Arzt, einen Gemüsestand, einen Campingplatz, eine originalgetreue englische Telefonzelle, ein Restaurant, eine Touristeninformation und einen Kofferraumflohmarkt. Das ist eine englische Spezialität", sagt Adrian Mills, IGS-Englischlehrer und einer der Urväter des Dorfes. Mills ist selbst Engländer und weiß um die Wichtigkeit der Sprechpraxis.
Als Gesprächspartner dienen den IGS-Schülern neben Mills und anderen IGS-Lehrern auch ehemalige IGS-Lehrer sowie Lehrer der IGS Marienhafe, der RS Aurich und der Ubbo-Emmius- Schulgemeinschaft Windschoten (Holland), die extra für das Projekt anreisten. Ihnen werden die Auricher Kollegen assistieren, wenn das Talendorp in Windschoten aufgebaut wird. Schließlich pflegt die IGS Aurich-West schon seit gut 15 Jahren eine Partnerschaft mit den Niederländern.
Schüler bereiten einen Nachtisch zu.
Foto: Haake
sh Aurich. Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Aurich- West geht nach eigener Einschätzung neue Wege in der Ernährungsbildung. So ist kürzlich das Projekt "Klasse(n)Nachtisch" angelaufen. Es soll sich über das ganze Schuljahr erstrecken und von allen acht 6. Klassen durchgeführt werden. Für das schulische Mittagessen haben erstmals Schüler der Klasse 6a mehrere hundert Portionen Nachtisch zubereitet. Angeleitet wurden. sie von Christa Sander und Teelke Goemann-de Boer, zwei Hauswirtschaftsmeisterinnen der Landwirtschaftskammer Weser-Ems.
Die Meisterinnen sind den Kindern bekannt, denn sie leiten auch das Projekt "Gesundes Frühstück", das die Schule bereits seit acht Jahren in den 5. Klassen durchführt. Auch das Gesundheitsamt ist mit im Boot für den "Klasse(n)Nachtisch", denn das Kochen für die Gemeinschaftsverpflegung unterliegt strengen hygienischen Auflagen. Unterstützt wird das Projekt von der Firma BFM Catering, die der Schule das Mittagessen liefert.
Mit den beiden Projekten will die Schule sich nicht begnügen. Sie hat einen Ausschuss für Verpflegung und Ernährungsbildung eingerichtet, sagt die stellvertretende Schulleiterin Renate Erdt. In dem Ausschuss sollen alle Fachbereiche vertreten sein, in denen die Ernährung thematisiert wird. Beteiligt , werden die Verpflegungslieferanten der IGS. Der Ausschuss soll Projekte erarbeiten, in denen Schüler nicht nur über Ernährung lesen und sprechen, dazu recherchieren und präsentieren. Sie sollen aktiv werden, denn Ausprobieren ist die beste Möglichkeit, Kenntnisse zu erwerben, meint Erdt.
IGS-Oberstufenleiter und Gastgeber Wolfgang Tiffert mit der chlneslschen Deutschlehrerin Yuanlin Zhao aus Shanghal vor der IGS Aurich-West.
Foto: Haake
sh Aurich. Die 29-jährige Deutschlehrerin Yuanlin Zhao aus Shanghai in China hospitiert derzeit an der IGS Aurich-West. Im Rahmen der initiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH) hält sie sich drei Wochen lang in Aurich auf und wohnt so lang bei Wolfgang Tiffert, dem Leiter der IGS-Oberstufe.
"Bildung gibt Perspektive - Mehrsprachigkeit eröffnet Horizonte." Dieser Gedanke steht, im Mittelpunkt der Initiative. Sie wurde 2008 vom Auswärtigen Amt ins Leben gerufen, um jungen Menschen weltweit einen Zugang zur deutschen Sprache und Bildung zu ermöglichen. Mit dieser außenkulturpolitischen Initiative soll bei jungen Menschen nachhaltiges Interesse für das moderne Deutschland und die deutsche Sprache geweckt werden.
Zusammen mit dem Pädagogischen Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz (KMK) wurde so ein Projekt geschaffen, das ständig Lehrer aus aller Welt nach Deutschland holt und im Gegenzug deutsche Lehrer in die Welt schickt. So sind momentan 40 ausländische Lehrer in Deutschland, davon drei aus China. Ebenso wie Yuanlin Zhao halten sie sich in Niedersachsen auf. "Niedersachsen pflegt nämlich sehr gute Kontakte zu China", weiß Gastgeber Tiffert. Er hatte sich um die Programmteilnahme beworben und so wohnt Yuanlin nun seit einigen Tagen bei ihm.
Das Leben bei Familie Tiffert im kleinen Aurich sei aber ganz anders als in der Metropole Shanghai: "Hier ist alles viel kleiner und es gibt keinen Stau", schwärmt die junge Chinesin, die mit ihrem Auto für den 30 Kilometer langen Schulweg über eine Stunde braucht. Dieser sei hier sowieso angenehmer: "In Ostfriesland fahren immer mehr Leute mit dem Fahrrad, in Shanghai immer mehr mit dem Auto", bringt die Asiatin es mit dem für sie typischen Lächeln auf den Punkt.
Dieser deutsche Wandel hin zum Umweltbewusstsein imponiere ihr. Ebenso wie es so manchen IGS-Schüler dieser Tage beeindruckt, mit einer Chinesin fließend Deutsch sprechen zu können. Schließlich sind laut Zhao Chinesisch und Deutsch zwei vollkommen unterschiedliche Sprachsysteme. Die Sicherheit im Umgang mit der deutschen Sprache kam beim vierjährigen Germanistikstudium in China und den insgesamt vier Deutschlandbesuchen. Das Interessanteste seien dabei aber die Menschen, schwärmt die Pädagogin. "Bei den Deutschen funktioniert vieles ganz anders als in China. Die Leute hier sind zwar sehr ordentlich, aber es geht viel freiheitlicher zu", sagt die 29-Jährige.
Dabei bezieht sie sich auf ihre Schule, wo nicht nur die Kleidung und die Haare, sondern auch die Lehrbücher und Unterrichtsmethoden uniformiert sind. An der IGS lerne man vieles spielerisch, in China müsse man überwiegend auswendig lernen und die Lehrer seien viel strenger. "Diese Disziplin brauchen wir aber, weil die Klassen mit 42 Schülern so groß sind, dass sonst alles drunter und drüber gehen würde", erklärt die Chinesin ihre Sichtweise.
Von den Lehrmethoden, die sie an der IGS kennenlernt, will sie aber auch einige mit nach China nehmen: Im Deutschunterricht ihrer deutschen Kollegin Inka Schoß-Frerichs habe sie gesehen, wie man Lektüren mit einem Lesetagebuch bearbeitet. "Das finde ich super! Bislang lesen wir im chinesischen Deutschunterricht meistens nur Texte und machen Vokabeltests, das könnte man übernehmen", erzählt die Lehrerin über ihren Unterricht, in dem nur Deutsch gesprochen wird. Dieser wird neben zwei chinesischen Lehrerinnen auch von einem Göttinger Lehrer unterrichtet und an ihrer Schule als Option zu Französisch als erste Fremdsprache angeboten.
Der Austausch ist aber, wie der Name schon sagt, nicht nur ein (Mit-)Nehmen von neuen Ideen nach China sondern auch ein Geben: "Yuanlin wird beispielsweise ein Referat in unserem Pädagogikkurs über das chinesische Schulsystem geben", freut sich Pauker Tiffert. Er hat selbst drei Jahre lang in Afrika und acht Jahre in Griechenland unterrichtet und weiß daher um die Wichtigkeit internationaler Impulse. Bei der Fächerwahl für den internationalen Gast habe er besonders sprachliche Fächer berücksichtigt. So wird Yuanlin Zhao auch am "Talendorp" teilnehmen. Dies ist ein Projekt der IGS West: In einem aufgebauten "Dorf" können Schüler ihre Fremdsprachenkenntnisse erproben.
Aurich. In der langjährigen Diskussion um den Badneubau in Aurich schaltet sich nun auch die Schülervertretung der IGS Aurich-West ein - nachdem der Bau bereits beschlossene Sache ist. Steffen Haake, Schülervertreter der kreiseigenen Schule, schlägt das Schulgelände als möglichen Standort für das Bad der Stadt Aurich vor. Er empfiehlt eine freie Wiese, die an die Schul-Parkplätze und die Internationalen Gärten grenze und derzeit als Bolzplatz genutzt werde. Das Bad könne dort optimal für den Schulsport der IGS, der Berufsbildenden Schulen, der Förderschulen sowie der Grundschule Reilschule genutzt werden. Das Bad wäre gut an die Verkehrswege angebunden - zumal es geplant sei, den Extumer Weg als Entlastungsstraße zwischen Oldersumer und Emder Straße "großzügig auszubauen. Parkplätze gebe es auch". Den Standort, am nahe gelegenen Ellernfeld bezeichnet Haake als "untauglich".
aus einer polnischen Zeitung vom 18.10.2010:
![]() |
aus:
(Sonntagsblatt)
vom 10.10.2010
Aurich. Die Schulpartnerschaft der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West und dem II. Liceum im polnischen Starachowice kann in diesem Jahr einen kleinen Geburtstag feiem: Zum 20. Male besuchten 20 polnische Schüler Aurich. Bereits im Frühjahr diesen Jahr reisten IGS-Schüler in die Stadt im mittelöstlichen Teil Polens.
Im Rahmen eines, offiziellen Empfangs hieß Aurichs Bürgermeister Heinz-Werner Windhorst jetzt die jungen Polen sowie die deutschen Schüler zum Abschluss des Austauschs im Ratssaal des Rathauses willkommen. Nach einem vorherigen mehrtägigen Aufenthalt in Berlin fuhren die Jugendlichen Anfang Oktober nach Aurich. Untergebracht waren sie hierbei Gastfamilien. Neben einer Stadtrallye oder auch den Besuchen des "Dokumenations- und Informationszentrums Emslandlager" (DIZ) sowie der Festung Bourtange in den Niederlanden nahmen die 17-jährigen Schüler darüber hinaus am Unterricht an der IGS teil.
Einen hohen Stellenwert besitzt bei den jeweiligen Austauschfahrten die intensive Auseinandersetzung mit der deutsch-polnischen Geschichte. IGS-Schulleiter Thorsten Quest betonte, dass nur mit Hilfe einer Beschäftigung mit der von Deutschen in der Vergangenheit verübten Verbrechen in die Zukunft geschaut werden könne. Angesichts des seit 20 Jahren erfolgreichen Austauschprogramms zwischen Starachowice und Aurich und den entstandenen Freundschaften ist er demgegenüber sicher, dass solche Gräuel, wie sie gerade im Zweiten Welt krieg verübt wurden, nie wieder geschehen werden.
Aurich - Aurichs Bürgermeister musste sich gestern richtig ins Zeug legen. Heinz-Werner Windhorst sprach beim Empfang der polnischen Schüler aus Starachowice im Rathaus nicht nur mit dem Mund, sondern in erster Linie mit den Händen. Und weil die Jugendlichen noch nicht so gut Deutsch können, stand Windhorst eine Lehrerin als Simultanübersetzerin zur Seite. So konnte der Bürgermeister den polnischen Schülern, die bei ihrer Partnerschule, der IGS-West, zu Gast waren, fast problemlos erklären, wie sehr er sich über den Besuch freue. Der trage schließlich zu einem guten Zusammenleben in Europa bei.
Bereits seit 20 Jahren tauschen die Auricher IGS-West und das II. Liceum in Starachowice Schüler aus. 800 Jugendliche beider Länder besuchten sich bislang gegenseitig. Bei dieser Partnerschaft spiele vor allem die Auseinandersetzung mit der deutsch-polnischen Geschichte eine große Rolle, betonte gestern Schulleiter Thorsten Quest. "Unsere Schüler sehen sich das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz an. Das ist ihnen wichtig", so Quest. "Würde sich jeder diesen Ort ansehen, gäbe es wohl keinen Ausländerhass mehr." Natürlich sollten die Schüler auch in die Zukunft blicken. Sie sollten Freundschaften schließen und das Land kennenlernen.
Im Frühjahr 2011 starten die Auricher Schüler dann zu ihrem Gegenbesuch nach Starachowice, besuchen ihre Austauschpartner und erleben Geschichte.
Deutsch-polnische Freundschaft: Schüler des elften Jahrgangs des Liceums Starachowice und Zehntklässler der IGS Aurich-West besuchten Bürgermeister Heinz-Werner Windhorst (oben rechts)
kdö Aurich. Seit 20 Jahren besteht ein Schüleraustausch zwischen der IGS AurichWest und dem Liceum Starachowice. Derzeit sind wieder 20 Schüler aus Polen zu Gast in Aurich, gestern wurden sie von Bürgermeister HeinzWerner Windhorst im Rathaus begrüßt. Heute ist bereits der letzte Tag des Aufenthalts, die Gäste aus Polen müssen sich wieder verabschieden.
Seit 1990 besteht die Verbindung zwischen den beiden Schulen. In den vergangenen 20 Jahren nahmen rund 800 Schüler an dem Austausch teil. Unter der Leitung des inzwischen pensionierten Lehrers Gerd Brüning finden die Begegnungen statt. Die jungen Leute wohnen in Gastfamilien und nehmen am Schulunterricht teil. Außerdem wird ihnen ein kulturelles Programm geboten. Die Schüler suchen nach Gemeinsamkeiten und gegenseitigem Austausch in den Bereichen Kultur, Politik und Wirtschaft. Ebenso setzen sie sich mit der Geschichte beider Länder auseinander.
Die Finanzierung des Austausches ist immer wieder problematisch, sagt Gerd Brüning. Einen gewissen Anteil zahlen die Teilnehmer selbst, dazu kommen Gelder
vom Förderverein des Deutsch-polnischen Jugendwerkes, des Förderkreises der IGS Aurich-West sowie des Landkreises Aurich.
In diesem Jahr haben sich die Schüler aus Aurich und Polen in Berlin getroffen und
dort gemeinsam drei Tage verbracht. Sie besichtigten unter anderem das Brandenburger Tor und den Alexanderplatz. Der Hauptstadtaufenthalt endete mit einem Besuch des Bundestages. Gemeinsam fuhren sie anschließend mit dem Bus nach Aurich. Hier lernten die polnischen Schüler ihre Gastfamilien kennen. Die Kommunikation lief dabei überwiegend auf Englisch, teilte Gerd Brüning mit.
Hier besuchten die Schüler unter anderem das Dokumentations- und Informationszentrum Emslandlager (DIZ) in Papenburg. Auch eine Fahrt nach Langeoog mit Besuch des Schifffahrtsmuseums gehörte zum Programm.
Der New Yorker Austauschschüler Robert Feeney (Mitte) mit seinen Gasteltern Daniel Ellerts (I.) und Helko Ellerts vor seiner neuen Schule, der IGS Aurlch-West.
Foto: Haake
haa Aurich/Voorhisville. Eine Mischung aus Ungewissheit, Vorfreude und Stolz ist es, die Robert Feeney aus Voorhesville, New York, dieser Tage begleitet. Der 17jährige US-Amerikaner ist Austauschschüler und besucht ein Jahr lang die 11. Klasse der Integrierten Gesamtschule (IGS) AurichWest.
In Deutschland angekommen, erwarteten den 17-Jährigen seine Gasteltern Daniel und Heiko Eilerts aus Plaggenburg. Die beiden Männer, die seit dem 07. 07. 07 verheiratet sind, waren durch die ON auf die Austauschorganisation AFS aufmerksam geworden und hatten sich entschieden, Robert für ein Jahr aufzunehmen. Daniel Eilerts ist Koch und Hotelkaufmann, sein Mann Bürokaufmann. Die beiden haben dem begeisterten Robert schon die Küste gezeigt, bald sollen Fahrten nach Holland und Köln folgen.
Seit kurzem geht der Austauschschüler nun in die Klasse 11.5 der IGS Aurich-West. Auch wenn er momentan einen Deutschkurs bei der Kreisvolkshochschule belegt, versteht er bislang nur etwas im Französischund Mathematikunterricht. Da kennt sich Robert, der später vielleicht mal Sprachen und Mathe studieren will, bestens aus. Immerhin verwenden die amerikanischen Schüler die gleichen Taschenrechner wie hier. Ansonsten gibt es allerdings ganz schön viele Unterschiede zu seiner alten Schule. Deutsche Schulen kämen ihm bislang mehr wie ein normaler Arbeitsplatz vor, nach einem "School-Spirit", der mit dem deutschen Wort "Schulgeist" noch nicht ganz übersetzt ist, suche man hier vergeblich. Es sei nicht ganz so einfach, Leute kennenzulernen, weil man im Gegensatz zum amerikanischen Kurssystem den ganzen Tag mit derselben Klasse verbringt und es keine weiteren Aktivitäten, zum Beispiel Sportteams, gebe. Mit seiner Klasse versteht er sich aber bestens und neue Freunde werden noch hinzu kommen, da ist sich der optimistische Amerikaner sicher.
Roberts Familie hatte in den Staaten schon zweimal Austauschschüler aufgenommen. Daher kannte er die Austauschorganisation AFS und hatte beste Erfahrungen mit ihr gemacht. Gegründet als American Field Service, die während der beiden Weltkriege Krankentransporte auf dem Kriegsfeld organisierte und 1948 den ersten Schüleraustausch durchführte, besteht AFS schon seit über 60 Jahren und ist damit eine der ältesten Austauschorganisationen. Heute schickt AFS Interkulturelle Begegnungen e. V Austauschschüler und Freiwillige in alle Welt.
Robert wurde auf das Austauschprogramm, in dem er sich jetzt befindet, allerdings auch noch auf andere Weise aufmerksam: Der Fachbereichsleiter Sprachen seiner 375 Schüler starken High School gab dem sprachbegabten Schüler, der fließend Französisch spricht, einen Flyer vom Congress-Bundestag Youth Exchange (CBYX). Das ist der amerikanische Name für das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP) des Deutschen Bundestages und des Amerikanischen Kongresses, das 1983 wegen des 300. Geburtstags deutscher Einwanderung nach Amerika als Vollstipendium eingeführt wurde.
Obwohl der New Yorker kein Wort deutsch sprechen kann, bewarb er sich im Oktober 2009 auf einen Platz und wurde im April 2010 unter vielen Bewerbern ausgewählt. Im Mai begannen dann erste AFS-Vorbereitungsseminare und Anfang September ging es zusammen mit allen anderen Programmteilnehmern zu einem einwöchigen Vorbereitungsseminar in die US-Hauptstadt Washington D. C. Hier standen Besuche der deutschen Botschaft und des US-Außenministeriums sowie ein persönliches Gespräch mit dem lokalen Mitglied des Kongresses auf dem Programm. Die Woche wurde mit Seminareinheiten über Deutschland abgerundet. In Deutschland sollen die jungen Amerikaner nämlich als junge Botschafter auftreten und ihren Teil zur Völkerverständigung beitragen.
Als Robert Feeney dann ins Flugzeug stieg, ließ er, seine Eltern, zwei Schwestern und Freunde im kleinen Voorheesville zurück. Auch das schöne Wetter konnte er leider nicht mitnehmen. Wer New York hört, denkt zwar schnell an eine Mega-City, in Wahrheit steht der Name aber auch für einen Bundesstaat, der größer als Deutschland ist. Von Voorheesville, wo Wetterverhältnisse wie in Barcelona herrschen, sind es über drei Stunden bis nach New York City.
Robert berichtete den ON, dass er an seiner High School Kapitän des Varsity Tennis Teams, also der ersten Tennismannschaft, war, im Acappella-Chor und dem Empire State Chor, also dem Landeschor, sang, in der Jazz-Band Piano spielte und in der Schülervertretung aktiv war. Schließlich werden in den USA außerschulische Aktivitäten groß geschrieben und ehrenamtliches Engagement von Schülern sehr geschätzt. Robert ist ein guter Schüler. Im letzten Schuljahr war er ein Junior, also ein Elftklässler, war in vier Advanced Placement (AP) Kursen. Diese bieten Unterricht auf Universitätsniveau. Im amerikanischen Gesamtschulsystem wird den Schülern durch die Wahlmöglichkeit von Kursen auf differenziertem Leistungsniveau große Bandbreite geboten.
Die neue Schülervertretung der IGS Aurich-West: Reihe hinten von links nach rechts: Matthias Ollech, Steffen Haake, Magnus Kaun, Christian Fürst, Arne-Eric Noel, Vordere Reihe von links nach rechts: Tobias Schlieker, Jenny Disse, Hendrik Buskohl, Wiebke Willms
Es fehlen auf dem Foto: Marten Heuermannaus dem 13. Jahrgang und die beiden Jahrgangssprecher des 5. Jahrgangs Jannis Splieth und Meday Iciger
sh Aurich. An der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West ist die Schülervertretung (SV) neu gewählt worden. Im Jahrgang 5 wurden Medya Iciger und Jannis Splieth, im Jahrgang 8 Jennifer Disse, im Jahrgang 9 Matthias Ollech und Tobias Schlieker, im Jahrgang 10 Wiebke Willms, im Jahrgang 11 Arne-Erik Noel, im Jahrgang 12 Steffen Haake und Magnus Kaun und im Jahrgang 13 Hendrik Buskohl und Marten Heuermann gewählt. Am 16. September waren die Jahrgangssprecher gewählt worden. Jetzt folgte am Montag die Wahl der Schülervertreter für den Schulvorstand.
Alle Schüler eines Jahrgangs dürfen ihren Jahrgangssprecher wählen. Es sind in der Regel zwei Sprecher.
Der Schülerrat bestehend aus allen Klassen- und Tutoriumssprechern, wählt die Schülervertreter in den Schulvorstand. Dieser besteht aus vier Schülern, vier Eltern und acht Lehrern. Der Schulleiter sitzt ihm vor, alle Mitglieder sind gleichberechtigt. Der Schulvorstand ist das höchste Entscheidungsgremium der Schule.
Der Schülerrat wählte Hendrik Buskohl, Christian Fürst, Steffen Haake und Magnus Kaun in dieses Gremium. Erik-Arne Noel und Tobias Schlieker wurden Stellvertreter.
Die Jahrgangssprecher und die Schülervertreter im Schulvorstand bleiben für eine Legislaturperiode von einem Jahr im Amt und bilden zusammen die Schülervertretung. Diese will sich sowohl mit schulinternen Problemen als auch mit schulexterner Problematik beschäftigen. Dabei wird gefordert, auch in den Jahrgängen 12 und 13 eine Schulbuchausleihe anzubieten und die Schulbusbeförderungskosten in der Oberstufe abzuschaffen. Neben vielen anderen Themen will die Schülervertretung weiterhin auf die Landesschulpolitik Einfluss nehmen und so zum Beispiel für eine bestmögliche Umsetzung des Abiturs nach 12 Schuljahren an Gesamtschulen sorgen.
Betroffen sind die IGS Aurich-West, die Berufsbildenden Schulen in Aurich und Norden sowie die Förderschule am Moortief.
VON KERSTIN SINGER
AURICH - Der Landkreis Aurich will die zweiwöchigen Herbstferien Anfang Oktober nutzen, um mit den Sanierungsarbeiten an den Schulen weiterzukommen. Insbesondere die Fenster müssen ausgetauscht werden. "Diese sind teilweise so groß wie. Schaufenstern. Da kann nur eines nach dem anderen ersetzt werden", berichte Herbert Akkermann, Leiter der Zentralen Immobilienverwaltung des Landkreises. Pro Fenster werde ein halber Tag benötigt. Betroffen sind die IGS Aurich-West, die benachbarten Berufsbildenden Schulen sowie die in Norden.
An der IGS Aurich-West geht es vor allem um die Fenster in der Küche. An der Schule wird in den Herbstferien auch mit der Sanierung der Heizung begonnen. Die
Arbeiten sollen in den Weihnachts- sowie Osterferien fortgesetzt werden. "Wenn Schule ist, wird es warm sein" versprach Landrat Walter Theuerkauf (SPD). Auch an den Berufsbildenden Schulen werden eine neue Heiztechnik, Pumpen und Steuerung eingebaut.
Die ursprünglichen Pläne, beide Schulen mithilfe eines Blockheizkraftwerkes sowie mit Fernwärme zu beheizen, haben sich allerdings . zerschlagen. "Das wäre nicht wirtschaftlich gewesen", so Theuerkauf.
Insgesamt sind die Heizkosten für den Landkreis aber bereits geringer geworden. Nach dem neuen Energiebericht, der gestern vorgestellt wurde, konnten in den vergangenen neun Jahren schon 30 Prozent der Energiekosten eingespart werden. Erst im kommenden Jahr wird jedoch sichtbar werden, was die umfangreichen energetischen Sanierungen im Rahmen des Konjunkturprogrammes der Bundesregierung gebracht haben.
Dazu zählt auch die Sanierung der Flachdächer. An der IGS Aurich-West wurden insgesamt 750 000 Euro dafür ausgegeben. An der Förderschule in Aurich sind die Arbeiten vor zwei Wochen abgeschlossen worden. An der BBS in Norden wird in den Herbstferien mit der Dachsanierung begonnen, die rund eine halbe Million Euro kostet.
sh Aurich. Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Aurich-West ist baulich modernisiert worden. Im Rahmen der energetischen Optimierung der Schulen vom Landkreis Aurich wurden zahlreiche Arbeiten an der Dachkonstruktion vorgenommen.
Die umfassendste Arbeit wurde schon vor längerem abgeschlossen. Dem aus den 1970er Jahren stammenden Gebäude zwei wurde ein Pultdach aufgesetzt. Außerdem wurde auf dem neuen Spitzdach eine Solaranlage aufgesetzt. Gebäude zwei ist das größte Bauwerk der Gesamtschule. Da das Flachdach schon seit längerer Zeit undicht war, wurde nun eine endgültige Lösung geschaffen. Die Situation hatte sich schon so weit verschlimmert, dass auch Eltern schon vermutet hatten, die Gebäudedecke sei von Schimmel befallen. Für diesen Bau konnte allerdings kein Schimmel nachgewiesen werden.
Auch wenn sich der Schimmelverdacht für das besagte Unterrichtsgebäude zerschlagen hatte, konnte im Gebäude Drei (Pavillon) Schimmel nachgewiesen werden. "Zum Glück hatte der Schulträger ohnehin geplant, den Pavillon zu sanieren", so Schulleiter Thorsten Quest. Die Dachkonstruktion wurde komplett entfernt und durch eine neue ersetzt. Die Dachspitze wurde durch eine Glaspyramide ersetzt, das Zeltdach wieder mit Metall verkleidet, isoliert und stabilisiert. Eine neue Entlüftungsanlage soll Schimmelbefall verhindern und die Raumluft verbessern.
Kurz vor den Sommerferien wurde mit dem Umbau begonnen, kurz nach der Sommerpause war er fertiggestellt. "Vier Klassen des zehnten Jahrgangs mussten den Pavillon für jeweils eine Woche vor und nach den Ferien verlassen. Die Schüler mussten dann in verschiedenen Ausweichräumen unterkommen", so Quest.
Neben dem Pavillon sind die Zehntklässler auch im angrenzenden Gebäude vier untergebracht. "Dieses Gebäude war bislang immer das schlechteste der Schule", sagt, Quest. Es werde nun aber. durch Malerarbeiten aufgewertet und durch Lichtbänder aufgehellt. Außerdem ist das Dach erneuert worden. Gleiches gilt für die anderen Flachbauten: Die Fachbereiche Naturwissenschaft, Arbeit-Wirtschaft-Technik und Musisch-Kulturelle Bildung wurden neu eingedeckt. Einen ökologischen Charakter verleiht der neuen Bedachung eine ganzflächige Bepflanzung. Diese sorgt auch für eine optische Aufwertung der vormaligen "Beton-Wüste".
Bald soll auch mit dem Auswechseln vieler Fenster begonnen werden. Außerdem soll die Heizanlage modernisiert werden. "Die Anlage ist schon über 30 Jahre alt, das ist ein riesen Energiefresser. Der Hausmeister muss manchmal durch die Klassenräume rennen und die Heizkörper mit der Zange bedienen", schmunzelt der Gesamtschulleiter.
Trotz allem ist die Gebäudesituation an der Gesamtschule lange nicht perfekt. Schließlich haben viele Oberstufenschüler seit den Sommerferien in Container Unterricht. Diese sind weit von der Schule entfernt und bieten keinerlei Aufenthaltsmöglichkeiten. Allerdings hat die Schulleitung Regelungen getroffen, um Schüler nicht allzu sehr zu benachteiligen. ."Alle Kurse haben nur maximal einmal in der Woche Unterricht im Container", sagt Quest. Die mobilen Klassenräume seien keine gute, aber momentan die beste Lösung, um den Schülerzahlen gerecht zu werden.
Wegen der gestiegenen Schülerzahlen wurden an der IGS Container als Unterrichtsräume aufgestellt.
sh Aurich. Die Integrierte Gesamtschule Aurich-West hat so viele Schüler wie noch nie. Sowohl für die Sekundarstufe (Sek.) I als auch für die Sek. II (Oberstufe) liegen die Anmeldungen auf einem Höchststand. Bei der Gesamtschule herrscht damit ein bisschen verkehrte Welt: Während im Landkreis Aurich die Schülerzahlen insgesamt sinken, explodieren sie an der IGS. Und das, obwohl sich das Einzugsgebiet der Schule durch die Neugründungen von Gesamtschulen in Marienhafe und Moormerland halbiert hat.
Bis zur Neugründung der Marienhafener IGS habe man aus dem Bereich Brookmerland immer 60 bis 70 Anmeldungen gehabt. "Diese Schüler gehen nun nach Marienhafe", sagt Schulleiter Thorsten Quest. Dadurch würden also theoretisch zwei Klassen im fünften Jahrgang wegfallen. Auch wegen der neuen IGS in Moormerland habe sich das Einzugsgebiet verkleinert. Nun kämen nur noch Schüler von vier Auricher Grundschulen und denen in Simonswolde, Weene und Westerende. Eltern von Moordorfer und Wiegboldsburer Grundschülern hätten die Wahl zwischen Aurich-West und Marienhafe. Trotzdem gibt es in Jahrgang fünf nach wie vor acht Klassen. Damit wurde die Planung der Schulleitung zerschlagen. "Wir haben uns eigentlich gewünscht, nur noch fünf Klassen, im zehnten Jahrgang sogar nur vier, zu haben. Das wäre optimal", überlegt stellvertretende Schulleiterin Renate Erdt. Bis diese Entlastung der Schule eintreten wird, wird es allerdings noch dauern. Immerhin geht heute alleine aus den Auricher Grundschulen die Hälfte der Schüler zur IGS. Früher hätten dies nur ca. 35 Prozent gemacht.
Zusätzlich zu den stabilen Schülerzahlen in der Sek. I kommt eine weitere Entwicklung hinzu: Die gymnasiale Oberstufe der IGS ist so groß wie noch nie. Über 400 angehende Abiturienten lassen die Schülerzahlen auf insgesamt 1812 Schüler anschwellen. In diesem Jahr hatten sich ganze 222 Schüler für die elfte Klasse angemeldet. Schließlich geht mittlerweile ca. 60, Prozent der Schüler der Sek. I der IGS West auch in die Sek. II. Außerdem entscheiden sich immer mehr Schüler anderer Schulen, ihr Abitur an der IGS zu erwerben. Neben den 90 Anmeldungen für die elfte Klasse von bisherigen IGS-Westlern kamen 16 von der IGS Waldschule, 40 von der HTG Ihlow, 33 von der Realschule und zwölf vom Gymnasium.
Quest führt die hohe Attraktivität der IGS auch darauf zurück, dass die Gesamtschule das Abitur noch nach 13 Jahren anbietet. Durch die Gesetzesänderung der CDU/FDP-Landesregierung, soll dies in dieser Form. allerdings nicht mehr für alle möglich sein. Das lange Offenhalten der Schullaufbahn für alle könnte dadurch gefährdet werden, der Druck auf die Schüler würde erhöht. Ob man die durch die explodierenden Schülerzahlen belegte Attraktivität der Gesamtschule dann noch beibehalten kann, bleibt abzuwarten.
Auch wenn sich Schulleiter Quest natürlich über die hohe Attraktivität der Gesamtschule freut, sieht er auch viele Schattenseiten der gestiegenen Schülerzahlen: "Wir haben eigentlich zu wenig Platz und mussten unter anderem schon Container aufstellen. Auch wenn wir uns größte Mühe geben, werden uns darüber hinaus vom Kultusministerium nicht genügend Lehrerstellen bewilligt." Dieser Mangel sei allerdings schon seit Jahren ein Dauerzustand. Man habe schon seit längerem unter 100 Prozent der Unterrichtsstunden versorgt, gebe sich aber größte Mühe, das Loch zu stopfen.
Dieses Loch zu stopfen sei aber gar nicht so einfach. "Ostfriesland ist für junge Lehrer uninteressant, da muss man sich schon anstrengen, um Lehrer zu gewinnen", klagt der Direktor. Weil es mittlerweile einen bundesweiten Lehrermangel gebe, können sich junge Lehrer heute fast frei aussuchen, wo sie unterrichten wollen. "Bisher ist es uns aber noch immer irgendwie gelungen, bewilligte Stellen auch auszufüllen", freut sich Quest.
Mit diesem Thema muss sich die Schule momentan sowieso viel beschäftigen: In den letzten drei Jahren sind alleine 46 der 140 Lehrkräfte in den Ruhestand verabschiedet worden. Bei der IGS kann man also momentan von einem unvergleichlichen Generationenwechsel sprechen.
Doris Stickel, die neue Stufenlelterin Sek. I an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurlch-West. Foto: Haake
sh Aurich. Doris Stickel ist neue Stufenleiterin der Sekundarstufe I an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West. "Die Stelle war drei Jahre lang vakant, da war es auch allerhöchste Zeit, dass wir wieder Verstärkung bekamen", sagte Schulleiter Thorsten Quest.
Stickel hatte sich auf den Posten beworben. Als Stufenleiterin trägt sie die Verantwortung für sämtliche Angelegenheiten der Stufe, also der Jahrgänge 5 bis 10, der zurzeit ca. 1300 Schülerinnen und Schüler angehören. Zuvor hat die Chemie- und Biologielehrerin zehn Jahre an der IGS Waldschule Egels unterrichtet und war dort als Jahrgangsleiterin tätig.
Stickel begann ihr Studium im Fach Biologie an der Universität Stuttgart. Nach dem Wechsel an die Universität Oldenburg entschied sie sich, Lehrerin zu werden, und es kam auch noch die Chemie hinzu. Nach dem Referendariat am Mariengymnasium in Jever, arbeitete sie zunächst lange Jahre für das Oldenburger Struktur- und Umweltforschungsunternehmen ARSU GmbH in der Projektentwicklung und wirkte unter anderem an Natur- und Bildungsprojekten mit.
Als Stufenleiterin will sie durch ihre Tätigkeit die Kollegen in der Schulleitung und der Sek. I unterstützen. Ihr Ziel ist es, die Arbeit der Gesamtschule zu stärken und zu optimieren. "Als Lehrerin halte ich das lange gemeinsame Lernen und das Offenhalten der Bildungswege für sehr wichtig", so Stickel. Eine Herausforderung sieht die Pädagogin in der Umsetzung der neuen Erlasse (Turbo-Abitur), hier besonders die Frage der Fachleistungsdifferenzierung:
"Wir planen jetzt alle, wie das am verträglichsten umzusetzen ist. Vieles ist noch nicht genau festgelegt und daher gibt es Spielräume", erklärt die neue Stufenleiterin. Auch der Generationenwechsel an der IGS fordert die Schulleitung heraus. Die neue Kollegin erklärt: "Mit mir sind fünf weitere neue Kollegen gekommen, die Schule verändert sich, das ist eine Herausforderung."
IGS-Oberstufenleiter Wolfgang Tiffert, Franziska Schröter von der FES Niedersachsen, MdL Wiard Siebels und Landrat Walter Theuerkauf (im Vordergrund von links) bei der symbolischen Eröffnung mit den Durchschneiden des Bandes.
sh Aurich. Es muss eine zentrale Aufgabe von Schule sein, über die Konsequenzen von rechten Diktaturen aufzuklären und den Schülern Selbstständigkeit nahezulegen. Das ist jedoch ein Spagat, da es besonders in der Schule immer ein Spannungsverhältnis zwischen Autorität und Selbstständigkeit gibt", sagte gestern der Oberstufenleiter der IGS Aurich-West, Wolfgang Tiffert. Anlass war die Eröffnung der Ausstellung "Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen" der FriedrichEbert-Stiftung (FES) in der IGS Aurich-West. IGS-Oberstufenleiter Wolfgang Tiffert, Franziska Schröter von der FES Niedersachsen, MdL Wiard Siebels und Landrat Walter Theuerkauf (beide SPD) begrüßten dazu etwa 200 Schüler und Besucher.
Zunächst stimmte die Klasse 7a die Besucher mit einem Lied ein. "Zivilcourage: Gemeinsam wird es gehen!" war von den jungen Aurichern zu hören und beschrieb den Geist der Ausstellung trefflich. Wolfgang Tiffert stimmte seinen Schülern zu und freute sich, im Forum der IGS noch bis zum 10. September für Zivilcourage werben zu dürfen. Schließlich sei das braune Gedankengut besonders für Jugendliche eine Gefahr. Die Aufklärungsarbeit an der IGS habe Tradition, schließlich gibt es an der Gesamtschule schon seit langem einten Austausch mit Israel und viele andere Projekte. So werden auch Schüler des 13. Jahrgangs zu Museumsführern ausgebildet, um Besucher über die Ausstellung zu informieren.
Franziska Schröter vom Niedersächsischen FES Landesbüro Hannover informierte über die Arbeit der Stiftung, die schon 1925 gegründet wurde. Im Todesjahr Eberts wurde sie als sein Vermächtnis der Bildung gewidmet. Durch die politische Aufklärung, die Unterstützung finanzschwacher Studenten durch Stipendien, und den Ausbau der internationalen Verständigung, wolle man den Meinungspluralismus stärken.
Den Vorfahren der heutigen Rechten war dies nicht recht und daher verbot man die Stiftung 1933. Damit so etwas nicht wieder geschehen kann, soll die Ausstellung besonders über die Gefahr eines Rechtsrutsches der Mitte informieren.
Landtagsabgeordneter Wiard Siebels (SPD) sieht diese Bedrohung ebenfalls: "Heute fordern 'statistisch gesehen 21 Prozent der Deutschen wieder eine Partei zu haben, . die alles regelt. Das ist beunruhigend! Außerdem sind immer noch ganze 14 Prozent der Bevölkerung der Ansicht, Juden seien unehrlich."
Dieses Thema griff auch Landrat Theuerkauf auf und verwies auf den gemeinsamen Parteigenossen Sarrazin, der durch judenfeindliche Thesen aufgefallen war: "Rechts wird gefährlich, wenn nicht nur ein paar Dummköpfe sich Glatzen schneiden, sondern wenn dem ganzen schon ein Mitglied der Bundesbank einen wissenschaftlichen Charakter verleiht!" Die größte Gefahr sei das langsame Einschleichen rechten Gedankenguts in die Gehirne: "Das müssen wir verhindern", so der Sozialdemokrat.
Theuerkauf machte deutlich, dass man als Deutscher "Null Grund hat, sich über andere zu stellen". So sei Rassismus gegen 'Anhänger des Islams unbegründet, schließlich hätten islamistische Terroristen wenig mit der Religion Islam zu tun und vom Christentum sei auch genug Schlimmes ausgegangen. Daher habe sich Theuerkauf in den 60er Jahren politisch stark gegen Rechts engagiert.
Gleiches wusste Wiard Siebels zu berichten: "Mit 15 bin ich in die SPD eingetreten, da haben wir Jusos auch mit der Antifa kooperiert." Damals habe es noch viele aktive Parteien von Rechtsaußen gegeben, das könne man heute nicht mehr behaupten. Heute liege die Gefahr nicht mehr so offensichtlich, sondern eher im Verborgenen. "In Ostfriesland gibt es verglichen mit dem Bundesdurchschnitt zwar nicht so viel rechtsradikale Aktivität, allerdings sollte man die Gefahr nicht unterschätzen", so Siebels.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt die Wanderausstellung nacheinander an vielen Orten. Die Exponate sind seit Mai unterwegs und der Terminkalender der Veranstalter ist noch bis Ende des Jahres gefüllt. Die Ausstellung soll gerade jugendliche über die vielen Facetten von Rechtsextremisten aufklären und die Schüler zu Demokraten machen. Ganz getreu Friedrich Eberts berühmtem Zitat: "Demokratie braucht Demokraten!"
Fachbereichslehrer Alexander Wiebel (von links) sowie seine Schülerinnen Johanna Vry und Anna Buß beim Rundgang durch die Ausstellung.
Aurich - Deutliche Worte fand Landrat Walter Theuerkauf (SPD) gestern Morgen bei Eröffnung der Ausstellung "Demokratie stärken - Rechtsradikalismus" von der Friedrich-Ebert-Stiftung im Gebäude 5 der Integrierten Gesamtschule West (IGS) in Aurich. "Wir dürfen uns nie mehr über andere Menschen erheben. Wir haben keine besseren Gene. Diese Aussprüche sind Humbug, egal, ob sie von Glatzköpfen oder von Menschen aus der Führungsebene einer Bank kommen", sagte Theuerkauf und spielte damit auf die letzten Äußerungen des Vorstandsmitglieds der Deutschen Bundesbank, Thilo Sarrazin, an.
Walter Theuerkauf machte deutlich, dass es ein Fehler sei, die Menschen in unterschiedliche Klassen einzuteilen und zwar in "wertvolle" und "weniger wertvolle". Demokratie bedeute vor allem, Minderheiten zu schützen, mit ihnen gemeinsam leben, so der Landrat weiter. Genau dies habe der Rechtsextremismus aber nicht im Blick. Deshalb sei diese Ausstellung gegen Rechts auch so wichtig.
Lehrer Alexander Wiebel, Fachbereichsleiter für Gesellschaftslehre, wird mit Schülern der IGS die Ausstellung begleiten. Die Mädchen und Jungen sollen, so Wiebel, vor allem Gruppen über die Probleme informieren. "Der Rechtsextremismus ist ein breitgefächertes Phänomen in unserer Gesellschaft. Deshalb muss hier noch viel Aufklärung geleistet werden", sagte Johanna Vry. Die Schülerin aus Norden besucht die 13. Klasse der IGS und gehört zu denen, die in den nächsten Tagen durch die Ausstellung führen werden.
Die Bremer Band erhielt von den Schülern für ihre Darbietung viel Beifall
sh Aurich. Die plattdeutsche Hip-Hop-Band "De Fofftig Penns" (DFP) aus Bremen heizte gestern Nachmittag. in der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich-West etwa 200 Gesamtschülern mit modernen Beats und traditioneller Sprache so richtig ein. Lena, eine 15-jährige Schülerin der IGS Aurich-West, zeigte sich begeistert: "So was habe ich noch nie gesehen, Plattdeutsch kann richtig cool sein!"
Organisiert worden war das Konzert vom Plattdütskbüro der Ostfriesischen Landschaft in Zusammenarbeit mit beiden Auricher Gesamtschulen.
In einer kurzen Begrüßung rief Cornelia Nath vom Plattdütskbüro den jungen Ostfriesen zu: "Hört jo dat man em an!" Das taten die Neuntund Elftklässler dann auch und belohnten die Jungs aus Bremen-Vegesack mit viel Applaus. Auch wenn im Schulforum so richtig ausgelassene Stimmung nicht aufkommen wollte, holten sich die Teenager am Ende viele Autogramme und Buttons mit dem Aufdruck "Platt is cool" ab. Das gleichnamige Projekt wird von der Ostfriesischen Landschaft zusammen mit anderen Niedersächsischen Landschaften getragen und soll zur Belebung der ostfriesischen Mundart dienen.
Neben Aurich ist "De Fofftig Penns" auch an anderen Schulen, unter anderem m Leer, aufgetreten und befindet sich momentan auf einer einwöchigen Tournee. Entstanden ist die Gruppe aus einem Projekt im Plattdeutschunterricht und kann wohl als Begründer des plattdeutschen Elektro-Hip-Hop bezeichnet werden.
Die Bandmitglieder Malte Battelfeld, Jakob Köhler und Torben Otten werben mit ihrem Au tt nicht nur für sich und die plattdeutscheSprache; auch ein plattdeutscher Band-Wettbewerb imbt,#n nächsten Jahr wurde umworben. Hier soll der zeit- und altersgemäße Gebrauch -der traditionellen Sprache abermals im Vordergrund stehen. Obwohl sich sowohl hochals auch plattdeutsche Bands bewerben können, ist die Endausscheidung für plattdeutsche Texte vorbehalten.
Musiklehrer Wiemer von der IGS West fand die Veranstaltung gelungen: "Natürlich sind wir zufrieden, alles ist gut gelaufen." Sein Kollege Beyer von der IGS Ost stimmte ihm zu: "Wir sind mit dem gesamten neunten Jahrgang hier und finden das klasse!" Insgesamt war der Auftritt somit rundum gelungen. "De Fofftig Penns", deren Namen stark an den US-amerikanischen Gangster-Rapper "Fifty Cent" erinnert, werden Plattdeutsch auch weiterhin beleben. Ganz getreu, dem Motto: "'n beten scheef het Gott leev!"
AURICH - Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Aurich-West möchte ihre Schüler zu mehr ehrenamtlichem Engagement ermuntern. In einem Projekt erarbeiten die Lehrer mit den Schülern, wie man sich ohne Bezahlung für die Gesellschaft einsetzen kann. Dabei profitieren die jugendlichen auch von den Erfahrungen ihrer Mitschüler, die sich bereits ehrenamtlich engagieren. Das Projekt soll nicht nur zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen, sondern dient auch als wichtige Berufsvorbereitung.
AURICH/CMA - Seit geraumer Zeit klagen viele Vereine über Nachwuchsmangel. Aber auch andere Institutionen wie das Rote Kreuz, die auf ehrenamtliches Engagement angewiesen sind, beobachten eine fehlende Bereitschaft der Jugend, sich ohne Bezahlung für die Gesellschaft zu engagieren. Wo bleibt die Jugend?, ist daher die Frage vieler. Lehrer der Integrierten Gesamtschule Aurich-West (IGS) möchten ihre Schüler der Jahrgangsstufe 11 daher zu mehr ehrenamtlichen Einsatz ermuntern. Mit dem Projekt "Gesucht - deine Stärke" stellen sich Lehrer und Schüler gemeinsam die Frage, wie man sich aktiv am gesellschaftlichen Leben beteiligen kann.
Donnerstagabend wurden die Eltern der Jahrgangsstufe im Rahmen eines Elternabends über das Vorhaben der Schule informiert. Ziel des Projektes ist es einerseits, die Schüler für eine ehrenamtliche Tätigkeit zu begeistern. Dies kann ein Beitritt bei der Freiwilligen Feuerwehr oder dem heimischen Musikverein sein, Engagement in kirchlichen Tugendgruppen oder Parteien. Aber auch eine stärkere Teilnahme am Schulleben ist möglich: Beispielsweise Singen im Chor, Schauspielern im Schultheater oder bei den Streitschlichtern aktiv werden. Die dabei entwickelten Sozialkompetenzen fördern nicht nur das gesellschaftliche Leben inner- und außerhalb der Schule. Laut Oberstufenkoordinator Alfons Heuermann würde sich die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben auch positiv auf die Persönlichkeitsbildung eines jungen Menschen auswirken. Der Pädagoge weiß von dem Vorwurf der Eltern gegenüber der Schule, dass durch das Zentralabitur der Druck und die Belastung auf die Oberstufenschüler zunimmt. Mit einem solchen Projekt sei es daher wichtig zu signaliseren, dass die Schule mehr ist als nur ein Ort, um fachliches Wissen zu erwerben. "Die Schule soll nicht nur fachlich ausbilden, sie ist auch für die menschliche Entwickelung mitverantwortlich."
Neben dem gesellschaftlichen Mehrwert und der Persönlichkeitsentwicklung sieht der Pädagoge das Projekt auch als wichtige Vorbereitung auf das Berufsleben. Immer mehr Unternehmen würden "Schlüsselkompetenzen" verlangen. "Man möchte wissen, welchen Beitrag die Schüler außerhalb des Klassenzimmers für die Gesellschaft leisten."
Doch wie genau sollen die Jugendlichen nun zu mehr gesellschaftlichem Engagement motiviert werden? Die Arbeitsgruppe "Lernen, Organisieren und Optimieren", die für die Schüler der Jahrgangsstufe verpflichtend ist, gibt es nunmehr seit 15 Jahren. Im Rahmen dieses Unterrichtes soll das Projekt durch die Klassenlehrer betreut werden.
In einem erstem Schritt berichten Jugendliche, die sich bereits ehrenamtlich in ihrer Freizeit engagieren, von ihren Tätigkeiten. Mitschüler sollen durch diese Vorträge motiviert werden. Heuermann ist dabei vor allem wichtig, dass die Jugendlichen begreifen, dass ein ehrenamtliches Engagement nicht nur eine zusätzliche Belastung bedeutet. "Die Schüler erklären ihren Klassenkameraden, warum sie aktiv sind, was ihnen an der Betätigung Spaß macht, nennen ihre Beweggründe." In einem weiteren Schritt sollen dann diejenigen Schüler, die sich noch nicht ehrenamtlich engagieren, dazu ermuntert werden, über mögliche Tätigkeitsfelder nachzudenken. Gemeinsam mit Lehrern und Mitschülern werden Ideen gesammelt. Wo liegen die persönlichen Interessen? Für welche Eigenschaft werde ich von meinem Umfeld gelobt, was kann ich besonders gut?
Wie intensiv dieses Engagement ausfällt, ist jedem selbst überlassen. "Zwingen wollen wir natürlich keinen. Das wäre ja auch widersprüchlich", bemerkt Heuermann. Stattdessen möchte der Lehrer, dass die Jugendlichen sich selbst organisieren. Am Ende des Schuljahres erhalten diese Schüler dann einen Vermerk in den Zeugnissen über ihr Engagement außerhalb des Klassenzimmers.
Bis Mitte Oktober, kurz vor den Herbstferien, soll dann die Entscheidung fallen, welche Tätigkeit man in Zukunft ausüben möchte. Womöglich werden sich schon bald sämtliche Vereine in Aurich und Umgebung auf Zuwachs freuen können.
Steffen Haake auf dem Rockefeller Tower in New York. Im Hintergrund der Central Park
fis Aurich/Durham. "Ich würde jedem ein Austauschjahr empfehlen", bilanziert Steffen Haake. "Es ist schon auffällig, wie gleich alles in Aurich geblieben ist, und wie sehr ich mich in der Zeit verändert habe." Als der jugendliche Mitte August letzten Jahres von Frankfurt aus in die Vereinigten Staaten startete, war er schon ein bisschen nervös. Wie wird seine Austauschfamilie sein? Was wird er erleben? Wie ist die Schule in Amerika? Seit drei Wochen ist der 17-Jährige Auricher nun zurück in Ostfriesland und berichtet von seinen Erfahrungen und Erlebnissen.
Steffen Haake sitzt auf einem Stuhl in der ON- Redaktion und zeigt seine
Andenken an die USA. Neben einem dicken Jahrbuch und jeder Menge Urkunden hat er auch etliche Zeitungsartikel über sich und seine Schule mitgebracht. Der Auricher, der vor seiner Abreise Schülersprecher der IGS West war, verbrachte sein Austauschjahr in Durham, einer Stadt im US-Bundesstaat New Hampshire an der Ostküste.
Begeistert erzählt der jugendliche, der sich langsam wieder an die deutsche Sprache gewöhnen muss, von seinen Gastelter und den drei Gastgeschwistern. "Meine Gastelter waren super Leute", sagt Steffen. "Sie haben sich wirklich gut um mich gekümmert. Dreimal waren wir gemeinsam im Urlaub." Zusammen besuchten sie das familieneigene Ferienhaus an einem nahe gelegenen See, am Black Mountain lernte der Schüler Skifahren.
Besonderer Höhepunkt der Familienaktivitäten war jedoch eine Fahrt in die kanadische Stadt Quebec. "Die Stadt ist wie ein kleines Paris", schwärmt Steffen von der französischsprachigen Provinz, die ganz anders sei als die USA, "In kurzer Zeit ist Amerika als Land kaum fassbar. Es gibt riesige Unterschiede innerhalb der Bundesstaaten erklärt der 17Jährige. In der Universitätsstadt Durham seien die Menschen liberal und sehr freundlich gewesen.
Auch an seine Schule, die "Oyster River High School" erinnert sich Steffen mit Freude. Er besuchte dort die elfte Klasse, die Schüler dieses Jahrgangs nennt man "Junior". "Ein paar der Lehrer waren alt 68er Späthippies", schmunzelt der "Junior" und verdeutlicht, dass das amerikanische Schulsystem ganz anders sei als das Deutsche. Man habe wesentlich mehr Freiheiten bei der Kurswahl. Außerdem werde mehr diskutiert als auswendig gelernt Besonders beeindruckt hat den Schüler der Stellenwert der Schule. Diese ist nicht nur eine Institution, sondern auch eine Art "Lebensraum". Sämtliche Freizeitaktivitäten werden von dort aus organisiert. "Meine Schule war nicht so typisch wie man denkt, es gab nicht mal ein Footballteam." Der Auricher nahm an mehreren Laufveranstaltungen und einem Schwimmkurs teil. Außerdem führte er im Zuge des "Drama-Clubs" ein Musical vor ausverkauftem Haus auf. Kurz vor der jährlichen "Prom", dem Abschlussball, lief der blonde Schüler als Anzugmodel über einen Laufsteg in der Mensa. "Man muss sich schon gesellschaftlich engagieren, damit das Austauschjahr gut wird. Meins war wirklich super", bilanziert Steffen. Mehrere Austauschsschüler, die er während des Jahres kennengelernt hatte, berichteten von schlechten Gastfamilien. Sie konnten aber immer die Familie wechseln. "Trotzdem lernt man viel in so einem Jahr. Und wenn es nur die Bewältigung von Problemen ist", sagt Steffen, dessen Austauschjahr im Zuge des "Parlamentarischen Patenschaft Programms" organisiert wurde. Bei diesem Programm handelt es sich um ein Austauschprogramm des amerikanischen Kongresses mit dem Deutschen Bundestag. Je nach Wahlkreis werden Stipendien an ausgewählte Schüler vergeben, die dann kostenfrei ein Jahr in den USA verbringen können. Steffen erklärt, dass er seine Bewerbung zuerst an die Organisation ABS schickte. Diese wählt daraufhin Schüler aus und lädt sie zu einem mehrtägigen Wochenende ein. Dort werden wiederum Schüler ausgewählt, die dann dem Landtagsabgeordneten des Wahlkreises vorgestellt werden. In Steffens Fall war dies Garrelt Duin, SPD. Dieser wählt dann den Schüler aus, der in die USA reisen darf. Im Zuge dieses Programms verbrachte Steffen auch eine Woche in Washington D.C., traf dort die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton, den Senator New Hampshires und den deutschen Botschafter.
Auch nach New York verschlug es den Austauschschüler. "Diese Stadt ist so unbeschreiblich groß und wahnsinnig. Man muss immer zu nach oben gucken", kommentiert der Jugendliche seine Eindrücke.
Vor drei Wochen begann Steffen in Durham seinen Koffer zu packen. Aus einem wurden zwei. Eine Menge Übergepäck, das in den USA richtig teuer werden kann. "Am Schalter hab ich zum Flughafenpersonal gesagt: Ich bin Austauschschüler, ich kann nicht zahlen. Dann durfte ich passieren und an allen, die ihr Gepäck in einen Koffer gequetscht hatten, vorbeigehen", lacht Steffen.
Der Auricher wird nun die elfte Klasse der IGS besuchen. Kurse hat er schon gewählt. Später möchte er am liebsten etwas im gesellschaftlichen Bereich studieren, was genau, weiß er noch nicht. Sicher ist nur: Das Studium soll im Ausland sein, am besten in den USA.
Steffen vor der Brooklyn Bridge
Trotzdem wird die Schule nach den Sommerferien alle Kinder aufnehmen. Der Landkreis hat schon Container aufstellen lassen. - von Kerstin Singer
Aurich - Zu Beginn des neuen Schuljahres am 5. August wird die IGS Aurich-West voraussichtlich 72 Schüler mehr haben als vor den Ferien. Sowohl in der Sekundarstufe II als auch in der fünften Klasse haben sich mehr Schüler angemeldet als im Vorjahr, berichtet Manfred Galka, Pressesprecher des Landkreises. "Es werden aber alle angemeldeten Kinder aufgenommen", sagte er. Es seien bereits Container, die unter anderem vom Gymnasium abgezogen wurden, auf dem Schulgelände aufgestellt worden. Vier Klassenräume sind dadurch zusätzlich entstanden.
Bis zum Ferienende sollen aber auch die anderen Schulgebäude fertig saniert sein. Der Landkreis hatte dort insbesondere die Dächer erneuert und für eine bessere Wärmeisolierung gesorgt.
Die Entwicklung ist laut Galka umso erstaunlicher, als der Einzugsbereich der IGS Aurich-West verkleinert wurde. Leer, Südbrookmerland und Brookmerland gehören seit diesem Schuljahr nicht mehr dazu. Die Einzugsbereiche waren neu aufgeteilt worden, nachdem in Marienhafe eine neue integrierte Gesamtschule gegründet wurde, die nach den Ferien ihren Betrieb aufnehmen wird. Träger ist hier die Samtgemeinde und nicht der Landkreis. In der Vergangenheit hatte die IGS Aurich-West viele Schüler aus Südbrookmerland. Abgewiesen werden mussten vom Landkreis aber Kinder an der IGS Waldschule Egels in Aurich, berichtete Galka. Die Schule habe nur eine Kapazität von 115 Plätzen in der fünften Klasse, weil dort integrativ gearbeitet werde. Das heißt, dass auch Schüler mit Behinderungen in den Klassen sitzen. Dadurch müssen diese kleiner sein. Insgesamt steigt aber auch in Egels die Schülerzahl von 635 auf 648.
Einbrüche in der fünften Jahrgangsstufe haben die Gymnasien in Aurich und Norden. Am Ulricianum in Aurich sanken die Anmeldezahlen von 188 auf 169, in Norden von 159 auf 151. Auch die Sekundarstufe II ist in Norden von dem Einbruch betroffen. Statt 454 Schüler haben sich zu diesem Schuljahr nur 440 angemeldet. In Aurich ist die Zahl allerdings etwas gestiegen, von 843 auf 850.
Bislang sind alle Zahlen, die dem Schulamt des Landkreises vorliegen, noch vorläufig. Denn bis zum ersten Schultag könnten sich die Eltern noch umentscheiden, so Manfred Galka.
In den vergangenen Jahren hat sich bereits gezeigt, dass die IGS Aurich-West eine begehrte Schule ist. Dass dieser Trend aber anhält, obwohl sich der Einzugsbereich der Schule verkleinert hat, ist ein deutliches Signal. Noch sind die Anmeldezahlen in den fünften Klassen am Gymnasium nicht dramatisch gesunken. Doch die Daten zeigen, dass immer mehr Eltern ihren Kindern zwar die Chance geben wollen, das Abitur zu machen, sie aber nicht gleich unter den vollen Leistungsdruck eines Gymnasiums setzen wollen. Durch massive Proteste wurde im vergangenen Jahr verhindert, dass auch an Gesamtschulen das Abitur nach zwölf Jahren gemacht werden muss. Dies hat sicher zum Erhalt der Attraktivität beigetragen. Dass der Trend zu steigenden Schülerzahlen aber auf Dauer so nicht anhalten wird, ist klar. Denn die Kinder werden weniger. Deshalb hat der Landkreis an der IGS auch Container aufgestellt, die flexibel abbaubar sind. Landrat Walter Theuerkauf hatte deutlich gemacht, dass keine neuen Gebäude gebaut werden.